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Price und Cross überleben in den K.O.-Duellen Matchdarts

Am Montagabend fielen beim Grand Slam of Darts die letzten Entscheidungen in den Gruppen A bis D. Ein enorm wichtiges Match wartete auf den einzigen deutschen Teilnehmer Martin Schindler: im direkten Duell mit Ex-Weltmeister Rob Cross wurde ein Ticket für das Achtelfinale vergeben. Das Schicksal von Mensur Suljovic stand ebenfalls noch nicht fest, höchstwahrscheinlich würde ihm gegen Danny Noppert nur ein Sieg weiterhelfen. Besonders im Blickpunkt stand zudem der Titelverteidiger: um nicht bereits nach der Gruppenphase rauszufliegen, musste Gerwyn Price zwingend gegen Dave Chisnall gewinnen.

Perfekte Gruppenphase für van Duijvenbode und van Barneveld

In den ersten beiden Partien der neuen Woche wurde nur um die goldene Ananas gespielt. Nach zwei Siegen stand Dirk van Duijvenbode sicher in der nächsten Runde, für seinen Gegner Adam Gawlas hatte sich dieses Thema bereits erledigt. Nachdem die ersten beiden Legs des Abends bereits als Break gewonnen worden waren, patzte Gawlas dreimal auf Doppel und ermöglichte dem Niederländer ein weiteres Break. Umgekehrt lief es wenig später, van Duijvenbode warf zweimal am äußeren Ring vorbei und kassierte das 2:2. Der „Titan“ brachte sich anschließend durch ein 86er-Finish erneut in Führung und schaffte es danach erstmals, den eigenen Anwurf nach Hause zu bringen. Mit einem hervorragenden 11-Darter sicherte sich Gawlas noch seinen dritten Leggewinn, danach machte van Duijvenbode mit einem 83er-Finish den Deckel drauf. Er entschied auch das dritte Match in diesem Turnier für sich und beendete die Gruppe D als Tabellenerster.

Wer wie Raymond van Barneveld Dave Chisnall und Gerwyn Price bezwingt, hat sich den Einzug ins Achtelfinale definitiv verdient. In seinem letzten Gruppenspiel gegen den bereits ausgeschiedenen Ted Evetts konnte es der fünfmalige Weltmeister vor diesem Hintergrund entspannt angehen. An die bisherigen starken Leistungen knüpfte „Barney“ in dieser Partie zunächst nahtlos an. Er legte mit einem 11-Darter los und bestätigte das frühe Break auf der Doppel-16. Es folgte ein 14-Darter zum 3:0. Evetts erhielt erst im Anschluss daran seinen ersten Versuch auf Doppel, verfehlte allerdings Tops. Im fünften Leg leistete sich Evetts zwei weitere Patzer. Van Barneveld stellte sich mit 126 Restpunkten vors Oche, traf zunächst zweimal die Triple-19 und besiegelte den Whitewash mit dem in der Doppel-6 verwandelten Matchdart.

Noppert und Whitlock kommen auf Kosten von Suljovic weiter

Danach flogen in der Gruppe B die Pfeile. Simon Whitlock hatte die Möglichkeit, mit einem Sieg über Außenseiter Christian Perez einen gewaltigen Schritt in Richtung K.O.-Runde zu gehen. Allerdings gelang Perez im Auftaktleg sofort ein Break, hierfür hatte er 91 Zähler ausgemacht. Whitlock verpasste wenige Aufnahmen danach aufgrund von zwei Fehlwürfen auf Doppel die direkte Antwort und holte seinen ersten Leggewinn erst anschließend per 13-Darter. Der „Wizard“ hatte nun endgültig ins Spiel hineingefunden und drehte die Partie mit einem weiteren 13-Darter sowie einem 14-Darter zu seinen Gunsten. Perez stoppte den Lauf seines Gegners mit einem 15-Darter und kam damit zum 3:3. Schlussendlich hatte aber Whitlock den längeren Atem. Der Australier versenkte seinen zweiten Matchdart einige Minuten später in der Doppel-13 und holte sich zwei wichtige Punkte.

