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Gabriel Clemens ist ausgeschieden

Am Donnerstagabend fanden die letzten Partien der Gruppen A, C, E und G statt, und die Ausgangslage versprach eine ganze Menge Spannung. Abgesehen von Michael van Gerwen, der aufgrund seiner herausragenden Legdifferenz vorzeitig im Achtelfinale stand, hatten alle anderen heute spielenden 15 Akteure sowohl im positiven als auch im negativen Sinne (zumindest theoretisch) noch alle Möglichkeiten. In einer guten Situation befand sich Gabriel Clemens, der sein Weiterkommen im vorletzten Match des Tages gegen Adam Hunt weitgehend in der eigenen Hand hatte – selbiges galt auch für Michael Smith und Devon Petersen. Andere Spieler, zu denen auch Peter Wright, Gerwyn Price und Jonny Clayton gehörten, mussten heute noch mal alles investieren, um nicht vorzeitig auszuscheiden.

De Sousa und Smith sorgen für klare Verhältnisse

Für die ersten beiden Partien der Abendsession war die Gruppe C verantwortlich. Zuerst an der Reihe waren die bislang sieglose Lisa Ashton und José de Sousa, der aktuell auf Tabellenplatz drei positioniert war. „The Special One“ erlebte einen Start nach Maß und entschied die ersten drei Legs allesamt gefahrlos für sich. Ashton war bis hierhin nur hinterhergelaufen und hatte nicht einmal auf Doppel werfen dürfen, trat nun aber mit einem 64er-Finish erstmals in Erscheinung. Doch de Sousa antwortete direkt mit einem 13-Darter und ließ sich den Sieg jetzt auch nicht mehr nehmen. Gleich der erste Matchdart steckte in der Doppel-16 und brachte dem Portugiesen die wichtigen zwei Punkte ein. Ashton blieb dagegen auch bei ihrer zweiten Grand Slam-Teilnahme sieglos.

De Sousa lag nun also vorübergehend auf dem zweiten Tabellenplatz, konnte von Krzysztof Ratajski aber noch von diesem verdrängt werden – der Pole musste mindestens mit 5:2 gewinnen. Seinem Gegner Michael Smith reichten dagegen zwei Legs, um sich selbst weiterzubringen. Nachdem der Engländer in Führung gegangen war, setzte er in den nächsten beiden Durchgängen insgesamt fünf Pfeile an den Doppelfeldern vorbei. Ratajski übernahm dementsprechend mit einem 81er-Finish die Führung, doch Smith holte sich auf der doppelten 5 das sofortige Rebreak und hatte seine Hausaufgaben dadurch bereits erledigt. Von diesem Zeitpunkt an war das Match eine Einbahnstraße: Smith legte mit zwei 14-Dartern hintereinander nach und sorgte mit Letzterem auch für das Weiterkommen von de Sousa. Schon wenig später war das Match dann beendet, Smith glänzte noch mit einem 11-Darter und holte sich mit dem 5:2 – er kam unterm Strich auf einen 107er-Average – den dritten Sieg.

Drama pur in der Gruppe G: Price beweist seinen Kampfgeist

Nachdem die ersten Entscheidungen also gefallen waren, ging es mit der Gruppe G weiter. Hier war zuerst Jonny Clayton an der Reihe, er musste zwingend Mikuru Suzuki besiegen, um die Konkurrenz unter Druck zu setzen. Clayton gewann das Auftaktleg mit einem 94er-Finish via 18, Doppel-18 und Tops, ehe Suzuki sich im zweiten Leg bei 114 Punkten versuchte. Die amtierende Weltmeisterin erwischte auch die Triple-20, warf jedoch an der großen 14 vorbei und stellte sich selbst ein Bein. Clayton löschte in aller Ruhe 78 Punkte mit nur zwei Würfen und erhöhte mit einem 68er-Checkout auf 3:0. Der Waliser verlor seine 100-Prozent-Quote auf Doppelfelder erst im vierten Leg, doch Suzuki rutschte viel zu oft in das 1er- oder 5er-Segment ab und war zu weit weg, um ihn dafür zu bestrafen. So holte sich Clayton auf der Doppel-2 doch noch das Break und vollendete den Whitewash kurze Zeit später mit einem 110er-Highfinish. Durch dieses klare Resultat hatte sich Clayton für die Runde der Letzten 16 qualifiziert.

Das zweite Achtelfinalticket der Gruppe G wurde nun im direkten Duell zwischen Titelverteidiger Gerwyn Price und Ryan Joyce ausgespielt – es zählte für beide Profis hier und heute nur der Sieg. Der „Iceman“ legte gleich mit einer 177 los und checkte drei Aufnahmen später 124 Punkte zum Break, doch Joyce zeigte sich ebenso hellwach und konterte mit einem 126er-Checkout. Diesem 12-Darter konnte der Engländer einen 13-Darter zum 2:1 nachlegen. Das Partie befand sich auch im weiteren Verlauf auf einem großartigen Niveau, Price gelang im vierten Durchgang der nächste 12-Darter und mit 116 Punkten auch das nächste Highfinish. Joyce hielt weiter konsequent dagegen, verteidigte seinen Anwurf und erzeugte kurz darauf per 107er-Finish ein eminent wichtiges Break. „Relentless“ benötigte nur noch ein einziges Leg, setzte im siebten jedoch einen Matchdart knapp am Bullseye vorbei. Price rettete sich auf der Doppel-20, brachte sein daran anschließendes Anwurfleg durch und sorgte für das Entscheidungsleg – es ging jetzt buchstäblich um alles oder nichts. Während Price im Stile eines Weltklasse-Spielers mit einer 180 begonnen hatte, leistete sich Joyce einige Fehlwürfe in das 1er-Segment. Letztlich war Price‘ Vorsprung groß genug, schlussendlich war er nach 14 Würfen bei Null angekommen. Der Titelverteidiger gewann nach großem Kampf mit 5:4, kam auf einen Average von über 106 Punkten und musste dennoch einen Matchdart gegen sich überstehen.

