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Van Barneveld bezwingt Titelverteidiger Price erneut

Zum Start in das Wochenende wurden den Dartsfans in Wolverhampton und weltweit an den Bildschirmen die ersten beiden Viertelfinalpartien des Grand Slam of Darts 2022 geboten. Den Anfang machten Michael Smith und Joe Cullen, danach duellierten sich Raymond van Barneveld und Gerwyn Price. Das Besondere dabei: beide Paarungen hatte es bereits in der Gruppenphase gegeben, damals mit dem besseren Ausgang für Smith beziehungsweise van Barneveld. Die Frage war nun: würde es eine Wiederholung der Ereignisse geben oder würde Cullen und Price die Revanche gelingen? Um das Halbfinale zu erreichen, mussten die Spieler im Modus „Best of 31 Legs“ eine lange Wegstrecke zurücklegen.

Achterbahnfahrt und Krimi in einem: Smith ringt Cullen nieder

Schon zum vierten Mal nacheinander stand Michael Smith im Viertelfinale dieses Wettbewerbs. Gegen Joe Cullen wollte der Weltranglistenvierte den nächsten Schritt machen. Mit einem 86er-Checkout eröffnete Smith den Freitagabend. Cullen benötigte im zweiten Leg sogar einen Dart weniger, nämlich 14 Stück. In Anschluss daran zeigte Smith selbst einen 14-Darter, ehe er per 12-Darter das erste Break der Partie produzierte. Drei Patzer auf Doppel kosteten den „Bully Boy“ jedoch eine größere Führung. Mit einem Treffer in der doppelten 4 verkürzte Cullen, der zuvor ein 170er-Finish nur knapp verpasst hatte, auf 2:3. Nach der ersten Pause scheiterte Smith knapp an 156 Restpunkten und durfte sich im Gegenzug ein 116er-Finish des Gegners anschauen. Nachdem sich Smith durch ein blitzsauberes 76er-Checkout die Führung zurückgeholt hatte, gelang dem „Rockstar“ im zweiten Anlauf das größtmögliche Checkout von 170 Punkten. Es war allerdings Smith, der vor der zweiten Pause nochmal aufs Gaspedal drückte. Der zweimalige Vizeweltmeister sicherte sich mit 15 und 14 Darts die nächsten beiden Legs und durfte sich über eine 6:4-Führung freuen.

Nach der Unterbrechung bestätigte Smith das einige Minuten zuvor geschaffte Break, ehe Cullen seinen Rückstand mit einem 12-Darter moderat hielt. Danach ließ der Weltranglisten-15. jedoch zwei Breakdarts ungenutzt. Für Smith blieben dadurch drei eigene Fehlwürfe folgenlos. Doch nun wollte sich Cullen nicht länger mit einem Rückstand anfreunden. Er nutzte eine schwächere Phase des Konkurrenten zu seinen Gunsten, gewann mit 17, 15 sowie 14 Darts drei Legs nacheinander und belohnte sich dem 8:8-Unentschieden. Die erstmalige Führung in diesem Match blieb Cullen aber verwehrt, weil der „Bully Boy“ seinen Anwurf mit einem 13-Darter nach Hause brachte. Wenige Minuten später realisierte sich das genannte Szenario doch. Smith hatte zweimal außen an der Doppel-18 vorbeigeworfen, sodass sich Cullen auf genau diesem Doppelfeld erstmals in Front begeben konnte. Wenige Aufnahmen später erwischte Cullen auch die doppelte 4, sodass er einen 11:9-Vorsprung mit in die letzte Unterbrechung nahm.

Im Anschluss daran holte sich der „Rockstar“ das nächste Break, hierfür hatte er einen 12-Darter mit einem 87er-Checkout beendet. Dank eines wichtigen Checkouts in Höhe von 110 Punkten lieferte Smith allerdings die direkte Antwort. Analog dazu lief es in den beiden darauffolgenden Legs. Cullen erhöhte seinen Vorsprung durch einen 15-Darter, Smith sicherte sich erneut das sofortige Rebreak. Anders als zuvor konnte der „Bully Boy“ diesmal nachlegen, sodass er nur noch knapp mit 12:13 hinten lag. Die beiden darauffolgenden Legs wurden fair aufgeteilt, ehe Cullen die Doppel-20 traf und damit den vorletzten Schritt in Richtung Weiterkommen ging. Schon wenige Momente später wartete Cullen bei 8 Restpunkten darauf, den Sack zuzumachen. Smith konnte das Szenario aber verhindern, weil er bei 70 Restpunkten seine einzige Chance auf der Doppel-20 nutzte. Der Weltranglistenvierte brillierte anschließend bei gegnerischem Anwurf mit einem 11-Darter und erzwang auf diese Weise das alles entscheidende 31. Leg. Dort übte Cullen Druck auf seinen Gegner aus und ließ sich mit einer 180 nur noch 64 Restpunkte übrig, doch Smith durfte mit 76 Rest zuerst vors Oche treten. Auch diesmal nahm er seine einzige Möglichkeit auf der Doppel-20 wahr. Michael Smith entschied ein hochspannendes Viertelfinale unterm Strich mit 16:15 für sich.

