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Wettbasis


Van Gerwen bleibt an der Spitze und qualifiziert sich für die Play-Offs

Der 13. Spieltag der Premier League Darts 2018 stand an diesem Donnerstagabend auf dem Programm, und er wurde in Manchester absolviert. Zum letzten Mal in dieser Saison stehen übrigens fünf Matches an einem Abend an, die beiden Michaels musste dabei heute zweimal auf die Bühne. Michael Smith eröffnete gegen Peter Wright, im Anschluss war Michael van Gerwen gegen Daryl Gurney an der Reihe. Der formstarke Gary Anderson bekam es im Anschluss daran mit dem strauchelnden Simon Whitlock zu tun und Rob Cross spielte im vierten Match gegen Raymond van Barneveld. Den Abend beendete dann noch das Duell von van Gerwen und Smith – dabei waren schon die ersten Entscheidungen mit Blick auf die Play-Offs in drei Wochen möglich.

Darts in der Phones 4u Arena Manchester Schatten

Smith mit toller Leistung bei klarem Sieg

Den Spieltag eröffnete wie an den letzten beiden Donnerstagabenden Michael Smith, der gegen Peter Wright auf die Bühne schritt. Ein Sieg würde für den Engländer bedeuten, dass er mit einem Bein in London stünde, während sich für „Snakebite“ bei einer Niederlage jegliche Play-Off-Hoffnungen ausgeträumt hätten. Smith begann druckvoll und spielte gleich im ersten Leg des Abends einen 12-Darter zum Break, für das eigene Leg benötigte der „Bully Boy“ wenig später nur einen Pfeil mehr. Seine ersten Darts auf Doppelfelder bekam Wright erst im dritten Leg, weil er jedoch zwei Mal auf die Doppel-16 patzte kam Smith per Break zum 3:0.

Peter Wright mit radioaktiver Frisur und Kopfbemalung Schatten

Ein sehenswertes 128er-Highfinish auf der Doppel-10 zum 12-Darter brachte Smith auch das vierte Leg, erst danach konnte der Schotte einen Fuß in die Tür stellen und mit einem 100er-Checkout sein erstes Erfolgserlebnis feiern. Smith ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und traf die doppelte 6 zum 5:1, ehe Wright im siebten Leg nochmals Chancen auf Doppelfelder bekam. Doch er verfehlte Tops dreimal; und Smith konnte ihn mit einem 126er-Highfinish auf dem Bullseye gnadenlos dafür bestrafen. Ein 69er-Finish im achten Leg rundete den klaren 7:1-Erfolg ab, Smith gelang dabei mit einem Average von fast 105 Punkten und einer 70-prozentigen Doppelquote eine erneut tolle Leistung. Die Play-Offs sind ihm damit schon jetzt kaum noch zu nehmen, während Wright mit diesen nichts mehr zu tun haben wird.

