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Roith verpasst die zweite Runde

Am ersten Tag der International Darts Open in Riesa wurde die erste Runde ausgetragen. In der Nachmittagssession traten dabei gleich zwei Deutsche an. Der letztjährige WM-Starter Dragutin Horvat bekam es mit Chris Quantock zu tun und Bernd Roith traf auf Josh Payne. Auch die Partie zwischen Dimitri van den Bergh und William O’Connor klang sehr interessant, während mit Justin Pipe und Christian Kist zwei Spieler mit sehr unterschiedlichem Wurfrhythmus aufeinandertrafen.

Kist dreht 3:5-Rückstand

Den Auftakt ins Turnier machte das Duell zweier Spieler, die vor nicht allzu langer Zeit noch zu den Top-16 der Welt gehörten. Brendan Dolan und Andy Hamilton hatten es die letzten Jahre nicht leicht und ein Favorit war in diesem Spiel nicht wirklich auszumachen, beide sind inzwischen Wundertüten. Den deutlich besseren Start erwischte Dolan, der sich sein erstes Leg holte, bevor Andy überhaupt im Finishbereich war. Auch danach war er in den Scores stärker, profitierte im zweiten Leg allerdings von vergebenen Chancen Hamiltons. Der „Hammer“ hatte echte Probleme die Triple zu treffen. Er kam kaum hinterher, konnte in der Hälfte der Legs nicht mal den Finishbereich erreichen. Wenn er mal eine Möglichkeit bekam, zeigte er schwache Nerven. So hatte Dolan, der eine durchaus solide Leistung zeigte, keinerlei Probleme. Er holte sich Leg um Leg und gewann am Ende mit einer 50%-Doppelquote klar mit 6:0.

Danach waren Steve Lennon und Simon Stevenson an der Reihe. Beide Spieler waren von Beginn an richtig gut im Rhythmus. Nachdem die ersten beiden Legs geteilt wurden, war es Lennon, der mit einem 12-Darter eine erste richtig starke Duftmarke setzte. Weil Stevenson dann drei Darts auf die Doppel-14 liegen ließ, gelang Lennon wenig später sogar das erste Break und so lief die Partie deutlich zu seinen Gunsten. Mit starken 14 Darts bestätigte er das Break und konnte danach ruhig weiterspielen. Sehr souverän holte er ein weiteres Break und ließ sich auch vom 12-Darter samt 121’er Finish durch Stevenson nicht aus dem Konzept bringen. Er blieb diszipliniert und holte sich direkt im Anschluss das 6:2 und damit auch den Sieg.

Darren Webster traf im Anschluss auf Luke Woodhouse. Natürlich war der “Demolition Man“ der klare Favorit, jedoch war es Woodhouse, der sich mit einem 87’er Finish in Führung bringen konnte. Davon angestachelt zeigte Webster eine starke Antwort, verpasste knapp ein 126’er Finish, glich aber trotzdem aus. Auch die folgenden beiden Legs wurden geteilt, ehe es dann tatsächlich Darren Webster war, der für das erste Break der Partie sorgte. Im fünften Leg verpasste Luke einen Dart auf Tops, sodass Darren 92 Punkte auf null bringen konnte. Dies konnte er jedoch nicht bestätigen. Woodhouse spielte gut mit und drehte die Partie erneut zu seinen Gunsten, führte nun mit 4:3. Danach zeigte Webster einen 12-Darter mit 138’er Finish und schien damit Luke ein wenig zu verunsichern. Dieser ließ nun etwas nach und hielt dem Druck nicht mehr stand. So gab Webster kein Leg mehr ab und siegte schließlich mit 6:4. Durch seinen langsamen Rhythmus hatte Justin Pipe des Öfteren dafür gesorgt, dass seine Gegner nicht ihre beste Leistung abrufen konnten. Auch an diesem Tag gegen Christian Kist erwischte „The Force“ mit einem Break im ersten Leg einen guten Start und setzte Kist folgerichtig sofort unter Druck. Der Niederländer zeigte erst im dritten Leg sein Können, als ihm vier perfekte Darts und ein 100’er Finish gelangen. Dem Break lief er aber weiter hinterher und schien mit einem Bein bereits im Aus zu stehen, als Pipe 150 Punkte zu einem weiteren Break und 4:1 auscheckte. Dann vergab Justin jedoch ein 122’er Finish auf die Doppel-7 und Christian versuchte es nochmal. Er kam wieder auf ein Leg heran, kassierte aber den nächsten Nackenschlag als Pipe 164 Punkte zum 5:3 auscheckte. Er blieb allerdings ruhig und kam, weil Pipe ein 104’er Finish zum Match vergab, doch noch zum 5:5-Ausgleich. So erzwang er das Entscheidungsleg, welches er sogar beginnen durfte. Er zeigte einen soliden 15-Darter und holte sich somit doch noch den 6:5-Erfolg.