Heute nicht konstant genug: Price wird den Titel nicht verteidigen

Zehn Jahre nach seinem Triumph beim Grand Slam of Darts präsentierte sich Raymond van Barneveld in dieser Woche wieder von seiner besten Seite. Ein Höhepunkt war dabei der knappe Sieg über Gerwyn Price in der Gruppenphase. Im Viertelfinale begegneten sich der Niederländer und der Waliser erneut – für den Titelverteidiger die ideale Gelegenheit zur Revanche. Weil seinem Gegner je ein Fehlwurf auf Doppel unterlaufen war, konnte Price unter anderem mit einem 86er-Bullfinish die ersten beiden Legs einsammeln. Ein großartiger 10-Darter brachte „Barney“ anschließend seinen ersten Leggewinn ein. Dabei handelte es sich um ein Break, welches van Barneveld mit einem 15-Darter bestätigte. Das letzte Wort vor der ersten Pause wurde von Price gesprochen, ein 80er-Finish bescherte ihm den 3:2-Vorsprung. Mit einem starken 12-Darter kehrte van Barneveld auf die Bühne zurück. Mit zwei 13-Dartern nacheinander holte sich Price seine Führung wieder – im achten Leg der Partie hatte der Niederländer zwei eigene Chancen in den Sand gesetzt. Dagegen legte der Weltranglistenerste in dieser Phase einen Zwischenspurt ein. Er sicherte sich mit erneut 13 sowie 15 Darts noch zwei weitere Legs hintereinander und zog auf 7:3 davon.

Nach der Pause gewann der „Iceman“ noch einen fünften Durchgang hintereinander. Erst danach stoppte van Barneveld diesen Lauf. Zudem startete der fünfmalige Weltmeister von diesem Punkt an selbst eine Serie. Durch zwei 15- und einen 11-Darter reduzierte er seinen Rückstand, ehe er beobachtete, wie Price drei Pfeile an den Doppelfeldern vorbeijagte. Van Barneveld blieb selbst auf der Doppel-16 fehlerfrei und lag nur noch mit 7:8 hinten. Unmittelbar nach der Pause streute Price zwei weitere Patzer auf den äußeren Ring des Boards ein, die van Barneveld kompromisslos zum Ausgleich nutzte. „Barney“ war in dieser Phase hochkonzentriert, bestrafte kurz darauf zwei weitere Fehlwürfe von Price mit dem nächsten Break und begeisterte die Zuschauer anschließend mit einem 157er-Finish. Beinahe hätte er sich sogar noch ein achtes Leg hintereinander geschnappt, das 170er-Checkout verpasste der 55-Jährige jedoch um Haaresbreite. Price blieb in dieser Szene auf der Doppel-20 fehlerfrei und feierte nach langer Wartezeit wieder ein Erfolgserlebnis. Van Barneveld trauerte dieser Situation nicht lange nach, sondern machte wenig später souverän 78 Punkte aus und lag nach 20 absolvierten Legs mit 11:9 in Führung.

Nach der letzten Unterbrechung verteidigten beide Profis zunächst den eigenen Anwurf, sodass van Barneveld seinen Vorsprung aufrecht hielt. Dabei blieb es aber nicht. Der Niederländer erzielte im darauffolgenden Leg per 12-Darter ein Break, überstand anschließend zwei Breakdarts gegen sich unversehrt und vergrößerte seinen Vorsprung auf 14:10 – das Halbfinale war damit zum Greifen nahe. Vorzeitig gab sich die Nummer eins der Welt naturgemäß nicht geschlagen. Unter anderem mit einem 12-Darter sammelte Price die nächsten drei Legs ein, sodass er seinem Gegner wieder auf den Fersen war. Bei 40 Restpunkten lauerte Price dann auf die Chance, Parität herzustellen. Dieses Szenario wurde von „Barney“ verhindert. Er nutzte bei 71 Restpunkten den einzigen Versuch auf Tops aus. Dieses Checkout war Gold wert, er sorgte damit für die Vorentscheidung. Wenig später war es dann soweit: Raymond van Barneveld versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-18, jubelte über den 16:13-Sieg und den damit verbundenen Einzug in das Halbfinale.

Grand Slam of Darts


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