Niederlagen für Hopp, Schindler und Suljovic

Gruppenspiele, Teil 2: am Sonntagnachmittag spielten die Verlierer des ersten Spieltags gegen den Verlierer der jeweiligen Gruppe und die Gewinner gegen den anderen Gewinner der Gruppe. Im Einsatz in der dritten Session des Grand Slam of Darts in Wolverhampton waren nur die Gruppen E, F, G und H. Max Hopp befand sich nach seinem Auftaktsieg in einer komfortablen Position und konnte gegen Peter Wright einen weiteren Schritt gehen. Anders gestaltete sich die Lage bei Martin Schindler, der nach seiner gestrigen Pleite heute gegen Scott Mitchell unter Zugzwang stand.

Gruppe E: Payne fährt ersten Sieg ein

Wie in allen anderen Gruppen auch begann das Geschehen in der Gruppe E mit dem Verliererduell. In diesem Fall trafen Josh Payne und Jim Williams aufeinander. In den ersten beiden Legs verteidigten beiden zunächst den eigenen Anwurf, ehe Williams im zweiten Leg zwei Pfeile an Doppelfeldern vorbeisetzte und ein Break gegen sich schlucken musste. Mit einem 14-Darter konnte Payne seine Führung wenig später ausbauen, ehe der Mann von der BDO eine starke Antwort parat hatte und per 12-Darter auf 2:3 verkürzte. Ein Fehler auf der Doppel-16 kostete ihn im nächsten Leg jedoch den Ausgleich, sodass Payne einerseits den alten Abstand wiederherstellen konnte und andererseits kurz vor der Ziellinie stand. Anschließend reichte Payne ein 16-Darter, um das Spiel beim Stand von 5:2 zu seinen Gunsten zu beenden.

Nur mit einiger Mühe hatte sich Peter Wright gestern gegen Williams durchsetzen können und dabei lange um den Sieg zittern müssen. Heute ging es für den Weltranglistenzweiten gegen Max Hopp, der zum Auftakt ebenfalls siegreich war. Der „Maximiser“ erhielt schon im ersten Leg die erste Möglichkeit für ein Break, verfehlte die Doppel-11 allerdings ziemlich deutlich. So rettete Wright seinen ersten Anwurf, sah ein Leg später aber dabei zu, wie Hopp 121 Punkte auf der Doppel-18 zum 1:1 auf Null brachte. Mit jeweils 14 Darts konnten die beiden Akteure ihre jeweiligen Anwürfe in den darauffolgenden beiden Legs souverän verteidigen, ehe Hopp im fünften Leg des Spiels ein dicker Patzer unterlief. Die deutsche Nummer eins stand bei 76 Restpunkten und hatte bereits eine einfache 20 getroffen. Beim Versuch, sich mit einer zweiten Single-20 auf 36 Rest zu stellen traf Hopp die Triple-20 und überwarf sich. „Snakebite“ bedankte sich und ging wiederum in Führung. Das beschriebene Negativerlebnis brachte Hopp merklich aus dem Tritt, der Deutsche konnte nicht mehr Schritt halten und wurde Wright nicht mehr gefährlich. Letzterer spielte noch einen 16- und einen 13-Darter und machte so den 5:2-Erfolg perfekt.

Gruppe F: Price setzt sich an die Tabellenspitze

Simon Whitlock musste gestern eine ziemlich heftige Niederlage einstecken, 1:5 hieß es unterm Strich gegen Glen Durrant. Heute spielte der „Wizard“ gegen Andrew Gilding – wenn der Australier weiter im Turnier bleiben wollte war ein Sieg natürlich Pflicht. Das erste Leg musste Whitlock jedoch an seinen Gegner abtreten, der auf der Doppel-4 die erste Duftmarke in diesem Spiel setzte. Whitlock glich locker aus, verpasste wenige Minuten später aber einen Breakdart auf die Doppel-5. Dementsprechend setzte sich „Goldfinger“ wiederum in Führung, vergab dann aber seinerseits zwei Möglichkeiten zum Break. Whitlock kam nach sechs eigenen Fehlern auf Doppelfeldern in diesem Leg mit einem blauen Auge davon und glich doch noch zum 2:2 aus. Dank eines starken 12-Darters gelang es Whitlock ein Leg später, das erste Break des Spiels zu produzieren sowie selbst erstmalig in Führung zu gegen. Im darauffolgenden sechsten Leg des Spiels fiel dann die Vorentscheidung: Gilding vergab eine Chance, um auszugleichen und wurde dafür sofort bestraft, indem Whitlock ein Highfinish in Höhe von 116 Punkten zeigte. Dem Australier fehlte jetzt nur noch ein Leg zum Sieg, und genau dieses holte er sich schon wenige Minuten später mit einem Treffer in der Doppel-10 – 5:2 für Whitlock lautete der Endstand in dieser Partie.

