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Suljovic scheitert an van Gerwen

Der dritte Tag des Masters war gleichzeitig auch der letzte Tag. In der Nachmittagssession sollten die Halbfinalisten ermittelt werden und es ergaben sich einige interessante Duelle. Titelverteidiger Michael van Gerwen bekam es mit dem Österreicher Mensur Suljovic zu tun. Phil Taylor gegen Peter Wright und Gary Anderson gegen Raymond van Barneveld waren von den Namen her wohl die klangvollsten Duelle. Das übrige Viertelfinale bestritten Robert Thornton und Adrian Lewis.

Gary Anderson beweist ganze Klasse

Phil Taylor und Peter Wright machten den Anfang am Nachmittag. Für den Schotten verlief der Start denkbar schlecht. Er bekam nichts auf die Reihe und hatte zu Beginn nach zwei Legs gerade mal einen Average von rund 50 Punkten. Taylor nutzte das natürlich aus, checkte 153 Punkte bereits im ersten Leg und holte sich die Führung dank eines Breaks. Zwar wurde Wright dann besser, antwortete direkt, doch Phil checkte mit 124 auf Bull ein weiteres High Finish und erhöhte noch vor der ersten Pause auf 4:1. Zu diesem Zeitpunkt stand Peter immer noch bei lediglich 78 Punkten im Schnitt. Er musste sich nach der Pause strecken, aber es sollte sich herausstellen, dass der Rückstand bereits entscheidend für das Match war. Phil Taylor zeigte sich besonders in seinen eigenen Legs sehr sicher und souverän. Obwohl Wright minütlich stärker zu werden schien, hatte er kaum Möglichkeiten um ein wichtiges Break zu schaffen. Dabei zeigte sich „Snakebite“ gerade auf die Doppel sehr stark. Das was dann der endgültige Knockout war, war das Break im zwölften Leg. Dort erhöhte „The Power“ auf 8:4 und damit war die Begegnung im Grunde entschieden. Peter checkte zwar nochmal 116 Punkte, doch das nützte nichts mehr. Am Ende siegte Phil klar mit 10:5, obwohl Wright eine starke Doppelquote von 71% aufwies.

Mit Gary Anderson gegen Raymond van Barneveld wartete dann eine sehr klangvolle Partie, was die Namen anging. Und beide Spieler erwischten auch direkt einen richtig guten Start. Nach einem sehr starken 12-Darter von Gary antwortete Raymond mit einem 170’er Finish zum 1:1. Danach aber ließ sich der Niederländer ein wenig den Schneid abkaufen und musste zusehen, wie Gary sich bis auf 4:1 absetzen konnte. Es lag nicht zwingend daran, dass Barney nicht gut genug war, er spielte immerhin 103,5 Punkte im Schnitt. Doch der „Flying Scotsman“ stand bei 110 und auch auf die Doppel zeigte er sich sicher, oft ist dies ja ein Problem. Die Pause tat van Barneveld dann ganz gut, er fand danach wieder etwas besser in die Partie. Doch genau in diese Phase legte Anderson dann einfach nochmal eine Schippe drauf. Er checkte unter anderem 138 Punkte und holte sich ein weiteres Break zum 7:3. Danach schien er dann aber eine kleine Pause einzulegen, sodass Raymond nochmal heran kam. Er verkürzte nach vier perfekten Darts und einem 141’er Finish bis auf 5:7, hatte allerdings immer wieder ein paar Bouncer mit drin. Diese taten weh, weil die Chancen für Gary damit nicht kleiner wurden. Ein absolutes Highlight des Schotten war ein 134’er Finish via zwei Mal Tops zum 9:5. Auch wenn Barney nicht aufgab, sogar nochmal 121 Punkte auscheckte, sollte es nicht mehr reichen. Am Ende siegte Gary mit 10:6 und bewies ein Mal mehr, was er drauf hat.

Gary Anderson zog 2017 zum ersten Mal in das Finale des Masters ein Schatten

Thornton kämpft aber verliert

Das Weiterkommen von Robert Thornton gegen James Wade war eine kleine Überraschung. Gegen Adrian Lewis wollte er nun beweisen, dass das durchaus kein Zufall war. Er startete auch direkt mit einem guten 118’er Finish. Doch Lewis hatte zu Beginn die besseren Argumente, als er ausglich und auch das erste Break holte. Obwohl Thornton die passende Antwort parat hatte, lag er zur ersten Pause dennoch zurück. Das Problem für den Schotten war, dass er in den entscheidenden Momenten seine gute Arbeit durch das Auslassen von Doppelchancen zunichtemachte. Nachdem „Jackpot“ ein weiteres Break schaffte und mit 5:2 in Führung ging, schien die Partie endgültig in eine Richtung zu laufen. Doch Robert hatte etwas dagegen. Er gab nicht auf, hängte sich rein und kämpfte sich wieder heran. Er brachte sich in Stellung um auszugleichen, doch Lewis war da und konnte seine Führung in die zweite Pause retten. Aber „The Thorn“ ließ nicht locker, er setzte seinen Gegner nun permanent unter Druck, checkte nochmal 104 Punkte und hatte die große Ausgleichchance zum 7:7. Diese verpasste aber und Lewis tat seinem Gegner richtig weh. Er schaffte das 8:6 und checkte wenig später 140 Punkte zu einem weiteren Break. Das 10:6 war dann nur noch Formsache und so zog Adrian ins Halbfinale ein.

Die letzte Begegnung des Nachmittags war die des Österreichers Mensur Suljovic mit Michael van Gerwen. Nach seiner starken Leistung in der ersten Runde, wollte Mensur nachlegen und startete sehr gut. Seine ersten beiden Legs holte er sich, zeigte dabei Nervenstärke. Mit einem 108’er Finish leitete „Mighty Mike“ dann jedoch die Wende ein. Er vergab in den folgenden beiden Legs zwar zwei Mal das 170’er Finish, jedoch konnte Mensur das beide Male nicht nutzen. „The Gentle“ zeigte eine ansehnliche Partie, doch immer wieder, wenn er sich mal einen guten Vorsprung in einem Leg erarbeitet hatte, kam van Gerwen mit einer richtig starken Aufnahme um die Ecke und erhöhte wieder den Druck. So kam es auch, dass insgesamt fünf Legs hintereinander an den Niederländer gingen. Erst kurz vor der Pause konnte Mensur dann mal wieder einen Aufschlag über die Ziellinie bringen, musste dann aber dennoch mit einem 3:7-Rückstand in die Unterbrechung. Es war bitter, denn die 106,52 Punkte im Schnitt zu diesem Zeitpunkt unterstrichen seine gute Leistung. Die 109,79 von Michael waren aber eben einen Tick stärker. Die 170 wollten dem Weltmeister aber nicht gelingen, er vergab sie im elften Leg zum dritten Mal, indem er nur das Single Bull traf. Obwohl Mensur in der Folge nochmal ein Break gelang, sollte es nicht mehr spannend werden. Michael war einfach der bessere Spieler und konnte die Partie mit 10:4 für sich entscheiden.

Tobias Gürtler

 PDC Masters

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