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Whitlock, Wade, Chisnall und Van den Bergh machen den Achtelfinaleinzug perfekt

Am zweiten Tag des Grand Slam of Darts wurden die zweiten Gruppenspiele ausgetragen, am Nachmittag zunächst in den Gruppen B, D, F und H. Dabei trafen die Gewinner und Verlierer der gestrigen Partien jeweils aufeinander – während Erstere einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale machen konnten, standen Letztere bereits unter großem Druck. Besonders gespannt durften die Zuschauer vor den Bildschirmen auf die Duelle zwischen Gary Anderson und Simon Whitlock, Rob Cross und Dave Chisnall sowie Nathan Aspinall und Dimitri Van den Bergh sein.

Eröffnet wurde die dritte Session von Ricky Evans und Wayne Warren. Während Evans gestern trotz ansprechender Leistung gegen den entfesselt aufspielenden Van den Bergh verloren hatte, lief beim BDO-Weltmeister überhaupt gar nichts zusammen: bei der 0:5-Klatsche gegen Aspinall kam er auf einen erschreckenden Durchschnitt von 70 Punkten. Auch heute ging es für Warren schlecht los, er ließ gleich sechs Breakdarts liegen. Schon im darauffolgenden Leg zeigte er aber vier perfekte Darts und verbuchte mit einem 15-Darter sein erstes Erfolgserlebnis. Der Waliser war deutlich besser drauf als gestern, übernahm mit einem weiteren 15-Darter die Führung und schnappte sich anschließend sogar noch ein drittes Leg nacheinander. Evans musste sich nun steigern und tat dies auch, einem 14-Darter ließ er ein 110er-Highfinish zum 3:3 folgen. Warren schaffte es nun nicht mehr, seinen Gegner weiter zu attackieren. Stattdessen holte sich Evans ohne ernsthafte Schwierigkeiten die nächsten beiden Legs und besiegelte das 5:3 mit einem 68er-Checkout.

Humphries und Searle überleben einen Matchdart

Weiter ging es mit dem Verlierer-Duell der Gruppe C zwischen Luke Humphries und Justin Pipe. Humphries, der gestern zwei Matchdarts vergeben hatte, produzierte gleich im Auftaktleg ein Break und überstand anschließend drei Breakdarts gegen sich unbeschadet. Pipe meldete sich kurz darauf mit einem 13-Darter erstmals zu Wort, doch „Cool Hand Luke“ hielt seinen Vorsprung mit einem 68er-Checkout weiter aufrecht. Pipe konterte diesen 14-Darter mit einem eigenen und beobachtete im nachfolgenden sechsten Leg, wie sein Kontrahent sechs Pfeile an diversen Doppelfeldern vorbeiwarf. Pipe erwischte nach ein paar eigenen Problemen die Doppel-8, brachte sein daran anschließendes Anwurfleg nach Hause und stand plötzlich kurz vor dem Sieg. Humphries fing sich aber gerade noch rechtzeitig und sorgte für das Entscheidungsleg. Dort bekam Pipe eine Möglichkeit zum Matchgewinn, verfehlte das Bullseye jedoch. Humphries ließ sich die Chance auf der doppelten 20 nicht entgehen und gewann schlussendlich mit 5:4.

Sowohl Adam Gawlas als auch Ryan Searle hatten ihre gestrigen Partien mit 3:5 verloren und wollten alles daran setzen, heute die ersten beiden Punkte einzusammeln. Die Anfangsphase ging ganz eindeutig an Searle. Der Engländer legte mit 14 und 11 Darts furios los und erhöhte mit einem weiteren 14-Darter sogar auf 3:0. Erst als Searle eine Möglichkeit zum 4:0 vergeben hatte, vermeldete Gawlas seinen ersten Leggewinn. Dies gab dem Tschechen spürbar Auftrieb, er erwischte in zwei aufeinander folgenden Legs die Doppel-16 und glich zum 3:3 aus. Searle beendete die Serie seines Gegners mit einem 15-Darter, doch Gawlas antwortete mit einem hervorragenden 12-Darter, inklusive 100er-Checkout. Somit musste das Entscheidungsleg absolviert werden, in dem Gawlas einen Matchdart auf der Doppel-16 vorbeisetzte. Searle erhielt bei 76 Restpunkten ebenfalls nur einen Matchdart, konnte diesen aber mitten in der Doppel-20 unterbringen.

Durrant erneut mit schwacher Leistung

Auch im vierten Match des Tages standen sich zwei Spieler gegenüber, die am ersten Spieltag eine Niederlage einstecken mussten. Dies war zum einen Damon Heta und zum anderen Premier League-Sieger Glen Durrant. Der Australier startete mit einem 80er-Finish in die Begegnung und profitierte anschließend von drei Fehlwürfen seines Gegners. Durrant erlebte also erneut einen schlechten Beginn und konnte auch zwei 180er im dritten Leg nicht ausnutzen, weil zwei weitere Pfeile neben den anvisierten Doppelfeldern landeten. Zwar gelang „Duzza“ kurz darauf mit einem 76er-Checkout das erste Erfolgserlebnis, doch Heta brachte seinen Anwurf im fünften Durchgang äußerst souverän nach Hause und benötigte mittlerweile nur noch ein Leg. Durrant war erneut weit von seiner gewohnten Leistung entfernt und konnte die nächste heftige Niederlage nun nicht mehr verhindern. Heta zeigte zum Abschluss einen ordentlichen 13-Darter und gewann klar und deutlich mit 5:1.

