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Nilsson schafft die Sensation

Am Abend des zweiten Tages von Riesa wurden die letzten Duelle der zweiten Runde ausgetragen. Max Hopp traf als letzter verbliebener Deutscher im Turnier auf Alan Norris. Der frischgebackene Major-Sieger Mensur Suljovic wollte gegen William O’Connor seine Erfolgsserie fortsetzen. Peter Wright bekam es mit Chris Quantock zu tun und im Duell der beiden Australier bekam es Simon Whitlock gegen Kyle Anderson zu tun.


Chisnall ringt Webster nieder

Dave Chisnall und Darren Webster durften als erstes ran. Zwischen diesen beiden Akteuren konnte man eine hochklassige Partie erwarten und die Fans bekamen diese auch zu sehen. Schon im ersten Leg brachte „Chizzy“ ein 128’er Finish auf dem Bullseye ins Ziel. Auch in der Folge war Dave der bessere Spieler, allerdings konnte er noch kein Break holen. Er konnte Darren lediglich ein wenig unter Druck setzen. So stand es nach vier Legs auch 2:2-Unentschieden, ehe Dave nochmal richtig einen draufsetzte. Er spielte in seinen nächsten beiden Anwürfen sechs beziehungsweise vier perfekte Darts und ließ seinem Kontrahenten so keine Chance. Dieser blieb in seinen Legs allerdings auch cool, checkte beinahe 144 Punkte aus. Nach dem 5:4 für Dave geriet er dann aber doch nochmal deutlich unter Druck, da er dieses Leg nicht verlieren durfte. Die sieben perfekten Darts von Chisnall taten ihr übriges. Mit einem 11-Darter holte Dave das erste Break und den 6:4-Sieg.

Danach wollte Dennis Nilsson nach seinem Überraschungssieg gegen Steve Beaton sein Debüt auf der European Tour erfolgreich fortsetzen. Mit Daryl Gurney hatte er aber eine Mammutaufgabe vor der Brust. Nach der frühen Führung Nilssons war es auch „Super Chin“, der das erste Break holte und das Spiel drehte. Das Momentum war auf der Seite des Nordiren und das Spiel hätte früh entschieden werden können, hätte Gurney die Doppel besser getroffen. Er vergab jedoch in den folgenden beiden Legs gleich fünf Chancen zum Leggewinn, sodass Nilsson das Spiel erneut drehte und wieder führte. Daryl antwortete mit einem 121’er Finish, konnte den Druck in den Legs von Dennis allerdings nicht hoch halten. Der Schwede blieb damit vergleichsweise ruhig und war sicher bei eigenem Anwurf. Er konnte sich mit 5:4 in Führung bringen und damit den Druck nun auf die Schultern von Gurney packen, der mit einem 12-Darter und 116’er Finish aber bewies, dass ihn sowas nicht raus bringt. So kam es zum Entscheidungsleg, wo Nilsson seine ganze Klasse zeigte. Ein brillanter 12-Darter samt 100’er Finish brachte dem Schweden tatsächlich den 6:5-Sieg.

Michael Smith bekam es danach mit Ron Meulenkamp zu tun und ging durch seine tollen Leistungen in diesem Jahr auf der European Tour natürlich als Favorit ins Spiel. Er holte sich auch die Führung, geriet aber wenig später in Rückstand. Meulenkamp zeigte ein tolles 116’er Finish und im dritten Leg zwei 180’er. Der „Bully Boy“ schüttelte sich kurz, checkte 89 zum direkten Rebreak und vollendete einen perfekten Start mit dem 3:2. Im Anschluss sollte sich beim ehemaligen Juniorenweltmeister allerdings eine Doppelschwäche einstellen, die ihm die Partie kosten sollte. Jeweils drei Möglichkeiten bekam er in den folgenden drei Legs. Nicht eine davon brachte er im notwendigen Doppelfeld unter und schenkte diese Legs somit her. Ron bedankte sich, ging mit 5:3 in Führung und spielte das letzte Leg im Anschluss souverän herunter. So siegte der Niederländer mit 6:3 und zog ins Achtelfinale ein. Dort wollte auch Peter Wright hin. Dafür musste er aber erst mal Chris Quantock bezwingen. Das erste Leg verlief äußerst kurios. Beide hatten einige Chancen auf Doppel. Wright verpasste acht Chancen, Quantock gar zwölf. So ging Wright direkt mit einem Break in Führung und konnte das nach fünf perfekten Darts auch bestätigen. Beide Spieler waren zu dieser Zeit ähnlich gut, und so war es fast folgerichtig, dass Quantock zurück kam und zum Ausgleich kam. Nach dem 3:2 war Wright dann eigentlich der unterlegene Spieler im eigenen leg. Zur exakt richtigen Zeit warf der Schotte dann aber eine 180 und krönte dies mit einem 120’er Finish. Der Druck auf Chris stieg damit und so vergab er im siebten Leg zwei Möglichkeiten. Peter nutzte dies zu einem weiteren Break und damit der Vorentscheidung. Mit dem dritten Matchdart tütete er wenig später den 6:2-Erfolg ein.