Dieses Ergebnis setzte Mensur Suljovic unter Druck: der Wiener musste Danny Noppert mit mindestens 5:3 bezwingen, um das Weiterkommen zu schaffen. „The Gentle“ verlor das erste Leg und reagierte darauf mit einem 77er-Finish. Doch Noppert holte sich seine Führung sofort wieder zurück, sodass Suljovic keinerlei Spielraum mehr hatte. Der Österreicher hielt seine Hoffnungen mit einem 15-Darter am Leben und durfte sich im fünften Leg bei seinem Gegner bedanken, der vier Chancen zur Vorentscheidung in der Gruppe in den Sand gesetzt hatte. Bereits wenige Momente später verpasste Noppert seinem Gegner aber doch den endgültigen Knockout. „The Freeze“ traf die Doppel-20 zum Rebreak und besiegelte mit dem 3:3 sein Weiterkommen. Die beiden darauffolgenden Durchgänge wurden ebenfalls gegen den Anwurf gewonnen, das neunte und letzte Leg der Partie entschied Noppert für sich. Der Niederländer beendete die Gruppenphase mit der maximalen Punkteausbeute, Whitlock landete auf Rang zwei. Dagegen musste Suljovic die Heimreise antreten.

Danach hieß es für Gerwyn Price und Dave Chisnall Alles oder Nichts – nur für den Sieger dieser Begegnung war ein Platz in der Runde der Letzten 16 reserviert. Dabei stand naturgemäß vor allem der Titelverteidiger unter massivem Druck. „Chizzy“ verpasste im Auftaktleg die Doppel-11 für ein 124er-Checkout. Price war sofort hellwach, beendete einen 11-Darter mit einem 87er-Finish und erzielte ein frühes Break. Doch Chisnall antwortete hervorragend: bei 122 Restpunkten landete sein dritter Pfeil absolut mittig im Bullseye. Aufgrund von vier Fehlern auf die Doppel verlor Price das dritte Leg der Partie, umso wichtiger war daher sein 99er-Checkout über 19 und zweimal Tops wenige Aufnahmen später. Per 14-Darter holte sich Chisnall seine Führung zurück, für die direkte Antwort genügte dem „Iceman“ sogar ein Wurf weniger. Beim Stand von 3:3 war die Spannung fast greifbar. Eine vergebene Möglichkeit auf dem Bullseye kostete Price das siebte Leg. Chisnall hatte sich mit einer perfekten 174er-Aufnahme 32 Rest gestellt, traf wenige Augenblicke später die Doppel-8 und ging damit den vorletzten Schritt. Zwei Matchdarts brachte „Chizzy“ kurz darauf jedoch nicht in der Doppel-20 unter. Price rettete sich auf der doppelten 5 und erzwang das alles entscheidende neunte Leg. Den Decider spielte Price gegen den Anwurf im Stile eines Weltranglistenersten. Er warf 140, 140 sowie 134 Punkte und checkte die übriggebliebenen 87 Zähler zum 12-Darter. Nach zwei überlebten Matchdarts zog der Vorjahressieger damit doch noch in die nächste Runde ein.

