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Erfolgreicher Saisonstart für Weltmeister Wright

Am zweiten Abend des Masters 2020 erlebte Peter Wright seine Feuertaufe als Darts-Weltmeister. Gegen Joe Cullen wollte er diese natürlich möglichst erfolgreich gestalten. Außerdem wurden noch drei weitere Erstrundenpartien ausgetragen: Daryl Gurney traf auf Dave Chisnall, Gary Anderson spielte gegen Ian White und Gerwyn Price gegen Simon Whitlock.

Chisnall und Anderson mit knappen Siegen

Eröffnet wurde dieser erste Darts-Abend im Februar von Daryl Gurney und Dave Chisnall. „Chizzy“ spielte heute erstmals mit Brille und präsentierte den Zuschauern in Milton Keynes sofort ein 100er-Finish über zweimal Tops. Per 64er-Checkout kam er anschließend sogar zum Break, doch Gurney antwortete hervorragend und stellte mit einem 11- sowie einem 15-Darter wieder Parität her. Das letzte Leg vor der Pause sollte allerdings wieder an Chisnall gehen, der dadurch knapp vorne lag. Nach dieser Unterbrechung erhöhte der Engländer seinen Vorsprung, indem er einem 74er-Finish einen 13-Darter folgen ließ. Doch „Superchin“ kämpfte sich erneut zurück, löschte erst 117 Punkte und legte mit einem Break nach. Als er wenig später auch noch 81 Zähler von der Scheibe nehmen konnte, war die Partie durch das 5:5 wieder komplett offen. Nach der zweiten Pause checkte Chisnall 82 Zähler ganz souverän via Bullseye und Doppel-16, zudem konnte er anschließend von Fehlern des Gegners partizieren und selbst ein Break erzielen. Doch Gurney reagierte mit einem starken 128er-Bullfinish, machte danach 72 Punkte aus und hatte wieder für den Ausgleich gesorgt. Nachdem die beiden nächsten Legs gerecht aufgeteilt wurden, ließ Gurney einen ganz wichtigen Breakdart liegen. Chisnall rettete sein Anwurfleg gerade so auf der doppelten 7 und benötigte selbst nur ein einziges Leg. Gurney hatte zwar alle Möglichkeiten, für den Decider zu sorgen, warf aber drei Darts an den Doppeln vorbei. Chisnall ließ sich diese Chance nicht entgehen, nutzte gleich den ersten Matchdart und siegte mit 10:8.

Danach startete Publikumsliebling Gary Anderson in den Wettbewerb. Gegen Ian White wollte er einen guten Start in die neue Saison hinlegen. „Diamond“ startete mit einem 98er-Finish und löschte im dritten Durchgang 74 Punkte, doch auch Anderson verteidigte seine ersten beiden Anwurflegs. Besonders erwähnenswert ist dabei das vierte Leg, in dem ihm sechs perfekte Darts, ein 90er-Finish und damit verbunden ein 11-Darter gelangen. Als White wenig später zweimal außen an der Doppel-16 vorbeiwarf, produzierte der „Flying Scotsman“ das erste Break der Partie, sodass er mit einem 3:2 in die Kabine ging.

Nach der Pause warf White dreimal an der Doppel-12 vorbei, auf diese Weise konnte Anderson seine Führung doch ausbauen. White verkürzte jedoch sofort und holte sich im Anschluss daran mit einem starken 11-Darter den Ausgleich. Da die nächsten beiden Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen wurden, ging es mit dem Zwischenstand von 5:5 in die zweite Unterbrechung. Nachdem es zunächst ausgeglichen weiterging, vergab Anderson im 13. Leg der Partie zwei Breakdarts. White rettete dadurch sein Anwurfleg, kassierte aber auch umgehend den Konter. Der frühere Doppelweltmeister wurde jetzt etwas besser und breakte mit einem 11-Darter. Wenig später war er dann soweit, als dass ihm nur noch ein Leggewinn zum Weiterkommen fehlte. Bei 170 Rest erhielt Anderson kurz darauf sogar den ersten Matchdart, verfehlte das Bullseye aber relativ deutlich. So konnte der Engländer nochmals verkürzen, ließ aber eine Chance ungenutzt, um das Entscheidungsleg herbeizuführen. Stattdessen traf Anderson die Doppel-16 und brachte das Match mit dem 10:8 zum Abschluss.

