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170er-Finish: Sherrock entreißt Clemens das Achtelfinalticket

Nachdem gestern Abend bereits vier Gruppen zum Abschluss gekommen waren, fielen am heutigen Dienstag die Entscheidungen in den Gruppen E bis H. Bereits vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert war lediglich Michael Smith, schon sicher ausgeschieden nur dessen Gegner Joe Davis sowie Mike De Decker. Allen anderen Akteuren stand die Tür damit noch offen. In einer guten Ausgangslage befand sich nach zwei Siegen Gabriel Clemens, der heute ein direktes Duell gegen Fallon Sherrock vor der Brust hatte. Auch Mensur Suljovic rechnete sich gute Chancen aufs Weiterkommen aus. Besonders gespannt waren die Zuschauer in Wolverhampton auf das letzte Match des Tages: nur der Sieger der Begegnung zwischen Gary Anderson und Raymond van Barneveld würde ins Achtelfinale einziehen.

Wie eingangs dargestellt, stand das Schicksal von Michael Smith und Joe Davis bereits vor dem heutigen Tag fest. Daher ging es für Smith vor allem darum, mit einem Sieg über seinen Landsmann den ersten Tabellenplatz abzusichern. Im ersten Leg des Tages leistete sich Smith ganze elf Fehler auf Doppel, das kassierte Break war damit folgerichtig. Der „Bully Boy“ antwortete umgehend mit einem 83er-Checkout und überstand danach einen Breakdart gegen sich unbeschadet. Ohne selbst besonders gut zu spielen, kontrollierte Smith dieses Match. Erst als er beim Stand von 4:1 zwei Matchdarts ausgelassen hatte, öffnete er seinem Gegner zumindest kurzzeitig die Tür. Davis bäumte sich auf und entschied trotz weiterhin offensichtlicher Probleme bei der Wurfbewegung noch zwei Legs zu seinen Gunsten. Danach hatte Smith jedoch genug gesehen. Er verwandelte den vierten Matchdart in der Doppel-20 und feierte den dritten Sieg im dritten Spiel.

Gruppe G: Cullen und van Gerwen lösen ihre Aufgaben souverän

Die nächsten beiden Partien waren der Gruppe G zugeordnet, zuerst waren Lisa Ashton und Joe Cullen im Einsatz. Während ein Erfolg für den „Rockstar“ gleichbedeutend mit seinem Weiterkommen wäre, benötigte Ashton einen sehr deutlichen Sieg, um überhaupt noch im Rennen zu bleiben. Die Engländerin erlebte mit einem, durch einen 15-Darter zustande gekommenen, Break einen positiven Start. Doch Cullen ließ das nicht lange auf sich sitzen und antwortete mit sechs perfekten Darts, die die Basis für einen 14-Darter bildeten. Anders als zuvor wurden die beiden darauffolgenden Legs vom jeweils beginnenden Spieler gewonnen. Mit einem 64er-Checkout holte sich Cullen seine Führung wieder zurück, ehe er für die Vorentscheidung sorgte. Das in diesem Moment per 12-Darter geschaffte Break bestätigte der Engländer, indem er seinen zweiten Matchdart in der doppelten 16 versenkte. Der 5:2-Erfolg brachte Cullen erstmals ins Achtelfinale des Grand Slam.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel der Gruppe G war damit unkompliziert. Nur ein 5:0-Sieg würde John Henderson in die nächste Runde bringen, bei jedem anderen Ergebnis würde Michael van Gerwen den entsprechenden Platz einnehmen. Die offene Frage war schon nach wenigen Aufnahmen beantwortet. Van Gerwen überstand einen Breakdart gegen sich unversehrt, traf selbst die doppelte 3 und machte damit sein Weiterkommen offiziell. Diesem Leggewinn ließ der Niederländer einen 15-Darter zum Break folgen. Henderson konterte sofort mit einem 110er-Highfinish. Van Gerwen ließ sich davon nicht stören, stellte den alten Abstand sofort wieder her und profitierte im fünften Durchgang davon, dass der „Highlander“ zwei Breakchancen nicht ausnutze. Das größte Highlight hatte sich der Weltranglistendritte bis ganz zum Schluss aufgehoben. Er löschte 125 Zähler über Bullseye, Single-Bull und Bullseye und besiegelte damit den klaren 5:1-Sieg.

