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Hopp schlägt Ex-Weltmeister

In der Abendsession des ersten Tages von Riesa wurden die letzten Erstrundenpartien ausgetragen. Zwei weitere Deutsche griffen hierbei ins Turnier ein. Martin Schindler bekam es mit Richie Corner zu tun, Max Hopp traf auf den Waliser Mark Webster. Steve Beaton wollte nach seinem überraschenden Erstrundenaus von Mannheim gegen Dennis Nilsson für Wiedergutmachung sorgen und Kyle Andersson seine starke Form gegen Jerry Hendriks bestätigen.

Keegan Brown ringt Michael Plooy nieder

John Michael und der Ungar Nandor Bezzeg eröffneten den Abend. Bezzeg war vor allem durch seine Auftritte beim World Cup of Darts bekannt, wo er fünfmal sein Land vertrat. Er startete auch in dieses Spiel gut und holte direkt ein Break, weil John drei Chancen vergab. Gleiches Bild mit vertauschten Rollen im zweiten Leg, als John zum Ausgleich kam. Der Grieche war eigentlich der etwas stärkere Spieler, allerdings machte sich das im Ergebnis in dieser Phase noch nicht bemerkbar. Zunächst konnte Nandor die Partie noch offen halten, bis er jedoch ein 107’er Finish vergab. Es wäre das 3:3 gewesen, so holte John Michael ein Break, welches er mit dem 5:2 auch bestätigte. Ein letzter Hauch von Comeback wehte nochmal durch Riesa, als Michael drei Matchdarts vergab und Nandor ein letztes Mal verkürzte. Es sollte jedoch nur Ergebniskosmetik sein, nur ein Leg später beendete John das Spiel mit dem 6:3.

Danach war der ehemalige Juniorenweltmeister Keegan Brown an der Reihe. Er traf auf Michael Plooy und ging schon als kleiner Favorit ins Spiel. Den besseren Start hatte aber ganz klar Plooy, der sich direkt ein Break sicherte und dieses auch bestätigen konnte. Doch dies stachelte Brown nur noch mehr an. Der Engländer holte sich unter Druck drei Legs in Folge, warf mitunter einen 12-Darter und drehte das Spiel somit auf 3:2. Plooy konnte zwar direkt ausgleichen, doch war er in der Folge immer etwas spät dran. So gelang Keegan Brown ein Break zum 5:3, womit der Druck auf Michael hoch war. Diesem hielt er aber gut stand, warf eine starke 180 und holte sich mit einem 14-Darter ein Rebreak. Im Leg drauf verpasste er aber eine Chance zum Ausgleich, wodurch Brown seinen dritten Matchdart zum 6:4 nutzen konnte.

Mit Max Hopp war dann der erste der beiden Deutschen an der Reihe. Er bekam es mit dem Waliser Mark Webster zu tun, welcher sich schnell in Führung brachte. Doch der „Maximiser“ war von Beginn an gut mit drin, glich sofort aus und holte wenig später, obwohl er ein 152’er Finish auf Bull vergab, das erste Break. Webster hatte zuvor ein 104’er Finish verpasst. Doch davon ließ sich der BDO-Weltmeister von 2008 nicht aus dem Konzept bringen. Er machte einfach weiter und holte sich zwei Legs nacheinander zum Ausgleich. Hopp wirkte etwas verunsichert, ließ auf die Doppel einiges liegen. Doch durch die guten Scores konnte er es sich leisten und ging erneut in Führung, setzte sich auf 5:3 ab. Weil er dann aber zwei Matchdarts liegen ließ, wurde es noch einmal spannend. Mark zeigte ein gutes Leg, brachte sich nach zwölf Darts auf einen Rest von 40 Punkten. Hopp aber war eiskalt, checkte 81 Punkte zum 15-Darter und siegte damit verdient 6:4.

Ted Evetts und Ronny Huybrechts trafen sich nun am Board. Ronny spielte zuletzt immer mal wieder gut, konnte eine starke Leistung aber oft nicht bestätigen. So wusste man auch nicht, welches Gesicht der Belgier gegen Evetts zeigen würde. Zu Beginn war es seine Schokoladenseite, als er mit 14, 12 und 15 Darts eine 3:0-Führung heraus spielte und einen Average von 111 Punkten lieferte. Evetts war nicht schlecht, konnte bis dahin aber nichts gegen den starken Huybrechts ausrichten. Erst im vierten Leg holte er sich mit einem 103’er Average sein erstes Leg, schien aber auch in der Folge nicht gegen Huybrechts ankommen zu können. Bis auf 5:1 setzte sich Ronny ab, ehe Ted dann doch zur Verfolgungsjagd ansetzte. Auch weil Huybrechts einen Matchdart vergab, konnte Evetts insgesamt drei Legs nacheinander holen und bis auf eines heran kommen. Dann reichte jedoch ein 13-Darter für die Entscheidung, die mit 6:4 zugunsten von Huybrechts ausfiel.

