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Suljovic und Schindler verlieren das erste Gruppenspiel

Vom heutigen 12. November an wird in Wolverhampton der Grand Slam of Darts 2022 ausgetragen. An der 16. Auflage eines der wichtigsten Turniere der PDC nehmen 32 Spieler teil, darunter mit Martin Schindler und Mensur Suljovic zwei aus dem deutschsprachigen Raum. Titelverteidiger ist der dreifache Grand Slam-Champion Gerwyn Price, der wie üblich gemeinsam mit Michael van Gerwen und Peter Wright zu den Topfavoriten zählt. Gespielt wird bei diesem Event zunächst im Gruppenformat, in der Session am Samstagnachmittag waren die Gruppen A bis D im Einsatz. Alle Partien der Gruppenphase werden im Modus „Best of 9 Legs“ absolviert.

Eröffnet wurde das Turniergeschehen in der Gruppe B: dort trafen die beiden ehemaligen Grand Slam-Halbfinalisten Simon Whitlock und Mensur Suljovic aufeinander. Der Australier traf im Auftaktleg die Doppel-1. Auch die beiden darauffolgenden Legs wanderten auf sein Konto, wobei ihm ein 90er-Bullfinish das 3:0 einbrachte. Danach zeigte sich der „Wizard“ jedoch nicht mehr so effizient, sowohl im vierten als auch im fünften Leg ließ er eine Chance aus. Suljovic spielte selbst einen 13- sowie einen 16-Darter und lag nur knapp hinten. Ein Fehlwurf auf der Doppel-16 kam den Wiener anschließend aber teuer zu stehen. Whitlock ging auf der doppelten 8 den vorletzten Schritt und machte schließlich per 12-Darter alles klar – Suljovic startete mit einer 2:5-Pleite in das Turnier.

Auch Martin Schindler musste sich auf seinen ersten Auftritt in Wolverhampton nicht lange gedulden. Der Deutsche nahm zum vierten Mal in seiner Karriere am Grand Slam teil und wollte in diesem Jahr erstmals die Gruppenphase überstehen. Er traf heute auf Dirk van Duijvenbode. Mit seinem 78er-Finish machte Schindler den Anfang. Der „Titan“ verteidigte sein erstes Anwurfleg ebenfalls und legte zudem eindrucksvoll nach. Dem 13-Darter zum Break folgte ein noch besserer 12-Darter, den van Duijvenbode mit einem 127er-Bullfinish beendete. Doch Schindler hielt weiter dagegen und kam immer besser in Fahrt. Ein 14- sowie ein 15-Darter brachten „The Wall“ den 3:3-Ausgleich ein. Ein echtes Highlight gelang Schindler kurz darauf, als er 133 Zähler via Triple-19, Triple-16 und Doppel-14 löschte. Wenig später erhielt Schindler einen Matchdart, platzierte diesen jedoch neben der doppelten 16. Van Duijvenbode rettete sich Sekunden später auf der Doppel-9 und stellte im nun folgenden Decider seine ganze Klasse unter Beweis. Der 58er-Aufnahme zu Beginn folgten zwei 180er sowie ein perfekt ausgeführtes 83er-Finish. Der brillante 11-Darter brachte van Duijvenbode den knappen Sieg ein, Schindler stand trotz überzeugender Leistung mit leeren Händen da.

Spaziergang für Cullen – van Barneveld schlägt Chisnall

Im dritten Match wollte Joe Cullen seiner Favoritenrolle gegen Ritchie Edhouse gerecht werden. Ein souveränes 74er-Finish brachte Cullen frühestmöglich ein Break ein, welches er mühelos bestätigen konnte. Erst nachdem der „Rockstar“ sich das darauffolgende Leg ebenfalls gesichert hatte, kam auch Edhouse zum Zuge. Die Freude über das direkte Rebreak zum 1:3 währte bei ihm aber nur kurz. Cullen lieferte mit einem 13-Darter die passende Reaktion und machte schließlich dank eines 72er-Checkouts den Deckel drauf. Mit dem 5:1-Erfolg gelang Cullen ein perfekter Start in den Wettbewerb.

Genau wie im letzten Jahr auch hatte es Raymond van Barneveld über das Qualifikationsturnier zum Grand Slam of Darts geschafft. Dort wurde der fünffache Weltmeister einer schwierigen Gruppe zugelost: neben Gerwyn Price und Ted Evetts war auch sein heutiger Gegner Dave Chisnall Teil der Gruppe A. „Chizzy“ erwischte im ersten Durchgang die Doppel-5 und profitierte danach von gleich sieben Patzern seines Konkurrenten. Im dritten Leg war es dann aber Chisnall, der dem Gegner mit sechs Fehlwürfen auf die Doppel einen Gefallen tat. Wenige Minuten später glich „Barney“ zum 2:2 aus, ehe sich Chisnall mit einem 13-Darter seine Führung zurückholte. Van Barneveld sorgte schnell für den erneuten Ausgleich und produzierte danach mit einem starken 12-Darter ein enorm wichtiges Break. Weil Chisnall im darauffolgenden Leg zwei weitere Darts am äußeren Ring vorbeigesetzt hatte, blieb van Barneveld der Decider erspart. Der Niederländer versenkte den fünften Matchdart in der Doppel-10 und gewann mit 5:3.

