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Mensur Suljovic zerlegt die „Cobra“

Der zweite Abend des Masters 2017 beinhaltete die zweite Hälfte der Erstrundenbegegnungen. Dabei spielte auch der frischgebackene Weltmeister Michael van Gerwen und bekam es mit Simon Whitlock zu tun. Der Österreicher Mensur Suljovic wollte sein Können gegen Jelle Klaasen beweisen. Mit James Wade und Robert Thornton trafen zwei alte Bekannte aufeinander. Zum Ende der ersten Runde trafen sich noch Adrian Lewis und Kim Huybrechts am Oche.

Thornton siegt in spannendem Krimi

Die erste Begegnung war direkt das Duell von Mensur Suljovic mit Jelle Klaasen. Der Österreicher wollte natürlich einen möglichst optimalen Saisonstart hinlegen und schien dies mit einem Blitzstart auch zu schaffen. Die ersten drei Legs gingen allesamt an „The Gentle“, der dabei keinen einzigen Dart auf ein Doppel ausließ, aber auch vom Scoring her klar überlegen war. Erst danach legte Klaasen einen kleinen Lauf hin, bei dem er seinerseits drei Legs hintereinander gewann. Vor allem sein 167’er Finish zu einem wichtigen Zeitpunkt deutete die Klasse des Premier League-Spielers an. Doch es reichte nicht zu einem Umschwung, denn vor allem auf die Doppel ließ Klaasen in der Folge ziemlich nach. Mensur hingegen war eiskalt, checkte zwei Mal 71 und ein Mal 89 Punkte um sich sein altes Polster zurück zu holen. Ein letztes großes Highlight von der „Cobra“ waren sechs perfekte Darts, aber selbst dort reichte es dank zwei Aufnahmen im 40’er Bereich letztlich nur für einen 17-Darter. Nachdem er dann drei Möglichkeiten zu einem Break verschenkte, war die Partie im Grunde entschieden. Von da an spazierte Mensur locker in Richtung Ziellinie, da Jelle mit zunehmender Dauer ebenfalls den Glauben an die Wende verlor. Und so siegte Suljovic am Ende völlig verdient mit 10:4.

Mensur Suljovic wirft die Frage auf, warum er nicht für die Premier League nominiert wurde Schatten

Es folgte das Duell von James Wade und Robert Thornton. Gerne erinnert man sich daran zurück, wie sie beim World Grand Prix 2014 Geschichte schrieben, als beide im gleichen Match einen 9-Darter warfen. Das sogar beim Modus Double-In/Double-Out. Man erhoffte sich auch heute eine enge Partie auf hohem Niveau und wurde nicht enttäuscht, obwohl es zu Beginn ganz anders aussah. Robert sprintete mit zwei Breaks zu einer 3:0-Führung und profitierte von einem desolaten Start seines Kontrahenten. Dieser fand erst danach in die Begegnung. Eine Erinnerung an die beiden 9-Darter bekam man im fünften Leg, als Wade fünf und Thornton vier perfekte Darts warfen. Wade holte sich dieses Leg und drehte die Partie bis auf 4:3. Von da an war es sehr eng. Die Spieler schenkten sich nichts und zeigten ein Duell auf Augenhöhe. Ein starkes 116’er Finish unter Druck von Thornton war nur eines der Highlights. Nach zehn Legs stand es Unentschieden, ehe sich Wade mal wieder etwas absetzen konnte. Er vergab dann allerdings drei Möglichkeiten auf die Doppel, sodass Thornton erneut zum Ausgleich kam. Mit einem Break zum 9:8 schien „The Thorn“ die Zügel endgültig in der Hand zu haben und er stellte sich 42 Punkte Rest. Dann aber zauberte Wade nochmal ein überragendes 161’er Finish zum Rebreak aus dem Hut und hielt das Match offen. Es musste also das entscheidende neunzehnte Leg her, in welchem Robert mit einer 180 gegen den Anwurf startete und dies als Grundlage für den 10:9-Erfolg nutzen konnte. Wade, seines Zeichens Masters-Sieger 2014, schied damit bereits aus.

Robert Thornton zieht zum ersten Mal seit 2005 in das Viertelfinale eines Major-Turnieres ein Schatten

Whitlock verliert trotz guter Leistung

Der Auftritt des nun zweifachen Weltmeisters Michael van Gerwen stand als nächstes an. Er bekam es mit dem Australier Simon Whitlock zu tun, der dank eines 11-Darters und zwei 180’ern direkt mit einem Break startete. Michael schüttelte sich kurz, spielte einen 12-Darter zum Rebreak und sprintete zu einer 4:1-Führung. Es war von Beginn an eine wirklich gute Partie auf hohem Niveau. Bereits in den ersten fünf Legs wurden acht 180’er geworfen. Michael spielte einen Average von 107 Punkten und Simon stand bei 104. Der Unterschied war, dass „Mighty Mike“ diese Leistung konstant über das gesamte Match hin halten konnte, während Whitlock nachließ. Zwar war er zur richtigen Zeit zur Stelle, wenn Michael einen Fehler machte, doch in dieser Phase kam dies einfach nicht oft vor. Michael konnte sich bis auf 7:2 absetzen und hatte damit bereits für die Vorentscheidung gesorgt. Kaum jemand traute dem „Wizard“ hier die Aufholjagd zu, auch wenn er nochmal 99 Punkte auschecken konnte. Die Scores von Michael waren zu stark und unendlich viele Fehler konnte der Niederländer auch nicht mehr machen. Ein Fünkchen Hoffnung keimte nur nochmal auf, nachdem Michael Matchdarts liegen ließ und Whitlock nochmal auf 6:9 verkürzte. Weil er dann aber drei große Möglichkeiten auf die Doppel verpasste, konnte „Mighty Mike“ seinen vierten Matchdart zum 10:6 verwandeln.

Michael van Gerwen bleibt nach seinem Sieg über Simon Whitlock auf Kurs zur Titelverteidigung Schatten

Der letzte Viertelfinalist sollte im Match zwischen Adrian Lewis und Kim Huybrechts ermittelt werden. Dort kamen beide gut weg, doch Adrian hatte ein paar Probleme auf die Doppel. So vergab er ein 158’er Finish und musste mit ansehen, wie Kim sich auf 2:0 in Führung brachte. Diese Führung konnte der Belgier mit viel Glück auch lange verteidigen. Lewis vergab einige Möglichkeiten zu Breaks, alleine fünf Darts im vierten Leg. Doch auch im achten Leg war seine Ausbeute auf die Doppel einfach desolat. Auf Dauer konnte der „Hurricane“ die Führung allerdings nicht über die Zeit retten und so zeigte Adrian ein starkes 136’er Finish zum 5:5-Ausgleich kurz vor der zweiten Pause. Und obwohl „Jackpot“ nicht gut aus dieser Unterbrechung kam und im ersten Leg direkt wieder ein Break kassierte, war der Engländer der bessere Spieler. Er antwortete prompt und wusste die Verunsicherung seines Gegners zu nutzen. Er checkte 121 Punkte auf die Doppel-18 zu einem weiteren Break, welches ihn mit 8:6 in Führung brachte. Bei Kim lief überhaupt nichts mehr zusammen und so hatte Adrian in der Folge auch keine Mühe mehr. Er siegte verdient mit 10:6 und komplettierte das Teilnehmerfeld des Viertelfinals.

Adrian Lewis steigerte sich im Laufe der Partie gegen Kim Huybrechts Schatten

Tobias Gürtler

 PDC Masters

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