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Bulls Darts



Simon Whitlock bereits ausgeschieden

In der achten Woche der Premier League Darts 2014 ging es nach Dublin, Irland in die O2 Arena. Wes Newton hatte es besonders schwer, da er gleich zwei Matches bestreiten musste, gegen Gary Anderson und Simon Whitlock. Dies kam dadurch zustande, dass Newton in Woche fünf krankheitsbedingt fehlte. Robert Thornton sprang damals ein und hatte somit in dieser Woche spielfrei. Doch auch ohne „The Thorn“ standen unglaublich heiße Matchpaarungen an. So gab es das Duell des Tabellenführers gegen den Zweiten, Michael van Gerwen gegen Peter Wright. Desweiteren traf der wiedererstarkte Phil Taylor auf Raymond van Barneveld, ein Duell der ganz großen Namen. Adrian Lewis gegen Dave Chisnall rundete den Spieplan ab.

Lewis und Chisnall brennen Feuerwerk ab

Das erste des Match des Abends war das Aufeinandertreffen von Gary Anderson und Wes Newton. Wes wusste, dass er sich in eine gute Ausgangsposition bringen musste um gegen Whitlock später nicht unter zu starkem Druck zu stehen. Anderson war auch noch nicht gerettet und wollte nun endlich für Klarheit sorgen. Newton begann allerdings gut und überraschte den Sieger des Players Championship Turnieres vom Samstag in Crawley mit seiner aggressiven Spielweise. So gelang dem Engländer auch direkt ein Break. Dies schien ihm aber nicht gut getan zu haben, denn in der Folge hatte Anderson klar die Oberhand und setzte sich schnell ab. Wes verpasste es wie schon in den vergangenen Wochen seine Chancen zu nutzen. Somit führte Gary auch verdient 5:3. Matchvorentscheidend war dann ein 96’er-Finish von Anderson. Newton stand bei 24 Punkten Rest. „The Flying Scotsman“ traf mit dem ersten Dart nur die fünf, konnte aber über die Triple-17 für Tops korrigieren und gewann das Leg. Daraufhin gelang ihm auch der Gewinn des letzten Legs, weil Newton vier Darts auf die Doppel vergab. Ganz am Rande wurde Gary übrigens Vater, herzlichen Glückwunsch auch dazu!

Ein unglaubliches Match erlebten die Zuschauer dann in der Begegnung Adrian Lewis gegen Dave Chisnall. „Chizzy“ führt ja die Tabelle der meist geworfenen 180’er in der diesjährigen Premier League an. Diese Qualität bestätigte er auch in Crawley, als er einen 9-Darter beim Players Championship Turnier warf. Da auch Lewis super punktet, war ein starkes Spiel zu erwarten, doch es übertraf diese Erwartungen nochmal. Es war sehr eng und beide Spieler setzten einander immer wieder unter Druck. Dennoch kamen klasse Finishes zustande. So warf Lewis 124 auf Bull aus, unter Druck wohlgemerkt. Desweiteren beendete er 134 Punkte mit der Triple-18 und zwei Mal Tops! Chizzy konnte 158 auf Null bringen und traf bei immensem Druck das Bullseye bei 85 Punkten Rest, dies brachte das zwischenzeitliche 5:5. Weil beide Spieler einfach super punkteten, eine klasse Doppelquote hatten und die Zuschauer begeisterten, hätte dieses Spiel keinen Verlierer verdient. So kam es auch nicht, 6:6 war der Endstand! Für Chisnall bleibt es damit jedoch eng, was das Ausscheiden angeht.

Michael van Gerwen schlägt Peter Wright

Match Nummer drei war ein sehr entscheidendes. Simon Whitlock, der Finalist der Premier League vor zwei Jahren, stand kurz vor dem Aus. Der Australier musste gegen Newton gewinnen, bei einem Remis wäre er bereits ausgeschieden. Mit diesen Gedanken im Hinterkopf gelang ihm direkt ein Break zu Beginn des Matches. Newton ließ sich aber nicht beirren und konterte. Daraufhin merkte man Whitlock an, dass er sehr unter Druck stand. Newton zog sein Spiel durch, Simon musste hart kämpfen. Dennoch blieb er immer wieder an Wes dran du hielt gut mit. Das Match blieb dann auch ausgeglichen und so stand es folgerichtig 5:5 nach zehn Legs. Dann folgte der schmerzhafteste Dart im ganzen Turnier für „The Wizard“. Newton traf das Doppel um mit 6:5 in Führung zu gehen und das Premier League-Aus für Whitlock zu besiegeln. Danach zeigte Simon aber nochmal Sportsgeist und holte immerhin noch das Unentschieden gegen den „Warrior“. 6:6 somit also der Endstand.

