Max Hopp weiterhin in toller Verfassung

Mit dem zweiten Teil der ersten Runde bei den German Darts Open ging es in der Saarlandhalle von Saarbrücken am Freitagabend weiter. Mit dabei in der zweiten Turniersession waren auch die beiden Deutschem Dragutin Horvat und Max Hopp sowie der Österreicher Zoran Lerchbacher; die beiden letztgenannten trafen sogar aufeinander. Außerdem gab es mit Robert Thornton, Dimitri van den Bergh, James Wade, Keegan Brown und Jermaine Wattimena auch einige prominente Akteure zu sehen.

Horvat unterliegt gegen Tabern

Den Abend eröffnen durften Dragutin Horvat und Alan Tabern. Der deutsche Weltmeisterschaftsteilnehmer von 2017 bekam es also mit einem äußerst erfahrenen Gegner zu tun, der Horvat allerdings das erste Leg überließ, „Braco“ musste dafür die doppelte 1 treffen. Ein souveräner 12-Darter brachte Tabern den Ausgleich, ehe Horvat 18 Pfeile für die erneute Führung brauchte. Ein Treffer in der Doppel-12 sorgte für den erneuten Ausgleich, ehe Horvat einen Dart auf Tops vergab und Tabern 62 über Triple-14 und Doppel-10 zum ersten Break des Spiels ausmachte. Dank eines 116er-Highfinishes konnte der Engländer auch nachlegen und führte jetzt mit 4:2. Danach gelang es Horvat, bis auf ein Leg heranzukommen, er vergab im achten Leg jedoch einen Dart auf das Bullseye, welcher den 4:4-Ausgleich bedeutet hätte. Stattdessen checkte Tabern 25 Punkte und war beim Stand von 5:3 nur ein Leg vom Sieg entfernt. Er erhielt auch bereits im neunten Leg die Chance dazu, verfehlte bei 86 Rest aber das abschließende Bullseye, „Braco“ löschte 60 Punkte zum 4:5 aus seiner Sicht. Dies sollte im Gesamtbild aber nichts mehr verändern, denn Tabern spielte im Anschluss daran einen 13-Darter und tütete den 6:4-Sieg ein. Bei Horvat waren ein 91er-Average und eine Doppelquote von gut 30 Prozent am heutigen Tag nicht ausreichend, denn Tabern spielte fast 99 Punkte im Schnitt pro Aufnahme und traf die Hälfte seiner Würfe auf Doppelfelder; er wird in Runde zwei auf Steve Beaton treffen.

Mit dem Duell von Luke Humphries und Ronny Huybrechts ging es in Saarbrücken weiter. Bei den ersten beiden Legs handelte es sich um Breaks: erst brauchte Huybrechts 13 Pfeile, um den Anwurf seines Gegners zu brechen, wenige Minute später brauchte Humphries ebenso viele Pfeile zum Rebreak. Ein weiterer 13-Darter brachte „Cool Hand Luke“ dann bei eigenem Anwurf die Führung. Huybrechts glich erneut aus, per 72er-Finish auf der Doppel-11 schaffte es Humphries dann aber wieder, sich in Front zu setzen. Nachdem „The Rebel“ wiederholt ausgleichen konnte, 3:3 stand es zu diesem Zeitpunkt, gelang Humphries das bisherige Highlight der Partie. Er nahm 145 Punkte via Triple-20, Triple-15 und Tops von der Scheibe und führte mit 4:3. Im achten Leg traf der Belgier mit 15 Darts (abgesehen von der Triple-1) kein Triplefeld, sodass es für Humphries ein Leichtes war, das vorentscheidende Break zum 5:3 zu produzieren. Schon kurze Zeit später war das Match dann beendet, ein 14-Darter besiegelte den 6:3-Erfolg. Humphries gelang eine wirklich starke Performance, er spielte knapp 104 Punkte im Schnitt und traf sechs seiner acht Versuche auf Doppelfelder; in dieser Verfassung wird er auch für Joe Cullen in Runde zwei eine Gefahr sein.

