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Van Gerwen und Wright bezwingen die Gegnerinnen deutlich

Am Samstagabend ging das Turniergeschehen beim Grand Slam of Darts 2021 auch in den verbliebenen Gruppen E bis H los. Dabei wurden den Zuschauern in Wolverhampton zahlreiche Highlights geboten. Die beiden Titelkandidaten Michael van Gerwen und Peter Wright mussten mit Lisa Ashton beziehungsweise Fallon Sherrock gegen gefährliche Gegnerinnen antreten. Titelverteidiger José de Sousa startete in dieser Session ebenso in den Wettbewerb wie der frühere Doppelweltmeister Gary Anderson. Außerdem kehrte Raymond van Barneveld im letzten Match des Tages gegen Michael Smith auf die ganz große Bühne zurück. Aus deutschsprachiger Sicht durfte man zudem auch auf die Auftritte von Gabriel Clemens und Mensur Suljovic gespannt sein.

Start nach Maß: Clemens überzeugt auf ganzer Linie

Gabriel Clemens musste sich am heutigen Abend nicht lange in Geduld üben, für ihn war es schon im ersten Match der Session soweit. Bei seiner bereits dritten Teilnahme beim Grand Slam bekam es der Saarländer zum Auftakt mit Mike De Decker zu tun. Im Premierenleg überstand Clemens zwei Breakdarts gegen sich unbeschadet, im zweiten Leg sicherte er sich dann selbst ein frühes Break. Wenig später vergab der „German Giant“ allerdings zwei Möglichkeiten, um seinen Vorsprung weiter auszubauen. Davon ließ sich Clemens nicht verunsichern, mit einem 13-Darter stellte er den alten Abstand umgehend wieder her. Auf der anderen Seite war De Decker um eine direkte Antwort bemüht. So zeigte er im fünften Durchgang zwar sieben perfekte Darts, setzte wenige Augenblicke später jedoch einen Pfeil an der Doppel-16 vorbei. Clemens zeigte seine ganze Klasse, löschte 100 Punkte über 20 und zweimal Tops und sorgte damit für die Vorentscheidung. Folglich dauerte es nicht mehr lange, bis Clemens seinen zweiten Matchdart in der Doppel-8 platziert hatte und mit 5:1 gewann.

Danach war die Zeit für den Vorjahressieger gekommen. Auf seiner Mission Titelverteidigung wollte José de Sousa gegen Matt Campbell aus Kanada einen erfolgreichen Start erleben. „The Special One“ legte gut los und kam mit einem 101er-Highfinish frühestmöglich zum Break. Da Campbell im zweiten Leg knapp an 138 Restpunkten gescheitert war, konnte de Sousa sich auch dieses unter den Nagel reißen. Im Anschluss daran holte sich Campbell seinen ersten Leggewinn, vergab im nächsten Leg allerdings einen Breakdart, den er neben das anvisierte Doppelfeld warf. Im direkten Gegenzug löschte de Sousa 54 Punkte unorthodox via Doppel-14 und Doppel-13, um mit dem 3:1 den alten Abstand wiederherzustellen. Da sich Campbell im fünften Durchgang vier Fehler auf Doppel geleistet hatte, schien die Vorentscheidung gefallen. Diese Vermutung bewahrheitete sich schon kurze Zeit später. De Sousa machte zum Abschluss 80 Zähler aus und verbuchte einen souveränen 5:1-Erfolg.

Suljovic kann sich auf die Doppelfelder verlassen

Weiter ging es mit dem Aufeinandertreffen von Mensur Suljovic und Luke Humphries. Genau wie in der Partie zuvor handelte es sich um ein Spiel innerhalb der Gruppe F. In den ersten beiden Legs ließen beide Akteure je einen Breakdart liegen, sodass letzten Endes die eigenen Anwürfe verteidigt wurden. Nachdem in den beiden darauffolgenden Legs dasselbe Szenario stattgefunden hatte, glänzte „Cool Hand Luke“ im fünften Durchgang mit einem 122er-Highfinish zum Abschluss eines 12-Darters. Wenige Minuten später ließ Humphries eine wichtige Breakmöglichkeit jedoch ungenutzt. Stattdessen war es im darauffolgenden siebten Leg Suljovic, der das dringend benötigte Break vollbrachte. Humphries wollte unbedingt für den Decider sorgen und übte im achten Leg massiv Druck auf seinen Gegner aus, doch der Österreicher hielt dem stand. Suljovic nutzte seine einzige Möglichkeit auf der doppelten 16 nervenstark aus und jubelte über den hart erkämpften 5:3-Sieg. Dabei überzeugte „The Gentle“ vor allem mit seiner Doppelquote von gut 71 Prozent.