Die Neuauflage des WM-Finals, der Erste gegen den Zweiten. Wie man es nennen wollte war egal, eines stand jedoch fest, MVG vs. „Snakebite“ Peter Wright weckte hohe Erwartungen. Michael van Gerwen gelang am Wochenende in Crawley genau wie Chisnall ein 9-Dart-Finish, es bestätigte nur nochmal seine Topform. Das Match begann dann ziemlich ausgeglichen, beide holten ihre ersten Legs, es stand also 2:2. Danach aber schien Peter ein wenig den Blick für das Wichtige zu verlieren, interagierte etwas zu sehr mit dem Publikum und setzte sich selbst zu sehr unter Druck. Michael bestrafte dies auf der Stelle und zog davon, bis zum 6:2. Danach schien der Sieg eigentlich nur noch eine Frage der Zeit zu sein, doch Peter kämpfte sich immer weiter heran. Der Schotte gewann drei Legs in Folge, was mit einem ungläubigen Lächeln durch van Gerwen kommentiert wurde. Es schien, als könne man Wright nicht besiegen, als würde nun auch dieses Match Unentschieden enden. Peter brachte sich dann in Position, doch Michael van Gerwen ist eine andere Hausnummer. Mit Triple-18, Triple-18 und der Doppel-10 checkte er 128 Punkte aus als wäre es nichts und gewann das Match schließlich doch noch mit 7:5! Respekt an den Niederländer. Peter erlitt damit also seine erste Niederlage seiner Premier League Karriere.

Taylor und Barney teilen sich die Punkte

Nach seinem überzeugenden Sieg über Wes Newton in der vergangenen Woche, bestätigte Phil Taylor auch beim Players Championship Turnier in Crawley, dass er wieder zurück ist. Verlor er am Samstag noch im Finale, gewann er am darauffolgenden Tag das Turnier mit einem 6:0-Sieg über Ian White. Statistisch gesehen sah es für Barney nicht sehr gut aus. 18 Mal trafen beide Spieler in der Premier League aufeinander, der Niederländer konnte jedoch keine dieser Begegnungen für sich entscheiden.

Das Match selbst begann dann mit einem Break für van Barneveld, welches ihn ein wenig überraschend in Führung brachte. Phil zeigte sich jedoch mental auf der Höhe und drehte die Partie zum 2:1. Doch auch Raymond war super im Match und bestätigte dies mit einem sensationellen 160’er-Finish zum erneuten Ausgleich. Auch danach zeigte sich der Niederländer unglaublich heiß, er wollte seinen ersten Premier League-Erfolg über „The Power“. Mit einem erneuten High Finish, einer 121, setzte sich Raymond mit 4:2 ab. Phil kämpfte zwar, versuchte alles, doch irgendwie wollte der Funke nicht überspringen. Nachdem Barney dann aber die große Chance zum 6:3 vergab, schien er nervös zu werden. Phil kam nun immer näher heran und setzte seinen Gegner unter Druck. Phil spürte Raymonds Unsicherheit genau und nutzte dies. Er kam zurück und glich zum 5:5 aus. Besonders bitter lief dann das elfte Leg. Barney warf sechs perfekte Darts, verlor das Leg jedoch ohne Versuch auf ein Doppel. Doch der Niederländer ließ sich nicht unterkriegen, spielte ein starkes letztes Leg und verdiente sich das Unentschieden. 6:6 also der Endstand in einem wirklich tollen Match!

Nächste Woche wird es ernst. In der Motorpoint Arena in Cardiff wird sich entscheiden, welcher Spieler neben Simon Whitlock aus der Premier League auscheiden wird. Besonderes Augenmerk dabei wird das Match zwischen Wes Newton und Dave Chisnall haben. Der Verlierer dieses Matches würde ausscheiden. Bei einem Unentschieden und gleichzeitig einer Niederlage von Thornton gegen Taylor, könnte sogar „The Thorn“ die Premier League noch vorzeitig verlassen. Simon Whitlock wird sich gegen Tabellenführer Michael van Gerwen mit einem positiven Ergebnis verabschieden wollen, während uns mit Adrian Lewis gegen Raymond van Barneveld ein absolutes Topspiel erwartet. Das Duell der Schotten, Gary Anderson gegen Peter Wright, komplettiert den Spieltag.

Phil Taylor

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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