Suljovic wird Erster - der Titelverteidiger zittert sich ins Achtelfinale

Ab jetzt stand die Gruppe F im Zentrum der Aufmerksamkeit. Sollte Mensur Suljovic mit 5:3 oder deutlicher gegen Matt Campbell gewinnen, wäre er unabhängig vom Ausgang der nächsten Begegnung eine Runde weiter. Die Chancen des Kanadiers auf das Weiterkommen waren dagegen nur noch theoretischer Natur, er selbst durfte in diesem Zusammenhang maximal ein Leg verlieren. Im Auftaktleg profitierte Suljovic von zwei Fehlern des Gegners und kam mit einem eigenen 70er-Finish über Triple- und Doppel-14 frühestmöglich zum Break. Der Wiener erhöhte seinen Vorsprung vollkommen problemlos auf 2:0. Da Campbell weiterhin keinen Zugang zu dieser Partie fand, drehte Suljovic auch im weiteren Verlauf einsam seine Kreise. Er zeigte Checkouts von 76 und sowie 87 Punkten und stand mittlerweile ganz kurz vor der Ziellinie. Campbell verfehlte kurz darauf die Doppel-18 für ein 156er-Finish und war damit nicht mehr imstande, die Höchststrafe zu verhindern. Suljovic machte das 5:0 und damit den Einzug in das Achtelfinale mit seinem ersten Matchdart auf der doppelten 15 perfekt. Die Statistiken unterstrichen die starke Leistung von „The Gentle“: er warf im Schnitt fast 106 Punkte pro Aufnahme und leistete sich keinen einzigen Fehlwurf auf Doppel.

Danach wurde es für José de Sousa und Luke Humphries ernst. Der Titelverteidiger benötigte drei gewonnene Legs, um Suljovic ins Achtelfinale zu folgen. Im Umkehrschluss bedeutete dies, dass Humphries seinerseits mit mindestens 5:2 siegreich sein musste. Der Engländer verbuchte einen hervorragenden Start in die Partie. Er holte sich sofort ein Break und bestätigte dieses mit einem 68er-Finish. Kurze Zeit später landete de Sousa einen wichtigen Treffer in der Doppel-7. Humphries antwortete ohne zu Zögern mit einem 13-Darter und ließ diesem ein 117er-Highfinish folgen. Beim Zwischenstand von 4:1 fehlte Humphries also nur noch ein einziges Leg, um sein Ziel zu verwirklichen. Kurz bevor es zu spät war, bäumte sich der Portugiese auf. Er produzierte das sofortige Rebreak, sodass jetzt ein einziges Leg über Alles oder Nichts entschied. Diese Situation konnte Humphries nicht angemessen bewältigen, er traf erst mit dem 18. Wurf ein großes Triplefeld. De Sousa hatte daher leichtes Spiel, erwischte die Doppel-20 und sicherte sich das so dringend benötigte dritte Erfolgserlebnis. Vor diesem Hintergrund wurde es zur Nebensache, dass Humphries die Partie wenig später mit seinem vierten Matchdart beendete und einen letztlich wertlosen 5:3-Sieg einfuhr.

