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Barry Hearn

Die Traumfabrik des Barry Hearn

"Jemand hat einmal gesagt, wenn Dir nichts einfällt, das Du sagen kannst, dann sage auch nichts - aber mir fällt immer etwas ein, was ich sagen kann"
Barry Hearn

Und, glaube mir, Barry Hearn hat eine Menge zu sagen. Er ist bestimmt der Olympia-Sieger des Chats, online und voller lustiger Geschichten, während er Geld verdient und Träume verkauft. Er ist der Mann, der 1974 eine Kette von Snooker-Hallen kaufte und einen nationalen Preis von 1000 britischen Pfund anbot, damit das Interesse den Sommer über anhielt. Da trat Steve Davis auf.

Barry Hearn und David Hearn

"Er war ein knochiger Mann mit Haaren wie ein Mädchen", erinnert sich Hearn gerne". Sein Pullover war immer zu kurz, er wurde rot und er schaute auf den Fußboden, aber er spielte wirklich gut".

Hearn nutzte das Talent, machte Davis zu einer Geldmaschine und 71 Snooker-Titel später sind sie immer noch die besten Freunde.

Heute hat Hearn die Türen seines Sportreichs der Sportsmail für eine persönlich geführte Tour geöffnet. Seine Firma Matchrooms Sports watet knietief in Boxen, Darts, Snooker, Poker, Golf, Kegeln, Bowling, Fischen und Pool.

Ihm gehört auch Leyton Orients. Und nur mit Fußball verliert er Geld.

Das Laufen ist seine Leidenschaft, und mit 59 ist er gut in Form trotz der Größe seines Frühstücks. Er hat neun Marathon-Rennen bis zum Ende durchgestanden, einschließlich des London Marathons (seine schnellste Zeit war 3 Stunden 21 Minuten), des New York und des Hong Kong Marathons und des brasilianischen "Death Race".

"Jedes Jahr sterben Leute bei diesem Rennen und mir ist es auch beinahe passiert. Ich war bei einem Snooker-Turnier, schaute Steve Davis und Tony Meo zu, als mich ein Einheimischer fragte ob ich nicht am nächsten Tag durch die Straßen von Sao Paulo laufen wollte. "Natürlich", sagte ich, "komm einfach und hol mich ab, wenn es soweit ist". Na ja, an diesem Abend bin ich mit Davis bis in die frühen Morgenstunden ausgegangen. Zwei Stunden später klopfte der Kerl mit einer Nummer in seiner Hand an meine Tür. "Jetzt werden wir den brasilianischen Marathon laufen!" Ich hatte keine Vorstellung, worauf ich mich eingelassen hatte. Er schaute so enttäuscht aus, als ich versuchte zurück ins Bett zu kommen. Ich musste einfach mitlaufen, ich konnte ihn doch nicht enttäuschen. Die ersten 22 Meilen ging alles gut, obwohl ich Wodka schwitzte. Dann ging ihnen das Wasser aus. Ich lief langsam bis zum Ziel, denn ich brauchte ja eine Medaille um sie Davis zeigen zu können. Stattdessen bekam aber jeder, der bis zum Ende durchhielt, eine Jacke. Als ich in der Jacke zum Snooker zurückkam kündigten sie mich über das Mikrophon als den Sieger an. Ich winkte der Menge zu und nutzte es aus.

Sein ehemaliges Luxus Heim in Essex, gelegen auf einem knapp 500 Hektar Grundstück nahe der M25, ist jetzt der Sitz seines Geschäftsimperiums. "Wir übertragen rund 2.000 Stunden Sport Programm auf Sky, rund sieben bis acht Prozent ihres gesamten Programms, und rund 40.000 Stunden weltweit. Wir haben 35 Angestellte, drei Schnitträume und …" Und, ganz entscheidend, sie haben Barry Hearn den Meister Verkäufer, einen Verkaufsaholic, der den Eskimos Kühlschränke verkaufen könnte und Zentralheizungen in Fernost und, mit großer Wahrscheinlichkeit, Fidel Castro an die Amerikaner.