Es folgte das Match zwischen Steve Lennon und Robert Thornton, seines Zeichens zweimaliger Major-Sieger. Der Mann aus Irland fand besser ins Spiel und spielte zum Auftakt einen souveränen 13-Darter, welchem er relativ problemlos auch das 2:0 für ein Break. nachlegen konnte. Thornton fand überhaupt nicht ins Spiel, gab auch das dritte Leg an seinen Kontrahenten ab, ohne bisher auch nur einmal auf Doppel geworfen zu haben. Dies änderte sich im vierten Leg, weil der Schotte jedoch drei Möglichkeiten auf seine favorisierte Doppel-20 ausließ kam Lennon auch zum 4:0. Per 14-Darter legte der Ire auch noch das 5:0 aus, und im sechsten Leg vergab Thornton seine letzte Chance, um die Höchststrafe zu verhindern. Er konnte -seinerseits 93 Restpunkte nicht auf null bringen, und musste dann zusehen wie Lennon mit einem 167er-Checkout den Whitewash vollendete. Thornton kam bei der 0:6-Klatsche nicht über einen Average von 82 Punkten hinaus, währenddessen spielte Lennon einen Durchschnitt von 97 Punkten und eine Doppelquote von 37,5 Prozent – er darf sich jetzt auf das Zweitrundenduell mit Michael Smith vorbereiten.

Als nächstes war die aus deutschsprachiger Sicht interessanteste Partie an der Reihe. Zoran Lerchbacher aus Österreich bekam es mit dem zuletzt wiedererstarkten Max Hopp zu tun. Der „Maximiser“ hatte nicht nur beim letzten European-Tour-Event in München das Viertelfinale erreicht, sondern auch bei den Players-Championship-Turnieren vergangenes Wochenende mit einer Viertelfinal- und einer Achtelfinalteilnahme geglänzt. Das erste Leg gehörte Lerchbacher, der 72 Punkte für ein sofortiges Break ausmachte. Obwohl er ein 170er-Finish nur ganz knapp verpasste kam Hopp zum umgehenden Rebreak, welchem Max einen 14-Darter zur 2:1-Führung nachlegte. Ein fantastischer 12-Darter inklusive eines 161er-Checkouts brachte dem ehemaligen Juniorenweltmeister ein weiteres Break zum 3:1, Lerchbacher bekam in dieser Phase des Spiels überhaupt keinen Zugriff. 13 Darts benötige Hopp, um sich auch sein viertes Leg zu greifen und ein 86er-Finish mit zwei Darts erhöhte die Führung auf 5:1. Bei letzterem profitierte der Deutsche von einem Fehler Lerchbachers auf die Doppel-20. Drei Fehler auf Doppel leistete sich der Österreicher ein Leg später – und diese bedeuteten sein endgültiges Ausscheiden. Hopp beendete das Spiel mit seinem ersten Matchdart auf der Doppel-12 und feierte zusammen mit dem Publikum einen klaren 6:1-Erfolg. Hopp spielte einen Average von ziemlich genau 99,5 Punkte und traf sechs seiner zehn Würfe auf Doppelfelder. In Runde zwei erwartet den Deutschen mit Peter Wright der Titelverteidiger.


Van den Bergh und Wade mit gutem Auftakt

Der amtierende Juniorenweltmeister stand als nächstes auf der Bühne der Saarlandhalle. Dimitri van den Bergh duellierte sich in seinem Erstrundenspiel mit William O’Connor. Mit zwei 16-Darter eröffnete der Belgier und ließ noch einen 12-Darter inklusive eines 121er-Checkouts folgen, sodass er schon nach wenigen Minuten mit 3:0 führte. Diese Erfolgsserie endete, als van den Bergh zwei Darts auf Doppel ausließ und O’Connor auf der Doppel-18 ein Break schaffte. Ein starker 13-Darter folgte im Anschluss, sodass der Ire bis auf 2:3 heranrückte. Nur knapp verpasste der „Dreammaker“ im sechsten Leg ein zweites 121er-Finish, stattdessen trat O’Connor mit 130 Rest ans Board und schaffte tatsächlich dieses Highfinish zum 12-Darter, zum Break und zum 3:3-Ausgleich. O’Connor hätte auch gerne das vierte Leg in Serie gewonnen, doch er verpasste einen Dart auf die Doppel-16 und van den Bergh nahm 120 Punkte zum 4:3 Führung für ihn mit. Ein 12-Darter brachte den Belgier so weit, als dass ihn nur noch ein Leg vom Sieg trennte. Und diese Aufgabe erfüllte van den Bergh auf besondere Weise. Er checkte 140 Punkte via zweimal Triple-20 und Doppel-10 für sein drittes Highfinish des Spiels und den 6:3-Sieg aus. Des weiteren gelang dem Sieger ein Average von gut 98 Punkten und eine Doppelquote von rund 55 Prozent, van den Bergh wird in der zweiten Runde gegen Rob Cross antreten.

