Suljovic verliert gegen Schindler und steht dennoch im Achtelfinale

Am Montagabend wurden beim Grand Slam of Darts der dritte und letzte Gruppenspieltag in den Gruppen E, F, G und H ausgetragen. Weltmeister Rob Cross stand bereits sicher im Achtelfinale, fast alle anderen Akteure dieser vier Gruppen hatten noch Chancen, dieses zu erreichen. Das galt auch für Max Hopp und Mensur Suljovic, die das Weiterkommen beide in eigener Hand hatten. Anders sah es bei Martin Schindler aus, dessen Möglichkeiten aufs Weiterkommen nach zwei Niederlagen nur noch theoretischer Natur waren.

Gruppe E: Hopp scheitert in der Gruppenphase

Nach einem Sieg und einer Niederlage in den ersten beiden Partien hatte Max Hopp heute noch alle Fäden in der Hand, durfte sich gegen Jim Williams jedoch keinen Ausrutscher leisten. Auf der Doppel-8 griff sich der „Maximiser“ das erste Leg, im zweiten Leg stellte er sich nach zwölf geworfenen Pfeilen 28 Restpunkte. Doch Williams ließ ihn nicht mehr ran, da er selbst 117 Punkte auslöschen konnte. Mit einem 83er-Checkout konnte der Waliser wenig später gar für das erste Break der Partie sorgen, dabei profitierte er auch von einem Fehler seines deutschen Kontrahenten auf Tops. Im vierten Leg lief es dann genau umgekehrt: Williams verpasste eine Möglichkeit auf Doppel und Hopp kam zum sofortigen Rebreak. Per 13-Darter konnte der „Maximiser“ dann wiederum die Führung übernehmen, überwarf sich ein Leg später aber bei 64 Restpunkten, weil er anstatt der Doppel-8 die Doppel-16 erwischte. Zusätzlich dazu nahm Williams Augenblicke später 74 Zähler von der Scheibe und glich zum 3:3 aus. Die beiden darauffolgenden Legs wurden dann noch geteilt, der Mann von der BDO gewann seines mit einem 10-Darter, sodass dieses Duell in ein ganz wichtiges Entscheidungsleg ging. Hopp durfte dieses zwar beginnen, startete aber lediglich mit 46 Punkten. Williams gelangen starke Scores von 140 und 134, wodurch er schnell das Kommando übernahm; letztlich beendete diese Partie mit einem 72er-Finish zum 14-Darter. Nach dieser knappen Niederlage blieb der deutschen Nummer eins Max Hopp nichts anders übrig, als auf einen hohen Sieg von Peter Wright im nächsten Spiel zu hoffen.

Der bisher noch ungeschlagene Peter Wright traf im letzten Spiel der Gruppe E auf Josh Payne. Während Wright durch das Ergebnis der ersten Partie dieser Gruppe bereits sicher im Achtelfinale war benötigte Payne drei Legs in diesem Match, um den zweiten Tabellenplatz einzunehmen. Auf der Doppel-9 holte sich der Engländer das erste Leg und legte wenige Minuten später per Break nach. Payne stand jetzt also kurz vor der Qualifikation zum Achtelfinale, vergab im dritten Leg aber vier Möglichkeiten hierzu. Wright verkürzte per Rebreak und glich kurze Zeit später auch zum 2:2 aus. Ein Leg später verpasste „Snakebite“ jedoch einen Breakdart auf das Bullseye, Payne erwischte die Doppel-5 und hatte sich dank dieses erfolgreichen Wurfes in die nächste Runde vorgespielt. Selbstverständlich musste aber auch dieses Match zu Ende gespielt werden, mit einem 76er-Checkout stellte der Weltranglistenzweite beim Stand von 3:3 wieder Parität her. Im folgenden Leg übernahm Payne wieder die Führung, ehe Wright kurz darauf 58 Punkte löschte und auf diese Weise das Entscheidungsleg herbeiführte. Zwar durfte Payne dieses beginnen, doch „Snakebite“ gelang in diesem Moment ein tolles Leg mit 14-Darter und brachte ihm den dritten Sieg im dritten Spiel ein. Auch Payne konnte mit der Niederlage sicherlich gut leben und steht in der nächsten Runde.


