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Knappe Niederlage: Brooks bringt Price fast ins Stolpern

Am Mittwochabend startete beim Grand Slam of Darts 2021 die K.O.-Phase. Nachdem gestern die letzten Gruppenspiele ausgetragen worden waren, stand heute die erste Hälfte der Achtelfinals auf dem Programm. Den Anfang machten dabei Ryan Joyce und Rob Cross, ehe der Österreicher Rowby-John Rodriguez James Wade herausforderte. Danach waren noch die beiden Topspieler aus Wales im Einsatz: Gerwyn Price traf auf Bradley Brooks, Jonny Clayton duellierte sich mit Nathan Rafferty. Absolviert wurde die Runde der Letzten 16 im Format „Best of 19 Legs“.

Nach dem 2:3 dreht Cross vollkommen auf

Eröffnet wurde der insgesamt fünfte Spieltag des Grand Slam of Darts von den beiden Engländern Ryan Joyce und Rob Cross. Das erste Leg des gesamten Abends ging mit 14 Darts an Joyce, der amtierende Europameister benötigte für die Antwort nur einen Wurf mehr. Wenig später scheiterte Cross allerdings knapp an 151 Restpunkten. Zusammenfassend wurden in der ersten Session alle Legs vom jeweils anwerfenden Spieler gewonnen, sodass Joyce knapp mit 3:2 vorne lag. Cross kehrte furios auf die Bühne zurück und beendete einen 12-Darter mit einem 121er-Checkout auf der Doppel-14. Er legte mit dem ersten Break des Tages nach und übernahm gleichzeitig erstmals die Führung.

Darauf ruhte sich Cross allerdings nicht aus, er hielt stattdessen das hohe Niveau aufrecht. Zunächst bestätigte er das kurz zuvor geschaffte Break, unmittelbar danach zeigte er ein 84er-Finish über Triple-16 und Doppel-18. Mit einem 14-Darter ging noch ein fünftes Leg in Serie an „Voltage“, der sich dadurch einen komfortablen 7:3-Vorsprung erarbeitet hatte. Auch nach der zweiten Unterbrechung machte Cross nahtlos weiter, durch ein 116er-Highfinish schnappte er sich ein weiteres Break. Schon wenige Minuten später erhielt der frühere Weltmeister den ersten Matchdart, er verfehlte das Bullseye zum Abschluss eines 170er-Checkouts jedoch knapp. Nach langer Wartezeit entschied Joyce damit wieder ein Leg für sich, mehr brachte er am heutigen Tag aber nicht zustande. Cross platzierte den vierten Matchdart in der anvisierten Doppel-8, gewann hochverdient mit 10:4 und war der erste Mann im Viertelfinale.

Wade lässt Rodriguez nicht den Hauch einer Chance

Danach wollte Rowby-John Rodriguez die Überraschung gegen den Vorjahresfinalisten James Wade vollbringen und den erstmaligen Sprung ins Viertelfinale schaffen. „Little John“ startete mit einem 14-Darter in die Partie, danach übernahm allerdings Wade das Kommando. Er antwortete zunächst mit einem eigenen 14-Darter, ehe er den Zuschauern Checkouts in Höhe von 70 sowie 120 Punkten präsentierte. Dass er letztlich sogar mit einem 4:1-Vorsprung in die erste Unterbrechung marschierte, hatte Wade einem dritten 15-Darter hintereinander zu verdanken.

Das bisherige Bild setzte sich auch nach der Pause fort. Wade punktete besser als sein Gegner und leistete ich auf seiner bevorzugten Doppel-20 kaum einen Fehler. Auf genau diesem Doppelfeld war Wade auch im sechsten und siebten Durchgang erfolgreich, im ersten Fall löschte er dabei 101 Punkte. Im Anschluss daran baute „The Machine“ den ohnehin schon deutlichen Vorsprung durch einen 13- und einen 18-Darter weiter aus. Nach einem 80er-Finish war Wade mittlerweile so weit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Beim Zwischenstand von 9:1 mussten beide Spieler nichtsdestotrotz nochmals von der Bühne herunter. Kurz vor Schluss feierte auch Rodriguez noch einen gelungenen Moment, als er sich mit dem höchstmöglichen Finish von 170 Punkten den zweiten Leggewinn sicherte. Weitere Erfolgserlebnisse kamen beim Österreicher nicht mehr hinzu, weil Wade wenig später den zweiten Matchdart in der Doppel-10 unterbrachte.

