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Grand Slam of Darts 2009


Darts1 in Wolverhampton, Teil 1

Anscheinend ist das Wetter in Wolverhampton immer schlecht…Zumindest war es letztes Jahr schlecht und dieses Jahr schaut es auch nicht besser aus.

Nach meiner Ankunft hier musste ich noch was zu Trinken einkaufen - bis ich wieder im Hotel zurück war ich klatschnass - der Wind war viel zu stark als das man hätte einen Regenschirm aufspannen müssen und es regnete in Strömen und aus allen Richtungen. Da war ich wieder einmal sehr froh, dass in einem englischen Hotel der Wasserkocher zur Standard Ausstattung gehört.

Am Samstag morgen schaute es während des Frühstücks eigentlich ganz gut aus, aber bis ich soweit war, dass ich das Hotel verlassen konnte, regnete es schon wieder und der Wind hatte - falls möglich - noch zugenommen. Aber ich wollte ja nicht bis zum Abend im Hotel sitzen bleiben - also kämpfte ich mich durch und tat etwas für meine Bildung. Dicht bei Wolverhampton kann man nämlich ein Landhaus besichtigen, das zur Zeit von Queen Viktoria gebaut wurde und dessen Inneneinrichtung noch komplett Jugendstil ist bzw. Arts and Crafts wie es im englischen heißt.

Und wieder einmal hatte ich mit der absoluten Unwissenheit der Angestellten der Tourist Information zu kämpfen - mehr oder weniger musste ich dann erklären, wie man dorthin kommt und worum es sich handelt.

Der Ausflug hatte sich aber gelohnt und half mir die Zeit bis zum Beginn des Turniers sinnvoll auszufüllen.

Zur Civic Hall kam ich noch einigermaßen trockenen Fußes, auf dem späten Heimweg - da war es in England kurz nach Mitternacht, in Deutschland schon kurz nach 1- nieselte es wieder leicht…

Der Abend und das Turnier begannen mit einem noch etwas nervösen Spiel zwischen Kirk Sheperd und Mervyn King. Sheperd hatte erst kürzlich beweisen, dass man ihn noch nicht abschreiben kann - gegen Mervyn King hatte er dann aber keine Chance, zumal Sheperd sein Spiel einfach nicht auf die Reihe bekam. Ruck-Zuck hatte King mit 5:0 gewonnen.

Als nächstes eine rein holländische Begegnung, das erste der beiden Spiele mit weiblicher Beteiligung - Francis Hoenselaar gegen Raymond van Barneveld. Hoenselaar wirkte reichlich nervös und van Barneveld spielte auch nur phasenweise wirklich überzeugend. Mit seinem 160er Finish im dritten Leg schockte er aber Hoenselaar, die eigentlich dabei war das Leg zu gewinnen. Am Ende ein deutlicher, aber trotzdem eher schwacher Sieg für van Barneveld.

Das Spiel zwischen den beiden BDO Spielern Brian Woods und Tony O´Shea war hart umkämpft. Zu Beginn dominierte ein sehr stark aufspielender O´Shea deutlich, dann schien er auf einmal nervös zu werden und traf die Doppel nicht mehr. Woods konnte auf 3:3 herankommen und hätte auch beinahe noch einmal zum 4:4 ausgeglichen, aber O´Shea konnte sich gerade noch in einen 5:3 Sieg retten.

Das Spiel der beiden Colins - Osborne und Lloyd - war von beiden Spielern, bis auf die ersten beiden Legs von Lloyd, doch ein eher schwaches Spiel und beide Spieler hatten heftig mit den Doppel zu kämpfen. Lloyd ließ dann ziemlich nach, Osborne wurde ein ganz kleines bisschen besser und traf tatsächlich auch die Doppel schneller. Er konnte sich am Ende mit 5:3 zum Sieg zittern.

Auf das Spiel Phil Taylor gegen Anastasia Dobromyslova waren viele gespannt gewesen, zumal man Anastasia ja schon lange nicht mehr im Fernsehen gesehen hatte. Sie spielte auch nicht schlecht, ihr Durchschnitt lag nicht unter dem von Colin Osborne oder Colin Lloyd im Spiel zuvor, aber um Phil Taylor in irgendeiner Weise gefährden zu können, war das einfach viel zu wenig. Ein 5:0 Sieg für Taylor.

John Part und Kevin Painter spielten beide gut, aber Painter war doch noch besser und konnte das Spiel vollkommen zurecht für sich entscheiden. Aber auch John Part hat immerhin einen Durchschnitt von deutlich über 90.

Darryl Fitton holte sich das erste Leg gegen Steve Maish und dann spielte ihn Maish trotz seines nicht so bedeutendem Durchschnitt einfach in Grund und Boden. Im Augenblick scheint Fitton nicht in der Form zu sein, mit der er letztes Jahr im Grand Slam so beeindruckte.

Das letzte Spiel war dann noch einmal heftig umkämpft und wirklich auf hohem Niveau und Mark Webster zeigte endlich einmal wieder, wie es möglich war, dass er einen Weltmeistertitel gewinnen konnte. Es machte ihm auch wirklich Spaß. Er gewann letztendlich überzeugend mit 5:3 - ein wirklich guter Abschluss für den Abend!!!

Wobei, wie ich beim Verlassen der Civic Hall feststellte, für manche der Abend erst begann - in einem der anderen Veranstaltungsräume der Civic Hall war ganz offensichtlich für diesen Abend Disco angesagt - Beginn um Mitternacht - und am Eingang war eine riesige Menschenschlange versammelt - Dartfans raus, Discobesucher rein…

Grand Slam of Darts 2009

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