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Joyce und Price erreichen als Erste das Achtelfinale

Am zweiten Tag des Grand Slam of Darts 2021 wurden die zweiten Gruppenspiele ausgetragen, am Nachmittag zunächst in den Gruppen A bis D. Dabei trafen die Gewinner und Verlierer der gestrigen Partien jeweils aufeinander – während Erstere einen großen Schritt in Richtung K.O.-Runde machen konnten, standen Letztere bereits unter großem Druck. Dies galt auch für Martin Schindler, der im ersten Spiel des Sonntags unbedingt gegen Nathan Rafferty gewinnen musste. Entspannter stellte sich die Lage dagegen bei den Mitfavoriten Rob Cross, Gerwyn Price und Jonny Clayton dar, die bereits zwei Punkte in der Tasche hatten und heute nach Möglichkeit nachlegen wollten.

Zweite Niederlage: Schindler ist vorzeitig ausgeschieden

Auch begründet durch zahlreiche ausgelassene Chancen hatte sich Martin Schindler gestern eine deutliche 1:5-Niederlage eingefangen. Dadurch befand er sich bereits in einer schwierigen Situation. Um die Hoffnung aufs Achtelfinale am Leben zu erhalten, war ein Sieg über Nathan Rafferty zwingend erforderlich. Schon im allerersten Leg musste Schindler einen Schlag in die Magengrube verkraften. Er verfehlte selbst drei Doppelfelder und durfte sich ein 112er-Highfinish seines Kontrahenten ansehen. Im zweiten Leg profitierte der Deutsche allerdings von mehreren Fehlern aufseiten Raffertys, sodass er das direkte Rebreak produzierte. Die nächsten beiden Legs wurden dann ohne besondere Vorkommnisse vom jeweils anwerfenden Spieler eingesammelt. Im fünften Leg versuchte sich Schindler an 73 Restpunkten, überwarf sich jedoch, da er statt der Doppel-5 die Single-12 erwischte. Weil er diese Restpunktzahl auch im zweiten Anlauf nicht auf Null bringen konnte, kassierte er letztlich ein Break zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Rafferty legte auf der doppelten 10 nach und benötigte nur noch ein Leg zum Sieg. Wenig später machte „The Natural“ diesen auch offiziell. Er checkte 81 Punkte auf der Doppel-13 und entschied das Duell mit 5:2 für sich.

Auch Rusty-Jake Rodriguez bleibt punktlos

Trotz einer ansprechenden Leistung musste sich Rusty-Jake Rodriguez gestern Jonny Clayton geschlagen geben. Heute bekam er es mit dem erfahrenen Mervyn King zu tun, der ebenfalls einen Fehlstart in das Turnier erlebt hatte. Der Engländer eröffnete die Begegnung mit einem 15-Darter, profitierte danach von einem Patzer des Österreichers und sicherte sich ein frühes Break. Seinen guten Beginn setzte King anschließend mit einem starken 11-Darter fort. Danach meldete sich allerdings auch Rodriguez eindrucksvoll zu Wort. Er zeigte erst einen 13-Darter und ließ diesem einen 12-Darter, inklusive 107er-Checkout, folgen. Wenig später landete sein Versuch mitten in der Doppel-10 und brachte ihm den 3:3-Ausgleich ein. King setzte der ungewollten Serie von drei verlorenen Legs hintereinander danach ein Ende und hatte wenig später bei 164 Rest die erste Möglichkeit, die Partie zu seinen Gunsten zu beenden – sein Matchdart landete allerdings deutlich neben dem Bullseye. Sekunden später zeigte Rodriguez Nerven aus Stahl, er benötigte für 100 Restpunkte nur zwei Darts und sorgte damit für das entscheidende neunte Leg. Dort ließ King seinem Gegner keine Chance mehr. Während Rodriguez noch bei 290 Restpunkten stand, produzierte King ohne jeden Druck ein 145er-Highfinish, das ihm den 5:4-Sieg einbrachte.

Wade und Bunting fahren wichtige Siege ein

Es folgte das Verlierer-Duell der Gruppe C zwischen James Wade und Boris Krcmar. Im Premierenleg präsentierte Wade den Zuschauern ein 122er-Highfinish auf der doppelten 7, dem er ein 76er-Checkout folgen ließ. Erst als Wade im dritten Durchgang zwei Chancen ausgelassen hatte, kam Krcmar zu seinem ersten Erfolgserlebnis. Aufgrund von drei Fehlern auf Doppelfeldern gelang es dem Kroaten allerdings nicht, das zuvor geschaffte Break zu bestätigen. Dagegen entschied „The Machine“ auch das sechste Leg der Partie für sich und hatte den wichtigen Sieg bereits kurz vor Augen. Im Anschluss daran zeigte Krcmar zwar noch einen 15-Darter, dabei handelte es aber um reine Ergebniskosmetik. Gleich mit dem ersten Matchdart machte Wade wenig später den 5:2-Erfolg amtlich.

Danach wollten Chris Dobey und Stephen Bunting ihren ersten Sieg im laufenden Wettbewerb einfahren. Trotz zehn Fehlwürfen auf Doppelfelder entschied Dobey das erste Leg der Partie für sich. Nachdem Bunting mit einem 15-Darter zu seinem ersten Leggewinn gekommen war, holte sich „Hollywood“ seine Führung per 13-Darter wieder zurück. Bunting ließ sich allerdings nicht abschütteln und zeigte in dieser Phase zwei 15-Darter hintereinander – mit Letzterem war „The Bullet“ dabei für das erste Break der Partie verantwortlich. Dobey blieb davon vollkommen unbeeindruckt und lieferte die passende Antwort: ein 94er-Finish zum Abschluss eines 12-Darters brachte ihm das sofortige Rebreak und den 3:3-Ausgleich ein. Die Vorentscheidung fiel im darauffolgenden siebten Leg. Bunting nutzte das schwache Scoring des Gegners zu seinen Gunsten und produzierte das dringend benötigte Break. Diesen Vorteil gab Bunting nicht mehr ab, er verwandelte seinen vierten Matchdart nur wenig später in der Doppel-8 und feierte einen 5:3-Erfolg.

