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Unglaubliche Performance von Michael van Gerwen

Nur noch acht Spieler waren übriggeblieben, als bei den Players Championship Finals der letzte Turniertag in den Startlöchern stand. Bevor es dann in der Abendsession um den Titel ging, mussten am Nachmittag zuerst die Viertelfinals ausgetragen werden. Mit Michael van Gerwen, Peter Wright und Gerwyn Price waren die drei großen Titelkandidaten alle noch im Rennen. Während Price auf Joe Cullen traf und van Gerwen gegen seinen Landsmann Dirk van Duijvenbode spielte, hatte Wright mit Michael Smith die auf dem Papier schwierigste Aufgabe erwischt. Im ersten Viertelfinale standen sich darüber hinaus Damon Heta und Mervyn King gegenüber.

King dreht ein 2:7 zum Sieg

Wie oben erwähnt machten Mervyn King und Damon Heta den Anfang. Mit dem Viertelfinaleinzug konnte der Australier sein Ergebnis beim Grand Slam wiederholen, hier und heute wollte er allerdings noch (mindestens) einen Schritt weiter gehen. Mit einem 108er-Highfinish verhinderte Heta ein frühes Break zu seinen Ungunsten, einige Minuten später passierte es dann aber doch. Heta setzte drei Pfeile an den Doppelfeldern vorbei, und King übernahm mit dem 2:1 die Führung. „The King“ warf im vierten Durchgang jedoch selbst an der Doppel-16 vorbei und verpasste es daher, nachzulegen. Heta kam dementsprechend zum Rebreak und nutzte dies als Initialzündung. Mit Checkouts von 116, 70 sowie 86 Punkten entschied „The Heat“ noch drei weitere Legs für sich. King hatte hier und da vereinzelte Möglichkeiten ausgelassen und musste nun sogar noch weiter abreißen lassen. Insgesamt verlor er ganze sechs Legs nacheinander und lag deutlich mit 2:7 in Rückstand. Erst als er im zehnten Durchgang einen 14-Darter produziert hatte, beendete er die Serie seines Konkurrenten.

Nach der zweiten Unterbrechung konnte Heta drei Chancen zu seinem achten Leggewinn nicht verwerten. King bedankte sich dafür mit einem Break, legte erfolgreich nach und hatte seinen Rückstand erheblich verringert. Wenig später nutzte King zwei weitere gegnerische Fehler und lag nur noch mit einem Leg hinten, verpasste aber die Doppel-16, um sich den 7:7-Ausgleich zu sichern. Nach vier verlorenen Legs nacheinander war Heta jetzt auf der Doppel-8 zur Stelle und schaffte ein wichtiges Break. Doch King ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, antwortete umgehend mit einem 78er-Finish und stellte kurz darauf mit dem 8:8 tatsächlich Parität her. Der Engländer gab sich damit aber noch nicht zufrieden, sondern legte einen 12-Darter, inklusive 104er-Highfinish, hinterher. Dadurch benötigte er nur noch ein einziges Leg zum Weiterkommen. Heta konnte das hohe Niveau seines Gegners seit längerer Zeit nicht mehr mitgehen und die Niederlage letzten Endes auch nicht mehr verhindern. King nutzte stattdessen den ersten Matchdart auf der Doppel-16 und vollendete die Aufholjagd.

Achterbahnfahrt mit dem besseren Ende für Wright

Weiter ging es mit dem Topspiel zwischen Peter Wright und Michael Smith. Der amtierende Weltmeister hatte in Coventry schon mächtig kämpfen müssen, zwei seiner Partien gingen über die maximale Distanz. In diesem Match legte Wright mit einem 14-Darter los, Smith startete seinerseits mit einem 12-Darter und beendete diesen auch noch mit einem 136er-Checkout. In den nächsten Minuten war allerdings nur noch „Snakebite“ zu sehen. Er gewann ohne Probleme die nächsten drei Legs und ging mit einem 4:1 im Rücken in die Katakomben. In der Pause hatte sich Smith anscheinend einiges vorgenommen, zumindest löschte er zunächst mit zwei Würfen sehr souverän 94 Punkte und produzierte anschließend mit einem 105er-Highfinish sein erstes Break. Diesem 12-Darter ließ der jetzt euphorisiert aufspielende „Bully Boy“ einen weiteren folgen, ehe ihm auch noch 114 Restpunkte zum Opfer fielen. Mit einem 13-Darter schnappte sich Smith auch das zehnte Leg, er gewann diese zweite Session mit 5:0 und lag jetzt auch insgesamt mit 6:4 vorne.

Wright erhielt in diesem Zeitraum nicht einen einzigen Versuch auf Doppel, meldete sich nach der zweiten Pause aber zurück. Unter anderem mit einem 14-Darter gewann er zwei Legs nacheinander und stellte Parität her. Noch spektakulärer wurde es dann im 13. Durchgang: Smith startete mit zwei 180ern und stellte sich mit den berühmten 141 Punkten vors Oche. Erneut erwischte er die gewünschten Triplefelder, der Versuch auf der doppelten 12 landete jedoch haarscharf daneben. Nach dieser vergebenen Breakchance durfte sich Smith zu allem Überfluss ein 76er-Finish seines Gegners ansehen, sodass er das Leg trotz acht perfekter Darts verlor. Wright zeigte in diesem Moment also einen 12-Darter, den er im nächsten Leg wiederholen konnte – diesmal half ihm dabei ein 101er-Finish. Smith lag somit mit 6:8 hinten und leistete sich wenig später den letztlich entscheidenden Fehler: er setzte drei Breakdarts an den anvisierten Zielen vorbei. Wright bedankte sich auf der Doppel-10 und machte mit dem daran anschließenden 11-Darter alles klar. Nach einer 4:1-Führung und einem 4:6-Rückstand gewann Peter Wright ein sehr interessantes Match unterm Strich mit 10:6.