Gerwyn Price und Glen Durrant spielten das Gewinner-Duell der Gruppe F gegeneinander aus. Obwohl dem „Iceman“ bei 60 Restpunkten der erste Dart in die einfache 1 abrutschte konnte er dennoch checken und das erste Leg auf seine Habenseite bringen. Im zweiten Leg verpasste Durrant dann die große 18 und nahm sich selbst einen Wurf auf ein Doppelfeld. Price bestrafte diesen Fehler eiskalt und nahm 80 Punkte von der Scheibe. Obwohl er mit sechs perfekten Pfeilen begann musste der Waliser das folgende dritte Leg abgeben, ihm unterliefen nämlich selbst drei Ungenauigkeiten bei den Würfen auf den äußeren Ring des Boards, sodass der BDO-Weltmeister mit einem Treffer in der Doppel-8 verkürzen konnte. Mit einem 12-Darter stellte Price kurze Zeit später den alten Abstand wieder her, ehe „Duzza“ im fünften Leg 117 Zähler auf Null brachte und wiederum verkürzen konnte – mit 2:3 lag Durrant zu diesem Zeitpunkt noch hinten. Das eben geschaffte Break konnte Durrant schon wenig später bei eigenem Anwurf auch bestätigen und so den Ausgleich herstellen. Im Anschluss daran ging Durrant gar in Führung und stand kurz vor dem Sieg, doch Price zeigte seine ganze Klasse und spielte einen 11-Darter gegen den Anwurf – auf diese Weise brachte der „Iceman“ das Match in das alles entscheidende neunte Leg. Durrant traf in diesem schlicht zu wenige Doppelfelder; Price nutzte seinen Vorteil aus, dieses Leg begonnen zu haben und verwandelte auf der Doppel-20 zum 5:4-Sieg.

Gruppe G: beide deutschsprachigen Spieler unterliegen starken Gegnern

Die deutsche Nummer zwei Martin Schindler hatte gestern eine 3:5-Pleite gegen Stephen Bunting hinnehmen müssen und stand jetzt schon unter einigem Druck. Damit „The Wall“ seine Hoffnungen aufs Weiterkommen nämlich realistisch halten wollte musste im zweiten Gruppenspiel ein Sieg gegen Scott Mitchell her. Der Start verlief zumindest vielversprechend, Martin machte 95 Punkte mit zwei Darts aus und hatte frühestmöglich gebreakt. „Scotty Dog“ war davon allerdings nicht lange geschockt und schaffte per 13-Darter das sofortige Rebreak. Per 14-Darter übernahm Mitchell anschließend die Führung, ehe er auch im vierten Leg mit starken Scores das Tempo vorgab und auf der Doppel-4 auf 3:1 stellen konnte. Für dieses Break gegen sich wollte Schindler natürlich schnell Revanche nehmen, vergab aber ganze fünf Breakdarts, um wieder heranzukommen. Folglich checkte Mitchell auf der Doppel-10 und sorgte für die Vorentscheidung in diesem Match. Das ihm noch fehlende Leg holte sich der BDO-Spieler mit einem 12-Darter und vollendete den klaren 5:1-Erfolg. Martin Schindler, der selbst auf einen 95er-Average kam, traf heute auf einen zu stark aufgelegten Gegner: Mitchell kam auf einen Punktedurchschnitt von knapp 105 und eine 42-prozentige Doppelquote.