"Stellt Euch mal Leyton Orients im Olympia Stadion vor, in der Premier League Fussball spielend vor 25.000 Zuschauern", sagt er während wir durch den Osten Londons fahren. "Da gibt es noch einige Probleme bei der Konstruktion und bei den Kosten am Stadion zu lösen. Wir zahlen keinen Penny dafür, aber wir können ihnen aus der Klemme helfen. Sie wollen schließlich nicht mit einem leeren Platz da stehen, den man nur dreimal im Jahr für Leichtathletik Veranstaltungen nutzt und wo Gras zwischen den Sitzen wächst. Das wäre kein tolles Vermächtnis für Sebastian Coe, oder? Ich habe ihnen also gesagt, dass wir versetzbare Sitze brauchen, weil ich keine Laufbahn zwischen den Zuschauern und dem Fußballplatz haben möchte. Die Leute sind so schon ruhig genug. Dann müssten wir noch das Geld, das wir aus dem Verkauf unseres gegenwärtigen Stadions erzielen können in unser Team investieren. Wir müssen uns eine Sport Ikone einkaufen, um die Massen anzuziehen. David Beckham hat hier gespielt, als er neun war, er stammt von hier, was spricht also dagegen, dass wir ihn zu Ende seiner Karriere nach Ost London zurückholen? Es ist ein Traum, aber man muss ja Träume haben. Er wird 2013 37 oder 38 Jahre alt sein. Das ist doch ein interessanter Gedanke, eh? So jemand wie ihn würde man brauchen um die Massen anzuziehen. Habt ihr gesehen, wie viele Treffer wir durchschnittlich erzielen? Wir könnten es gerade in die Play Offs für die League One schaffen und wir sind dabei den besten Tor-Durchschnitt in 25 Jahren zu erzielen. Der Rekord liegt bei 5,372. Wir sind ein einheimischer Klub und wir haben eine Vision und eine Strategie. Weißt Du, wie viele ausländische Spieler wir haben? Keinen einzigen. Ich möchte ein örtliches Team, ein einheimisches Team. Daran ist nichts rassistisch oder fremdenfeindlich. Ich könnte unser jetziges Stadion mit rund 10.000 Leuten füllen, wenn ich einen polnischen Mittelspieler verpflichten würde, der wirklich spielen kann. Ich wäre auch glücklich mit einem afro-karibischen Mittelfeldspieler oder mit einem moslemischen Linksaußen, so lange es den Einheimischen etwas bringt. Es sollte auf allen Ebenen ein Quotensystem geben. Bei Arsenal ist es vollkommen falsch gelaufen und dann schrumpft die Zahl der talentierten Spieler für die Premier League. Wie kann man ein international erfolgreiches Team ohne Unterstützung der Klubs auf die Beine stellen? Es geht nicht. Warum ich hier bin? Weil ich schon als elfjähriger auf den Rängen stand, ich bin ein Orient Fan, und weil sie mich gefragt haben, ob ich nicht einspringen und sie retten könnte. Natürlich gibt es Anhänger, die sich nicht freuen, dass ich da bin. Sie brüllen: Wann rückst Du denn endlich Dein Scheckbuch heraus ...? Geschäft hat nichts mit Risiko zu tun, Geschäft ist Strategie. Wir haben mit Martin Ling einen der besten jungen Fußball-Manager und wir machen ständig Fortschritte."

Sein großes Büro ist voller Erinnerungen: Davis v White, Taylor v Fordham, Bruno v. Bugner, Benn v Eubank. Signierte Poster für den Mann, der dafür sorgte, dass die ganzen Veranstaltungen ausverkauft waren.