Cross zündet nach dem 0:2 den Turbo, Noppert überlebt einen Matchdart

Danach trafen in der Gruppe D Rob Cross und Adam Gawlas aufeinander. Die ersten beiden Legs entschied Gawlas mit jeweils 17 Darts für sich, danach steigerte sich Cross jedoch erheblich. Der ehemalige Weltmeister kam mit einem 11- sowie einem 13-Darter blitzartig zum Ausgleich und absolvierte danach mit 14 Darts ein weiteres gutes Leg. Ein 12-Darter, inklusive 87er-Finish, brachte Cross dann den vierten Leggewinn in Serie ein. Erst danach erhielt auch Gawlas wieder Versuche auf Doppelfelder, zwei Chancen genügten dem Tschechen jedoch nicht aus. Cross brachte den ersten Matchdart in der Doppel-20 unter und vollendete den klaren 5:2-Sieg.

Als Sieger der Asian Championship hatte sich Christian Perez sowohl für den Grand Slam of Darts als auch für die Weltmeisterschaft im Dezember qualifiziert. Bei seinem Grand Slam-Debüt forderte der Philippine Danny Noppert heraus. Der Niederländer erlebte einen positiven Start, schnappte sich sofort ein Break und ließ diesem einen 13-Darter folgen. Auf der Doppel-20 holte sich Perez dann seinen ersten Leggewinn, ehe Noppert dank eines 124er-Checkouts wieder davonzog. Nachdem Perez wieder verkürzt hatte, verteidigte Noppert per 13-Darter erneut souverän sein eigenes Anwurfleg. Beim Zwischenstand von 4:2 stand „The Freeze“ damit bereits kurz vor dem Sieg. Doch Perez kämpfte sich zurück ins Match. Er machte zunächst 95 Punkte aus und erzielte danach mit einem 12-Darter das dringend benötigte Break. Im dadurch notwendigen Entscheidungsleg erhielt Perez einen einzigen Matchdart, sein Pfeil landete jedoch neben der Doppel-18. Noppert kam daher mit einem blauen Auge davon und entschied die Partie doch noch knapp mit 5:4 für sich.

Klare Angelegenheit für Price, auch Smith fährt zwei Punkte ein

Drei der letzten vier Auflagen dieses Turniers wurden von Gerwyn Price gewonnen. Selbstverständlich war der Weltranglistenerste auch in diesem Jahr einer der Hauptfavoriten. Zum Auftakt musste Price gegen den amtierenden Juniorenweltmeister Ted Evetts antreten. Evetts hatte die ersten beiden Legs bereits verloren, als er erstmals die Möglichkeit zu einem eigenen Leggewinn erhielt. Auf dem Bullseye war er jedoch nicht erfolgreich, sodass der „Iceman“ auf 3:0 erhöhen konnte. Danach nahm das Warten für Evetts ein Ende, ein starker 11-Darter brachte ihm das erste Erfolgserlebnis ein. Price schenkte dem keine Beachtung, stellte den alten Abstand umgehend wieder her und brachte die Partie unmittelbar danach mit einem eigenen 11-Darter zum Abschluss. Zum deutlichen 5:1-Erfolg verhalf dem Titelverteidiger ein Average von gut 101 Punkten.

Beendet wurde die erste Turniersession mit dem Duell von Michael Smith und Lisa Ashton – bei ihren bisherigen drei Grand Slam-Teilnahmen hatte die Engländerin kein einziges Match gewonnen. Im Auftaktleg überstand Ashton zwei Breakdarts gegen sich unbeschadet, den gegnerischen Anwurf im zweiten Durchgang konnte sie aber nicht in Gefahr bringen. Nachdem auch die beiden darauffolgenden Legs fair aufgeteilt worden waren, setzte Smith ein echtes Ausrufezeichen. Er löschte 142 Punkte über Triple-20, Bullseye und Doppel-16 und holte sich das erste Break. Dieser Vorteil war jedoch nur von kurzer Dauer. Im sechsten Leg jagte Smith vier Darts an den anvisierten Doppelfeldern vorbei, sodass mit dem 3:3 wieder alles offen war. Letzten Endes hatte jedoch der „Bully Boy“ den längeren Atem. Er holte sich erst auf der Doppel-20 seine Führung zurück und machte mit dem daran anschließenden 12-Darter den Sack zu. Smith gelang durch den 5:3-Erfolg ein erfolgreicher Start in die Gruppe C, Ashton war dagegen auch in ihrem zehnten Match beim Grand Slam of Darts unterlegen.

Grand Slam of Darts


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