Wright fügt De Decker die nächste deutliche Niederlage zu

Im sechsten Spiel des Dienstagabends hatte Peter Wright sein Schicksal gegen den bereits ausgeschiedenen Mike De Decker in der eigenen Hand. Ein Sieg würde den Schotten sicher in die K.O.-Runde vorrücken lassen. In der Anfangsphase musste Wright zwei brenzlige Situationen überstehen. Erst scheiterte De Decker haarscharf an 161 Punkten, einige Minuten später warf er ähnlich knapp an der Doppel-16 vorbei. Der Weltranglistenzweite war in beiden Situationen der Nutznießer, machte anschließend mit einem 14-Darter weiter und hatte mehr als die Hälfte der Strecke bereits zurückgelegt. Wright verlor keine weitere Zeit und gönnte seinem Kontrahenten keinen einzigen Leggewinn. Die letzte Aktion des Schotten war ein 90er-Finish über 18, Doppel-18 und Doppel-18.

Im finalen Duell der Gruppe E trafen Gabriel Clemens und Fallon Sherrock aufeinander. Der Saarländer besaß dabei einen großen Vorteil: er musste nicht gewinnen, sondern benötigte lediglich vier Legs, um weiterzukommen. Auf der anderen Seite musste die „Queen of the Palace“ mit 5:3 oder deutlicher gewinnen, um abermals Darts-Geschichte zu schreiben und als erste Frau die Gruppenphase beim Grand Slam zu überstehen.

Weil sich Sherrock im allerersten Leg mehrere Unsicherheiten geleistet hatte, startete Clemens mit einem frühen Break in die Begegnung. Auf der doppelten 16 schlug Sherrock unmittelbar zurück. Nachdem auch das dritte Leg der Partie als Break gewonnen worden war, gelang es Clemens als erstem Spieler, den eigenen Anwurf nach Hause zu bringen. Sherrock hatte Augenblicke zuvor deutlich am Bullseye vorbeigeworfen und stand in Anbetracht des Zwischenstands von 1:3 bereits massiv unter Druck. Mit diesem Druck ging die Engländerin allerdings herausragend um. Sie zeigte zunächst einen 12-Darter, ehe sie unter Druck stehend mit einem 141er-Highfinish glänzte – Clemens hatte selbst nur noch 76 Punkte übriggehabt. Auf der Doppel-20 gewann Sherrock noch ein drittes Leg in Serie, sodass jetzt 501 Punkte darüber entschieden, wer am Ende das Achtelfinale erreichen würde. Clemens hatte den Vorteil des Anwerfens und positionierte sich nach zwölf Würfen bei 68 Rest, doch Sherrock durfte mit 170 Restpunkten zuerst ans Oche treten. Sie traf die Triple-20 mit dem ersten Dart, jagte den zweiten hinterher und versenkte den dritten tatsächlich im Bullseye. Dieses unfassbare Checkout brachte die Halle zum Explodieren. Fallon Sherrock feierte einen 5:3-Sieg und erreichte damit auf Kosten von Gabriel Clemens den zweiten Tabellenplatz.

Anderson zu stark – „Barneys“ Rückkehr endet nach der Gruppenphase

Zum Abschluss der Gruppenphase durften sich alle Zuschauer noch auf einen echten Klassiker freuen. Nur der Sieger der Partie zwischen Gary Anderson und Raymond van Barneveld würde den letzten Platz im Achtelfinale besetzen, der Verlierer am Ende dagegen mit leeren Händen dastehen. Auf das im ersten Leg kassierte Break reagierte „Barney“ mit einem hervorragenden 11-Darter. Auch der dritte Durchgang wurde gegen den Anwurf gewonnen, wobei Anderson nur einen Wurf mehr benötigte als sein Gegner im vorhergehenden Leg. Der Schotte bestätigte das auf diese Weise geschaffte Break mit einem 80er-Checkout und hatte sich mit dem 3:1 ein kleines Polster aufgebaut. Der Niederländer verkürzte zwar, doch Anderson ging unmittelbar danach mit einem 14-Darter den vorletzten Schritt. Während van Barneveld keinen Weg zurück ins Match fand, ließ sich Anderson den Sieg nicht mehr nehmen. Er brachte den dritten Matchdart in der Doppel-3 unter und erreichte als letzter Spieler das Achtelfinale.

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