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Sherrock besiegt Suljovic deutlich

Der zweite Teil der Achtelfinals beim Grand Slam of Darts 2021 hatte einige Highlights zu bieten. Zuallererst ist dabei Fallon Sherrock zu nennen, die nach ihrem unglaublichen Weiterkommen nachlegen wollte – das Duell mit Mensur Suljovic hatte dabei eine Vorgeschichte. Auch der Klassiker zwischen Michael van Gerwen und Gary Anderson im letzten Match des Tages schürte hohe Erwartungen. Darüber hinaus kam es zum Aufeinandertreffen von Titelverteidiger José de Sousa und Mitfavorit Peter Wright, zuvor eröffneten noch Joe Cullen und Michael Smith den Donnerstagabend.

Doppelprobleme in der Anfangsphase kommen Cullen teuer zu stehen

Ohne ernsthafte Probleme hatten Michael Smith und Joe Cullen ihre jeweiligen Gruppen überstanden. Heute erhofften sich die Zuschauer ein temporeiches und hochklassiges Duell zwischen den beiden Engländern. Cullen leistete sich gleich im allerersten Leg drei Fehlwürfe auf Doppel und musste folglich ein frühes Break gegen sich einstecken. Nachdem Cullen auch das zweite Leg verloren hatte, meldete er sich mit einem 14-Darter erstmals zu Wort. Durch ein 76er-Finish stellte Smith den alten Abstand umgehend wieder her. Kurz darauf verpasste er allerdings sechs Chancen, um den Vorsprung auszubauen. Der „Rockstar“ konnte daher trotz sieben eigener Fehler rechtzeitig zur ersten Pause auf 2:3 verkürzen. Im Anschluss daran setzte Smith zwei weitere Möglichkeiten in den Sand und durfte sich über den Ausgleich nicht mehr beschweren. Die nächsten Fehler, nämlich drei Stück auf der Doppel-18, unterliefen anschließend wiederum Cullen. Der „Bully Boy“ bestrafte dies mit einem 74er-Checkout und legte dem damit erzielten Break einen 13-Darter hinterher. Durch ein eigenes 77er-Finish kam Cullen wieder heran, doch Smith glänzte unmittelbar danach mit einem 11-Darter und sorgte für den Zwischenstand von 6:4.

Auch im Anschluss an die zweite Pause traten weiterhin Unsicherheiten auf die Doppelfelder auf. So setzte Smith im elften Durchgang vier Pfeile am Doppelring vorbei, Cullen einige Minuten später drei Darts. Für diese Fehler bedankte sich Smith mit einem Treffer in der Doppel-20, sodass ihn nur noch zwei Legs von der nächsten Runde trennten. Während Cullen keinen Weg zurück ins Spiel fand, drückte Smith zum Ende hin kräftig aufs Gaspedal. Er startete mit zwei 180ern ins 15. Leg und hatte folglich nur noch 141 Punkte übrig. Auch seine nächsten beiden Würfe waren perfekt, erst der neunte und wichtigste flog außen an der Doppel-12 vorbei. Stattdessen machte Smith den Deckel erst eine Aufnahme später drauf. Der vierte Matchdart steckte in der Doppel-12 und brachte Smith den 10:5-Erfolg ein.

Der Vorjahressieger unterliegt im Entscheidungsleg

Im zweiten Match bekam es Titelverteidiger José de Sousa mit der Nummer zwei der Welt, Peter Wright, zu tun. Bereits im Auftaktleg leistete sich de Sousa einen seiner typischen Rechenfehler. Weil er diesen mit der folgenden Aufnahme nicht ausbügeln konnte, kassierte er sofort ein Break. „Snakebite“ zeigte im Anschluss daran einen starken 12-Darter. De Sousa schüttelte sich kurz, holte sich per 14-Darter seinen ersten Leggewinn und stellte im weiteren Verlauf durch ein 76er-Finish Parität her. Noch vor der Unterbrechung sicherte sich der Portugiese auch ein drittes Leg nacheinander. In der zweiten Session konzentrierten sich beide Profis erfolgreich auf die eigenen Anwürfe, ließen währenddessen allerdings auch immer wieder einzelne Breakchancen liegen. So verfehlte de Sousa das Bullseye im achten Leg sehr deutlich, Wright die Doppel-12 nur kurze Zeit später relativ knapp. Erst beim ausgeglichenen Zwischenstand von 4:4 setzte sich wieder ein Spieler ab. Es war de Sousa, der sich ohne größere Probleme zwei Legs nacheinander sicherte und deswegen mit einem Vorsprung im Rücken in die Kabine ging.

Wright kehrte verbessert und mit sechs perfekten Darts zurück auf die Bühne. Einige Augenblicke später löschte der Schotte 76 Punkte, kurz darauf fielen ihm 68 Zähler zum Opfer. Wiederum nur kurze Zeit später übernahm Wright erstmals seit längerer Zeit die Führung. Zu diesem Zweck machte er 80 Punkte aus. „The Special One“ antwortete jedoch sofort und glich durch einen 14-Darter zum 7:7 aus. Nachdem de Sousa seinen eigenen Anwurf im 15. Durchgang verteidigt hatte, ließ er drei Breakdarts und damit die potenzielle Vorentscheidung liegen. In der Schlussphase taten sich beide Spieler äußerst schwer, dies galt gleichermaßen für die Triple- wie für die Doppelfelder. Wright ging mit einem 82er-Finish zwar den vorletzten Schritt, setzte seine ersten fünf Matchdarts jedoch vorbei. De Sousa rettete sich trotz erheblicher eigener Schwierigkeiten auf der Doppel-10 und forcierte das alles entscheidende 19. Leg. Dort konnte der Titelverteidiger den Vorteil des Anwerfens nicht zu seinen Gunsten nutzen. Wright übernahm früh die Kontrolle und leistete sich in diesem Fall auch keine Patzer auf den Doppelfeldern. Am Ende zählte für Wright nur der knappe 10:9-Sieg, die Performance hatte allerdings eine Menge Luft nach oben.