Horvat verliert trotz 164’er Finish

Mit Dragutin Horvat betrat dann der erste Deutsche die Bühne. Er bekam es mit Chris Quantock zu tun, verpatzte allerdings den Start. Er kassierte sofort ein Break, geriet also schnell unter Druck. Zwar konnte er direkt ausgleichen, doch er war in den eigenen Anwürfen nicht konsequent genug und so sollte er sofort wieder in Rückstand geraten, der sich dieses Mal sogar noch erhöhte. Weil er nämlich die Chancen zum Rebreak liegen ließ, konnte Chris sein Break bestätigen und sich letztlich bis auf 5:1 absetzen. Immer wieder machte Horvat Fehler, schaffte es aber nach dem aussichtslosen Rückstand doch nochmal ein kleines Comeback zu starten. Etwas befreiter als zuvor, zeigte er ein tolles 164’er Finish unter Druck und legte ein Break nach. Zum absolut falschen Zeitpunkt rutschte er dann aber in die einfache 5 und die Triple-1 ab, sodass ein Scores von 28 Punkten raussprang. Quantock nutzte dies sofort aus und holte sich den 6:3-Sieg.

Im Anschluss waren Dimitri van den Bergh und William O’Connor an der Reihe. William startete eigentlich gut, vergab aber gleich drei Möglichkeiten zur Führung. So holte sich van den Bergh sofort ein Break und bestätigte dieses mit einem 12-Darter und 102’er Finish. Doch nachdem er in zwei Legs ganze sechs Darts auf die Doppel vergab, kam O’Connor zum Ausgleich. Es ging in dieser Partie hin und her. Nach der Schwächephase, war Dimitri plötzlich wieder bärenstark, warf fünf perfekte Darts und einen weiteren 12-Darter. Wieder waren es zwei Legs, die er sich nacheinander sicherte. Dann aber verpasste er ein 120’er Finish, sodass William erneut ein kleines Comeback schaffte und zum wiederholten Mal ausglich. Im neunten Leg startete der Ire dann sogar mal mit vier perfekten Darts, was zu seiner ersten Führung in dieser Partie führte. Im letzten Leg verpasste van den Bergh dann zwei Chancen zum Ausgleich, sodass William sich den 6:4-Sieg sicherte.

Ein weiterer Ire war mit Mick McGowan direkt danach an der Reihe. Er traf auf Ron Meulenkamp und wusste er müsse sich strecken, wenn er mithalten wollte. Doch er verschlief den Start komplett und musste mit ansehen, wie Ron zwei High Finishes zeigte. 118 und 101 Punkte brachte er zu einer 2:0-Führung auf null, konnte das geschaffte Break mit dem 3:0 auch bestätigen. So weit in Rückstand lag der Druck auf McGowans Schultern und er versuchte auch tatsächlich eine Wende herbeizuführen. Er holte sich sein Leg und versuchte seinerseits Druck aufzubauen. Allerdings war Meulenkamp eiskalt. Er checkte 78 Punkte zum 4:1 und nutzte eine vergebene Chance von Mick zu einem weiteren Break. Damit war die Partie im Grunde entschieden. McGowan hatte aufgegeben und so hatte Ron keine Probleme mehr den 6:1-Erfolg einzutüten.

In der letzten Partie der Nachmittagssession bekam es Bernd Roith mit Josh Payne zu tun. Roith hatte sich in der Qualifikation unter anderem gegen den zuletzt starken Christian Bunse durchsetzen können und wollte gegen Payne nachlegen. Nachdem er zunächst in Rückstand geriet, legte er auch gut los. Er überstand ein verpasstes 110’er Finish von Josh, sodass er das Spiel mit einem Break drehen konnte. Dieses konnte er allerdings nicht bestätigen und so glich Payne wieder aus und zeigte dann doch ein 110’er Finish um sich wieder in Führung zu bringen. Ganze fünf Darts vergab Roith dann zum Ausgleich und kassierte ein weiteres Break. Payne schien der sichere Sieger zu sein, doch Bernd gab nicht auf. Er warf nochmal alles rein, holte das direkte Rebreak und kam danach, weil Josh einige Möglichkeiten ausließ, erneut zum Ausgleich. Nachdem Josh dann aber seinen eigenen Anwurf ins Ziel brachte, war der Druck auf Roith nochmal erhöht. Er konnte dem dann nicht ganz standhalten und so setzte sich Payne letztlich doch mit 6:4 durch.

Tobias Gürtler

International Darts Open


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