In verbliebenen vier Partien folgten jetzt nur noch Akteure, die gestern siegreich gewesen waren. Zuerst an der Reihe waren im Rahmen der Gruppe B Gary Anderson und Simon Whitlock. Der „Wizard“ erzielte frühestmöglich das erhoffte Break und bestätigte dieses mit einem 12-Darter ,inklusive 124er-Finish auf der Doppel-11. Auf der anderen Seite war Anderson die Knieverletzung erneut anzusehen, doch der Schotte startete selbst gar nicht schlecht und verkürzte durch ein 76er-Checkout auf 1:2. In der Folge leistete sich der zweifache Weltmeister jedoch einige größere Fehler: erst verfehlte er im vierten Durchgang die große 14, um einen Wurf aufs Bullseye zu erhalten; wenig später vergab er gleich vier Chancen auf Doppelfelder. Whitlock war in beiden Situationen eiskalt zur Stelle, sodass ihm ein daran anschließender 15-Darter genügte, um den 5:1-Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Durch die damit verbundenen zwei Punkte war Whitlock als erster Teilnehmer vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert.

In der Gruppe F hofften sowohl James Wade als auch Jermaine Wattimena darauf, ihr Punktekonto auf vier Zähler aufzustocken. Mit diesem Plan im Hinterkopf erlebte der Niederländer den besseren Start, unter anderem mit einem 13-Darter entschied er die ersten beiden Legs für sich. Doch dann wachte Wade auf, spielte einen 14- und einen 15-Darter und stellte zügig Parität her. Da Wattimena anschließend zwei Möglichkeiten auf Doppel in den Sand gesetzt hatte, holte sich Wade auch ein drittes Leg nacheinander, ehe „The Machine“ mit einem 72er-Finish nochmals nachlegte. Mit dem Rücken zur Wand meldete sich Wattimena auf der doppelten 8 nochmal zurück, ließ kurz darauf jedoch zwei Chancen aus, um für den Decider zu sorgen. Wade ließ sich jetzt natürlich nicht zweimal bitten, verwandelte sofort in seiner favorisierten Doppel-20 und feierte einen 5:3-Erfolg. Dadurch zog auch Wade vorzeitig in die K.O.-Phase ein.

Cross und Aspinall haben noch Arbeit vor sich

Dave Chisnall musste in seinem Auftaktmatch mächtig kämpfen und sogar zwei Matchdarts überleben, um am Ende doch noch den Sieg einfahren zu können. Deutlich entspannter hatte es da sein heutiger Rob Cross, der gegen Justin Pipe locker mit 5:1 gewann. „Voltage“ erlebte auch heute einen positiven Start, verteidigte seinen ersten Anwurf und breakte seinen Gegner wenig später mit einem 114er-Highfinish. Nachdem „Chizzy“ mit einem 14-Darter aufgeschlossen hatte, sah sich Cross mit 170 Restpunkten konfrontiert, verfehlte das abschließende Bullseye aber relativ deutlich. Noch dicker kam es für ihn im fünften Durchgang, als er zwei Pfeile weit an der Doppel-18 vorbeisetzte. Chisnall bedankte sich mit einem Treffer in der doppelten 5, legte einen 15-Darter nach und stand kurz vor dem Sieg. Cross hätte die Partie sogar nochmal spannend machen können, patzte aber zwei weitere Male auf Doppel. Chisnall blieb dagegen auf der Doppel-20 fehlerfrei und machte mit dem 5:2 sein eigenes Weiterkommen bereits nach dem zweiten Match perfekt.

Für die beste Performance des Montags war zweifellos Dimitri Van den Bergh verantwortlich: der World Matchplay-Sieger kam bei seinem 5:1-Erfolg auf einen Average von 114,85 Punkten und stellte damit eine neue Bestmarke für den Grand Slam auf. Auch Nathan Aspinall gewann sein erstes Match sehr deutlich, wurde von Wayne Warren dabei aber nicht im Geringsten gefordert. Tatsächlich schien Van den Bergh seine gestrige Leistung zunächst nahtlos fortzuführen. Der „Dreammaker“ zeigte gleich ein 146er-Finish zum Break und ließ diesem 12- einen 13-Darter folgen. Aspinall erzielte wenig später sein erstes Erfolgserlebnis, ließ danach aber drei Breakdarts ungenutzt. Da „The Asp“ auch im darauffolgenden Durchgang gepatzt und sein belgischer Gegner im direkten Gegenzug 76 Punkte gelöscht hatte, stand er mit 1:4 aus seiner Sicht bereits kurz vor der Niederlage. Bei Aspinall funktionierte auf den Doppeln praktisch nichts, zwei weitere Fehler im sechsten Leg führten dazu, dass seine Doppelquote lediglich bei zehn Prozent lag. Van den Bergh verwandelte in der Folge seinen dritten Matchdart und war nach dem 5:1 ebenfalls vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert.

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