Nachdem Joe Cullen seinen Walk-On bereits absolviert hatte, wurde Peter Wright zum ersten Mal als amtierender Weltmeister auf die Bühne gebeten. Im Duell der beiden ging es um das vorletzte Ticket für die nächste Runde. Wright startete hervorragend und zeigte gleich im Auftaktleg einen 12-Darter inklusive 121er-Highfinish. Cullen holte sich anschließend zwar auch sein erstes Erfolgserlebnis, doch Wright sorgte wenig später für das nächste Highlight, als er einen weiteren 12-Darter mit einem 130er-Checkout beendete. Per 90er-Finish sorgte „Snakebite“ anschließend für das allererste Break, doch Cullen konterte sofort und lag zur ersten Pause nur noch mit 2:3 in Rückstand.

Nach der Unterbrechung zeigte der „Rockstar“ Checkouts von 80 sowie 88 Punkten, die ihn erstmals in Führung gehen ließen. Mehr ließ Wright in diesem Moment aber nicht zu, weil er mit einem 101er-Highfinish zum sofortigen Rebreak kam. Der Schotte legte erfolgreich nach, doch Cullen antwortete mit einem 121er-Finish auf der Doppel-14 und stellte mit dem 5:5 wieder Parität her. Der Weltranglistenzweite kam mit einem 13-Darter zurück auf die Bühne, Cullen konnte mit einem 106er-Checkout einmal mehr sofort antworteten. Im 13. Leg spielte Wright einen großartigen 10-Darter, der auch zwei 180er beinhaltete. Da er zudem auch die nächsten beiden Legs für sich entschied, hatte er die Ziellinie bereits in Sichtweite. Cullen ging zwar mit einem 13-Darter dazwischen, mehr als eine Ergebniskorrektur sollte dies aber nicht werden. Denn Wright nutzte seinen zweiten Matchdart und gewann sein erstes Match als Weltmeister mit 10:7.

Whitlock beinahe mit Wahnsinns-Comeback

Zum Abschluss der ersten Turnierrunde kam es noch zum Aufeinandertreffen von Gerwyn Price und Simon Whitlock. Der „Iceman“ eröffnete das Duell mit einem 76er-Finish und produzierte im Anschluss daran ein Break, als er 95 Punkte über Bullseye, 5 und Tops auf Null brachte. Whitlock erzielte mit einem starken 11-Darter das sofortige Rebreak; kurz darauf war der schnelle Ausgleich vollbracht. Das letzte Wort vor der Pause wurde von Price gesprochen, dem ein zweites 76er-Checkout die 3:2-Führung einbrachte. Nach der Unterbrechung gewann der „Wizard“ zwei Legs nacheinander, warf anschließend allerdings dreimal an Doppelfeldern vorbei. Price konnte sich dadurch das Rebreak sichern, welches er mit einem 13-Darter bestätigte. Im anschließenden zehnten Leg profitierte Price von einem weiteren Fehler seines Kontrahenten, machte selbst 72 Zähler aus und lag zu diesem Zeitpunkt mit 6:4 vorne.

Nach der letzten Pause des Abends drückte der Waliser weiter aufs Gaspedal, spielte zwei 13-Darter in Folge und löschte ein Leg später auch noch 108 Punkte. Whitlock stand mittlerweile mit dem Rücken zur Wand, unterbrach den Lauf seines Gegners jetzt aber mit einem 84er-Finish über Bullseye und Doppel-17 – der Rückstand betrug noch immer 5:9. Price versuchte sich einige Momente später an einem 170er-Finish und erhielt sogar den ersten Matchdart, der sein Ziel aber deutlich verfehlte. Whitlock hielt sich mit einem eigenen 12-Darter im Turnier, überstand anschließend den zweiten Matchdart und hatte den Abstand auf zwei Legs reduziert. Als Price wenig später Matchdart Nummer drei ebenfalls in den Sand setzte, kassierte er das nächste Break. Auf der anderen Seite konnte Whitlock erfolgreich nachlegen und sorgte tatsächlich für das alles entscheidende 19. Leg. Dort hatten beide Schwierigkeiten beim Scoring, doch letztlich nutzte Price den Vorteil, dieses wichtige Leg begonnen zu haben. Er machte abschließend mit einem 82er-Finish alles klar und zitterte das 10:9 über die Ziellinie.

 PDC Masters


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