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Bulls Darts


Peter Wright ist Spitzenreiter

Am sechsten Spieltag empfing das schottische Glasgow ihren neuen UK Open Sieger. Premier League Auftritt im Heimatland für Peter Wright, der es mit James Wade zu tun bekam. Das Duell Schüler gegen Lehrer, es fand so oft statt und doch ist es immer wieder schön, Adrian Lewis gegen Phil Taylor stand ebenfalls auf dem Programm. Rückkehrer Michael van Gerwen spielte gegen Kim Huybrechts. Ein niederländisches Duell bestritten Jelle Klaasen und Raymond van Barneveld, der zweite Schotte Gary Anderson schloss den Spieltag gegen Dave Chisnall ab.

Taylor mit erster Niederlage


Adrian Lewis und Phil Taylor begrüßen sich freundlich Schatten

Die erste Begegnung war direkt das Duell zwischen Adrian Lewis und seinem früheren Mentor Phil Taylor. Lewis stand gegen den noch ungeschlagenen Taylor mächtig unter Druck, er musste dringend Punkte sammeln um das Ausscheiden nach Woche 9 verhindern. Beide starteten gut ins Spiel doch Phil war es, der mit einem Break startete. Lewis konnte aber sofort antworten. Es sollte eine Begegnung werden in der viele Chancen vergeben wurden. So hatte „The Power“ eine weitere Breakchance, vergab aber ein 101’er Finish. Lewis profitierte, vergab dann aber seinerseits ein 106’er Finish. So stand es nach sechs Legs 3:3 und Taylor hatte eine erneute Breakchance. Weil er diese allerding erneut vergab, behielt „Jackpot“ seinen Aufschlag doch, konnte dann aber selbst mit einem Break punkten. Phil hatte zuvor zwei Möglichkeiten auf die Doppel-8 liegen lassen. Mit dem 6:3 hatte Adrian dann den Punkt sicher und nur zwei Legs später tütete er tatsächlich den 7:4-Erfolg ein. Damit gelang dem zweifachen Weltmeister als erster ein Sieg gegen Phil Taylor bei der diesjährigen Premier League.

James Wade imitiert Peter Wright beim Walk on Schatten

Es folgte das Duell des frischgebackenen UK Open Champions Peter Wright. Er bekam es in seinem Heimatland mit James Wade zu tun und startete direkt mit einem Break. Zwar hatte Wade darauf noch die passende Antwort, musste dann aber mit ansehen, wie Peter auf seiner Erfolgswelle ritt und ihm davonlief. Peter sprintete bis zu einer 5:1-Führung und checkte dabei unter anderem 115 Punkte zu einem Break aus. Wade musste sich also richtig strecken wenn er noch was erreichen wollte und das tat er auch. „Snakebite“ war weiter gut mit dabei, allerdings begann er einen kleinen, persönlichen Krieg mit dem Bullseye auszufechten. Drei Legs hintereinander verpasste er dieses Feld zum Auschecken, im letzten Versuch sogar bei einem 170’er Finish. „The Machine“ nutzte die Fehlversuche um sich wieder ran zu kämpfen und immerhin bis auf 4:5 zu verkürzen. Dann aber traf Wright das Doppel zum wichtigen sechsten Leg und damit sicheren Punktgewinn. Fast hätte er das Match dann auch im ganz großen Stil beendet, verpasste bei 145 Punkten Rest aber Tops zum Sieg. Wade hielt die Partie damit ein weiteres Mal offen, musste sich am Ende dann aber doch mit 5:7 geschlagen geben. Wright hüpfte mit diesem Sieg auf den ersten Platz der Tabelle.

Peter Wright begrüßt James Wade lächelnd Schatten

Sieg bei Comeback für MVG

In der letzten Woche musste Michael van Gerwen nicht nur seine Teilnahme an der Premier League absagen, er konnte wegen einer Rückenverletzung auch nicht an den UK Open teilnehmen und hatte damit keine Möglichkeit seinen Titel zu verteidigen. Nach dieser Zwangspause wollte er nun gestärkt zurückkehren und bekam es mit Kim Huybrechts zu tun. Dieser hatte alles andere vor als Kanonenfutter zu sein und er wehrte sich richtig gut. Beide spielten von Beginn an auf einem hohen Niveau, vor allem in den eigenen Legs waren sie sehr sicher. So checkte Michael in einem solchen auch 109 Punkte. Die erste Breakchance hatte dann zwar auch der Niederländer, konnte sie jedoch nicht nutzen. Nur zwei Legs später war es dann aber so weit und MVG setzte sich mit 4:3 in Führung. Dieses Break konnte er allerdings nicht bestätigen, der „Hurricane“ konterte und brachte unter Druck ein 96’er Finish zur erneuten Führung auf null. Nun stand Michael unter Druck, doch er schaffte den Ausgleich. Es sah alles nach einer Punkteteilung aus, denn Kim war in seinem Leg erneut stärker. Doch dann unterliefen ihm die Fehler, die ihm das Match kosten sollten. Er vergab zunächst ein 136’er Finish und danach noch drei weitere Möglichkeiten auf Doppel. MVG war eiskalt, checkte 80 Punkte zum Break und brachte danach seinen Aufschlag souverän zum 7:5 nach Hause. Dabei spielte er einen gewohnt starken Average von 106 Punkten, während Kim immerhin 101 Punkte entgegenzusetzen hatte.