Gruppe F: Whitlock schnappt Durrant den zweiten Platz vor der Nase weg

Andrew Gilding und Glen Durrant eröffneten den dritten Spieltag in der Gruppe F. Mit einem 14-Darter verteidigte „Goldfinger“ das erste Leg bei eigenem Anwurf, ehe Durrant im zweiten Leg sogar noch einen Dart weniger benötigte und ausglich. Die Nummer eins der BDO vergab im zweiten Leg jedoch zwei Breakdarts und ließ auch im darauffolgenden Leg zwei Möglichkeiten liegen. Gilding erwischte in beiden Legs die Doppel-20 und lag mit 3:1 in Führung. Per 11-Darter legte Gilding sogar nach, doch „Duzza“ antwortete bei eigenem Anwurf mit einem 13-Darter für sein zweites Erfolgserlebnis. Im siebten Leg hatte Gilding nun die ganz große Chance zum Matchgewinn, ließ aber drei Matchdarts ungenutzt. Durrant verkürzte weiter und schnappte sich wenig später auch Leg Nummer acht, sodass diese Partie ins Entscheidungsleg ging. Nachdem Gilding einen weiteren Matchdart ausließ erhielt Durrant bei 121 Restpunkten seine einzige Chance zum Sieg, erspielte sich jedoch keinen Wurf auf ein Doppelfeld. So trat Gilding erneut vors Oche und brachte seinen insgesamt siebten Matchdart in der Doppel-8 unter. Nach der eigenen Niederlage war Glen Durrant nicht nur bitter enttäuscht, sondern auch komplett abhängig vom Ausgang der nächsten Partie. Für Gilding war dieser Sieg ein schöner Abschluss des Turniers, ausgeschieden war der Engländer dennoch.

Auf hochklassige Darts durfte man sich in Anbetracht der nächsten Partie freuen, mit Simon Whitlock und Gerwyn Price trafen zwei namhafte Spieler aufeinander. Die Ausgangslage war dabei eindeutig: während Price das Weiterkommen nicht mehr zu nehmen war benötigte der „Wizard“ den Sieg, um noch an Durrant vorbeizuziehen. Der Waliser eröffnete mit einem 78er-Finish, ehe Whitlock wenig später 170 Punkte auf Null bringen konnte und für das erste große Highlight der Partie sorgte. Die Antwort des „Iceman“ ließ nicht lange auf sich warten und war ein 130er-Finish auf dem Bullseye, um wieder in Führung zu gehen. Ein Leg später zeigte Price einen weiteren 12-Darter, den er in diesem Fall mit einem 113er-Highfinish zum 3:1 beendete. Auch das nachfolgende Leg ging nach Wales, Price hatte bis hierhin nicht einmal auf Doppelfelder gepatzt. Nachdem sich Whitlock per 10-Darter zunächst den eigenen Anwurf sicherte hatte er Glück, dass sein Gegner einen ersten Matchdart ausließ. Der Australier hatte jetzt also nur noch ein Leg Rückstand und spielte im achten Leg ein zweites 170er-Checkout, um auch dieses Match in das entscheidende neunte Leg zu bringen. Dieses durfte Price zwar beginnen, doch er vergab drei weitere Matchdarts. Whitlock ergriff seine Möglichkeit jetzt beim Schopfe, machte 56 Punkte aus und brachte sich zum Leidwesen von Glen Durrant in die nächste Runde.


Gruppe G: Bunting gewinnt auch sein drittes Spiel

Nach Niederlagen in den ersten beiden Gruppenspielen hatte Martin Schindler kaum noch Hoffnungen aufs Erreichen der nächsten Runde. Nur mit einem klaren Sieg über Mensur Suljovic würde sich der Deutsche noch eine Tür offenhalten. Aber auch Mensur ging nicht ohne Druck in die Partie, brauchte den Sieg ebenfalls dringend. Schon im ersten Leg patzte Schindler dreifach auf Doppel, wodurch sein Gegner aus Wien frühestmöglich ein Break erzielen konnte. Mensur legte mit einem 91er-Finish nach, durch welches offiziell war, dass Martin Schindler nicht ins Achtelfinale würde einziehen können. Ungeachtet dessen bejubelte „The Wall“ im Anschluss daran sein erstes Erfolgserlebnis. Per 13-Darter stellte der Weltranglistensechste den alten Abstand wieder her, ehe er im fünften Leg eine Möglichkeit zum 4:1 ausließ. Schindler nahm stattdessen 25 Zähler von der Scheibe und verringerte seinen Rückstand auf nur noch ein Leg. Per 13-Darter konnte der Deutsche danach ein Break zum Ausgleich produzieren, weil er dieses bei eigenem Anwurf auch bestätigen konnte setzte er sich sogar in Führung. Im achten Leg spielten „The Wall“ jedoch seine Nerven einen Streich und er vergab drei Matchdarts bei 40 Rest. Suljovic traf die Doppel-20 und brachte das Match ins speziell für ihn eminent wichtige Entscheidungsleg. In diesem vergab Mensur jedoch einen Matchdart auf Tops und durfte sich Sekunden später anschauen, wie Schindler 102 Punkte via 20, Triple-20 und Doppel-11 zum Sieg auf Null brachte. Während Martin Schindler ein versöhnlicher Abschluss des Turniers gelang, begann bei Suljovic nun das große Zittern: das folgende Spiel ohne seine Beteiligung war entscheidend.

