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PDC World Grand Prix Spielberichte Tag 3, Mittwoch, 8.10.2008


Colin Lloyd 3:2 Kevin Painter

Colin Lloyd hatte einen Rückstand von zwei Sets auf Kevin Painter, es gelang ihm aber noch sich in einem Nerven aufreibenden letzten Set ins Viertelfinale zu spielen.

Der Sieger von 2004 zeigte einen seiner kämpferischsten Auftritte überhaupt, um unter die letzten Acht zu kommen, Painter führte im entscheidenden Set bereits mit 2:0, dann aber konnte Lloyd drei Legs in Folge für sich entscheiden. Der 35-Jährige feierte seinen Gewinn mit einem Gefühlsausbruch, er hatte die letzten zwei Jahre mit seinem frühen Ausscheiden bei großen Turnieren zu kämpfen.

"Es war ein langer und harter Weg für mich", meinte Lloyd. "Ich musste gegen jede Menge Dämonen in meinem Kopf ankämpfen und es bedeutet mir sehr viel, dass ich überhaupt die erste Runde überstehen konnte. Die letzten 18 Monate habe ich nicht so toll gespielt, es hat mich geschmerzt, dass ich nicht in der Lage war zu zeigen, was ich kann. Es kann schon sein, dass ich diesen Sieg gegen Painter gar nicht verdient habe, weil ich nicht konsequent meine Leistung gebracht habe, aber ich schaue jetzt nach vorne. Es ist mir egal, gegen wen ich als nächstes spielen werde, ich will einfach wieder auf der Bühne stehen, mir selbst einen Rück geben und weiterkämpfen."

Llyod hatte sich wahrhaftig durchkämpfen müssen, nachdem er nicht gerade einen brillanten Start ins Spiel gehabt hatte. Llyod gewann das erste Leg des Spiels, aber die nächsten drei fielen mit einer inspirierten Vorstellung an Painter, er warf zwei 15-Darter, einen davon mit einem 130er Finish, und beendete das Set mit zwei 180ern in einem 12-Darter. Auch Set 2 begann er mit einem 12-Darter und einem 124er Checkout, dann reagierte Lloyd mit einem 120er Finish und einer Doppel 20 um selbst 2:1 in Führung zu gehen. Mit der Doppel 16 glich Painter wieder aus und traf auch das gleiche Doppel zum Set-Gewinn, während Lloyd jedes Mal schon selbst auf einem Finish stand. Zu Beginn von Set 3 konnte Lloyd zwei Legs gewinnen, aber Painter blieb ihm mit einem 13-Darter auf den Fersen. Der frühere Meister des Double-In Formats warf seine dritte 180 und holte sich Set 3; er führte auch im nächsten Set mit 2:0, bevor einige verfehlte Doppel es Painter erlaubten wieder auszugleichen. Dann fehlte Painter eigentlich nur ein Leg zum Sieg, aber stattdessen warf Lloyd 162 Punkte und stand damit auf einem Doppel. Sicher traf er die Doppel 10 zum Ausgleich. Ins entscheidende fünfte Set stieg Painter mit einem 94er Finish ein und ging mit 2:0 in Führung, nachdem Lloyd erneut Problem mit den Doppeln hatte. Aber Lloyd brachte sich mit einem 116er Finish wieder ins Spiel, obwohl Painter nach einem tollen Score über 174 Punkte schon auf der Doppel 16 wartete. Lloyd holte sich auch das vierte Leg, damit musste das fünfte Leg das Spiel endgültig entscheiden. Lloyd startete mit zwei Scores über 100 Punkte und konnte so den nötigen Abstand zu Painter schaffen und mit der Doppel 20 seinen Sieg besiegeln.

Mervyn King 3:2 Tony Eccles

Mervyn King powerte sich durch das entscheidende Set und buchte mit seinem 3:2 Sieg über Tony Eccles einen Platz unter den letzten Acht. Damit erreichte King zum ersten Mal das Viertel-Finale bei diesem Turnier, was ihm vor allem mit einem überzeugenden Endspurt gelang. Eccles begann das Spiel so, wie er seinen Sieg gegen James Wade beendet hatte und holte sich nach einem 0:1 Rückstand noch mit drei Legs in Folge das erste Set. King schnappte sich Set zwei zum Ausgleich und schlängelte sich auch durch Set 3, das er mit 3:2 für sich entschied. Eccles antwortete mit einem starken vierten Set, er gewann es 3:1, und ein entscheidendes fünftes Set wurde notwendig. King schien einen Gang höher zu schalten, er warf Scores über 180 und 134 Punkte, machte die Doppel 4 zum Gewinn des ersten Legs aus und sicherte sich mit der Doppel 16 auch Leg 2. Dann warf er zum Einstieg in Leg drei 152 Punkte und holte sich mit der Doppel 20 den Sieg.

"Meine Anfangs-Doppel kamen gut, aber mit den Trippeln hatte ich Probleme", sagte King. "Es geht bei mir im Augenblick ein bisschen auf und ab, ich bin nicht so beständig, wie ich es gerne wäre-aber ich stehe im Viertel-Finale. Ich arbeite hart an meinem Spiel und am Freitag ist ein neuer Tag."

