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Price und van Gerwen gewinnen auch ihr drittes Spiel

Nachdem gestern bereits vier Gruppen zum Abschluss gekommen waren, fielen heute beim Grand Slam of Darts 2019 die Entscheidungen in den Gruppen A, B, C und D. Bereits vorzeitig für die zweite Runde qualifiziert war nur Michael van Gerwen, fast allen anderen Akteuren stand die Tür in die nächste Runde noch offen. Hervorrangende Aussichten auf das Erreichen des Achtelfinals hatten dabei James Wade, Gerwyn Price und Gary Anderson.

Wade trotz Pleite im Achtelfinale

Für die ersten beiden Spiele des Dienstagabends waren nur die Akteure der Gruppe B zuständig. Im ersten Match benötigte Ian White einen Sieg über Wesley Harms, um das Weiterkommen perfekt zu machen. „Diamond“ legte nach diesem Motto los und entschied die ersten drei Durchgänge allesamt für sich. Harms holte sich danach mit einem 13-Darter sein erstes Leg, ehe White wenig später drei Mal auf Doppel patzte. Die Nummer eins der BDO-Rangliste nutzte das aus und stellte kurz darauf den 3:3-Ausgleich her. Da die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden – Harms holte seines mit einem 11-Darter – ging es in ein gerade für White wichtiges Entscheidungsleg. Dort zeigte White seine Klasse, benötigte als Anwerfer nur 14 Darts und erreichte durch das 5:4 erstmals die Runde der letzten 16 beim Grand Slam.

Genau dorthin wollte auch James Wade. Der Engländer entschied die ersten beiden Gruppenspiele für sich, konnte nichtsdestotrotz aber noch von seinem heutigen Gegner überholt werden. Damit dieser Fall eintrat, musste Steve Lennon mindestens mit 5:2 gewinnen. Dies gestaltete sich jedoch von Anfang an schwierig, weil Lennon das Auftaktleg verlor und im zweiten Durchgang zwei Breakchancen ausließ. Auch drei weitere Fehler im nächsten Leg nutzte „The Machine“ erfolgreich aus, führte mit 3:0 und hatte die Qualifikation fürs Achtelfinale bereits perfekt gemacht. Lennon konnte erst danach intervenieren und bis auf ein Leg herankommen, als er kurz darauf auch noch 89 Punkte von der Scheibe nahm, war der 3:3-Ausgleich Realität. „The Shamrock“ hatte nun komplett die Kontrolle übernommen, holte sich ein viertes Leg nacheinander und benötigte nur noch eines zum Sieg. Wade stoppte diesen Lauf per 14-Darter und sorgte für den Decider. Dort war Lennon der bessere Mann, erwischte die Doppel-14 und siegte mit 5:4. Wade konnte die Niederlage verschmerzen, weil er als Gruppenerster in die nächste Runde einzog.

Suzuki macht Thornton das Leben schwer

Danach folgte das einzige Match an diesem Abend, bei dem die sportliche Bedeutung nur in geringfügigem Maße vorhanden war. Der bereits qualifizierte Michael van Gerwen traf auf Ross Smith und wollte sich dabei für die Niederlage bei den European Championship revanchieren. Der Weltranglistenerste startete mit einem 12-Darter inklusive 100er-Finish und breakte wenige Momente später per 13-Darter. Weil van Gerwen einen weiteren 12-Darter hinterschob, verlor der „Smudger“ trotz eines eigenen 115er-Averages auch den dritten Durchgang. Erst als der Niederländer die Doppel-16 verfehlte, gelang es Smith, sein erstes Erfolgserlebnis zu erzielen. Van Gerwen erholte sich schnell davon und beendete seinen dritten 12-Darter mit einem 110er-Finish. Smith zeigte noch einen 13-Darter und zögerte die Niederlage heraus, dann machte van Gerwen aber den Deckel drauf – dies tat er selbstredend mit einem weiteren 12-Darter. Der Weltmeister gewann also auch sein drittes Match mit 5:2 und kam heute auf einen Schnitt von gut 111 Punkten.

Nun hatte Mikuru Suzuki mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren letzten Auftritt in Wolverhampton – zumindest für dieses Jahr. Um wesentlich mehr ging es für Robert Thornton, der seine Chancen auf die nächste Runde nur mit einem Sieg wahren konnte. Die amtierende Weltmeisterin verpasste zum Start eine Möglichkeit auf Bullseye. Thornton überstand drei eigene Fehler folgenlos, scheiterte kurz darauf jedoch haarscharf an einem 148er-Finish. Suzuki war auf der Doppel-14 erfolgreicher und holte ihr erstes Leg. „The Thorn“ zeigte sich kämpferisch und spielte in den Legs Nummer drei und fünf Highfinishes von 130 sowie 103 Punkten, zwischendurch hatte Suzuki ihr zweites Leg gewonnen. Die Japanerin war gut unterwegs, traf Tops wenig später ohne Mühe und glich zum 3:3 aus. Thornton brachte sich dann wieder in Front und hatte Glück, dass Suzuki eine Möglichkeit ausließ, um für das entscheidende Leg zu sorgen. Stattdessen verwandelte Thornton in der Doppel-10 und feierte einen enorm wichtigen 5:3-Erfolg.

