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Players Championship 2010


Players Championship

Spielbericht Finale


Paul Nicholson 13:11 Mervyn King

Der Giganten Killer Paul Nicholson holte sich mit seinem 13-11 Sieg im Finale des Players Championship seinen ersten Titel. Nicholson zeigte herausragende Form, holte sich 60 000 Pfund Preisgeld und rückte auf Platz 16 des Order of Merit der PDC. Seinen Siegen über die Weltmeister Dennis Priestley und Steve Beaton in den ersten beiden Runden, ließ er einen Sieg über Adrian Lewis und einen Sieg über den Titelverteidiger Phil Taylor in den Halbfinalen am Sonntag folgen, was ihm einen Platz im Finale gegen Mervyn King einbrachte. In einem engen Kampf konnte er sich schließlich mit 13:11 gegen King durchsetzen, nachdem sich die beiden Spieler die ersten 20 Legs des Finales geteilt hatten. Nicholson zeigte auch im Finale erneut sein herausragendes Finishing und holte sich das erste Leg mit einem 105er Checkout gegen den Wurf. Aber King schlug sofort zurück und holte sich das zweite Leg. Auch die folgenden beiden Legs wurden geteilt, bevor sich King Leg 5 sichern konnte und mit einer 3:2 Führung in die erste Pause ging. Die ersten beiden Legs nach der Pause gingen an Nicholson, die nächsten beiden holte sich King zur 5:4 Führung, aber Nicholson glich gleich mit der Doppel 12 aus. King steigerte sich erneut und holte wieder zwei Legs in Folge, eines davon in einem 14-Darter gegen den Wurf, aber wieder konnte Nicholson dagegen halten und ebenfalls zwei Legs zum Ausgleich gewinnen. Das setzte sich weiter fort - King holte sich wieder zwei Legs und schien auf Siegkurs zu sein, aber Nicholson gab nicht nach und sicherte sich die folgenden 3 Legs und übernahm damit selbst die Führung. King konnte ihn dann kurz aufhalten, er schnappte sich das 20.Leg zum 10:10 Ausgleich. Aber Nicholson war jetzt in Schwung - er gewann die nächsten beiden Legs in einem 14 - und einem 11-Darter und es fehlte ihm nur noch ein Leg zum Sieg. King bäumte sich noch einmal auf und holte sich sein 11.Leg mit einem 80er Checkout, wurde dann aber von seinen sonst so hohen Scores im Stich gelassen und konnte nur noch zusehen, wie Nicholson mit der Doppel 8 den Titel holte.

Paul Nicholson "Das ist wirklich absolut unfassbar und man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel es mir bedeutet," kommentierte Nicholson. "Das Halbfinale gegen Phil Taylor hatte mich enorm viel Kraft gekostet, aber ich wollte unbedingt gewinnen. Es war nicht so einfach gegen Mervyn zu spielen, weil er mir seit meinem Durchbruch ein guter Freund gewesen ist, vor allem als er mir letzten Juni als ich mich nach dem Players Championship in Barnsley wirklich auf einem Tiefpunkt befand und er mir einige Ratschläge gegeben hat. Das hatte mir auf den richtigen Weg zurückgebracht und jetzt kann ich sagen ich bin dieses Jahr Players Champion, was eine herausragende Leistung ist." Der in Newcastle geborene Nicholson wurde 2008 bekannt, als er, damals in Melbourne wohnend, den DPA Circuit beherrschte und sich damit für den Grand Slam und die Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Letztes Jahr lebte er überwiegend in England und rückte langsam im Order of Merit nach oben. "Ich habe wirklich sehr hart gearbeitet, damit ich jetzt hier stehen kann und das Ganze muss sich jetzt erst einmal setzen," meinte Nicholson. "Ich muss mich dafür auch bei meiner Familie, meinen Freunden und Sponsoren bedanken, die mir immer den Rücken gestärkt haben, sie haben mich wirklich fühlbar unterstützt. Aber ich werde mich jetzt auf meinen Lorbeeren nicht ausruhen. Am Montag habe ich frei, aber dann trainiere ich weiter, nächstes Wochenende will ich schließlich das Players Championship in Gibraltar spielen. Ich stehe jetzt unter den Top 16 der Welt, aber das reicht nicht, die Top 10 sind mein nächstes Ziel."

King wurde zwar durch Nicholson an seinem ersten Major Titelgewinn in der PDC gehindert, konnte aber 24.000 Pfund Preisgeld erspielen und rückt auf Platz vier des Order of Merit. Er hatte in der ersten Runde trotz eines 2:5 Rückstand noch gegen James Wade gewonnen und dann Jelle Klaasen und Wayne Jones einfach beiseite gewischt, bevor er in den Semifinalen knapp mit 10:8 gegen Colin Osborne gewonnen hatte.

"Ich ärgere mich schon etwas, ich hatte den Eindruck, als hätte ich mir mein schlechtestes Spiel des Turniers ausgerechnet fürs Finale aufgehoben," sagte King. "Ich habe versucht mein bestes zu gegeben, aber es hat nicht so recht geklappt und Paul nutzte das. Er ist ein guter Freund und es war schwierig, gegen ihn zu spielen, aber von meinem Spiel und meiner Mentalität her bin ich schon ein Sieger und vielleicht gehört der Titel irgendwann auch einmal mir."

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