Raymond van Barneveld 3:2 Adrian Lewis

Raymond van Barneveld spielte sein bisher bestes Spiel im Jahr 2008 und schlug Adrian Lewis in einem fünf Set-Thriller. Zum zweiten Mal nacheinander erreichte der Holländer damit die Viertel-Finale, in einer beherzten Vorstellung konnte er den Spieler aus Stoke im entscheidenden Leg besiegen. Van Barneveld führte 2:0, aber Lewis kam zurück und konnte ausgleichen und auch im 5.Set gelang es ihm noch zweimal, aber mit einem 63er Finish zog van Barneveld dann doch unter die letzten Acht ein.

"Vielleicht habe ich mich zu sehr zurückgenommen, als ich mit 2:0 in Führung lag und dann habe ich auch noch zwei Matchdarts verworfen, aber Adrian ließ mir die Chance zurückzukommen", kommentierte van Barneveld. "Ich musste Adrian zunächst einmal ausbremsen, es ist ja nicht so toll, aber ich musste ein taktisches Spiel machen, nachdem Adrian so hervorragend zurückgekommen war."

Zu Anfang des Spiels hielt sich keiner der Spieler zurück, das erste Set wurde mit dem Wurf gewonnen und der Holländer warf dabei drei Maxima, auch eine entscheidende 180, die ihm zu einem Doppel 20 Finish zum Setgewinn verhalf. In Set zwei ging zunächst Lewis mit einem 105er Checkout in Führung, aber van Barneveld glich mit der Doppel 5 wieder aus und holte sich das erste Leg gegen den Wurf mit der Doppel 20. Dann ließ er sich nach einem 159er Score 24 Punkte Rest und schaffte mit der Doppel 3 eine Zwei-Leg-Führung. Lewis lag in Set drei 1:0 zurück, konnte das aber noch in einen 3:1 Set-Gewinn drehen und warf dabei in einem Leg zwei 180er. Van Barneveld schaffte in Set vier mit einem 116er Finish und einem Zehn-Darter die 2:1 Führung, verwarf dann aber zwei Matchdarts auf die Doppel 4, so dass Lewis im Spiel blieb und mit einem 62er Zwei-Dart-Finish ausgleichen konnte. Auch ins letzte Set startete van Barneveld mit einer Führung, Lewis schaffte mit einem 13-Darter den Ausgleich, der Holländer antwortete mit seinem 5.Maximum und es stand 2:1 für ihn. Lewis startete mit einer 160 ins vierte Leg und holte es sich mit der Doppel 20, alles kam jetzt auf das letzte Leg an. Van Barneveld begann mit einem Wurf über 152 Punkte und konnte es mit einer Doppel 12 für ein Zwei-Dart 63er Finish als erster beenden. Er trifft jetzt im Viertel-Finale auf Colin Lloyd.

Wayne Mardle 2:3 Dennis Priestley

Dennis Priestley drängte sich mit einem seiner tollsten Comebacks an Wayne Mardle vorbei ins Viertel-Finale. Der 58-jährige zweifache Weltmeister hatte schon sein Ausscheiden aus dem Turnier vor Augen als er mit 2:0 zurücklag und Mardle einen Matchdart auf den 3:0 Sieg vergab. Aber mit einer dramatischen Vorstellung a la Geoffrey Boycott schaffte er es, sich das dritte Set zu erkämpfen und zunächst im Spiel zu bleiben und das Spiel bis in das entscheidende letzte Leg zu zwingen. Priestley gewann die ersten beiden Legs des ersten Sets, aber Mardle konnte ausgleichen und sich das erste Set mit einem 107er Finish holen. Auch Set zwei ging mit einem Score über 100 an Mardle, diesmal waren es 144 Punkte, die er ausmachte. Im dritten Set führte er 2:1, verwarf dann aber einen Matchdart auf die Doppel 20 und Priestley konnte mit der Doppel 5 ausgleichen und traf dann auch die Doppel 18 zum Setgewinn. Mit einem Finish über 101 Punkte auf der Doppel 8 ging er in Set vier in Führung und holte sich das Set mit zwei Doppel 20 Finishes ohne Leg-Verlust. Mardle stieg mit 1:0 ins entscheidende 5.Set ein, wurde aber für ein schwaches zweites Leg bestraft, dass sich Priestley dann noch erkämpfte, obwohl er zwölf Anläufe brauchte um ein Einstiegs-Doppel zu treffen. Im nächsten Leg stand Priestley noch nicht auf einem Doppel, so dass Mardle die Doppel 5 in Ruhe ausmachen konnte, aber dann kam der Spieler aus Essex zu langsam aus den Startblöcken und Priestley konnte mit der Doppel 20 alles klar machen.

"Ich bin fix und fertig und kann gar nicht glauben, dass ich gewonnen habe!" sagte Priestley, der den September mit der Radiotherapie Behandlung gegen seinen Prostata-Krebs verbracht hatte und erst diese Woche wieder zurück gekommen war. "Egal wie ich mich fühle, ich will immer noch kämpfen. Ich war zum Teil nicht so gut, aber ich kam trotzdem durch und bin unter den letzten Acht. Jetzt ruhe ich mich am Donnerstag aus und bereite mich auf die Viertel-Finale vor".

PDC World Grand Prix 2008
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