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Wright scheitert bereits in der Gruppenphase

Die Ausgangslage am letzten Spieltag der Gruppenphase beim Grand Slam of Darts 2022 versprach eine Menge Spannung. Sicher für das Achtelfinale qualifiziert waren nur Michael van Gerwen und Jonny Clayton, endgültig ausgeschieden nur Fallon Sherrock. Bei allen anderen 13 heute antretenden Spielern aus den Gruppen E bis H stand das Schicksal noch nicht fest. In einer relativ guten Position befanden sich nach zwei Siegen Peter Wright und Luke Humphries, dagegen mussten Profis wie zum Beispiel Damon Heta, Ross Smith, Ryan Searle oder Nathan Aspinall nochmal alles geben, um am Ende nicht mit leeren Händen dazustehen.

Weil Wattimena ebenfalls gewinnt: Heta hilft der eigene Sieg nicht weiter

Im ersten Spiel des Dienstagabends standen sich Leonard Gates und Jermaine Wattimena gegenüber. Während Gates seine Hoffnungen aufs Weiterkommen nur mit einem deutlichen Sieg am Leben halten konnte, benötigte „The Machine Gun“ zwei Punkte, um Druck auf Damon Heta auszuüben. Nach dem gewonnenen Auftaktleg patzte Wattimena fünffach auf Doppel und kassierte das direkte Rebreak. Nur wenig später war es jedoch Gates, der drei Darts an den Doppelfeldern vorbeigesetzt hatte. Diesmal bestätigte Wattimena das Break, ehe er sechs weitere Fehlwürfe seines Gegners zu seinen Gunsten nutzte. Mit einem 108er-Highfinish machte Wattimena letztlich den Sack zu, nach dem 5:1 stand er mit anderthalb Beinen in der nächsten Runde.

Um noch an Wattimena vorbeiziehen zu können, hatte Damon Heta keine Alternative: er musste Jonny Clayton zu Null bezwingen. Ein schwieriges Vorhaben gegen einen Spieler, der im bisherigen Turnierverlauf noch kein einziges Leg verloren hatte. „The Heat“ legte mit einem 13-Darter erfolgreich los, danach hatte sich das Thema Achtelfinale für ihn aber bereits erledigt. Clayton erwischte die Doppel-8 und stellte auf 1:1. Unabhängig von seinem Turnieraus gewann Heta die nächsten beiden Legs, wobei er im zweiten Fall von fünf gegnerischen Patzern profitiert hatte. Der Waliser verkürzte zwar durch ein 74er-Finish, weitere Leggewinne kamen bei ihm aber nicht hinzu. Heta brachte einige Minuten später den zweiten Matchdart in der Doppel-10 unter und holte sich einen letztlich wertlosen 5:2-Sieg. Clayton beendete die Gruppe F trotz dieser Pleite als Erstplatzierter.

Danach richtete sich die Aufmerksamkeit der Dartswelt auf die Gruppe G. Dort wollte Luke Woodhouse gegen den bislang doch sieglosen Nathan Rafferty einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen. Das erste Leg ging an Rafferty, danach drehte „Woody“ auf. Auf den 13-Darter folgte das erste 170er-Finish des aktuellen Wettbewerbs. Dabei handelte es sich gleichzeitig um einen 12-Darter, welchem er ein 112er-Highfinish folgen ließ. Danach stoppte Rafferty den Lauf seines Gegners. Jetzt erhöhte „The Natural“ die Schlagzahl. Erst sorgte er mit einem 13-Darter für den 3:3-Ausgleich, dann übernahm er mithilfe eines 15-Darters sogar die Führung. Jetzt zeigte Woodhouse eine herausragende Reaktion: sechs perfekte Darts bildeten die Grundlage für einen 11-Darter. Demzufolge musste nun das Entscheidungsleg absolviert werden. Dort hätte Woodhouse zwingend 128 Punkte ausmachen müssen, er erarbeitete sich allerdings keinen Matchdart. Rafferty traf Sekunden später die Doppel-6, gewann die Partie knapp mit 5:4 und kegelte seinen Gegner aus dem Wettbewerb.

