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Thornton kassiert zweiten Whitewash der Saison

Spieltag eins in der Premier League nach dem fulminanten Auftritt van Gerwens bei den UK Open. Der Sieger und Tabellenführer muss am insgesamt sechsten Spieltag gegen Dave Chisnall ran. Die Zuschauer in Nottingham freuten sich zudem auf die Duelle der Verfolger von Michael. So bekam es Peter Wright direkt mit Adrian Lewis, Phil Taylor mit Robert Thornton und James Wade mit Raymond van Barneveld zu tun. Eröffnet wurde der Spieltag aber durch Michael Smith und Titelverteidiger Gary Anderson.

WM-Finalisten zeigen ihre Klasse

Michael Smith hatte gegen den Weltmeister keine Chance
Michael Smith hatte gegen den Weltmeister keine Chance

Smith und Anderson kamen beide sehr gut in die Partie. „Bullyboy“ zeigte das, was ihn auszeichnet: starkes Scoring. Dies ist auch eine Stärke vom Weltmeister, der im ersten Leg immer nah dran blieb und das zweifache Auslassen von Chancen auf die Doppel durch seinen Gegner zum ersten Break ausnutzen konnte. Auch die folgenden beiden Legs sollten Breaks werden, ehe Gary erstmals einen eigenen Aufschlag über die Ziellinie bringen konnte. Dabei war dies auch das erste Leg, in dem er einen Dart auf ein Doppel vergab. Als der Schotte auf 4:1 erhöhte, schien die Partie entschieden, doch Michael gab nicht auf und kämpfte sich wieder bis auf ein Leg heran. Doch da zog der „Flying Scotsman“ einfach nochmal das Tempo an und stellte den alten Vorsprung von drei Legs wieder her. So sicherte er sich zumindest schon mal das Unentschieden. Dies war gleichzeitig der Knockoutpunch gegen Smith, der im letzten Leg nicht mehr wirklich mitspielte, wodurch Gary den 7:3-Erfolg ganz locker eintüten konnte.

Michael Smith 3:7 Gary Anderson
10 100+ 11
7 140+ 11
0 170+ 1
3 180 2
95.54 Average 102.19
40 High Finish 65
2 Breaks of Throw 4
3/10 - 30% Checkout % 7/12 - 58%

Ein sehr interessantes Duell gab es zwischen Peter Wright und Adrian Lewis. Peter kassierte in der vergangenen Woche seine erste Premier League Niederlage der Saison gegen van Gerwen und Adrian hatte die Möglichkeit bei einem Sieg an Wright vorbeizuziehen. Entsprechend bombastisch auch der Start von „Jackpot“. Ein 11-Darter gefolgt von einem 13-Darter erinnerte schon leicht an den Averagerekord von vor zwei Wochen. Er konnte dies aber nicht halten und startete im dritten Leg mit einer 42 und 58. So kam auch „Snakebite“ langsam ins Spiel, der anfing auch richtig gut zu scoren. Doch so richtig wollte der Funke nicht überspringen, für ein Break war es zu wenig. So konnte er sich immer wieder nur auf ein Leg herankämpfen, ehe Lewis sich mit einem 136’er Finish auf 5:2 absetzte. Das Match war entschieden. Wright holte zwar seinerseits noch ein Leg, traf aber in wichtigen Aktionen einfach das Doppel nicht. Und so siegte Lewis am Ende durchaus verdient mit 7:3 gegen den UK Open-Finalisten.

Peter Wright 3:7 Adrian Lewis
19 100+ 16
7 140+ 2
0 170+ 1
3 180 5
106.79 Average 107.93
90 High Finish 136
1 Breaks of Throw 3
3/6 - 60% Checkout % 7/12 - 58%

Barney verschenkt wichtigen Punkt

James Wade rückt durch den Sieg gegen Raymond van Barneveld auf den vierten Tabellenplatz vor
James Wade rückt durch den Sieg gegen Raymond van Barneveld auf den vierten Tabellenplatz vor

