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Jonny Clayton gewinnt das Masters 2021

Am Sonntagabend fiel die Entscheidung beim PDC Masters 2021. Vier Dartsprofis waren noch im Rennen um den ersten Titel der neuen Saison. Der einzige Spieler, der den Wettbewerb bereits gewinnen konnte, war Titelverteidiger Peter Wright – er wurde im zweiten Halbfinale von Jonny Clayton herausgefordert. Zuvor spielten Gerwyn Price und Mervyn King den ersten Finalplatz untereinander aus. Nach einer etwas längeren Pause folgte noch am selben Abend das Endspiel. Alle drei Partien wurden im Format „Best of 21 Legs“ ausgetragen.

Bittere Halbfinal-Pleiten für beide Favoriten

Schon das erste Halbfinale versprach eine ganze Menge: Weltmeister Gerwyn Price duellierte sich mit dem extrem formstarken Mervyn King. Der „Iceman“ legte mit einem 14-Darter los und produzierte ein 104er-Highfinish, um dieses Break zu bestätigen. King meldete sich anschließend mit einem eigenen 14-Darter erstmals zu Wort, doch Price stellte den alten Abstand durch ein 116er-Finish umgehend wieder her. Nachdem King erneut verkürzt hatte, ermöglichten ihm sechs gegnerische Fehlwürfe den 3:3-Ausgleich. Price zeigte allerdings eine hervorragende Reaktion, holte sich die Führung mit einem 11-Darter sowie einem 110er-Checkout schnell wieder zurück. Durch ein 88er-Finish verringerte „The King“ den Rückstand zwischenzeitlich, doch Price ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen, mit einem 6:4 in die zweite Unterbrechung zu gehen.

Zurück auf der Bühne glänzte der Engländer mit einem 112er-Checkout, ehe er erneut von mehreren Fehlern des Konkurrenten profitierte und wieder Parität herstellte. Im Anschluss daran checkte King zum zweiten Mal 112 Zähler und befand sich zum ersten Mal in dieser Partie selbst in Führung. Schon wenig später ließ King jedoch vier wichtige Breakchancen ungenutzt, sodass der Weltranglistenerste die Partie offen halten konnte. Beide Spieler fokussierten sich in den nächsten Minuten sehr erfolgreich auf ihre Auftaktlegs. Nach der 8:7-Führung für King antwortete Price mit einem starken 11-Darter, ehe beiden Akteuren je ein 13-Darter gelang. Ein 121er-Bullfinish brachte King wenig später ganz nah an die Ziellinie, doch Price hielt weiter dagegen und erzwang mit dem nächsten 13-Darter das Entscheidungsleg. Dort wartete der Waliser bei 100 Restpunkten auf seine Chance, musste seinem Konkurrenten aber zunächst den Vortritt lassen. King hatte noch 127 Punkte übrig, erwischte die Single-20 und die Triple-19 und versenkte seinen Matchdart im Bullseye. Mervyn King entschied einen Krimi mit 11:10 für sich und erreichte nach 2014 zum zweiten Mal das Finale des Masters.

6:5, 10:9, 10:9 – bei seinen drei Siegen seit Freitag bewies Jonny Clayton zweifellos Nerven aus Stahl. Besonders spektakulär war seine Performance im Viertelfinale, als er mit einer Doppelquote von über 90 Prozent einen neuen Rekord für den Modus „Best of 19“ aufstellte. Nun wartete mit Titelverteidiger Peter Wright die nächste schwierige Aufgabe auf den Waliser. An die oben erwähnte Leistung knüpfte Clayton nahtlos an: nach dem bereits gewonnenen Auftaktleg erzielte er mit einem 76er-Finish das erste Break. Dank eines 12-Darters ging auch Leg Nummer drei an „The Ferret“; erst als er wenig später knapp an 138 Restpunkten gescheitert war, ermöglichte er seinem Gegner den ersten Leggewinn. Danach unterliefen Clayton zwei weitere Patzer, sodass „Snakebite“ noch vor der ersten Pause auf 2:3 herankam. Nachdem die ersten beiden Legs nach der Unterbrechung gerecht aufgeteilt worden waren, beging Wright einen schweren Fehler: er ging 80 Restpunkte viel zu riskant an und platzierte alle drei Pfeile oberhalb der Doppel-20. Clayton bedankte sich dafür und breakte auf der Doppel-2, ehe er seinen Vorsprung auf 6:3 erhöhte. Wright verhinderte allerdings einen noch größeren Rückstand und machte rechtzeitig vor der zweiten Pause 72 Punkte aus.