Die Situation vor dem letzten Spiel der Gruppe gestaltete sich ziemlich eindeutig: bei einem Sieg von Stephen Bunting würden er und Suljovic ins Achtelfinale einziehen; im Falle eines Erfolges von Scott Mitchell stünden er und sein heutiger Gegner in der nächsten Runde. Schon im ersten Leg bekam Mitchell eine große Gelegenheit für ein erstes Break, warf aber vier Pfeile an Doppelfeldern vorbei. Bunting bedankte sich und schnappte sich Leg Nummer eins, profitierte im zweiten Leg von zwei weiteren Fehlern seines Gegners beim Checkout und führte dank dieses Breaks mit 2:0. Per 14-Darter ging auch das dritte Leg an „The Bullet“, erst danach konnte Mitchell sein erstes Erfolgserlebnis verbuchen, als er die Doppel-8 zum Ende eines 13-Darters traf. Bunting konterte mit einem 14-Darter und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Und weil „Scotty Dog“ sich im sechsten Leg verrechnete und auf falsche Doppelfelder zielte war die Partie dann auch relativ schnell beendet. Bunting verwandelte seinen zweiten Matchdart in der Doppel-10, holte seinen dritten Sieg im dritten Spiel und brachte nebenbei auch Mensur Suljovic in die nächste Runde.


Gruppe H: Van den Bergh folgt Cross ins Achtelfinale

Das erste Spiel des Abends wurde in dieser Gruppe ausgetragen und war sportlich ziemlich bedeutungslos. Während Rob Cross schon vorzeitig für die nächste Runde qualifizieren konnte hatte sein heutiger Gegner Ryan Searle nach zwei Niederlagen keine Chance mehr aufs Achtelfinale. „Voltage“ kam mit einem 14-Darter gut in die Partie und profitierte im zweiten Leg von einem Fehler seines Gegners auf die Doppel-16. Im Anschluss daran konnte Cross gar auf 3:0 erhöhen, ehe Searle Tops erwischen konnte und sein erstes Leg gewann. Der amtierende Weltmeister antwortete mit einem 12-Darter und stand kurz vorm Sieg. Mit einem 70er-Checkout auf dem Bullseye konnte Searle diesen zwar zunächst noch herauszögern, doch bei eigenem Anwurf machte Cross dann alles klar und brachte das Spiel mit 5:2 nach Hause.

Mehr Spannung versprach das letzte Spiel des Abends und der Gruppe H. Dimitri van den Bergh und Mark McGeeney spielten den verbleibenden Platz im Achtelfinale im direkten Duell aus – der Sieger war eine Runde weiter. Die Nummer zwei der BDO fand einen guten Einstieg in das Match, verteidigte den eigenen Anwurf im ersten Leg mit 13 Darts. Den guten Beginn konnte McGeeney jedoch nicht aufrechterhalten und musste speziell im Scoring abreißen lassen. In der Folge entschied van den Bergh ohne ernsthafte Schwierigkeiten drei Legs hintereinander für sich und brachte sich in eine gute Position. Erst im fünften Leg durfte McGeeney wieder auf Doppel werfen, verpasste jedoch eine Möglichkeit auf Tops. Sein belgischer Gegner traf stattdessen die doppelte 18 und war noch ein Leg vom Weiterkommen entfernt. Dieses dann auch einzuholen war schlussendlich kein Problem mehr für den „Dreammaker“, er brachte seinen dritten Matchdart in der Doppel-4 unter und freute sich über den Einzug in die zweite Runde.

Grand Slam of Darts


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