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Peter Wright weiterhin ganz vorne

In der sechsten Woche der Premier League Darts 2014 waren die Stars zu Gast in der Capital FM Arena in Nottingham. Bereits im ersten Match des Abends gab es dabei das Duell des Tabellenersten gegen das Schlusslicht, Peter Wright gegen Simon Whitlock. Desweiteren fand die Neuauflage des WM-Finals 2011 statt, dabei traf UK Open Champion Adrian Lewis auf Gary Anderson. Ebenfalls die Neuauflage eines denkwürdigen WM-Spiels gab es mit Phil Taylor gegen Dave Chisnall. Michael van Gerwen gegen Wes Newton und Raymond van Barneveld gegen Robert Thornton komplettierten den Spieltag.

Whitlock keine Gefahr für Wright, Anderson verschenkt Remis

Bei Duellen zwischen einem Tabellenführer und einem Tabellenschlusslicht spricht man oft von einer klaren Angelegenheit und wird dann vom Gegenteil überzeugt. Beim Match zwischen Peter Wright und Simon Whitlock sah es jedoch zunächst überhaupt nicht so aus. Nach vier Legs führte der Schotte bereits mit 4:0, Whitlock hatte zudem einiges an Pech als er bereits so früh im Match zwei Bouncer dabei hatte. Ganz anders Peter Wright, der unter anderem ein 132’er Finish auf Bull auswarf. Simon zeigte dann aber, dass er eine tolle Moral hat und kam zurück. Er verkürzte und hatte die Chance zu einem wohl matchentscheidenden Punkt. Es stand 2:4 und er hatte die Möglichkeit mit der Doppel-16 das 3:4 zu machen. Er verfehlte jedoch und so zog Wright weiter davon. Am Ende war es eine souveräne Performance von „Snakebite“, der durch den 7:3-Erfolg seine Tabellenführung an diesem Spieltag verteidigen konnte.

Peter Wright

Am vergangenen Wochenende konnte sich Lewis erstmals den Titel bei den UK Open sichern. Bei der Neuauflage des WM Finals 2011 wollte er diese Leistung bestätigen. Im zweiten Leg wurde man dann auch direkt an das damalige Aufeinandertreffen erinnert, als beide perfekt starteten und Lewis später den 9-Darter warf. Dieses Mal reichte es jedoch nicht zum perfekten Spiel, er holte sich nicht mal das Leg, es war das 1:1 durch Gary. Danach zog Lewis ein wenig davon, Anderson aber kam zurück und überraschte „Jackpot“ ein wenig. Nachdem Gary sogar mit 5:4 in Führung ging hatte er die Chance sich den Punkt zu sichern, vergab diese aber. Lewis bestrafte dies auf der Stelle und sicherte sich das Remis wenig später selbst. Da Anderson auch im letzten Leg einige Darts zum Unentschieden vergab konnte sich Adrian Lewis am Ende doch noch Sieger nennen. 7:5 war der Endstand aus Sicht des Engländers.

Newton verkauft sich unter Wert

In der letzten Woche war Wes Newton krankheitsbedingt nicht mit am Start. Es war daher interessant zu sehen, wie er sich heute gegen seinen Gegner, der ja bis ins Halbfinale der UK Open kam, schlagen würde. Michael van Gerwen, er ist und bleibt sensationell. Auch gegen Wes Newton zeigte er eine unfassbare Leistung. Er spielte wahnsinnig stark und wenn man nur das Endergebnis und den Matchverlauf in nackten Zahlen liest würde man glauben, er hat Wesley zerlegt. Aber so war es nicht, es sah zwar fast nach einem Whitewash aus als es 5:0 stand, aber auch zu diesem Zeitpunkt hatten beide ähnliche Averages über 100. Das einzige Problem war, dass Newton die Doppel einfach nicht traf. Er hätte aber einen Whitewash nicht verdient gehabt und sicherte sich folgerichtig ein Leg. Dennoch, 1:7, eine derbe Klatsche für den Engländer. Für Michael hingegen ein tolles Ergebnis nach einer brillanten Leistung. Am Ende fielen insgesamt elf 180’s in acht Legs, klasse Match!

Ein sehr merkwürdiges Match folgte. Raymond van Barneveld spielte gegen Robert Thornton. Barney spielte wirklich gut, seine Performance wirkte sehr souverän, reif und selbstbewusst. Ganz anders hingegen Robert Thornton, er war wie so häufig sehr hektisch und schien der Aufgabe nicht so wirklich gewachsen. Doch die Körpersprache der Spieler täuschte, im Spiel der beiden war kaum ein Unterschied zu erkennen und so gaben auch beide zunächst keines ihrer Legs ab. Erst im neunten Leg folgte das erste Break, Thornton schaffte es. Danach konnte keiner der beiden mehr den eigenen Aufschlag durchbringen, sodass am Ende ein 6:6-Unentschieden zu Buche stand. Robert hatte zwei Matchdarts auf Tops, vergab diese aber. Beide hatten zudem eine tolle Doppelquote, sodass das Remis letztlich in Ordnung geht.

Taylor holt zweiten Sieg

Nach wirklich überraschend schwachen Leistungen in den bisherigen Partien der Premier League, folgte bei den UK Open die nächste Demütigung für Phil „The Power“ Taylor. Er unterlag in der dritten Runde dem 22 Jahre jungen Aden Kirk. Jemand der sich damit auskennt Taylor bei seinem Turnierdebüt zu besiegen, ist Dave Chisnall. „Chizzy“ konnte bei seiner ersten PDC-WM im Jahr 2012 den Rekordweltmeister aus dem Turnier werfen. Doch auch Chisnall wartete seit dem ersten Spieltag mal wieder auf einen Sieg. Das Premier League-Duell der beiden war also ein absolutes Kellerduell. Der neunte traf auf den achten, dennoch wollte man ein tolles Match sehen.

Das Match lebte dann vor allem von der Spannung. Es war nicht wirklich hochklassig, auch wenn es ein paar 180’s gab, sowie ein Schmankerl als Phil die 122 auf Bull auscheckte. Dennoch konnte das Match wenig begeistern und packte den Zuschauer nur selten. Die Begegnung war sehr ausgeglichen. Phil schien eine etwas reifere Spielanlage zu haben, Chisnall konnte dies allerdings durch teilweise hohe Scores immer wieder ausgleichen. So stand es trotz Breaks von Taylor nach acht Legs auch 4:4. Beide machten immer wieder Fehler, trafen häufiger mal die großen Felder nicht und luden so den Gegner immer wieder zum Punkten ein. Die Einladungen wurden jedoch häufig einfach abgelehnt. Das Auschecken fiel beiden Spielern unheimlich schwer. Weil Chisnall aber eine riesen Chance vergab um mit 6:5 in Führung zu gehen und Taylor dies bestrafte, verspielte Chizzy einfach alles. Taylor holte letztlich seinen zweiten Sieg und gewann 7:5.

Phil Taylor

In der nächsten Woche geht es für die Premier League Spieler nach Leeds. Besonders brisant werden dort wohl die Matches Gary Anderson gegen Michael van Gerwen, sowie Raymond van Barneveld gegen Tabellenführer Peter Wright. Mit Dave Chisnall gegen Simon Whitlock gibt es zudem wohl die letzte Chance für den Australier um noch im Turnier zu bleiben. Auch Phil Taylor wird wieder im Einsatz sein, er trifft auf Wes Newton. Robert Thornton wird zudem auf Adrian Lewis treffen.

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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