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„Snakebite“ verteidigt Tabellenführung

In Exeter, einem Städtchen im Südwesten von England, steht die Westpoint Arena. Und genau dort gastierte die Premier League Darts 2014 in der fünften Woche. Nicht mit dabei war allerdings Wes Newton, der Engländer musste wegen Krankheit absagen. Robert Thornton durfte somit zwei Mal ran und traf zu Beginn auf Tabllenführer Peter Wright, zum Ende auf Schlusslicht Simon Whitlock. Mit Michael van Gerwen vs. Adrian Lewis gab es zudem die wohl heißeste Begegnung die gegenwärtig im Dartsport angeboten werden kann. Raymond van Barneveld gegen Dave Chisnall und Phil Taylor gegen Gary Anderson komplettieren den Spieltag.

Premier League Exeter

Zwei Unentschieden zum Auftakt

Das erste Duell des Abends war direkt das Match des Tabellenführers. Peter Wright traf auf seinen Landsmann Robert Thornton. Es war sein erstes Match überhaupt als Gejagter. Die Frage war natürlich, ob er mit diesem Druck umgehen könne. Es sah zunächst nicht danach aus, zumindest brauchte Peter ein paar Legs um reinzukommen. Robert hatte zwar Probleme beim Auschecken, aber brachte sich schnell mit 2:0 in Führung. Die Scores waren zu Beginn sehr hoch und so war es eine rasante Partie. Peter kam dann besser ins Match und konnte im siebten Leg zum ersten Mal in Führung gehen, 4:3 stand es zu dem Zeitpunkt für „Snakebite“. Nachdem er dann auch 6:4 vorne lag war klar, Peter bleibt ungeschlagen. Jedoch konnte er sich den Sieg, trotz Matchdart, nicht sichern. Robert bewies starke Nerven, er kam nochmal zurück und mit sechs perfekten Darts im letzten Leg schaffte er noch das 6:6-Unentschieden. Es war doch sehr glücklich, da Robert auf die Doppel wirklich schwach war, besonders Tops lag ihm heute überhaupt nicht. Peter musste nun hoffen, dass van Gerwen gegen Lewis nicht höher als 7:5 gewinnt, dann bliebe er alleiniger Tabellenführer.

Peter Wright Mit Raymond van Barneveld gegen Dave Chisnall stand auch direkt die zweite Partie auf dem Programm. Es entwickelte sich von Beginn an ein sehr ausgeglichenes Match. Ausgeglichen in dem Sinne, dass beide ihre eigenen Legs halbwegs gut durchbrachten, im Leg des Gegners allerdings versagten, sodass überhaupt kein Druck, leider aber auch keine Spannung aufkam. Selbst die Breaks die es im Laufe des Matches gab, änderten daran nichts. Und so endete die Partie mit dem einzig richtigen Ergebnis, 6:6.

Rückschlag für Taylor

Nach einem eher einschläfernden Match folgte direkt eines zum wachbleiben! Michael van Gerwen gegen Adrian Lewis, im aktuellen Dartzirkus die Partie schlechthin. Und beide ließen von Beginn an keinen Zweifel daran, dass dieses Match brillant werden würde. Michael startete besser, ging direkt mit 2:0 in Führung, nur um dann drei Legs in Folge zu verlieren. Doch der Weltmeister zeigte seine Klasse und gewann dann seinerseits vier Legs nacheinander. Das Match schien danach gelaufen, Lewis war eigentlich raus und Michael bekam Matchdarts. Er vergab diese aber und so kam Lewis nochmal zurück, verkürzte auf 4:6, dann auf 5:6 und schon war der Druck da. Bei 173 Rest stellte sich Lewis die Doppel-18, während Michael bereits im Leg mit eigenem Aufschlag bei 72 Punkten Rest stand. Er vergab seine dicke Chance auf Tops zum Sieg und so war Lewis da und rettete tatsächlich den Punkt! 6:6 der Endstand in einem klasse Match, welches die Erwartungen erfüllte. Unentschieden können also auch rocken!

Phil Taylor Letzte Woche gelang „The Power“ endlich der erste Sieg der diesjährigen Premier League Saison. Mit nur einem Sieg ist allerdings noch nichts geschafft und somit sollte gegen Gary Anderson der nächste folgen. Doch dies erwies sich als eine verdammt schwere Aufgabe. Der Schotte legte direkt gut los und startete mit einem Break. Taylor aber war gut im Match und so schaffte er sofort das Rebreak. Beide hatten Probleme auf die Doppel, setzten den Gegner aber auch immer wieder gehörig unter Druck. Gary Anderson war es dann, der sich absetzen konnte und mit 5:3 in Führung ging. Phil ließ sich nicht entmutigen, kämpfte, schaffte das 4:5, musste dann aber mit ansehen wie Gary sich das Unentschieden sicherte. Taylor gelang ein erneuter Leggewinn und als alles danach aussah, dass es auf das vierte Unentschieden im vierten Match des Abends hinausläuft, zeigte Phil erneut Nerven und vergab die dicke Chance. Anderson war da und sicherte sich den 7:5-Erfolg. Taylor damit weiterhin in höchster Not, was das Ausscheiden nach Woche neun angeht.

Whitlock holt ersten Sieg mit 100% auf die Doppel

Eigentlich sollte hier Wes Newton gegen Simon Whitlock antreten. „The Warrior“ aber meldete sich krankheitsbedingt ab und so sprang Robert Thornton als Ersatz ein. Das Match zwischen Newton und Whitlock wird voraussichtlich in der achten Woche nachgeholt, Thornton hätte an dem Spieltag dann frei. Robert machte direkt dort weiter, wo er gegen Wright aufgehört hatte. Er startete perfekt und spielte ein tolles Leg, welches ihm postwendend ein Break gegen einen wenig überraschten Simon Whitlock einbrachte. Dies war nur der Anfang, es entwickelte sich ein erneut sehr ausgeglichenes, aber auch hochklassiges Match in dem beide Spieler über die ersten sechs Legs nicht einen Dart auf ein Doppel verfehlten. Whitlock gelang sogar ein 150‘er Finish und so stand es zunächst verdientermaßen 3:3. Danach konnte sich Thornton auf zwei Legs absetzen, Whitlock aber kam zurück und schaffte den Ausgleich mit immer noch 100% Trefferquote auf die Doppel. Ihm war anzumerken, dass er etwas an seiner Tabellensituation ändern wollte. Dieser Wille gepaart mit seiner tollen Leistung wurde letztlich auch belohnt. Simon Whitlock gelang sein erster Sieg der Premier League Saison 2014 durch ein 7:5 gegen Robert Thornton und einer 100%-Quote auf die Doppel. Er bleibt allerdings vorerst noch auf dem letzten Tabellenrang.

Nächste Woche geht es für die Premier League Spieler weiter nach Nottingham. Tabellenführer Peter Wright trifft dabei auf das Schlusslicht Simon Whitlock. Seine schärfsten Verfolger, die Niederländer Michael van Gerwen und Raymond van Barneveld, bekommen es mit Wes Newton bzw. Robert Thornton zu tun. Adrian Lewis trifft in der Neuauflage des WM-Finals 2011 auf Gary Anderson und Phil Taylor muss gegen den Mann ran, der ihn bei der WM 2012 aus dem Turnier warf: Dave Chisnall.

Tobias Gürtler

Premier League Darts

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