Michael Smith ballt die Faust zum Sieg Schatten

Es folgte der Auftritt des Tabellenführers und Weltranglistenersten. Für Michael van Gerwen war die Woche bisher perfekt: er hatte nicht nur gestern seinen 29. Geburtstag gefeiert, sondern hatte heute auch bekannt gegeben, dass er vom niederländischen Königshaus zum Ritter ernannt wurde. Tolle Voraussetzungen also – wären da nicht die beiden Premier League-Niederlagen von letzter Wochen. In Rotterdam hatte van Gerwen zum ersten Mal überhaupt in seiner Premier League-Geschichte zwei Niederlagen innerhalb einer Saison nacheinander kassiert. Gegen Daryl Gurney sollte in Manchester wieder ein Sieg gelingen. Van Gerwen startete im Stile eines Tabellenführers und spielte gleich mal einen 12-Darter inklusive 180 und 130er-Checkout zum Break, welchem er dank eines 74er-Finishes auch das 2:0 bei eigenem Anwurf nachlegen konnte. Per 107er-Highfinish schaffte Gurney zunächst den Anschluss, ehe van Gerwen 121 Punkte zum einem weiteren 12-Darter und dem 3:1-Vorsprung auslöschte. Mit einem 13-Darter stellte Gurney erneut den Anschluss her, dieses Mal mit dem Unterschied, dass er auch den Ausgleich herstellte. Dazu vergab van Gerwen in Leg Nummer sechs einen Pfeil auf die Doppel-20 und „Superchin“ schaffte mit einem 76er-Finish das 3:3. Noch ein 76er-Checkout, dieses Mal für einen 11-Darter brachte dem Nordiren kurze Zeit später das dritte Leg in Serie und seine erste Führung überhaupt in diesem Duell. Auf der Doppel-18 stellte der Niederländer auf 4:4, und weil Gurney im neunten Leg einmal auf Tops patzte drehte der Weltranglistenerste das Spiel und lag jetzt selber in Front. Ein 106er-Finish hätte im Anschluss daran für einen sicheren Punktgewinn van Gerwens gesorgt, doch er unterwarf die Doppel-20. Gurney hatte 156 Zähler übrig, trat vor das Board und checkte spektakulär zum Rebreak und dem 5:5-Ausgleich – es ging jetzt also über die volle Distanz. Mit einem 13-Darter brachte Gurney den eigenen Anwurf durch und hatte sich auf jeden Fall schonmal einen Punkt gesichert. Van Gerwen begann das zwölfte und letzte Leg, er erhielt auch als erster die Chance zum Checkout, vergab aber bei 68 Restpunkten. Gurney hatte wie im zehnten Leg 156 Restpunkte, traf dieses Mal aber kein Triplefeld. Van Gerwen war also nochmal an der Reihe und versenkte in der Doppel-8 zum 6:6 und der Punkteteilung. Das Unentschieden war ein gerechtes Ergebnis nach einer tollen Partie, während Gurney im Schnitt 100 Punkte pro Aufnahme erzielte und sechs seiner neun Versuche auch in den Doppelfeldern unterbrachte, kam „Mighty Mike“ auf durchschnittlich gut 104 Punkte und traf sechs seiner elf Versuche auf die Doppelfelder. Van Gerwen gibt also zum dritten Mal nacheinander Punkte ab, hat später am Abend gegen Smith aber noch die Chance auf weitere Punkte.

Daryl Gurney luchst Michael van Gerwen einen Punkt ab Schatten

Whitlock schockt Anderson – Unentschieden nicht genug für „Barney“

Weiter ging es mit der Begegnung von Simon Whitlock und Gary Anderson. Letztgenannter ist sowas wie der Mann der Stunde der Premier League, gewann in Rotterdam alle drei Spiele. Gegen einen Whitlock mit vier Niederlagen nacheinander war der Schotte auch klarer Favorit. Dies war in der Anfangsphase der Partie aber nicht zu erkennen, denn „The Wizard“ sicherte sich per 66er-Finish das erste Leg des Spiels und konnte mit einem 88er-Checkout auch das Break zum 2:0 nachlegen. Bei letzterem hatte der Australier Glück gehabt, denn Anderson hatte sich vorher bei 74 Restpunkten mächtig verrechnet und keinen Dart auf Doppel bekommen. Schon wenige Minuten später konnte sich „The Flying Scotsman“ dieses Mal ohne Rechenfehler das Rebreak zum 1:2 holen, ehe er auf der Doppel-8 zum 2:2 ausgleichen konnte. Weil der Schotte im fünften Leg dann aber zwei Breakdarts liegen ließ setzte Whitlock sich wieder in Front, und er konnte ein tolles Leg nachlegen. Mit zwei 180ern nacheinander stellte sich der Australier im sechsten Leg 82 Restpunkte, die er via Bullseye und Doppel-16 auch für einen 11-Darter und das Break zum 4:2 aus seiner Sicht ausmachen konnte. Doch Anderson konterte erneut und schaffte das sofortige Rebreak.