Neun 180er in neun Legs: Smith mit großartiger Leistung

Dieses Ergebnis nahm Ross Smith zweifellos mit großer Erleichterung zur Kenntnis. Der Europameister hatte ohne eigenes Zutun den Einzug in die K.O.-Runde sicher und konnte gegen Michael van Gerwen befreit aufspielen. Dem Niederländer genügten seinerseits drei Leggewinne, um Tabellenplatz eins zu zementieren. Ohne Druck auf seinen Schultern legte Smith hervorragend los. Er sicherte sich mit 13, 12 sowie 14 Darts die ersten drei Legs. Ein 72er-Finish brachte van Gerwen danach das erste Erfolgserlebnis ein, ehe er einen Fehlwurf von Smith mit einem sehenswerten 145er-Checkout bestrafte. Danach löschte van Gerwen 70 Zähler, der Gruppensieg war ihm damit nicht mehr zu nehmen. Mit einem 12-Darter schnappte sich „Mighty Mike“ sogar noch ein viertes Leg nacheinander. Wenige Aufnahmen später versuchte sich der Niederländer an einem 146er-Finish und verpasste den Matchdart auf der Doppel-13 nur knapp. Smith blieb auf der Doppel-20 fehlerfrei, erzwang das Entscheidungsleg und startete dort mit einem Maximum. Diesen Vorteil gab der „Smudger“ nicht mehr aus der Hand, sein erster Matchdart steckte in der Doppel-8. Ross Smith entschied ein spektakuläres Duell mit 5:4 für sich, er warf fast 108 Punkte im Schnitt und stellte mit grandiosen neun 180ern (in jedem Leg genau eine) einen neuen Rekord für den Modus „Best of 9 Legs“ auf. Van Gerwen war trotz eines 105er-Averages unterlegen, wird die Niederlage aber verschmerzen können.

Aspinall und Soutar ziehen an Wright vorbei

Weiter ging es im Anschluss daran in der Gruppe E. Sollte Alan Soutar mit 5:0 oder 5:1 gegen die bereits ausgeschiedene Fallon Sherrock gewinnen, würde er unabhängig vom Ausgang der anderen Partie das Weiterkommen schaffen. Im Auftaktleg hatte Soutar das Glück auf seiner Seite, seine Gegnerin hatte zwei Darts neben die Doppel-18 geworfen. Sherrock schaffte jedoch das sofortige Rebreak und bestätigte dieses mit einem 66er-Finish. Das ideale Szenario aus der Sicht des Schotten war damit nicht mehr möglich, er benötigte aber weiterhin seine volle Konzentration – Soutar half ohnehin nur ein Sieg weiter. Durch einen 14-Darter kam „Soots“ zum 2:2-Ausgleich, ehe er drei Fehler der „Queen of the Palace“ mit dem Break bestrafte. Mit sechsten Durchgang wurde es spektakulär: Sherrock warf sechs perfekte Darts, verpasste aber sowohl den 9-Darter als auch eine Chance auf Tops. Soutar machte im direkten Gegenzug 132 Punkte über Bullseye, Bullseye und Doppel-16 aus. Schon kurze Zeit danach reduzierte Soutar auch 82 Zähler auf Null und brachte die Partie auf diese Weise zum Abschluss. Durch den 5:2-Erfolg setzte sich Soutar in eine gute Position, Sherrock beendete ihre zweite Grand Slam-Teilnahme mit null Punkten.

