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Darts1 Premier League Finalisten Check


Michael van Gerwen, Gary Anderson, Peter Wright und Phil Taylor Schatten

Nach 15 Spieltagen stehen die Halbfinalisten für die diesjährige Premier League fest. Seit seiner ersten Teilnahme hat es Michael van Gerwen immer zur Finals Night geschafft und auch dieses Mal ist er wieder dabei. Anders Peter Wright, der es erstmals ins Halbfinale schaffte. Am erfahrensten ist natürlich Phil Taylor, der lediglich ein Mal an den Top-4 vorbeirutschte. Und auch Gary Anderson kennt sich bestens in der Vorschlussrunde der Premier League aus. Doch wer wird sich dieses Jahr den Titel holen? Hier ist der Premier League Finalisten Check!

Der Titelverteidiger

„Mighty Mike“ ist und bleibt ein Phänomen. Auch in diesem Jahr konnte er sich das Bonuspreisgeld des Tabellenführers sichern und musste nur zwei Niederlagen einstecken. Es begann alles mit einem 6:6 gegen Gary Anderson in der Neuauflage des WM-Finals von 2017. Danach dauerte es bis zum achten Spieltag, bis er seine erste Niederlage einstecken musste. Er hatte dort zwei Matches zu absolvieren, nachdem er einen Spieltag wegen Rückenproblemen hatte absagen müssen. Nachdem er mit 44 Spielen ohne Niederlage vor TV-Kameras einen neuen Rekord aufgestellt hatte, unterlag er am selben Abend gegen seinen Landsmann Raymond van Barneveld knapp mit 5:7. Doch davon ließ er sich nicht unterkriegen. Er spielte danach weiterhin konstant, hielt seine Konkurrenz hinter sich und holte sich am letzten Spieltag mit einem Sieg über Gary Anderson, der Kreis schließt sich, das Bonuspreisgeld. Nun muss er auch im Halbfinale gegen den Schotten ran.

Michael van Gerwen und die Premier League Trophy Schatten

Michael van Gerwen ist natürlich der große Favorit auf den Titel. Nach seinem Sieg im letzten Jahr verlief auch diese Saison bisher fast ohne Makel. Doch er wirkt nicht mehr ganz so dominant wie 2016, hat sich mehrere Male verwundbar gezeigt. Die Niederlagen gegen Raymond van Barneveld und Phil Taylor taten dem Weltmeister natürlich weh. Nichtsdestotrotz ist er nach jedem Rückschlag stärker zurückgekommen und wird nun auch mindestens das Finale erreichen.

Siegeswahrscheinlichkeit: 40%

Der Neuling

Für Peter Wright ist das Jahr 2017 bisher ein Traum. Er konnte bei den UK Open seinen ersten Major Titel gewinnen, schlug Michael van Gerwen in zwei Endspielen, ein Mal sogar mit 6:0, und nun konnte er sich auch erstmals für die Finals Night der Premier League qualifizieren. Es zeichnete sich auch relativ frühzeitig ab. Zwar verlor er am zweiten Spieltag recht klar gegen van Gerwen, zeigte aber nur eine Woche später eine unfassbare Partie gegen seinen Landsmann Gary Anderson. Er warf vier High Finishes und spielte einen Average von 109,48 Punkten, was auch nötig war, um den Ex-Weltmeister zu bezwingen. Auch danach blieb er in echter Top-Form und sammelte vor allem durch seine Nervenstärke in den entscheidenden Momenten enger Partien viele Punkte. Hatte er bei seiner Debüt-Saison 2014 in den letzten drei Spielen noch seinen Play-Off-Platz verspielt, holte er dieses Mal in den letzten vier Spielen vier Siege und hätte beinahe sogar noch Platz eins erobert.

Peter Wright und die Premier League Trophy Schatten

Peter Wright ist das ganze Jahr schon in herausragender Form. Er hat mehrfach bewiesen, dass er jeden Gegner, auch van Gerwen, überall und auch in Endspielen schlagen kann. Er hat auch längst keine Angst mehr vor Taylor, auf den er im Halbfinale treffen wird. Es wäre inzwischen schon eine faustdicke Überraschung, wenn „Snakebite“ nicht das Finale erreichen würde. Dort kommt es dann auf die Tagesform an. Wenn alles normal läuft, sind die Chancen auf den nächsten Major Titel für Peter Wright so groß wie nie zuvor.

Siegeswahrscheinlichkeit: 33%

Der Rekordchampion

Was mussten die Taylor-Fans in diesem Jahr wieder bangen. „The Power“ hatte angekündigt seine letzte PDC-Saison zu spielen, ehe er sich endgültig zur Ruhe setzt. Natürlich wollte er da nochmal die Finals Night erleben und zu Beginn der Saison sah es auch super aus. Er stand für ein paar Spieltage an der Tabellenspitze und alles lief nach Plan. Dann aber folgte seine erste Niederlage gegen Adrian Lewis und die Schwankungen begannen. Er verlor auch in der folgenden Woche und so richtig konstant zeigte er sich auch danach nicht. Immer wieder musste man überraschende Niederlagen wie gegen James Wade mit ansehen, sodass er es bis zum Schluss nochmal spannend machte. Vielleicht war seine Lockerheit zu groß. Am vorletzten Spieltag holte er einen immens wichtigen Sieg gegen Michael van Gerwen, ohne den die Qualifikation für die Finals Night wohl nochmal ernsthaft in Gefahr gewesen wäre. So eroberte er am Ende sogar noch Platz 3 und entging damit van Gerwen im Halbfinale.