Im dritten Match des Abends wollte der zweifache Grand Slam-Sieger Gerwyn Price seine Favoritenrolle gegen Juniorenweltmeister Bradley Brooks unter Beweis stellen. Der Weltranglistenerste produzierte mithilfe eines 14-Darters frühestmöglich ein Break und war im direkten Anschluss daran für das erste große Highlight verantwortlich: er brachte 167 Punkte auf Null. Das dritte Leg musste Price zwar an seinen Gegner abgeben, den alten Abstand stellte er mit einem weiteren 14-Darter allerdings sofort wieder her. Im fünften Durchgang ließ Price zwei Chancen zu einem größeren Vorsprung liegen, sodass Brooks auf 2:3 aus seiner Sicht verkürzte. Nach der Unterbrechung ließ Brooks zwei Breakdarts zum Ausgleich ungenutzt. Price bedankte sich mit einem 70er-Finish und produzierte stattdessen nur kurze Zeit später seinerseits ein Break. Dieses ließ sich „Bam Bam“ allerdings nicht lange gefallen. Er erwischte im darauffolgenden Leg die Doppel-2, legte einen 15-Darter hinterher und lag nur noch knapp mit 4:5 in Rückstand. Den drohenden Ausgleich konnte Price mit einem 87er-Checkout verhindern.

Davon ließ sich Brooks jedoch nicht entmutigen. Zurück vor den Kameras glänzte der Engländer zunächst mit einem 127er-Highfinish, ehe er per 14-Darter für Parität sorgte. Price hatte Sekunden zuvor eine Möglichkeit auf der Doppel-20 vergeben, wenig später setzte der Weltmeister sogar zwei Chancen in den Sand. Brooks nutzte diese Fehlwürfe konsequent zu seinen Gunsten und lag mit dem 7:6 zum ersten Mal überhaupt in Führung. Von langer Dauer war dieser Zustand jedoch nicht, weil Price mit einem 120er-Checkout reagierte. Ein folgenschwerer Fehler unterlief Brooks im 15. Leg, als er drei Pfeile außen an der doppelten 14 vorbeiwarf. Price holte sich daher ein Break zu einem enorm wichtigen Zeitpunkt, bestätigte dieses auf der Doppel-6 und benötigte nur noch ein einziges Erfolgserlebnis zum Weiterkommen. Die ersten vier Matchdarts des Walisers waren nicht genau genug gezielt, sodass er noch ein Leg an seinen Konkurrenten abgeben musste. Danach gelang es Price jedoch, den Deckel draufzumachen. Er versenkte den insgesamt sechsten Matchdart in der Doppel-10 und feierte einen hart erkämpften 10:8-Erfolg.

Clayton erteilt Rafferty Anschauungsunterricht

Durch einen überraschenden Sieg im Entscheidungsspiel gegen Krzysztof Ratajski war es Nathan Rafferty gelungen, ins Achtelfinale einzuziehen. Ins Duell mit Jonny Clayton ging der Nordire als klarer Außenseiter hinein. Im Auftaktleg setzte Clayton mit einem 148er-Checkout das erste Ausrufezeichen. Auch Rafferty verteidigte sein erstes Anwurfleg mit einem Highfinish, in seinem Fall waren es 106 Zähler. Nachdem sich Clayton wieder in Front gebracht hatte, profitierte er davon, dass sein nordirischer Gegner vier Darts über die Doppel-5 warf. Das vor allem aus diesem Grund erzielte Break bestätigte „The Ferret“ mit einem 13-Darter, sodass er auf einen 4:1-Vorsprung blicken konnte.

Nach der Unterbrechung setzte Rafferty drei Pfeile an den gewünschten Doppelfeldern vorbei und musste weiter abreißen lassen. „The Natural“ zeigte allerdings eine starke Reaktion und machte nur wenige Aufnahmen später 124 Punkte auf der doppelten 11 aus. Davon ließ sich wiederum Clayton nicht beeindrucken. Er löschte zweimal hintereinander problemlos 25 Punkte und kam dem Viertelfinale damit Stück für Stück näher. Wenig später entschied Clayton auch noch ein drittes Leg in Serie zu seinen Gunsten, sodass er sich nach zehn absolvierten Legs eindeutig mit 8:2 in Führung befand. Um die beiden ihm noch fehlenden Legs einzusammeln, zeigte Clayton abschließend nochmals seine ganzes Klasse. Erst brillierte er mit einem 10-Darter, dann vollendete er einen 12-Darter mit einem 121er-Finish. Clayton feierte einen vollkommen ungefährdeten 10:2-Sieg, spielte dabei im Schnitt über 104 Punkte pro Aufnahme und wird im Viertelfinale auf seinen Landsmann Gerwyn Price treffen.

Grand Slam of Darts


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