Vor dem finalen Match der Gruppe E zwischen Peter Wright und Nathan Aspinall stellte sich die Situation folgendermaßen dar: bei einem Sieg für Wright wären der Weltmeister persönlich und Soutar weiter. Aspinall musste dagegen gewinnen, um weiterzukommen – mit einem Sieg von 5:2 oder deutlicher würde er dabei Wright aus dem Turnier werfen. Beide Profis verteidigten ihr jeweils erstes Anwurfleg, dann feuerte „The Asp“ drei Darts über die Doppel-20. Kurz darauf hatte aber auch Wright mit Tops zu kämpfen, er zielte zweimal zu ungenau. Aspinall kam durch einen eigenen 14-Darter zum 2:2 und legte einen noch besseren 13-Darter hinterher. Nachdem Aspinall durch ein 106er-Highfinish den vorletzten Schritt gegangen war, wurde die Situation aus der Sicht von Wright bitterernst. „Snakebite“ musste das jetzt folgende Leg zwingend gewinnen, um nicht auszuscheiden. Das gelang dem Weltranglistenzweiten jedoch nicht, bei 116 Rest erhielt er keinen Versuch auf Doppel. Aspinall platzierte seinen sechsten Matchdart in der Doppel-8 und setzte sich an die Tabellenspitze. Soutar rückte ebenfalls in die K.O.-Runde vor, Wright scheiterte nach der Gruppenphase.

Humphries und Rock komplettieren das Achtelfinale

Jetzt fehlten nur noch die Entscheidungen in der Gruppe H. In der von Anfang an als besonders offen eingeschätzten Gruppe ging es sehr eng zu: jeder der vier Akteure durfte sich noch Hoffnungen auf die Runde der Letzten 16 machen. Zuerst duellierten sich Ryan Searle und Scott Williams um wichtige Punkte. Der Letztgenannte machte mit einem starken 11-Darter den Anfang, ließ seine erste Breakchance auf der Doppel-10 jedoch liegen. Ein ähnliches Missgeschick unterlief kurz darauf allerdings auch Searle, der seinen ersten Breakdart ebenfalls vorbeiwarf. Ein 11-Darter brachte „Heavy Metal“ aber schnell den 2:2-Ausgleich ein. Die beiden darauffolgenden Legs wurden ebenfalls gerecht aufgeteilt. Nachdem Williams sich per 14-Darter wieder in Führung gebracht hatte, gelang ihm das erste und gleichzeitig letzte Break der Partie. „Shaggy“ besiegelte mit seinem 12-Darter den 5:3-Erfolg – sein Average von über 107 Punkten untermauerte die starke Performance. Während Searle das Turnier damit verlassen musste, drückte Williams nun Luke Humphries die Daumen.

Ebenjener Luke Humphries traf im letzten Match der Gruppenphase auf Shootingstar Josh Rock. Durch das Ergebnis des vorherigen Duells war „Cool Hand Luke“ selbst bereits für das Achtelfinale qualifiziert. Für Rock stand daher mehr auf dem Spiel: er musste drei Legs für sich entscheiden, um gegenüber Williams die Oberhand zu behalten. Mit einem 88er-Checkout legte Rock gut los, Humphries konterte mühelos per 14-Darter. Danach ermöglichte „Rocky“ seinem Konkurrenten aufgrund von vier Patzern auf die Doppel das Break. Humphries legte ein 72er-Finish hinterher, nutzte danach zwei Breakchancen jedoch nicht aus. Rock rettete sich mit dem letzten Dart in der Hand auf der Doppel-5 und benötigte nur noch einen Leggewinn zum Weiterkommen. Sein großes Ziel realisierte Rock schon kurz darauf durch ein 121er-Finish auf der Doppel-14. Beim Zwischenstand von 3:3 waren damit alle offenen Fragen geklärt: Humphries und Rock landeten auf den ersten beiden Plätzen, Williams hatte dementsprechend das Nachsehen. Natürlich wurde die laufende Begegnung noch zu Ende gespielt. Rock kam immer besser in Fahrt, beendete zwei 15-Darter mit Checkouts in Höhe von 76 sowie 87 Punkten und machte auf diese Art und Weise den 5:3-Sieg perfekt.

Grand Slam of Darts


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