Gary Anderson streckt seine Zunge raus Schatten

Kurios machte es der Weltranglistenvierte dann im achten Leg, als er bei 68 Restpunkten zunächst die einfache 1 traf, aber dennoch über 17 und Bullseye zum 4:4-Ausgleich checkte. Ganze drei Fehler auf die Doppel-20 leistete sich Anderson im neunten Leg, und weil Whitlock es auf der Doppel-5 besser machte führte dieser jetzt mit 5:4. Auf besondere Weise griff sich der Australier im zehnten Leg den sicheren Punktgewinn. Er löschte 92 Punkte über 20 und zweimal Doppel-18 zum 6:4 aus seiner Sicht aus. Ein Leg später erhielt Whitlock auch schon seine erste Möglichkeit zum Sieg, bei 80 Restpunkte vergab er jedoch einmal auf Tops; er ging allerdings davon aus, nochmal ran zu dürfen, denn Anderson hatte noch 135 Zähler übrig. Doch genau diese konnte der Schotte via Single Bull, Triple-20 und Bullseye ausmachen und schaffte so das Break zum 5:6. Das zwölfte Leg durfte Anderson dann auch anfangen, bei 111 Punkten vergab er jedoch seine Möglichkeit, einen Punkt zu retten. Whitlock stellte sich bei 70 Punkten ans Board, checkte über Triple-10 und Doppel-20 zum 7:5-Überraschungserfolg.

Simon Whitlock und Gary Anderson haben Spaß Schatten

Es folgte das Aufeinandertreffen von Raymond van Barneveld und Rob Cross. Auch für „Barney“ galt: wenn es noch was werden soll mit den Play-Offs musste heute ein Sieg her – was gegen den zuletzt formstarken Weltmeister nicht allzu leicht werden dürfte. Das erste Leg ging an den Niederländer, der dafür ganze 19 Darts benötigte. Mit einem 13-Darter schaffte Cross kurz darauf auch. Bei 72 Restpunkte erlaubte sich „Voltage“ im dritten Leg zwar einen Ausrutscher in die einfache fünf, da er via 17 und Bullseye dennoch checkte blieb dieser folgenlos und Cross stellte durch das Break auf 2:1. Ein 52er-Finish, van Barneveld hatte vorher bei 99 Restpunkten nur ein- statt zweimal die Doppel-20 getroffen brachte Cross auch das 3:1. Mit einem schönen 129er-Checkout unter Druck konnte „Barney“ verkürzen, ehe Cross ein Leg später 72 Punkte auf null brachte und so den vorherigen Abstand wiederherstellte. Erneut schaffte van Barneveld es, wieder Anschluss herzustellen, und im achten Leg hatte er auch die große Möglichkeit zum Ausgleich. Er vergab jedoch zwei Darts auf Doppel bei 48 Rest und musste mit ansehen, wie Cross die Doppel-9 zum 5:3 aus seiner Sicht traf. Auf der Doppel-10 verkürzte der fünfmalige Weltmeister wiederholt auf nur ein Leg Rückstand, doch das Break gelang ihm bis hierhin noch nicht.

Zwei Darts-Weltmeister: Raymond van Barneveld und Rob Cross Schatten

Dieser Zustand änderte sich im zehnten Leg. Cross vergab bei 118 Restpunkten einen Dart auf Tops, „Barney“ traf die Doppel-8 und stellte so auf 5:5, diese Partie ging dementsprechend über die volle Distanz. Das elfte Leg wurde von van Barneveld angeworfen, der es sich auf der Doppel-16 schnappen konnte, der aktuelle Weltmeister hatte eine Aufnahme vorher seine Chance bei 112 Restpunkten vertan. Doch Cross erholte sich schnell davon, brachte das zwölfte, von ihm begonnene Leg sicher per 13-Darter nach Hause und besiegelte das 6:6-Unentschieden. Für van Barneveld ist dadurch die Hoffnung auf die Play-Offs noch kleiner geworden, Cross dagegen so gut wie sicher in der O2-Arena von London.