"Benn v Eubank war toll. Ich gab Nigel 400.000 britische Pfund und zahlte Eubank 100.000 Pfund für den ersten Kampf. Ben und seine Anhänger dachten, er könnte auf keinen Fall verlieren, aber er hat verloren. Ich saß da, als die Glocke abläutete und sagte zu ihnen "jetzt seid ihr euer Geld los, Jungs". Dann wollte Don King beim Rematch auch einsteigen. Ich stimmte zu, beiden Kämpfern je eine Million Pfund zu zahlen, aber das Angebot für die Fernsehausstrahlung nach Übersee lag nur bei 25.000 Pfund. Dann bot mir Don einen 2 Millionen Übersee-Handel für die Hälfte des Einsatzes an. Es war keine schwierige Entscheidung. Er hatte dafür die Option auf beide Spieler; egal ob sie gewinnen oder verlieren würden, Ben und Eubank wurde das nächste Mal für ihn kämpfen. Sie erkämpften ein Unentschieden. Er rief eine große Pressekonferenz ein, auf der er ankündigen wollte, dass er das britische Boxen übernehmen würde, aber da stand ich auf und erinnerte ihn daran, das in unserem Vertrag nichts über ein Unentschieden stand und alle Geschäfte platzten. Sie können sich seinen Gesichtsausdruck vorstellen, sein Haar stand noch mehr in die Höhe als sonst. Ich bekomme keine Medaillen oder Trophäen oder Gürtel für das, was ich mache, stattdessen zählen die Siege. Das war ein guter Sieg. Ben kämpfte dann doch für Don, aber Eubank blieb bei mir und wir unterschrieben einen Vertrag über mehrere Millionen mit Sky. Er war ein guter Mann. Exzentrisch, begabt und ein Besserwisser, aber ich mochte ihn und zwischen uns gab es nie einen Vertrag. Genauso wie bei Davis und Phil "The Power" Taylor - Beziehungen, die auf Vertrauen basieren. Jahre später, saß ich in Dons Büro in Amerika und ein riesiger Schwarzer tauchte auf, der ein Gewehr trug. Er wurde in Dons Büro geführt und kam später wieder heraus, Don hatte ihm seinen Arm um die Schulter gelegt und ihm das Versprechen gegeben, er würde Schwergewichtsweltmeister werden. Ich glaube nicht, dass er es jemals wurde, aber Don hatte die Fähigkeit Leute davon zu überzeugen, sie könnten über das Wasser laufen."

Barry Hearn

Hearn ist Englands König und das hier ist sein Schloss. "Du weißt ja, von wo aus Dagenham ich herkomme. Ich wollte das Haus auf dem Gipfel des Berges und ich habe es bekommen. Mit ein bisschen Ehrgeiz, Leidenschaft, harter Arbeit und viel Glück.

Nachdem das Frühstück vernichtet ist, fahren wir zu einem im Fernsehen übertragen Poker-Event und dann weiter zu einer Pressekonferenz über das Boxen in der Nähe der Tower Bridge, wo Hearns neue Preiskämpfer-Serie lanciert wird. "Der Gewinner wird das Publikum sein", erklärt er den Zuhörern, die aussehen, als musste man sie erst noch überzeugen. Bei einem Preisfond von 67.000 Pfund werden acht Kämpfer ins Viertelfinale einziehen und es über drei Runden auskämpfen. Der Gewinner, so wird an diesem Abend entschieden, wird der Mann sein, der als letzter stehen bleibt. Die britische Box-Kontrollbehörde hat das Ganze genehmigt und Sky, wer auch sonst, wird die Veranstaltung am 11. April aus der York Hall in Bethnal Green übertragen.

Es wird ein Box-Äquivalent zu Twenty 20 sein, "mit ein bisschen Matchroom Gefunkel", verspricht Hearn. "Wenn es fehlschlägt, werde ich rausfliegen, wenn es gut läuft, bin ich ein Held".

Diesem Mann unterlaufen keine Fehlschläge, er ist unsicher, ob er Audley Harrison bei seinem Comeback helfen soll, aber demnächst kommt die Bowling Premier-League und ganz bestimmt wird sogar Hearn zu kämpfen haben, um die zu verkaufen. "Machst Du Witze? Sie wussten nicht genau, was ich aus ihrem Sport machen würde, wenn sie mir vertrauen würden, aber sie fragten mich, ob ich nicht etwas tun könnte, um ihren Sport sexy zu machen. Na ja, Bowling hatte doch tatsächlich einmal den Co-op-Begräbnisservice als Sponsor für eine Veranstaltung. Das ist ja nun wirklich nicht sexy? Es ist so eine Art Todesstoß. Das ist ein Sport, der von jungen Leuten gespielt wird und alte Leute schauen zu, aber ich kann mit Bowling das gleiche machen wie mit Snooker und Darts und es gibt keine heißere Kiste als Darts".

Und schon ist er wieder unterwegs und man versucht unwillkürlich mitzuhalten, genießt seine Gesellschaft und ist von allem überzeugt, was er sagt. Von fast allem.

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