Ashton bleibt erneut sieglos – Cullen folgt Smith ins Achtelfinale

Jetzt richtete sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer in Wolverhampton auf die Gruppe C. Zuerst an der Reihe waren hier Joe Cullen und Lisa Ashton in einem rein englischen Duell. Die erste Duftmarke setzte Ashton, mit ihrem 80er-Finish bestrafte sie zwei Patzer des Gegners und erzielte gleichzeitig ein frühes Break. Auch das zweite Leg wanderte auf das Konto der „Lancashire Rose“. Danach hatte Cullen erstmals Grund zur Freude, er verkürzte auf 1:2. Ashton stellte den alten Abstand umgehend wieder her, leistete sich danach aber drei folgenschwere Fehlwürfe auf die Doppel-8. Cullen rettete sich nach eigenen Problemen in dieser Situation auf der doppelten 1, ehe ihm ein sehenswertes 158er-Checkout den 3:3-Ausgleich einbrachte. Der „Rockstar“ bestätigte dieses Break und befand sich kurz vor dem Sieg. Wenig später stand das Resultat endgültig fest, Cullen gewann mit 5:3. Er rückte damit vorübergehend auf den zweiten Rang der Gruppe, musste aber noch den Ausgang der nächsten Partie abwarten.

Im letzten Match der Gruppe C trafen nun Michael Smith und Ritchie Edhouse aufeinander. Der Letztgenannte benötigte einen klaren Erfolg, um noch an Cullen vorbeizuziehen. Dagegen wollte der beim Grand Slam seit 15 Gruppenspielen ungeschlagene Smith den ersten Tabellenplatz absichern. Der „Bully Boy“ holte sich das erste Leg und nutzte danach drei Fehler seines Konkurrenten zu seinen Gunsten. Smith blieb auch in den nächsten Minuten am Drücker, legte einen 13- sowie einen 12-Darter hinterher und stand kurz vor einer perfekten Gruppenphase. Durch ein 86er-Checkout verhinderte Edhouse zumindest den Whitewash, mehr war heute gegen einen stark aufspielenden Gegner aber nicht drin. Smith platzierte den fünften Matchdart in der Doppel-10, gewann locker mit 5:1 und kam dabei auf einen Average von gut 102 Punkten. Der Vizeweltmeister beendete die Gruppe C an der Spitze, Cullen erreichte als Zweiter die nächste Runde.

Um bei seiner vierten Teilnahme am Grand Slam erstmals die Gruppenphase zu überstehen, hatte Martin Schindler nur noch eine Aufgabe vor sich: er musste sich im direkten Duell mit dem Weltranglistensiebten Rob Cross behaupten. Ein 13-Darter brachte Schindler zum frühestmöglichen Zeitpunkt ein Break ein. Anschließend überstand „The Wall“ zwei Breakdarts gegen sich unversehrt und erhöhte durch ein eigenes 64er-Finish auf 2:0. Schon wenig später hatte Schindler erneut Grund zum Jubeln: er zeigte einen weiteren 13-Darter und produzierte damit sein zweites Break. Erst danach verbuchte auch Cross die erste erfolgreiche Aktion: er checkte 121 Punkte auf der Doppel-14 zum 1:3 aus seiner Sicht. Schindler schien davon unbeeindruckt und startete mit zwei 180ern ins fünfte Leg. Wenige Momente später unterliefen ihm jedoch seine ersten drei Fehler auf die Doppelfelder. Cross bestrafte ihn auf der Doppel-18 und verringerte seinen Rückstand. Umso wichtiger war daher aus der Sicht des Deutschen der Treffer in der Doppel-8 kurz darauf – Schindler war somit nur noch ein einziges Leg von seinem großen Ziel entfernt. Jetzt zeigte der 26-jährige jedoch Nerven: vier Matchdarts brachte er nicht in den anvisierten Doppelfeldern unter. Cross hielt sich auf der Doppel-4 im Wettbewerb, holte sich danach per 13-Darter das dringend benötigte Break und durfte das Entscheidungsleg beginnen. Bei Schindler lief in dieser wichtigen Situation nichts mehr zusammen, von den vergebenen Matchdarts hatte er sich offensichtlich nicht erholt. Cross hatte daher leichtes Spiel und versenkte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-4. „Voltage“ drehte unter gütiger Mithilfe des Gegners ein 0:3 und 2:4 zum Sieg, für Schindler war eine der bittersten Niederlage seiner Karriere gleichbedeutend mit dem Turnieraus.

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