Mithilfe eines 14-Darters stellte Clayton einige Minuten später den alten Abstand wieder her. Der Weltranglistendritte reagierte mit einem 107er-Highfinish, verpasste danach aber zwei wichtige Breakchancen. Auch von dieser entgangenen Gelegenheit erholte sich Wright sehr schnell. Mit zwei 14- und einem 13-Darter entschied er drei Legs nacheinander für sich, wodurch er den 8:8-Ausgleich erreichen konnte. In den nächsten Minuten gaben sich beide Kontrahenten bei ihren eigenen Anwürfen keine Blöße, sodass das Entscheidungsleg auch im zweiten Halbfinale unumgänglich war. Clayton hatte hier den Anwurf und dementsprechend auch als Erster die Möglichkeit zum Matchgewinn. Genau diese Gelegenheit konnte Clayton wahrnehmen, er versenkte seinen Pfeil in der Doppel-16 und erreichte durch das 11:10 sein zweites Major-Endspiel im Einzel.

King unterliegt erneut in einem Major-Finale

Somit traten im Endspiel zwei Spieler gegeneinander an, die beide ihren ersten großen PDC-Turniersieg im Einzel feiern wollten. Sowohl für Mervyn King als auch für Jonny Clayton ging es jetzt nur noch darum, elf Legs für sich zu entscheiden. Fest stand zudem, dass der Sieger den letzten Startplatz der Premier League erhalten würde. Nach einer ausgeglichen Anfangsphase legte Clayton im dritten Leg mit einem 76er-Finish vor, doch dann drückte King aufs Gaspedal. Mit Checkouts von 96 und 128 Punkten übernahm er selbst die Führung, welche er nach der Pause auf der Doppel-8 auf 4:2 ausbauen konnte. Clayton ließ sich vorerst nicht abschütteln und kam mit einem 14-Darter wieder ran, doch „The King“ verhinderte dank eines 110er-Checkouts nur wenig später den kurz bevorstehenden Ausgleich. Davon ließ sich der Waliser aber nicht entmutigen. Ihm gelangen in der Folge starke Legs von 13 und 12 Darts. Letztlich war es ein 136er-Highfinish, das „The Ferret“ den 5:5-Ausgleich einbrachte.

Nach der Unterbrechung sammelte Clayton durch ein 84er-Checkout auf dem Bullseye auch ein drittes Leg hintereinander ein. Insgesamt war Clayton jetzt klar am Drücker, insbesondere auf den Doppelfeldern zeigte er erneut eine herausragende Leistung. In diesen Minuten gewann Clayton noch drei weitere Legs in Serie, um auf 9:5 davonzuziehen. King blieb in dieser Phase nur die Nebenrolle, im 15. Leg konnte er allerdings wieder dazwischengehen und mithilfe eines 80er-Checkouts ein wichtiges Break erzielen. Einige Minuten später löschte King erneut 80 Zähler, doch Clayton ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Er benötigte im darauffolgenden Leg lediglich elf Würfe und brachte sich selbst so weit, als dass ihm nur noch ein Leggewinn zum Titel fehlte. Einen Durchgang musste Clayton noch an seinen Gegner abgeben, ehe es soweit war. Jonny Clayton verwandelte seinen dritten Matchdart in der Doppel-8, gewann das Endspiel mit 11:8 und feierte (vom World Cup abgesehen) seinen ersten TV-Titel. Belohnt wird er dafür mit 60.000 Pfund Preisgeld und dem Ticket für die Premier League. Mervyn King musste sich dagegen mit 25.000 Pfund begnügen und wartet nach der siebten Niederlage im siebten Major-Finale weiter auf den ganz großen Wurf.

 PDC Masters


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