White reicht ein einziger Sieg - Wright scheidet frühestmöglich aus

Ab jetzt wurde es für die Teilnehmer der Gruppe E ernst. Dirk van Duijvenbode war zuerst gegen den bislang punktlosen Ian White gefordert und wollte alles dafür tun, vor allem Peter Wright mit einem Sieg unter Druck zu setzen. Dabei ging es eigentlich ganz gut los, der Niederländer konterte den frühen 12-Darter seines Gegners mit einem eigenen 11-Darter. Doch White wollte auch seine Möglichkeit aufs Achtelfinale aufrechterhalten und holte sich mit einem 120er-Finish die Führung zurück. Wenig später erhöhte der Engländer per Break auf 3:1, ehe er mit einem 13-Darter den vorletzten Schritt ging. Von van Duijvenbode kam nun kaum noch Gegenwind, sodass „Diamond“ mit einem 132er-Highfinish auf der Doppel-6 alles klar machte. White spielte mit einem 108er-Average und einer Doppelquote von 100 Prozent eine überragende Partie, musste aber dennoch mit bangem Blick auf das nächste Match schauen.

Die Ausgangslage stellte sich nun ziemlich einfach dar. Devon Petersen war durch das vorangegangene Ergebnis sicher durch und konnte befreit aufspielen. Peter Wright musste zwingend mindestens drei Legs für sich entscheiden, andernfalls wäre White eine Runde weiter. Beide Akteure konzentrierten sich zunächst erfolgreich auf die eigenen Anwürfe, sodass es zum Zwischenstand von 2:1 pro Petersen kam. Doch dann zeigte Wright Nerven, als er ganze zehn Darts an diversen Doppelfeldern vorbeiwarf. Petersen leistete sich selbst fünf Fehlwürfe und kam schließlich doch zum Break. Petersen bestätigte dieses mit einem 13-Darter, sodass Wright nun mit dem Rücken zur Wand stand – er brauchte unbedingt noch zwei eigene Legs. Mit einem 64er-Finish holte sich „Snakebite“ zunächst das erste, ehe er gezwungen war, 155 Punkte von der Scheibe zu nehmen. Dies gelang dem Weltmeister auch beinahe, der dritte Dart landete um kaum mehr als einen Millimeter unter der Doppel-19. Dies war letztlich die entscheidende Szene. Petersen machte Sekunden später auf der Doppel-16 alles klar. Durch seinen 5:2-Sieg brachte der Südafrikaner White ins Achtelfinale, während Wright die Heimreise antreten musste.

Kaum zu glauben: Cullen schenkt Hunt das Achtelfinalticket

Zuletzt fehlte nur noch die Gruppe A, um die erste Turnierphase zu beenden. Wichtig wurde es jetzt für Gabriel Clemens, der mit einem Erfolg über Adam Hunt einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen könnte – mit einem zu-Null-Sieg wäre ihm dieses sogar gar nicht mehr zu nehmen. Der Saarländer erlebte einen Start genau so, wie er ihn sich erhofft hatte, und gewann die ersten beiden Legs mit jeweils 14 Darts. Da Hunt seinen Anwurf im darauffolgenden Durchgang nach Hause gebracht hatte, war das Thema Whitewash schnell erledigt, ganz im Gegenteil nutzte der Engländer einen Fehlwurf des „German Giant“ aus und stellte auf 2:2. Während Hunt anschließend sogar ein drittes Leg nacheinander eingefahren hatte, wirkte Clemens gehemmt. Sein Scoring war nicht so stark wie gewohnt, sodass er nur wenige Möglichkeiten auf Doppelfelder bekam. Da er im sechsten Leg das Bullseye relativ deutlich verfehlt und Hunt die Doppel-8 erwischt hatte, stand Clemens kurz vor der Niederlage und damit auch dem Turnieraus. Wenig später war es dann offiziell. Clemens verlor mit 2:5 und musste den Grand Slam nach der Gruppenphase verlassen. Dagegen war Hunt plötzlich mittendrin im Geschehen, musste aber noch das nächste und letzte Match abwarten.

Jetzt lag es vor allem an Joe Cullen. Würde der Engländer gegen den dreimaligen Turniersieger Michael van Gerwen vier oder natürlich auch fünf Legs gewinnen, wäre er eine Runde weiter. Sollte das nicht gelingen und van Gerwen mit mindestens 5:3 gewinnen, würde davon Adam Hunt profitieren. Nach einem ausgeglichenen Start, bei dem Cullen sein Anwurfleg mit einem 14-Darter verteidigt hatte, erhöhte van Gerwen die Schlagzahl und sicherte sich zwei Legs nacheinander. Cullen hatte nun nicht mehr viel Zeit zu einer Reaktion, meldete sich aber dennoch zurück. Er holte sich zunächst das sofortige Rebreak, profitierte dann von zwei Fehlwürfen dies Niederländers und stellte mit dem 3:3 Parität her. Nachdem van Gerwen sich die Führung problemlos zurückgeholt hatte, ging es für den „Rockstar“ jetzt um alles: er musste das nächste Leg gewinnen. Er startete mit einer 180 und erarbeite sich einen großen Vorsprung, ließ aber sechs Möglichkeiten liegen. Van Gerwen ließ das natürlich nicht ungestraft und machte auf der Doppel-18 alles klar. Cullen konnte sich das eigene Ausscheiden nur selbst vorwerfen, Hunt reichten am Ende zwei Punkte, um van Gerwen ins Achtelfinale zu folgen.

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