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Peter Wright gewinnt die International Open

Im Anschluss an die Viertelfinals wurde die Vorschlussrunde ausgetragen. Die Fans in Riesa freuten sich dabei auf zwei interessante Duelle. Vier verschiedene Nationalitäten waren noch vertreten. Der Schotte Peter Wright traf auf den Niederländer Ron Meulenkamp und Belgiens Kim Huybrechts bekam es mit Joe Cullen aus England zu tun. Dieser Sieger der Duelle trafen sich im Endspiel um den Sieger der International Darts Open 2017 zu ermitteln.

Meulenkamp verliert mit 106’er Average

Peter Wright traf im ersten Halbfinale auf Ron Meulenkamp. Seit 2014 gab es dieses Duell jeweils ein Mal pro Jahr, immer konnte sich am Ende Peter durchsetzen. In der Auflage von 2017 erwischte der Schotte auch wieder einen fantastischen Start, als er sich die ersten drei Legs sichern konnte. Meulenkamp vergab im eigenen Leg eine Chance auf Bull, war aber auch sonst in den Scores nicht weit weg von „Snakebite“. So konnte er sich auch das vierte Leg holen, obwohl er auf die Doppel ein paar Versuche brauchte. Die Antwort von Wright ließ nicht lange auf sich warten. Vier perfekte Darts führten zu einem 12-Darter und dem erneuten 3-Leg-Vorsprung. Doch Ron wurde nun immer stärker. Unter Druck verkürzte er erneut und hatte danach tatsächlich die Chance, Wright für das Verpassen eines 116’er Finishes zu bestrafen. Ron traf bei 81 Punkten Rest nach der 19 allerdings die 9, statt die 12 und erhielt somit keinen Dart auf Bull. Peter nutzte dies und brauchte nur noch ein Leg. Meulenkamp blieb zunächst cool. Er checkte 167 Punkte zum 12-Darter und machte seine Hausaufgaben. Im neunten Leg waren beide dann ebenbürtig. Sie warfen jeder drei 140’er und standen somit auf 81 Punkten Rest. Peter verpasste das Bullseye, Meulenkamp die Doppel-13 und so war es am Ende doch Wright, der sich den 6:3-Erfolg sichern konnte. Meulenkamp hatte sich mit 105,89 Punkten im Schnitt aber ebenfalls teuer verkauft.

Der andere Finalist wurde im Duell zwischen Kim Huybrechts und Joe Cullen ermittelt. Die Gesamtwertung zwischen den beiden war ausgeglichen, Kim gewann vier der sieben Matches. Cullen wollte natürlich an die tolle Form aus den vorherigen Runden anknüpfen, erwischte aber einen grausigen Start. In den ersten acht Aufnahmen dieses Matches traf er nicht ein einziges Triple, spielte somit einen Schnitt von unter 60 Punkten. So hatte Huybrechts keinerlei Probleme. Er holte sich die ersten drei Legs ohne echte Gegenwehr und alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus. Dann aber explodierte Cullen aus dem Nichts. Er zeigte acht perfekte Darts und verpasste den 9-Darter letztlich nur knapp auf der Doppel-18. Plötzlich war er im Spiel angekommen, sicherte sich natürlich auch das Leg. Er hätte sogar weiter verkürzen können, traf jedoch die Doppel-5 nicht und rannte somit weiterhin einem klaren Rückstand hinterher. Nachdem der „Rockstar“ dann aber einen 11-Darter zeigte, wusste Kim, dass er sich nicht viele Fehler leisten durfte, sonst wäre auch der Vorsprung den er sich herausspielte schnell weg. So versuchte er konzentriert zu bleiben und nutzte ausgelassene Möglichkeiten von Joe umgehend. Der Engländer verpasste nochmal ein 122’er Finish und im Leg drauf zwei Mal die Doppel-11. Huybrechts war zur Stelle und sicherte sich so den 6:2-Sieg in einem Match, das Cullen in der Anfangsphase herschenkte.

Scores überdecken Doppelprobleme von Wright


Damit trafen sich Peter Wright und Kim Huybrechts im Endspiel der International Darts Open 2017. Es war das 23. Aufeinandertreffen zwischen den beiden, wobei Wright in der Gesamtstatistik mit 14 Siegen recht klar führte. Wenn man jedoch nur auf die Duelle auf der European Tour blickte, führte tatsächlich Kim mit 3:2. Auf der European Tour war Wright in den letzten Jahren allerdings deutlich erfolgreicher. Alleine 2017 gewann der Schotte bereits vier Turniere, während Kim seit 2015 auf seinen dritten European Tour Titel wartete. Heute wollte er nachlegen, musste gegen Wright aber natürlich auch seine ganze Klasse auspacken. In der Anfangsphase genügte es jedoch zur Stelle zu sein, wenn „Snakebite“ Fehler machte. Und diese machte er, wenn er auf die Doppel warf. Er verpasste innerhalb der ersten drei Legs insgesamt fünf Chancen, eine einzige nutzte er. So konnte sich Kim mit 2:1 in Führung setzen. Zu diesem Zeitpunkt gab es nur Breaks im Spiel, noch keiner der beiden hatte seinen eigenen Anwurf ins Ziel bringen können. Kim gelang dies mit einem 70’er Finish zum 3:1. Wright wusste aber zu kontern, spielte einen 11-Darter und verkürzte wieder. Nach neun Darts stand er danach auf 41 Punkten Rest, hatte die Chance auf den Ausgleich. Doch erneut ließ Peter Möglichkeiten aus, was der „Hurricane“ umgehend bestrafte. Kim musste lediglich noch seine eigenen Anwürfe ins Ziel retten um den Turniersieg zu holen. Dies misslang ihm jedoch im achten Leg, als er doch mal einen herschenkte und Peter durch ein 101’er Finish zum Ausgleich kam. Nun war der Vorteil auf Seiten von Wright, der richtig starke Scores spielte und so den Druck auf Huybrechts sowieso schon hoch hielt. Auf die Doppel wurde er allmählich auch sicherer und ging mit 5:4 in Führung. Kim aber gab nicht auf. Er spielte ein gutes Leg und holte sich das 5:5, womit er das Entscheidungsleg erzwang. Dort erwischte Peter den besseren Start, wodurch es für Huybrechts gegen den Anwurf nochmal deutlich schwieriger wurde. Peter blieb cool und spielte das Leg souverän zu Ende. Mit einem 12-Darter samt 116’er Finsih gewann Wright das Spiel mit 6:5 und holte sich schon seinen fünften Titel in dieser Saison auf der European Tour.

Tobias Gürtler

International Darts Open


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