Außerdem trafen in der Gruppe G die beiden Gewinner des ersten Spieltags, Mensur Suljovic und Stephen Bunting aufeinander. Mensur holte sich das Auftaktleg, hatte dabei aber Glück, dass „The Bullet“ zwei Mal an der Doppel-16 vorbeiwarf. Danach zündete Bunting aber den Turbo und glänzte vor allem mit einer Menge hoher Scores. Mit einem 12-Darter inklusive eines 101er-Finishes glich der Engländer zunächst aus, ehe er im dritten Leg die Doppel-8 erwischen konnte und das erste Break der Partie produzierte. Mit einem 14-Darter, welchen er mit einem perfekt ausgeführten 97er-Finish abschloss brachte Bunting die 3:1-Führung ein. Erst danach konnte „The Gentle“ den Lauf seines Gegners unterbrechen und mit einem 11-Darter auf 2:3 verkürzen. Bei eigenem Anwurf ließ Bunting im darauffolgenden Leg jedoch überhaupt nichts anbrennen und war nur noch ein Leg vom Sieg entfernt. Mit einem 121er-Finish zum Abschluss eines 12-Darters konnte Mensur zwar noch ein Leg auf seine Seite ziehen, doch im eigenen Leg machte Bunting dann alles klar und besiegelte den 5:3-Sieg. Mit einem 104er-Average gepaart mit einer 50-prozentigen Erfolgsquote auf Doppelfelder zeigte Stephen Bunting eine richtig starke Leistung.

Gruppe H: Cross erreicht vorzeitig die nächste Runde

Für den Auftakt in den Darts-Sonntag sorgte das Duell von Ryan Searle und Mark McGeeney. Beide waren sowieso als Außenseiter in diese Gruppe gestartet und kassierten am ersten Spieltag dementsprechend auch Niederlagen. Die Frage war nun, wer von beiden sich heute davon besser erholt hatte. Nachdem sich Searle das erste Leg schnappen konnte hatten McGeeney im zweiten Leg ein Déjà-Vu-Erlebnis: der „Gladiator“ hatte bereits gestern sehr oft an Doppelfeldern vorbeigeworfen, selbiges unterlief ihm in diesem zweiten Leg vier Male. So schaffte Searle ein frühes Break, kassierte aufgrund von vier Fehlern auf Doppelfelder aber sofort das Rebreak und führte nur noch mit 2:1. Von diesem Rückschlag erholte sich Searle aber sehr schnell, machte im vierten Leg 157 Punkte aus und bestrafte so einen Fehler seines Gegners auf die Doppel-12. McGeeney konterte mit einem starken 11-Darter und legte mit einem ebenfalls guten 13-Darter nach – auf diese Weise hatte er den 3:3-Ausgleich hergestellt. Die Vorentscheidung in diesem Match erfolgte dann im darauffolgenden siebten Leg der Partie: Searle warf dreimal außen an der Doppel-8 vorbei, McGeeney nutzte diesen Fehler voll aus und checkte 108 Punkte via Triple-, Single- und Doppel-18 zum Break und zur Führung. Dem BDO-Akteur fehlte jetzt nur noch ein Leg zum Sieg, bei eigenem Anwurf erwischte er dann auch die doppelte 2 und machte den 5:3-Erfolg perfekt.

Das insgesamt vierte Match der Gruppe H bestritten dann noch Weltmeister Rob Cross und Juniorenweltmeister Dimitri van den Bergh. Auf der Doppel-16 holte sich der Erstgenannte das Auftaktleg; auch van den Bergh begann gut und verteidigte den ersten eigenen Anwurf mit 13 Darts. Auch weil „Voltage“ einen Dart an der doppelten 20 vorbeiwarf konnte der Belgier mit einem zweiten 13-Darter breaken und in Führung gehen. Cross hatte jedoch eine passende Antwort auf Lager und rebreakte per 11-Darter – beim Stand von 2:2 war nun wieder Parität hergestellt. Ein 12-Darter, abgeschlossen mit einem 106er-Finish auf der Doppel-18 brachte dem „Dreammaker“ ein weiteres Break, doch weil er im nachfolgenden sechsten Leg vier Pfeile an der Doppel-13 vorbeisetzte ermöglichte er Cross den erneuten Ausgleich. Im Anschluss daran konnte beide Spieler ihre Anwürfe relativ problemlos nach Hause bringen, sodass die Partie ins Entscheidungsleg ging. Cross durfte dieses beginnen, doch es war sein belgischer Gegner, der die erste Möglichkeit zum Matchgewinn erhielt. Bei 122 Restpunkten vergab van den Bergh jedoch einen Matchdart auf das Bullseye knapp, schon Augenblicke später löschte Cross 48 Zähler und stand als erster Spieler vorzeitig in der zweiten Runde.

Grand Slam of Darts


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