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Nilsson scheitert an Meulenkamp

Zu Beginn des dritten Abends wurden in Riesa die Viertelfinals ausgetragen. Die größte Überraschung unter den noch verbliebenden Teilnehmern war Dennis Nilsson, der mit Ron Meulenkamp eine vergleichsweise leichtere Aufgabe als bisher bekam. Peter Wright bekam es im Duell der Premier League Spieler 2017 mit Jelle Klaasen zu tun. Joe Cullen wollte gegen Simon Whitlock unbedingt ins Halbfinale und Gerwyn Price traf auf Kim Huybrechts.

Klaasen nutzt Chancen nicht

Das erste Viertelfinale bestritten Peter Wright und Jelle Klaasen. Beide trafen sich in diesem Jahr in der Premier League, wo Wright allerdings die Oberhand behielt. In diesem Spiel erwischte der Schotte auch den besseren Start und holte sich das 1:0. Nach einer 180 zu Beginn des zweiten Legs konnte er sich jedoch nicht mit einem Break belohnen, Klaasen war zur Stelle und glich mit einem 89’er Finish aus. Weil Wright dann sogar drei Chancen auf die Doppel verpasste, schaffte die „Cobra“ gar das erste Break des Spiels zur Führung. Die Partie hätte noch mehr in Richtung des Niederländers verlaufen können, hätte er seine Möglichkeiten besser genutzt. Er hatte drei Chancen zum 3:1, verpasste diese aber und so kam Peter zum Ausgleich und holte sich sogar insgesamt drei Legs nacheinander. Erneut verpasste Jelle dabei ein paar Möglichkeiten. Zwar reagierte er auf ein Break sehr gut und zeigte einen 12-Darter, den er zum Ausgleich auch wenig später bestätigte, doch sollte er auch in der Folge zu viel liegen lassen. Wright holte sich das 5:4 und nutzte fünf verpasste Doppel von Jelle zum Sieg. Durch seinen vierten Matchdart siegte „Snakebite“ am Ende mit 6:4 und zog ins Halbfinale ein.

Mit Siegen gegen Steve Beaton, Daryl Gurney und Dave Chisnall konnte Dennis Nilsson bei seinem Debüt auf der European Tour voll überzeugen. Ron Meulenkamp war nun der erste Gegner des Schweden, den man nicht als absoluten Hochkaräter bezeichnen konnte. Gegen den startete Nilsson sehr gut, vergab im ersten Leg aber drei Darts auf Doppel. Meulenkamp war zur Stelle und holte sich so direkt ein Break. Back-to-back 180’s sorgten allerdings für ein direktes Rebreak, ehe er sich auch erstmals in Führung brachte. Der Schwede war zu diesem Zeitpunkt noch der bessere Spieler, dann aber legte auch Ron etwas zu. Er glich erneut aus und schaffte seinen eigenen Durchbruch in diesem Spiel, als er etwas überraschend 104 Punkte zu einem weiteren Break auschecken konnte. Danach hatte Dennis zunehmend Probleme, auch weil Meulenkamp immer stärker wurde. Er ließ Nilsson eigentlich keine echte Chance mehr. Nach einem 13-Darter holte er sich von zwei 180’ern unterstützt ein weiteres Break via 11-Darter. Damit fehlte dem Niederländer nur noch ein weiteres Leg zu seinem ersten Einzug in ein European Tour Halbfinale. Dieses holte Meulenkamp sich auch direkt im Anschluss, als er mit einem erneut sehr starken 12-Darter den 6:2-Sieg perfekt machte.

Cullen schlägt Whitlock erstmals seit 5 Jahren

Danach bekamen es Gerwyn Price und Kim Huybrechts miteinander zu tun. Die beiden trafen bereits sechs Mal aufeinander, der Sieger wechselte sich jeweils immer ab. Der Serie nach, wäre in diesem Spiel wieder Huybrechts an der Reihe gewesen, jedoch erwischte Price einen besseren Start. Die 180 von Kim kam zu spät und so ging Leg eins an den Waliser. Weil dieser dann aber ein 104’er Finish vergab und auch in der Folgezeit nicht sonderlich konsequent spielte, konnte sich der „Hurricane“ ordentlich absetzen. Gleich vier Legs holte er sich hintereinander und brachte sich damit bis auf 4:1 in Führung. Nun musste Gerwyn kommen und tat genau dies. Weil Kim ein 119’er Finish vergab, konnte Price 112 Punkte ins Ziel bringen und verkürzen. Ein 14-Darter hinterher machte das Spiel wieder spannend. Alles schien wieder offen zu sein. Price hatte den Anschluss wieder hergestellt und das Momentum auf seiner Seite. Drei Chancen zum Ausgleich ließ der „Iceman“ dann aber liegen und so setzte sich Huybrechts mit 5:3 in Führung. Nun war der Druck natürlich auf Seiten von Gerwyn Price, der das nächste Leg holen musste. Weil Kim 170 Punkte nicht auscheckte konnte Gerwyn tatsächlich erneut auf ein Leg herankommen. Huybrechts aber behielt die Nerven und holte sich nach einem perfekten Start mit einem 14-Darter das zehnte Leg zum 6:4-Erfolg.

Das letzte Viertelfinale bestritten Joe Cullen und Simon Whitlock. Im direkten Vergleich führte Whitlock mit 4:1 klar, Cullen wartete seit 2012 auf einen Sieg gegen den Australier. Und auch in diesem Spiel sah es zunächst nicht sehr gut aus. Zwar konnte er in seinen eigenen Anwürfen überzeugen und unter anderem vier perfekte Darts zeigen, doch war er in den ersten beiden Legs von Simon erschreckend schwach. Nichts war zu sehen von den tollen Leistungen aus den Runden zuvor. Nach vier Legs stand es somit 2:2, dann gelang dem „Rockstar“ doch mal ein tolles Leg gegen den Anwurf. Er vergab dort zwar knapp ein 128’er Finish, holte sich aber dennoch das erste Break und ging mit 3:2 in Führung. Danach blieb er erneut sehr cool und ließ sich von den durchaus guten Scores Whitlocks nicht aus der Ruhe bringen. Er bestätigte das Break und schaffte somit einen Puffer zwischen sich und dem „Wizard“. Cullen bestimmte nun klar das Geschehen und musste jetzt lediglich noch seine eigenen Legs holen um ins Halbfinale einzuziehen. Er holte sich trotz vergebenem 124’er Finish auch das 5:3 und brauchte somit nur noch ein weiteres Leg. Zwei 180’er hintereinander setzten Whitlock dann so unter Druck, dass dieser drei Möglichkeiten zum Leggewinn liegen ließ. Cullen nutzte seinen zweiten Matchdart und sicherte sich so den 6:3-Erfolg und zog mit dem ersten Sieg gegen Whitlock seit fünf Jahren ins Halbfinale ein.

Tobias Gürtler

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