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René Eidams scheidet aus

In der Abendsession des ersten Tages in Gibraltar ging es für den zweiten deutschen Teilnehmer, René Eidams, um die Wurst. Er traf auf den Schotten John Henderson und hatte damit eine schwierige Aufgabe vor sich. Steve Beaton, der sich letzte Woche in Sindelfingen überraschend Ulf Ceder in der ersten Runde geschlagen geben musste, wollte gegen Mike de Decker für Wiedergutmachung sorgen. Dimitri van den Bergh hingegen wollte an den guten Leistungen anknüpfen und Anthony Lopez bezwingen.

Rob Cross gelingt ein Whitewash

Den Auftakt in die Abendsession machten der Niederländer Mario Robbe und Rob Cross. Cross ging gegen den European Tour-Debütanten natürlich als Favorit ins Spiel und im ersten Leg zeigte sich auch schon warum. Im Finishbereich fing Mario nach guten Scores plötzlich an viele Fehler zu machen und lud so seinen Gegner ein sich direkt das Break zu schnappen. Cross bedankte sich und ging in Führung. Auch danach war Rob, trotz Doppelproblemen, der souveränere Spieler. Er holte sich das 2:0 und auch das nächste Break zum 3:0. Robbe konnte die Möglichkeiten die sich ihm boten einfach nicht nutzen, er wirkte sehr nervös. Cross holte sich auch ganz locker das 4:0 und mit einem 81’er Finish das 5:0. Nur in den Legs die er begann war Robbe zumindest in der Nähe. Cross spielte locker zu Ende und siegte am Ende mit 6:0. Danach war schon René Eidams dran. Der deutsche WM-Starter von 2016 bekam es mit dem Schotten John Henderson zu tun und fand eigentlich direkt gut ins Spiel. Im ersten Leg verpasste er jedoch gleich sieben Mal die Doppelfelder, sodass Henderson in Führung ging. Doch die Anfangsphase gehörte ganz klar „The Cube“, der sich das erste Break der Partie sicherte und auch durch das direkte Rebreak nicht aus dem Tritt kam. Er blieb fokussiert und checkte 71 Punkte zur erneuten Führung. Dann stellte er sich 60 Punkte Rest und bereitete sich vor, sich sein Leg zu holen, doch plötzlich sollte die Aufnahme folgen, die das Spiel zum Kippen brachte. John Henderson checkte 170 Punkte und glich so erneut mit dem Break aus. Danach konnte er sich direkt zwei weitere Legs sichern und war kurz vorm Sieg. Aufgeben war für Eidams aber keine Option, er machte gut weiter und checkte nochmal 82 Punkte zum 4:5. Im zehnten Leg ließ er seine Möglichkeiten zum Ausgleich jedoch fahrlässig liegen, sodass Henderson sich doch den 6:4-Sieg sichern konnte.

Danach war mit Krzysztof Ratajski der Dominator der osteuropäischen European Tour Qualifiers an der Reihe. Der Pole, der sich dort immer wieder durchsetzen kann, traf auf Ritchie Edhouse. Nachdem beide sich ihre eigenen Legs zunächst sehr souverän holen konnten, begann Ratajski eine Schippe drauf zu legen und holte sich das erste Break. Zunächst konnte Edhouse da noch antworten, doch sein zu diesem Zeitpunkt durchaus gutes Niveau konnte er einfach nicht konstant ans Board bringen. So reichte ein 72’er Finish zum erneuten Break für Ratajski, der dieses wenig später auch bestätigte. Zwar verkürzte Edhouse dann nochmal, doch ein 12-Darter mit 90’er Finish von Krzysztof deutete an, wer an diesem Tage als Sieger von der Bühne gehen würde. Und genau das schaffte Ratajski auch nur ein Leg später, als er das Auslassen eines 83’er Finishes von Edhouse mit dem Matchdart bestrafte. Er siegte am Ende verdient mit 6:3. Danach traf Steve Beaton auf Mike de Decker aus Belgiern. Dieser gab sein Debüt auf der Hauptbühne der European Tour und er zeigte eine wirklich ansprechende Leistung. Generell war es eine gute Partie, in der Anfangsphase ging es hin und her und Beaton checkte 97 Punkte mit zwei Darts und 124 Punkte auf Tops zu einem 12-Darter, um den starken Legs von Mike zu kontern. Doch dieser schaffte es, auch dank back-to-back 180’s, zum ersten Break des Spiels zu kommen. Und beinahe hätte er dieses auch bestätigt und den Druck auf Beaton ins unermessliche steigen lassen. Doch er verfehlte bei 116 Punkten Rest die Doppel-20. So verkürzte Steve und glich wenig später aus. Eine wichtige 180 sorgte dann für das dritte Leg in Serie für den „Bronzed Adonis“, der sich dann auch das 6:4 und damit den Sieg mit einem Average von knapp unter 100 Punkten sicherte.