Michael van Gerwen explodiert Schatten

Im Duell der Niederländer bekam es Jelle Klaasen mit Raymond van Barneveld zu tun. In der Neuauflage des BDO-WM-Finals von 2006 wollte Klaasen gerne ein ähnliches Ergebnis erreichen wie damals und die Ikone schlagen. Entsprechend stark fing er auch an, warf einen 11-Darter zum 1:0. Nach Barneys 104’er Finish zum Ausgleich sprintete Jelle, auch weil Raymond Chancen vergab, zu einer 4:1-Führung. Dabei startete er auch ein Mal perfekt und checkte 111 Punkte. Doch schon in der letzten Woche und auch bei den UK Open verspielte er jeweils einen komfortablen Vorsprung. Und nachdem Klaasen die Chance auf ein weiteres Break verpasste, checkte Raymond tatsächlich ein 154’er Finish zum Anschluss und startete die Aufholjagd. Die „Cobra“ wurde nervös, er machte Fehler und verpasste Doppel. Raymond van Barneveld wusste dies routiniert zu nutzen, checkte 78 Punkte zum Break und brauchte wenig später 13 Darts zum Ausgleich. Als er dann auch noch 107 Punkte zu einem weiteren Break auscheckte und dieses wenig später bestätigte, hatte Barney den Punkt sicher und war bereits der mentale Sieger. Zwar kämpfte Klaasen nochmal, nutzte das Auslassen eines Matchdarts, aber musste sich am Ende trotzdem noch mit 5:7 geschlagen geben.

Raymond van Barneveld Wurftechnik mit Brille Schatten

Anderson gelingt der Heimsieg

Im letzten Spiel durften sich die schottischen Fans noch ein Mal auf einen ihrer Landsleute freuen. Gary Anderson bekam es mit Dave Chisnall zu tun und er erwischte einen Blitzstart. Nachdem Chisnall ein 123’er Finish auf Bull vergab, staubte Gary, der sich vorher gekonnt in Position gebracht hatte, das Break ab. Nachdem er auf 2:0 erhöhte, tat er Dave dann richtig weh. Dieser war perfekt gestartet und dachte wohl er würde sich sein erstes Leg holen, doch plötzlich checkte Gary 147 Punkte zum nächsten Break und 3:0. Nach einem perfekten Start war ihm auch das 4:0 nicht zu nehmen. Der „Flying Scotsman“ hatte sichtlich Spaß auf der Bühne. Dave war allerdings auch ein dankbarer Gegner an diesem Tag. Nichts war zu sehen von dem „Chizzy“, der in der Vorwoche seine beiden Spiele gewann und vier Punkte sammelte. Er verpasste einige Chancen und schenkte Gary ein weiteres Break, der es sich via 88’er Finish auf dem Bullseye holte. Er schien dann aber doch etwas Mitleid mit seinem Gegner zu haben und verpasste eine Menge Gelegenheiten auf 6:0 zu erhöhen, so konnte Dave, der seinerseits auch weiterhin Probleme auf die Doppel hatte, sein erstes Leg holen. Davon angestachelt warf er nochmal alles rein, versuchte den Abstand zu verkürzen. Er kam auch tatsächlich dank zweier Breaks auf 3:5 heran, doch dann legte Gary wieder eine Schippe drauf und spazierte über die Ziellinie. Am Ende siegte der Schotte völlig verdient mit 7:3.

Gary Anderson bei der Premier League vor heimischem Publikum Schatten

In der nächsten Woche gibt es das Heimspiel für die Niederländer. In Rotterdam gibt es dabei die großen Duelle zwischen Michael van Gerwen und Phil Taylor sowie Raymond van Barneveld und Gary Anderson. Der dritte Niederländer, Jelle Klaasen, wird es mit James Wade zu tun bekommen. Interessant dürfte auch die Begegnung zwischen Adrian Lewis und Kim Huybrechts im Tabellenkeller werden. UK Open-Champion Peter Wright und Dave Chisnall komplettieren den Spielplan.

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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