Das 170er-Finish von Fallon Sherrock wird vielen Dartsfans noch lange in Erinnerung bleiben. Es war der Grund dafür, dass die Engländerin als erste Frau überhaupt im Achtelfinale des Grand Slam stand. Dort traf sie auf Mensur Suljovic, den sie bei der WM vor knapp zwei Jahren besiegt hatte – für den Wiener war es also die ideale Gelegenheit zur Revanche. Er erlebte einen positiven Start und entschied die ersten beiden Legs weitgehend ungefährdet für sich. Danach meldete sich Sherrock eindrucksvoll zu Wort. Erst beendete sie einen 11-Darter mit einem 100er-Finish, unmittelbar danach einen 12-Darter mit einem 124er-Bullfinish. Die Engländerin sammelte schließlich noch ein drittes Leg hintereinander ein und nahm einen knappen Vorsprung mit zum Pausentee. Direkt nach der Unterbrechung glich Suljovic zwar aus, einige Minuten später landeten jedoch ganze fünf seiner Darts neben der Doppel-14. Sherrock konnte dieses Geschenk gar nicht ausschlagen und produzierte kurz darauf selbst das Break, als sie 90 Punkte auf dem Bullseye checkte. Die „Queen of the Palace“ sammelte per 13-Darter sogar noch ein drittes Leg in Serie ein, ehe Suljovic mit einem Treffer in der Doppel-20 aus seiner Sicht Schlimmeres verhinderte. Den 4:6-Rückstand musste „The Gentle“ natürlich dennoch akzeptieren.

Auf der anderen Seite ließ Sherrock auch nach der zweiten Pause nicht locker. Mit 16 sowie 15 Darts brachte sie zwei weitere Legs auf ihre Seite, sodass sie dem Sieg immer näher kam. Suljovic fand dagegen kein Mittel, hatte auch im nächsten Durchgang das Nachsehen und stand kurz vor dem Ausscheiden. Mit einem 106er-Highfinish zögerte Suljovic seine Niederlage immerhin hinaus, verhindern konnte er sie aber nicht mehr. Sherrock verlor keine Zeit mehr, versenkte den zweiten Matchdart in der Doppel-9 und feierte einen ungefährdeten 10:5-Erfolg.

Van Gerwen entscheidet hochklassiges Duell gegen Anderson für sich

Zum Abschluss der Achtelfinals wartete noch ein echter Klassiker auf die Zuschauer in Wolverhampton: Michael van Gerwen und Gary Anderson standen sich zum insgesamt 65. Mal am Dartboard gegenüber. Der Niederländer eröffnete die Partie mit einem starken 11-Darter. Auf dieses Break gegen sich hatte Anderson aber die passende Antwort parat: er löschte 124 Punkte auf dem Bullseye. Nachdem die nächsten beiden Legs ebenfalls fair aufgeteilt worden waren, warf Anderson sechs perfekte Darts. Diese bildeten die Grundlage für einen 12-Darter, mit dem der Schotte seinen 3:2-Vorsprung perfekt machte. Nach der ersten Unterbrechung überstand van Gerwen einen Breakdart gegen sich unbeschadet. Auf den erneuten Rückstand wenige Minuten später reagierte der dreifache Grand Slam-Sieger mit einem 116er-Highfinish. Van Gerwen legte nun einen Zwischenspurt ein, machte mit einem 14- sowie einem 15-Darter weiter und hatte sich mit dem 6:4 erstmals ein Polster von zwei Legs erarbeitet.

Nachdem Anderson seinen Rückstand verringert hatte, setzte er zwei Breakdarts in den Sand. Für van Gerwen blieben daher fünf eigene Fehlwürfe folgenlos. Ähnlich stellte sich die Situation in den beiden darauffolgenden Legs dar. Bei eigenem Anwurf kam Anderson wieder heran, diesmal ließ ihm van Gerwen kurz darauf allerdings keine Chance. Er beendete einen 11-Darter mit einem 82er-Checkout und hatte den Sieg mit dem 8:6 zumindest in Sichtweite. Danach startete Anderson einmal mehr einen Angriff, der Ausgleich sollte ihm aufgrund eines vergebenen Breakdarts jedoch erneut nicht gelingen. Stattdessen brachte sich van Gerwen soweit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. „Mighty Mike“ ließ seine ersten vier Matchdarts liegen und musste noch eine Ehrenrunde drehen. Entscheidende Auswirkungen auf den Ausgang dieser Partie hatte dieses Missgeschick aber nicht. Das lag auch daran, dass Anderson eine Chance vergab, um den Decider herbeizuführen. Somit konzentrierte sich van Gerwen nochmal kurz, verwandelte den sechsten Matchdart in der Doppel-8 und bejubelte den 10:8-Sieg.

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