Ab jetzt folgten nur noch Duelle zwischen Spielern, die ihre Auftaktspiele erfolgreich bestritten hatten. Den Anfang machten hier Ryan Joyce und Rowby-John Rodriguez, die genau wie Dobey und Bunting zur Gruppe D gehören. Nachdem Rodriguez im Auftaktleg zweimal am äußeren Ring des Boards vorbeigeworfen hatte, blieb ihm für die nächsten Minuten nur die Nebenrolle. Das lag vor allem daran, dass Joyce einen hervorragenden Start in die Partie erwischte. Das im Auftaktleg geschaffte Break bestätigte „Relentless“ mit einem 78er-Finish. Mit 13 und 15 Darts gingen auch die nächsten beiden Legs in seine Richtung. Den drohenden Whitewash verhinderte der Österreicher erst, als er unter Druck 120 Punkte auf Null brachte. Auswirkungen auf den Spielverlauf hatte das aber nicht mehr. Joyce brillierte abschließend noch mit einem 11-Darter, besiegelte damit den 5:1-Erfolg und stand als erster Teilnehmer vorzeitig im Achtelfinale. Sein Average von 108,11 Punkten war der höchste im bisherigen Turnierverlauf.

Trotz Aufholjagd des Gegners: Cross bleibt makellos

Danach betraten Jim Williams und Rob Cross die Bühne in Wolverhampton. Den schlechten Start in die Begegnung hatte Williams sich selbst zuzuschreiben, weil er seine ersten drei Versuche auf Doppel in den Sand setzte. „Voltage“ nutzte diese Fehler zu seinen Gunsten und baute seinen Vorsprung durch einen 15-Darter im weiteren Verlauf bis auf 3:0 aus. Im vierten Durchgang scheiterte Williams knapp an 141 Punkten, sodass er weiter auf sein erstes Erfolgserlebnis warten musste. Dieses Warten nahm nun immerhin ein Ende. Als Cross bereits bei 40 Restpunkten zum Matchgewinn lauerte, machte Williams 126 Punkte auf dem Bullseye aus. Der Waliser schöpfte daraus neuen Mut und kämpfte sich zurück in die Partie. Nach einem überlebten Matchdart machte er im siebten Leg 65 Punkte aus, sodass er nur noch mit 3:4 im Hintertreffen war. Danach gelang es Cross jedoch, den Deckel drauf zu machen. Ein 72er-Finish machte seinen zweiten Sieg im zweiten Spiel perfekt.

Nach einer kurzen Pause folgte das Topspiel der Nachmittagssession zwischen Gerwyn Price und Krzystof Ratajski. Während der Pole sein erstes Spiel gegen Martin Schindler gestern souverän gewonnen hatte, tat sich der Turniersieger von 2018 und 2019 gegen Nathan Rafferty überraschend schwer und gewann erst, nachdem er einen Matchdart überlebt hatte. Die Nummer eins der Welt erlebte einen positiven Beginn und erarbeitete sich mit Checkouts von 65 sowie 74 Punkten einen ersten Vorsprung. Price präsentierte sich in dieser Partie hochmotiviert und -konzentriert. In den nächsten Minuten gelangen ihm weitere gute Finishes von 90 und 108 Zählern, sodass Price die Ziellinie bereits mit einem Bein überquert hatte. Ratajski erhielt erst im fünften Leg seinen ersten Versuch auf ein Doppelfeld, verpasste Tops aber knapp. Mehr Chancen bekam der Pole nicht mehr, weil Price den fünften Matchdart in der Doppel-2 versenkte und mit 5:0 gewann. Damit löste der „Iceman“ frühzeitig das Ticket für die nächste Runde. Dieses Resultat hatte gleichzeitig zur Folge, dass das Weiterkommen für Martin Schindler unmöglich wurde.

Clayton stellt einmal mehr seine starke Form unter Beweis

Ganz zum Abschluss fehlte nur noch das Duell zwischen Titelkandidat Jonny Clayton und Juniorenweltmeister Bradley Brooks. Der Weltranglistenachte startete mit einem 12-Darter, allerdings brachte auch Brooks sein erstes Anwurfleg sicher nach Hause. Der Letztgenannte war es auch, der unmittelbar danach für das erste Break der Partie sorgte. Clayton hatte kurz zuvor einen Dart an seiner bevorzugten Doppel-16 vorbeigeworfen, korrigierte dieses Missgeschick jedoch sofort mit einem 78er-Checkout. Im fünften Leg zeigte Brooks wiederum sein Können, 100 Punkte löschte er über 20 und zweimal Tops. Erneut gelang Clayton aber die direkte Antwort, mit einem 15-Darter stellte er den ausgeglichenen Zwischenstand von 3:3 her. Den längeren Atem sollte schlussendlich Clayton haben. Anders als zuvor verteidigte „The Ferret“ in diesem Fall sein eigenes Anwurfleg, ehe er ein brillantes achtes Leg absolvierte. Er beendete einen 12-Darter mit einem 121er-Bullfinish und tütete damit den 5:3-Erfolg ein.

Grand Slam of Darts


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