Im nächsten Match waren die Rollen klar verteilt: der frühere Doppelweltmeister Gary Anderson wollte sich gegen Joe Davis keinen Ausrutscher erlauben. Nach dem verlorenen ersten Leg glänzte Davis, der sich als Vize-Juniorenweltmeister für den Grand Slam qualifiziert hatte, mit einem perfekt ausgeführten 100er-Finish. Abgesehen von dieser Szene war jedoch offensichtlich, dass Davis mit einer Verletzung am Ellenbogen zu kämpfen hatte. Der vor allem dadurch begründete Average von unter 70 Punkten war natürlich nicht ausreichend, um Anderson ansatzweise gefährlich zu werden. Der „Flying Scotsman“ tat selbst nicht mehr als unbedingt nötig, um die Partie klar für sich zu entscheiden. Schlussendlich brachte ihm der zweite Matchdart den 5:1-Erfolg ein.

Im Anschluss daran folgten zwei Duelle aus der Gruppe G. Zuerst wurde der dreimalige Grand Slam-Sieger Michael van Gerwen von Lisa Ashton herausgefordert. Schon früh in der Partie machte van Gerwen deutlich, dass er zu keinen Kompromissen bereit war. Mit jeweils 14 Darts entschied er die ersten beiden Legs für sich, ehe auch das dritte Leg auf sein Konto wanderte. Ashton konnte mit diesem hohen Niveau nicht Schritt halten und erhielt letzten Endes im gesamten Match nicht einen Versuch auf Doppel. Nach nicht einmal zehn Minuten war die Partie bereits Vergangenheit. Van Gerwen triumphierte mit 5:0 und kam dabei auf einen Average von knapp 106 Punkten.

Cullen imitiert van Gerwen und siegt ebenfalls ohne Legverlust

Nun wollten Joe Cullen und John Henderson van Gerwen nacheifern und ebenfalls mit einem Sieg in die Gruppe G starten. Eröffnet wurde die Partie mit einem 14-Darter von „The Rockstar“. Das auf diese Weise produzierte Break bestätigte Cullen ohne Schwierigkeiten. Dagegen fand Henderson weiter keinen Zugang zu dieser Partie. Auch nach vier absolvierten Legs hatte der Schotte noch kein einziges Mal auf ein Doppelfeld zielen dürfen. Diese Tatsache änderte sich immerhin im fünften Durchgang, allerdings war keiner der vier Versuche von Henderson erfolgreich. Cullen schaute sich das in aller Ruhe an, verwandelte Sekunden später selbst seinen dritten Matchdart in der Doppel-16 und komplettierte damit den Whitewash.

Das vorletzte Match des ersten Spieltags schürte im Vorfeld besonders hohe Erwartungen: Peter Wright und Fallon Sherrock standen sich am Dartboard gegenüber. Der Weltranglistenzweite hatte das Auftaktleg bereits für sich entschieden, als er mit einem starken 11-Darter für Aufsehen sorgte. Das in diesem Moment kassierte Break konnte Sherrock umgehend korrigieren, ehe sie eine Chance zum 2:2-Ausgleich auf dem Bullseye verpasste. Die „Queen Of The Palace“ erhielt im fünften Durchgang erneut Chancen zur direkten Antwort, warf jedoch dreimal am Doppelring vorbei. Somit konnte Wright sechs eigene Fehler verschmerzen und doch noch auf 4:1 erhöhen. Auch im sechsten und gleichzeitig letzten Leg gelang es Sherrock nicht, zwei Möglichkeiten in Zählbares umzumünzen. Daher wurde es Wright möglich, bereits jetzt den ersten Matchdart in der Doppel-16 unterzubringen. Unterm Strich gelang „Snakebite“ damit ein deutlicher 5:1-Erfolg.

Van Barneveld unterliegt beim Comeback erst im Decider

Zum Abschluss feierte Raymond van Barneveld seine Rückkehr auf die Bühne des Grand Slam of Darts. Im letzten Match des ersten Spieltags duellierte sich der Turniersieger von 2012 mit Michael Smith. Per 15-Darter sicherte sich der „Bully Boy“ sofort ein Break, welches van Barneveld nicht lange auf sich sitzen ließ. Er checkte nacheinander 122 und 86 Punkte jeweils auf dem Bullseye. Danach ging Smith wieder dazwischen und glich durch einen 13-Darter zum 2:2 aus. Begünstigt durch zwei Fehlwürfe des Gegners legte Smith ein Break hinterher und brachte sich selbst in Führung. Jetzt war allerdings wiederum „Barney“ am Zug. Unter anderem mit einem 15-Darter sicherte er sich zwei Legs nacheinander, sodass ihm nur noch eines zum Auftaktsieg fehlte. Smith gab die Partie natürlich längst nicht verloren, brillierte im achten Durchgang mit einem 11-Darter und sorgte damit für das Entscheidungsleg. Dort schaffte es van Barneveld nicht, den Vorteil des Anwerfens zu seinen Gunsten zu nutzen. Stattdessen war es Smith, dessen 14. Wurf in diesem Leg in der Doppel-10 landete.

Grand Slam of Darts


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