Phil Taylor und die Premier League Trophy Schatten

Phil Taylor geht wohl so locker in die Finals Night rein wie noch nie zuvor. Und genau da liegt das Problem. Sollte es eng werden und das wird es, wäre er in der entscheidenden Phase zu unkonzentriert, um wie früher seinen Gegner für Fehler eiskalt zu bestrafen. Phil hat in der Ligaphase gegen jeden anderen Halbfinalisten mal gewonnen. Allerdings gegen Wright und van Gerwen, seine möglichen beiden Gegner in London, auch je ein Mal verloren. Taylor hat seine beste Zeit einfach hinter sich und es müsste wirklich alles für „The Power“ laufen, wenn er sich ein letztes Mal mit dem Premier League-Titel schmücken möchte.

Siegeswahrscheinlichkeit: 15%

Der zweifache Sieger

Eine Saison voller Höhen und Tiefen liegt hinter Gary Anderson. Der Schotte, der am ersten Spieltag noch einen Punkt gegen Michael van Gerwen holen konnte, kam in den folgenden Wochen nur selten zu einer konstanten Leistung. Auch abseits der Premier League passierten ihm immer wieder Malheure, wie auch das UK Open-Aus gegen Paul Hogan. Es war bisher einfach nicht das Jahr des „Flying Scotsman“, der vor allem die Leichtigkeit aus den Jahren 2015 und 2016 vermissen lässt. Man könnte nun darüber streiten, ob langfristiger Erfolg für einen Spieler im Spitzensport nur dann möglich ist, wenn er viel trainiert. Gary ist ein fantastisches Talent, das jedoch nicht so viel trainiert, wie viele seiner Mitstreiter. Auch bei Adrian Lewis ist ein ähnliches Phänomen zu erkennen. Trotz vieler Unentschieden und auch Niederlagen holte sich Gary Anderson sein Ticket für das Halbfinale, aber auch, weil viele hinter ihm oftmals überraschend Punkte ließen. Dennoch rutschte er am letzten Spieltag noch auf Platz vier ab und trifft somit auf Michael van Gerwen.

Gary Anderson und die Premier League Trophy Schatten

Einer der größten Pluspunkte in der Premier League-Saison war für Gary Anderson das Legverhältnis. Siegte er, waren es meist klare Erfolge, bei Niederlagen waren die Ergebnisse eher knapp. Daraus lässt sich natürlich ablesen, dass er mit jedem Gegner mithalten konnte und die Partien oft eng halten konnte, auch wenn es nicht so lief. Was sich ebenfalls ablesen lässt ist, dass er in engen Phasen, wenn es entscheidend wurde eben nur selten zur Stelle war. Gary ist zweifacher Champion der Premier League, allerdings aus einer Zeit als bei ihm alles lief. Das tut es jetzt nicht mehr und so wäre schon das Erreichen des Endspiels eine Überraschung.

Siegeswahrscheinlichkeit: 12%

Fazit

Die Halbfinals wirken von der Besetzung her in diesem Jahr ein wenig wie Übergangsmatches bis zu dem Duell, in dem die beiden besten Spieler des Jahres 2017 aufeinandertreffen und sich für die Trophäe die Darts um die Ohren hauen. Doch anders als in den letzten Jahren wartet man dabei eben nicht auf MVG gegen Taylor oder zuletzt Anderson. Der schärfste Konkurrent für Michael van Gerwen in der Weltspitze ist in diesem Jahr ganz klar Peter Wright. Wenn alles normal läuft, dann werden sich diese beiden im Halbfinale durchsetzen und sich in einem denkwürdigen Endspiel treffen. Dort wird „Mighty Mike“ alles aus sich herausholen müssen, um „Snakebite“ zu schlagen. Es wird ein enges Finale werden und es ist kaum vorherzusehen, wer sich den Titel dann holen wird. Da Peter auf der großen Bühne und auch in der Premier League generell noch ohne Sieg gegen Michael van Gerwen ist, geht ein leichter Vorteil an den Niederländer. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn Phil Taylor oder Gary Anderson sich ins Finale spielen sollten. Für Phil wäre es natürlich nochmal eine fantastische Geschichte, sich mit dem Pokal zu verabschieden. Aber wenn Jürgen Klopp das in Dortmund nicht gelang, wieso dann ihm? Allein weil es schön wäre, ist kein Kriterium. Gary hingegen ist für mich der klare Außenseiter an diesem Abend und er wird, abgesehen von ein paar tollen Scores und dem ein oder anderen tollen Finish, gegen Michael van Gerwen wohl nichts zu melden haben. Ob es so kommt, wir werden sehen. Bis dann!

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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