Raymond van Barneveld gegen James Wade. Zwei sehr große Namen im Dartsport, die nun aufeinandertrafen. Beide Spieler waren sofort gut drin, was die Scores anging. Aber nur einer der beiden zeigte sich zu Beginn konstant auf die Doppel, das war „The Machine“. Er checkte direkt 101 Punkte zum Break und nutzte die Chance die Barney ihm bot. Zwar konnte Raymond wenig später 104 Punkte auf null bringen, doch dennoch war es James, der sich immer weiter absetzen konnte. Raymond hatte seinerseits einige gute Möglichkeiten Legs zu holen, vergab diese aber oftmals. So stand es schnell 5:1 für Wade und alles schien schon entschieden. Doch plötzlich war Ray wieder da, checkte 118 und 161 Punkte. Die Antwort von Wade war ein 121’er Finish zum 6:3 und damit sicheren Punktgewinn. Barney aber machte weiter, auch weil Wade erste Chancen zum Match nicht nutzte. So kam der Niederländer bis auf 5:6 ran und hatte seinerseits die Möglichkeiten zum Ausgleich. Weil er sie allerdings liegen ließ holte sich Wade doch noch den 7:5-Sieg.

Raymond van Barneveld 5:7 James Wade
18 100+ 14
14 140+ 12
0 170+ 0
3 180 3
101.17 Average 100.50
161 High Finish 121
2 Breaks of Throw 3
5/16 - 31% Checkout % 7/11 - 64%

Es folgte das Duell zwischen Phil Taylor und Robert Thornton. Phil Taylor hat genauso viele Punkte wie Michael van Gerwen auf dem Konto, jedoch das schlechtere Legverhältnis. Für dieses wollte er gegen Robert etwas tun und man kann es vorwegnehmen, er tat genau das. Taylor startete gut und holte direkt ein Break. Nachdem er auch sein eigenes Leg durchbrachte vergab „The Thorn“ zwei Darts auf Tops, sodass Phil ein zweites Break gelang. In der Folge entwickelte sich eine einseitige Partie, bei der „The Power“ sich nicht mal sein bestes Spiel zeigen musste. Er holte sich Leg um Leg und spielte dabei knappüber 100 Punkte im Schnitt. So kam es letztlich, dass er sich verdient und ohne echte Gegenwehr den 7:0-Sieg holte. Für Robert Thornton war es nach dem ersten Spieltag nun schon der zweite Whitewash in dieser Premier League-Saison, was natürlich die Frage aufwirft, ob er die richtige Wahl für diese Liga war.

Robert Thornton 0:7 Phil Taylor
9 100+ 6
5 140+ 3
0 170+ 1
1 180 5
88.38 Average 102.15
- High Finish 56
- Breaks of Throw 4
0/3 - 0% Checkout % 7/15 - 47%

Michael van Gerwen weiter alleiniger Spitzenreiter

Die letzte Partie des Abends bestritten UK Open-Champion Michael van Gerwen und Dave Chisnall. Michael begann das Spiel, natürlich möchte man fast sagen, mit einer 180 und letztlich einem 11-Darter zum Break. Zwar kam „Chizzy“ sofort zum Rebreak, doch das war „Mighty Mike“ mal wieder sowas von egal. Er checkte 134 Punkte zum erneuten Break und machte auch danach locker weiter. Das Spiel hatte ein sehr hohes Tempo, was selbstverständlich an den hohen Scores lag. Michael holte sich drei weitere Legs und führte damit schnell 5:1. Es fiel schwer an eine Wende in dieser Begegnung zu glauben, doch Dave glaubte wohl daran und gab nicht auf. Er holte sich das 2:5, auch wenn er einige Darts auf die Doppel liegen ließ. Letztlich war dies aber nichts weiter als Ergebniskosmetik. Michael van Gerwen zeigte sich weiter in beeindruckender Form und fuhr dieses Spiel am Ende souverän über die Ziellinie. Der Niederländer behielt durch den 7:2-Sieg die Tabellenführung.

Dave Chisnall 2:7 Michael van Gerwen
5 100+ 10
7 140+ 7
0 170+ 2
3 180 3
93.03 Average 113.47
40 High Finish 134
1 Breaks of Throw 4
2/8 - 25% Checkout % 7/13 - 54%

PDC Premier League

In der kommenden Woche fahren die Dartspieler wieder nach Schottland. Glasgow ist der Austragungsort des siebten Spieltags, wo der Schotte Gary Anderson zwei Spiele bestreiten wird. Aufgrund einer Krankheit verpasste er Spieltag eins und so trifft er Donnerstag in der Neuauflage des WM-Finals erst auf Adrian Lewis, später auf seinen Landsmann Peter Wright. Mit Michael van Gerwen gegen Phil Taylor steht zudem ein echter Kracher auf dem Programm. Außerdem bekommt es Raymond van Barneveld mit Dave Chisnall zu tun, James Wade spielt gegen Robert Thornton.

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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