Van den Bergh und O’Connor mit dem Turnieraus

Vor dem letzten Spiel der Gruppe C stellte sich die Lage folgendermaßen dar: Gerwyn Price reichten vier gewonnene Legs zum Weiterkommen, Dimitri Van den Bergh half nur ein Sieg. Bei einem 5:4 für den Belgier würden beide weiterkommen und Thornton nach Hause schicken. Van den Bergh startete denkbar schlecht und setzte im Eröffnungsleg vier Darts außen an der Doppel-16 vorbei. Price bedankte sich mit dem Break und ließ diesem einen 13-Darter folgen. Der „Iceman“ war weiterhin dominant und löschte kurz darauf 110 Punkte zum 3:0. Danach hatte Price sein Soll erfüllt und mit dem vierten Leggewinn das Weiterkommen besiegelt. Das Match musste natürlich zu Ende gespielt werden, wobei der „Dreammaker“ sein erstes Leg einsammelte. Price vergab anschließend die ersten drei Matchdarts, erlaubte sich wenig später aber keinen Fehler mehr. Er löschte 97 Punkte, gewann mit 5:2 und brachte sich selbst und Thornton ins Achtelfinale.

Auch in der Gruppe D stand gleich ein richtungsweisendes Duell auf dem Programm. William O’Connor wollte Dave Parletti schlagen und so einen großen Schritt in Richtung nächste Runde gehen. Nachdem die ersten beiden Durchgänge noch gerecht aufgeteilt wurden, war Parletti in den nächsten Minuten der erfolgreichere Spieler. Er brachte sein Anwurfleg nach Hause und profitierte danach von sechs Fehlern seines irischen Kontrahenten. Dieser verlor dann auch das fünfte Leg und lag dementsprechend schon mit 1:4 hinten. „The Magpie“ schnappte sich dann noch ein Leg, brachte aber nicht mehr zustande; stattdessen verwertete Parletti seinen ersten Matchdart und beendete sein Grand Slam-Debüt mit einem 5:2-Erfolg. O’Connor musste nun auf einen deutlichen Sieg von Anderson hoffen.

Lewis gewinnt sein Entscheidungsspiel

Genau dieser Gary Anderson war nun selbst im Einsatz, war aufgrund des vorangegangenen Resultates bereits sicher weiter und spielte ohne Druck. Sein Gegner Darren Webster benötigte zwei Leggewinne, um das zweite Ticket der Gruppe D zu ergattern. Der „Demolition Man“ setzte im Auftaktleg zwei Würfe auf Doppel in den Sand und kassierte frühestmöglich das Break. Der Engländer holte sich mit einem 13-Darter dann den dritten Durchgang und verkürzte auf 1:2. Anderson stellte wenig später den alten Abstand her, doch dann gelang Webster das aus seiner Sicht so wichtige Erfolgserlebnis: er machte 113 Punkte aus und brachte sich sicher in die nächste Runde. Webster spielte nun befreit auf, legte ein 110er-Finish zum Break nach und übernahm mit einem ebenfalls sicheren 64er-Checkout sogar die Führung. Anderson stoppte dann den Lauf seines Gegners und führte das Entscheidungsleg herbei. Dort machte es Webster richtig gut, benötigte nur 14 Würfe und gewann das Match mit 5:4.

Im letzten Match des Abends freuten sich die Zuschauer in Wolverhampton auf ein direktes Duell um das letzte Achtelfinalticket. Nur der Sieger der Partie zwischen Adrian Lewis und Jim Williams würde das Weiterkommen schaffen. „Jackpot“ startete mit einem 13-Darter gut ins Match, musste die nächsten beiden Legs aber dennoch an seinen Gegner abtreten. Anschließend unterlief Lewis auch noch ein gravierender Fehler, als er sechs Darts am äußeren Ring vorbeiwarf. Williams bedankte sich und erhöhte auf 3:1. Doch Lewis zeigte eine gute Reaktion, spielte Legs von 14 und 12 Darts und stellte Parität her. Nun leistete sich der Waliser einen kapitalen Patzer, bei 90 Rest verfehlte er mit dem zweiten Darts die große 20. Lewis nutzte dies eiskalt aus, erwischte die Doppel-6 und war mithilfe dieses Break nur ein einziges Leg vom Weiterkommen entfernt. Zum Abschluss zeigte der frühere Weltmeister dann seine ganze Klasse: mit einer 180 stellte er sich 113 Rest, die ihm mit der nächsten Aufnahme zum Opfer fielen. Lewis gewann das Entscheidungsmatch mit 5:3 und erreichte als letzter Spieler das Achtelfinale.

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