Als nächstes stand die Begegnung von Paul Nicholson und Nathan Aspinall auf dem Programm. Insgesamt drei Fehler auf Doppelfelder kosteten Aspinall gleich das erste Leg, auf der anderen Seite patzte Nicholson im zweiten Leg viermal auf Doppel und ermöglichte Aspinall so das umgehende Rebreak. Ein 80er-Finish des Australiers sorgte für das dritte Break im dritten Leg, per 13-Darter schaffte „The Asp“ aber auch hier wieder den Ausgleich. 74 Punkte waren es im fünften Leg, die Nicholson für ein erneutes Break auswarf, mit dem Unterschied, dass „The Asset“ dieses Mal auch bei eigenem Anwurf nachlegen konnte. Ein 14-Darter brachte Nicholson ein weiteres Break, sodass er beim Stand von 5:2 nur noch ein Leg vom Weiterkommen entfernt war. Und dieses Vorhaben war schnell erledigt, Aspinall vergab seine letzte Möglichkeit auf dem Bullseye und Nicholson checkte 85 Punkte zum klaren 6:2-Erfolg. Dabei warf „The Asset“ im Schnitt 92 Punkte pro Aufnahme und traf sechs seiner 14 Versuche auf Doppelfelder, in Runde zwei erwartet ihn Vorjahresfinalist Benito van de Pas.

Nur wenige Spieler waren zu Beginn der European Tour 2018 noch erfolgreicher als James Wade, denn bei ihm stehen zwei Halbfinalteilnahmen in Leverkusen und in München zu Buche. Auch in Saarbrücken wollte „The Machine“ natürlich mindestens genau so weit kommen, zum Auftakt musste er allerdings zuerst Tytus Kanik bezwingen. Wade begann gut und verteidigte seinen Anwurf mit einem 101er-Finish, doch auch Kanik kam gut rein und löschte 64Punkte zum 1:1 auf null. Nur knapp verpasste der Pole im dritten Leg ein 164er-Checkout, sodass Wade mit dem Schrecken davonkam und die Doppel-10 zum 2:1 treffen konnte. Per 17-Darter glich Kanik aus, „The Machine“ brauchte im Anschluss daran einen Pfeil weniger, um auf 3:2 zu stellen. Beiden Spielern gelang es bis hierhin nicht, die gegnerischen Anwürfe zu gefährden. Dies änderte sich im sechsten Leg, als Wade von zwei Fehlern seines Gegners auf Doppelfelder profitierte und auf der Doppel-10 auf 4:2 stellte. Ein 15-Darter ein Leg später brachte Wade so weit, als dass ihm nur noch ein Leg zum Weiterkommen fehlte. Und für dieses brauchte Wade nicht sonderlich viel Zeit, nach Scores von 140, 180 und 127 löschte er 54 Punkte zum 11-Darter aus und sicherte sich durch eine klare Leistungssteigerung den 6:2-Erfolg. Dabei spielte er einen Average von gut 93 Punkten und versenkte die Hälfte seiner Versuche auch in den gewünschten Doppelfeldern; Wade trifft in Runde zwei auf Mervyn King.

Für den Abschluss der ersten Runde sorgten Keegan Brown und Jermaine Wattimena, ein Duell, bei dem Sieger im Vorfeld nur schwer vorherzusagen war. Beide kamen nicht besonders gut in die Partie hinein, speziell Brown scorete ganz schwach und ermöglichte es Wattimena, die ersten beiden Legs zu gewinnen, der dafür jeweils 20 Punkte brauchte. Brown kam bis hierhin nicht über einen Average von 65 Punkte hinaus und gab somit auch das dritte Leg an den Niederländer ab. Im vierten leg erhielt Brown dann endlich seine ersten Versuche auf Doppelfelder, weil er allerdings vier Mal verfehlte stellte Wattimena auf der Doppel-20 auf 4:0. Es änderte sich aber auch weiterhin nichts daran, dass Brown kaum Triplefelder traf und häufig in die 5 oder 1 abrutschte. Deshalb hatte Wattimena auch überhaupt keine Probleme, mit zwei 13-Dartern die ihm noch fehlenden Legs einzutüten. Für Brown steht unterm Strich eine Leistung wie in einem Albtraum für einen Profispieler: ein Average von 61 Punkten und keinem Treffer aus vier Würfen auf Doppelfelder zeugen von einer katastrophalen Vorstellung. Wattimena tat seinerseits nicht mehr als nötig, warf im Schnitt 88 Punkte pro Aufnahme und spielte eine Doppelquote von 43 Prozent. Der Sieger trifft in der zweiten Runde auf Mensur Suljovic.

Alexander Kuck

German Darts Open


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