Rob Cross weltmeisterlich Schatten

Van Gerwen nutzt Smiths Fehler im Topspiel

Für den Abschluss sorgte also das Spitzenspiel zwischen Michael Smith und Michael van Gerwen. Smith hatte die Möglichkeit, mit einem Sieg zum ersten Mal seit dem vierten Spieltag die Tabellenführung zu übernehmen. Mit einem Treffer in der Doppel-20 gelang dem Weltranglistenersten sofort ein Break, verhinderte aber nur mit Mühen das sofortige Rebreak. Smith vergab ganze vier Würfe auf Doppelfelder und ermöglichte dem Niederländer so das 2:0. Ein Fehler auf Tops kostete den „Bully Boy“ im Anschluss daran auch das dritte Leg, denn van Gerwen checkte 40 Punkte mit dem letzten Pfeil in der Hand. Das höchst mögliche Checkout von 170 Punkten stellten sich beide im vierten Leg. Van Gerwen versuchte sich zuerst daran, traf auch beide Triple-20er, verfehlte das Bullseye jedoch ziemlich knapp. Jetzt war Smith an Reihe, versenkte ebenfalls in den benötigten Triplefeldern, warf abschließend aber vergleichsweise deutlich an der Mitte der Scheibe vorbei. Van Gerwen durfte bei 25 Rest also noch mal ran und löschte diese zum 4:0. Ein Treffer in der doppeltem 20 brachte ihm auch das fünfte Leg, für Smith wurde dieses Match dagegen immer mehr zum Albtraum.

Michael Smith verzweifelt Schatten

Ein vergebenes 120er-Finish setzte diesen fort, van Gerwen traf das Doppelfeld erneut mit seinem letzten Dart und führte mittlerweile mit 6:0. Letztendlich saß im siebten Leg doch einer der Darts des Engländers im Doppelfeld, auf der doppelten 10 verhinderte er zumindest den Whitewash. Im achten Leg erhielt er dann bei 136 Restpunkten noch seine letzte Chance, um im Match zu bleiben, die Doppel-8 passte aber nicht ganz. Van Gerwen vollendete auf genau diesem Doppelfeld einen dominanten 7:1-Sieg, bei dem er mit einem Average von unter 95 Punkten nicht gerade glänzte. Smith hatte sogar den leicht besseren Punktedurchschnitt, seine katastrophale Doppelquote von 11 Prozent begründet aber die klare Pleite.

2 x Michael: Michael van Gerwen und Michael Smith Schatten

Dank dieses klaren Erfolges bleibt van Gerwen auch nach dem 13. Spieltag der Spitzenreiter. Er hat mit 21 Zählern drei Punkte Vorsprung vor dem jetzt wieder zweitplatzierten Smith, der punktgleich mit Rob Cross ist – van Gerwen ist sicher in den Play-Offs, Smith und Cross sind ihre Plätze nur noch theoretisch zu nehmen. Anderson fällt mit 17 Punkten auf den letzten Play-Off-Platz. Konkurrenz um diesen bekommt er noch vom fünfplatzierten Gurney (14 Punkte) und rein theoretisch vom sechstplatzierten van Barneveld (13 Punkte). Whitlock und Wright am Tabellenende werden mit dem Ausgang der Premier League nichts zu tun haben.

Michael van Gerwen ist hungrig auf Siege Schatten

Nächste Woche geht es für die Darts-Eliteliga nach Birmingham, wo zum ersten Mal in dieser Saison nur noch vier Spiele auf dem Plan stehen. Los geht es dort mit dem sportlich weniger wichtigen Duell von Wright und Whitlock, ehe Gurney gegen Smith um seine letzte Chance auf die Play-Offs spielt. Außerdem trifft Rob Cross auf Michael van Gerwen und Gary Anderson bekommt es mit Raymond van Barneveld zu tun.

Alexander Kuck

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