Christian Kist setzt sich gegen Huybrechts durch

Dylan Duo ist einer von Gibraltars besten Dartspielern, nahm bereits vier Mal am World Cup of Darts teil und wollte gegen James Wilson nun zeigen, was in ihm steckte. Doch es lief zu Beginn ganz schlecht. Beide kamen nicht in Form, doch Wilson war dann doch etwas zielstrebiger und fand so schneller in seinen Rhythmus. Nach zwei Legs führte James mit 2:0 und Dylan stand bei einem Average von 54,46 Punkten. Zwar konnte Duo direkt antworten, war jedoch auch in der Folge wirklich schwach. Wilson holte ein weiteres Break und spielte wenig später einen 15-Darter, welcher der Beginn vom Ende von Dylan Duo war. Er konnte kein Stück mithalten und so spazierte Wilson ganz locker in Richtung Ziellinie. Am Ende war es ein lockerer 6:1-Erfolg. Danach kam es zum wohl namhaftesten Duell der ersten Runde. Christian Kist bekam es mit Ronny Huybrechts zu tun und der Niederländer erwischte einen richtig guten Start. Seinen ersten Leggewinn konnte Ronny noch kontern, zwei fantastische High Finishes sorgten dann aber für eine komfortablere Führung für Kist und ein erstes Break. Kist brachte 117 und 110 Punkte auf null. Davon angestachelt kam nun auch Ronny besser ins Spiel und schaffte es nochmal zu verkürzen und auch danach seinen Kontrahenten unter Druck zu setzen. Nur weil Ronny eine Chance vergab, holte Christian sich sein Leg. Doch Huybrechts Anstrengungen wurden belohnt, er kam kurze Zeit später zum Ausgleich und so stand es wieder 4:4. Danach ließ er dann aber zu sehr nach. Kist brachte sein Leg ins Ziel und holte zum Ende nochmal ein Break zum 6:4-Erfolg.

Manuel Vilerio hat sich in den letzten Jahren gut gemacht. Er spielte die letzten beiden Jahre beim World Cup of Darts mit und war Dauergast bei der Gibraltar Darts Trophy. Sein Gegner in diesem Jahr war Darren Johnson, den er nicht auf die leichte Schulter nehmen durfte. Und warum, das zeigte Johnson schon sehr früh. Weil Vilerio drei Möglichkeiten ausließ, war Johnson direkt zur Stelle und holte sich das 1:0. Danach hatte Manuel echte Probleme in seinen Rhythmus zu finden. Darren wusste dies auszunutzen und sprintete zu einer klaren 4:0-Führung. Erst dann konnte sich Vilerio mal wieder bemerkbar machen, indem er 98 Punkte, durchaus unter Druck, auf null brachte. Doch Darren hatte einen so klaren Vorsprung, dass er kein bisschen nervös wurde und den Sieg nicht mehr aus der Hand gab. Er holte sich noch souverän die nächsten beiden Legs und siegte mit 6:1. Die letzte Partie der ersten Runde bestritten Dimitri van den Bergh und Antony Lopez, genannt „Hot Fuzz“, aus Gibraltar. Der 30-Jährige hatte sich einiges vorgenommen, hatte aber einen schwierigen Gegner. Dieser erwischte auch einen guten Start und konnte sich nach seinem eigenen auch das erste Leg des Gegners sichern und so mit 2:0 in Führung gehen. Der junge Belgier reift immer mehr und wird von Turnier zu Turnier stärker. Wenn er Konstanz in seine Leistung rein bekommt, kann er mal ein richtig starker Spieler werden. Er legte das 3:0 nach, ließ das Leg danach allerdings mal wieder ein wenig nach. So kam auch Antony zu Chancen und verkürzte. Doch Dimitri hatte den Sieg in den Augen, spielte ein fantastisches fünftes Leg und schaffte mit dem 12-Darter das 4:1. „Hot Fuzz“ aber gab danach nochmal Gas. Er wollte nicht aufgeben und verkürzte erneut, ehe er sogar die Chancen für ein Break bekam. Dieses ließ er aber liegen, wofür Dimitri ihn mit einem 84’er Finish bestrafte. Damit schaffte er die Vorentscheidung. Lopez erholte sich davon nicht mehr und van den Bergh zog mit dem 6:2-Sieg als letzter Spieler in die zweite Runde ein.

Tobias Gürtler

Gibraltar Darts Trophy


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