Letzter Deutscher scheidet aus

Rob Cross hat sich mit seinen fantastischen Leistungen über die vergangenen zwei Jahre bereits einen sehr guten Ruf erarbeitet und eine gehörige Menge Respekt geerntet. In Mannheim erreichte er dann sogar erstmals das Finale und hielt auch dort mit Michael van Gerwen lange gut mit. Gegen Josh Payne wollte er nun in seiner Auftaktpartie natürlich glänzen, konnte zu Beginn aber nur zusehen. Payne erwischte einen tollen Start. Er holte sich die ersten beiden Legs im Handumdrehen und startete perfekt ins dritte. Zu diesem Zeitpunkt spielte er über 125 Punkte im Schnitt, ging mit 3:0 in Führung. Erst danach konnte Cross seine bis dahin ebenfalls guten Leistungen auch auf die Anzeigetafel bringen. Er wurde sicherer und holte sich das 1:3, via 108’er Finish dann sogar das 2:3. Beide stellten sich danach 170 Punkte Rest. „Voltage“ durfte zuerst und brachte das höchste Finish zum Ausgleich ins Ziel. Weil Payne danach 141 Punkte vergab, ging Cross dann sogar erstmals in Führung. Ein 110’er Finish schaffte er dann jedoch nicht und so kam Josh zurück. Er glich aus und holte sich auch das 5:4. Weil Rob dann ein 120’er Finish vergab, holte sich Payne tatsächlich doch noch den 6:4-Erfolg.

Bei der Champions League war es endlich soweit: Mensur Suljovic holte sich seinen ersten Major Titel in der PDC und gehört damit endgültig zu den ganz Großen. Nun ging es im European Tour Event gegen William O’Connor, wo er keineswegs versagen wollte. Und er startete auch sehr gut, holte sich durch zwei 14-Darter direkt die 2:0-Führung. O’Connor war aber ebenfalls gut mit dabei. Der Ire hatte die direkte Antwort nach dem Break parat und glich wenig später aus. Beide spielten in der Zeit auf einem ähnlichen Niveau, auch wenn „The Gentle“ wie der etwas stärkere Spieler wirkte. Er vergab dann zwar ein 161’er Finish, holte sich dennoch das 4:3. Danach legte er nochmal eine Schippe drauf. Ein 11-Darter sorgte für ein weiteres Break, ehe sich der Österreicher souverän das 6:3 und damit den Sieg sicherte.

Mit Max Hopp war nur noch ein Deutscher im Turnier vertreten. Er traf nach seinem Erfolg gegen Mark Webster nun auf Alan Norris und wollte die gute Leistung vom Vortag natürlich bestätigen. Den besseren Start erwischte aber Norris, der nach neun Darts bei 81 Punkten Rest stand. Nach Doppelproblemen von „Chuck“ war Hopp dann aber zur Stelle und schnappte sich das Break zur Führung. Norris brachte das aber überhaupt nicht raus. Wieder stand er nach neun Darts bei 81 Punkten, dieses Mal machte er einen 12-Darter draus und glich wieder aus. Nach dem 2:1 sollte dann eine sehr bittere Phase für den „Maximiser“ beginnen. Er spielte durchaus gut mit und setzte seinen Gegner auch unter Druck, allerdings traf er einfach die Doppel nicht mehr. Zunächst vergab er ein 121’er Finish, in den beiden Legs darauf insgesamt acht weiter Möglichkeiten. So schnappte sich Norris die Legs und brachte dann auch das letzte noch souverän zum 6:1 ins Ziel.

Im letzten Match des Abends trafen sich zwei Australier im direkten Duell. Simon Whitlock und Kyle Anderson hatten miteinander zuletzt häufiger das Vergnügen, gleich zwei Mal auf der World Series Tour, wo sich jeder je ein Mal durchsetzte. Auch hier trafen sie sich zunächst auf einem sehr ähnlichen Niveau. Whitlock holte sich sein erstes Leg, Kyle ebenso. „The Original“ checkte dafür 102 Punkte aus. Angestachelt davon wurde Anderson stärker, während Whitlocks Leistungen zu schwanken begannen. So konnte sich Kyle auch das erste Break sichern und dieses zum 3:1 bestätigen. Beide Spieler einte zu diesem Zeitpunkt eine perfekte Doppelquote, jeder Versuch saß. Dies bestätigte Simon auch im fünften Leg, als er 120 Punkte ins Ziel bringen konnte. Zu einem Break reichte es danach trotz 180 zum Start aber nicht, weil auch Kyle perfekt ins Leg kam. Hier verpassten nun aber beide ihre ersten Darts auf Doppel. Dennoch hatte Whitlock an Sicherheit zurück gewonnen und stellte mit dem 4:4-Ausgleich die Uhren wieder auf null. Weil Kyle dann ein 170’er Finish verpasste, bekam Whitlock die Chance nach der Anfangsphase mal wieder in Führung zu gehen und diese wusste er auch zu nutzen. Der Druck lastete nun auf den Schultern von Anderson, der damit nicht klar kam und kaum mehr Triple traf. So hatte Whitlock keine Mühe mehr sich den 6:4-Sieg zu sichern und als letzter Spieler ins Achtelfinale einzuziehen.

Tobias Gürtler

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