Price quält sich zum knappen Erfolg

Als nächstes folgte der Auftritt von Gerwyn Price. Der Vorjahresfinalist klagte im Rahmen dieses Wettbewerbs über Motivationsprobleme, wollte an seinem letzten Turniertag vor der WM aber nochmal alles geben. Im Viertelfinale wurde Price von Joe Cullen gefordert. Price setzte in den ersten beiden Legs insgesamt drei Pfeile an seiner favorisierten Doppel-20 vorbei und traf dieses Feld erst im dritten Leg, um ein 116er-Finish zu vollenden. Der „Rockstar“ war in dieser Situation knapp an 146 Restpunkten gescheitert, profitierte aber nur wenig später von weiteren gegnerischen Patzern und stellte den alten Abstand wieder. Dieses Break konnte er mit einem starken 12-Darter bestätigen, sodass er zu diesem frühen Zeitpunkt mit 4:1 in Führung lag. Nach der Pause gelang dem Weltranglistendritten ein 80er-Finish, ehe er vier Fehler seines englischen Gegners mit dem Break bestrafte. Einen 13-Darter später war der Ausgleich geschafft, doch dann erlaubte sich Price wiederum zwei Fehler. Cullen holte sich daher die Führung, patzte anschließend wieder selbst zweimal und ermöglichte Price den 5:5-Ausgleich.

Nach der zweiten Pause stabilisierten sich beide etwas auf die Doppelfelder und ließen bei den eigenen Anwürfen weniger zu. Beim Spielstand von 7:7 ließ Price dann eine Breakmöglichkeit ungenutzt und musste den erneuten Rückstand akzeptieren, überstand wenig später jedoch selbst einen Breakdart gegen sich unbeschadet und hielt die Partie offen. Da auch die nächsten beiden Legs keine Entscheidung gebracht hatten, fiel diese erst im finalen 19. Leg. Schlussendlich hatte Price den längeren Atem, er versenkte seinen ersten Matchdart in der Doppel-20 und erreichte nach dem knappen 10:9 die Vorschlussrunde.

Im ersten niederländischen Duell mit Jeffrey de Zwaan hatte sich Titelverteidiger Michael van Gerwen gestern Abend durchgesetzt, heute ging es für ihn gegen Dirk van Duijvenbode und damit erneut gegen einen Landsmann. Van Gerwen erlebte einen kleinen Fehlstart, als er die ersten fünf Versuche auf Doppel in den Sand setzte, korrigierte dies aber ohne zu Zögern mit einem 12-Darter. Drei weitere Fehler von „Mighty Mike“ im dritten Leg ermöglichten van Duijvenbode die erneute Führung, die der „Titan“ mit einem 70er-Checkout ausbaute. Van Gerwen ging mit einem 11-Darter dazwischen und deswegen nur mit einem 2:3-Rückstand in die Pause. Im Anschluss daran drehte van Gerwen mit einem 13- und einem 14-Darter die Partie und lag erstmals selbst vorne. Da van Duijvenbode im achten Leg zwei Pfeile am äußeren Ring vorbeigesetzt hatte, konnte der Weltranglistenerste ein weiteres Break folgen lassen, ehe er mit einem starken 12-Darter sogar noch ein fünftes Leg in Folge für sich entschied. Diese Serie konnte van Duijvenbode jetzt aber beenden, er brachte 68 Zähler auf Null und verringerte seinen Rückstand auf 4:6.

Nach der zweiten Unterbrechung machte van Gerwen nahtlos weiter und stellte den alten Abstand mit einem weiteren 12-Darter wieder her. Van Duijvenbode brachte sein daran anschließendes Anwurfleg mit einem 116er-Finish via Triple-20, Triple-8 und Doppel-16 nach Hause. Nachdem van Gerwen dem Sieg mit einem 13-Darter wieder ein Stück nähergekommen war, platzierte van Duijvenbode zwei Pfeile über die Doppel-20. Solche Fehler durfte er sich gegen einen dermaßen gut spielenden Gegner natürlich nicht erlauben. Van Gerwen hatte sich mit einem Score von 168 Punkten 100 Rest gestellt, für diese Punktzahl benötigte er nur zwei Würfe. Zum Abschluss präsentierte van Gerwen seinen Fans noch ein 148er-Highfinish, mit dem er den 10:5-Sieg offiziell machte. Michael van Gerwen sendete eine Machtdemonstration an die Konkurrenz, kam unterm Strich auf einen Average von 110,01 Punkten und traf die Doppel zu rund 45 Prozent. Dagegen war van Duijvenbode trotz eines eigenen 103er-Durchschitts komplett machtlos.

Players Championship Finals


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