Schindler verpasst die zweite Runde

Vincent van der Voort bekam es danach mit Peter Jacques zu tun und holte sich sehr schnell das 1:0. Nur wenig später gelang dem Niederländer schon sein erstes Break und alles schien nach dem Plan des „Dutch Destroyer“ zu laufen. Sechs perfekte Darts im dritten Leg untermauerten dies, doch dann wurde er auf Doppel ganz schwach. Er konnte acht Möglichkeiten nicht nutzen und brachte Jacques damit selbst ins Spiel. Dieser nahm die Einladung an und kam recht schnell wieder zum Ausgleich. Danach waren die beiden Kontrahenten ebenbürtig ohne jedoch sonderlich zu glänzen. Als Jacques dann plötzlich ein Break gelang und er erstmals führte, stand Vincent unter Druck. Zunächst gelang ihm zwar durch ein 80’er Finish der Ausgleich, weil er dann aber ein 102’er Finish verpasste, konnte Peter ein weiteres Break schaffen. Am Ende war er in den entscheidenden Momenten einfach besser zur Stelle und gewann letztlich verdient 6:4.

Anschließend war Martin Schindler an der Reihe, der es mit Richie Corner aufnehmen wollte. Martin erwischte allerdings keinen sonderlich guten Start, hatte Glück dass Richie ein paar auf die Doppel liegen ließ und er so mit einem Break in Führung ging. Doch Corner war der bessere Spieler in dieser Phase. Er drehte die Partie direkt, zeigte auch ein tolles 120’er Finish. „The Wall“ hatte Probleme die Triple zu treffen, musste also hoffen, dass Richie seine Doppelprobleme beibehielt. Weil dies der Fall war, sorgte er für die nächste Wende im Spiel, ging mit 3:2 in Führung und hatte nun die Möglichkeit den Weg in Richtung Sieg zu gehen. Dies sollte ihm jedoch nicht gelingen, weil Corner eine Schippe drauflegte. Ein 12-Darter sorgte für den Ausgleich, ehe er Martin so richtig weh tat. Als Schindler sich auf 48 Punkte Rest brachte, checkte Corner 120 Punkte und nachdem „The Wall“ 99 Punkte nicht auf null bringen konnte, zeigte Richie ein 147’er Finish zum 6:3-Matchgewinn.

Steve Beaton konnte seinen Finaleinzug von Maastricht in Mannheim nicht bestätigen, er flog dort schon in der ersten Runde raus. Gegen Dennis Nilsson wollte er nun Wiedergutmachung und ging mit einem 13-Darter auch direkt in Führung. Dann aber war es der Schwede, der die Partie bestimmte. Ein tolles 120’er Finish sorgte für ein Break, ehe sich Dennis bis auf 3:1 absetzen konnte. Dann aber begann eine Phase der ganze starken Finishes. Zunächst kam Beaton mit einem 136’er und 121’er Finish zurück, glich damit zum 3:3 aus. Nilsson brach aber nicht ein. Er blieb cool und beantwortete die High Finishes von Beaton mit einem 160’er Checkout zu einem erneuten Break. Auf 5:3 brachte er sich und brauchte damit nun nur noch ein Leg. Beaton aber kam zurück. Er holte sich nochmal zwei Legs nacheinander, erzwang so das Entscheidungsleg. Dort verpasste der „Bronzed Adonis“ drei Chancen zum Sieg, sodass Nilsson ein 106’er Finish zum 6:5-Sieg zeigen konnte.

Die letzte Begegnung der ersten Runde bestritten Jerry Hendriks und Kyle Anderson. Dort ging der formstarke Kyle Anderson natürlich als glasklarer Favorit ins Spiel und bewies das auch von vorneweg. Nach einem 13-Darter zum Auftakt, checkte er 130 Punkte zum Break. Auch im dritten Leg hielt der Australier noch seine perfekte Doppelquote und blieb darauf fehlerlos. Hendriks bemühte sich und spielte auch nicht sonderlich schlecht, doch mit den tollen Darts von Anderson konnte er an diesem Tag nicht mithalten. Neben den starken Scores kam eben auch noch die brillante Doppelquote. Erst im fünften Leg verpasste „The Original“ einen Dart auf ein Doppel. Bei 87 Punkten Rest traf er mit dem zweiten Dart die einfache 18, mit dem zweiten Dart checkte er dann aber trotzdem. Weil Kyle dann aber auch seinen ersten Matchdart vergab, beinahe hätte er 120 Punkte zum Sieg ausgecheckt, konnte Hendriks noch den Whitewash vermeiden. Für mehr sollte es aber nicht reichen. Am Ende ging das Spiel ganz klar an Kyle Anderson, der sich mit dem 6:1 in die zweite Runde spielte.

Tobias Gürtler

International Darts Open


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