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Chisnall überragt in der zweiten Runde

Schon wenige Stunden nach Abschluss der ersten Runde ging es am Freitagabend mit der zweiten weiter. Im Einsatz waren dabei nur die Akteure, die ihr Zweitrundenticket bereits gestern gebucht hatten. Den Anfang machten dabei Joe Cullen und Rob Cross, ehe Daryl Gurney auf Simon Whitlock traf und Dave Chisnall gegen Jonny Clayton spielte. Zum Abschluss begegneten sich dann noch Ross Smith und Ricky Evans. Die zweite Runde wurde im Modus "best of 19 Legs" ausgetragen.

Gurney kann das Whitlock-Comeback abwenden

Für die Eröffnung dieser Session waren Joe Cullen und Rob Cross zuständig. Beide hatten gestern ihre Favoritenrollen bestätigt und dem jeweiligen Gegner keine Chance gelassen. Beide Profis waren in der Anfangsphase sehr darauf bedacht, die eigenen Anwürfe durchzubringen. Dies gelang beiden auch sehr gut, sodass es ohne Breaks und mit einer 3:2-Führung für Cross in die erste Unterbrechung ging. Nach der Pause glich der „Rockstar“ wiederholt aus, doch dann schaltete Cross einen Gang höher und erarbeitete sich erstmals einen Vorsprung von zwei Legs. Der frühere Weltmeister patzte anschließend jedoch dreimal auf Doppelfelder, sodass Cullen zum direkten Rebreak kam. Wenig später erwischte er auch die Doppel-8 – zur zweiten Pause stand es somit 5:5. Im Anschluss daran gelang es Cross dank dreier Leggewinne nacheinander, erneut Abstand zwischen sich und seinen Gegner zu bringen. Erst als „Voltage“ im 14. Leg der Partie knapp an der Doppel-5 vorbeiwarf, konnte Cullen diesen Lauf stoppen und auf 6:8 aus seiner Sicht stellen. Cross antwortete jedoch umgehend und brauchte dank eines Treffers in der Doppel-10 nur noch ein einziges Leg. Cullen hatte sich noch nicht aufgegeben und löschte wenig später unter maximalem Druck 76 Punkte aus, verpasste im nachfolgenden Leg aber ein 117er-Checkout. Dies hatte zur Folge, dass Cross das Match auf der doppelten 20 beenden konnte. Unterm Strich siegte der Weltranglistenzweite mit 10:7 und war der erste Mann im Viertelfinale.

Danach spielten Daryl Gurney und Simon Whitlock gegeneinander. Gerade Whitlock setzte gestern ein Ausrufezeichen, als er Adrian Lewis mit starker Leistung und dem 6:1 auf die Heimreise schickte. Doch heute startete Gurney einfach unglaublich gut: nach einem etwas schwächeren Auftaktleg kam er mit einem 13-Darter zum Break. Darauf folgte ein 12-Darter des Nordiren, ehe er noch einen drauflegte und nach elf Darts bei Null angekommen war. Im fünften Leg gelang Gurney ein weiterer 12-Darter, den er mit einem 126er-Bullfinish abschloss. Zu diesem Zeitpunkt spielte „Superchin“ einen Schnitt von 117 Punkten und erlaubte seinem australischen Gegner nicht einen Wurf auf ein Doppelfeld. Nach der Pause erhielt Whitlock dann seine erste Chance, verfehlte aber die Doppel-16. Gurney traf Tops für einen 13-Darter und erhöhte auf 6:0. Kurz darauf gelang dem „Wizard“ endlich sein erstes Erfolgserlebnis, er löschte 110 Punkte und bestrafte so einen Fehler seines Konkurrenten. Gurney ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und gewann wiederum zwei Legs hintereinander. Das letzte Wort vor der Pause wurde von Whitlock gesprochen, der somit „nur“ noch mit 2:8 hinten lag. Gurney erhöhte im Anschluss daran per 108er-Finish und benötigte dann nur noch einen Leggewinn. Doch plötzlich bekam Whitlock Spaß an diesem Match und Unterstützung von den Zuschauern. Einem 65er-Checkout ließ er im 13. Leg ein sehenswertes 148er-Finish folgen. Dieses Break konnte der Australier locker bestätigen, überstand anschließend den ersten Matchdart gegen sich und lag mittlerweile nur noch mit drei Legs in Rückstand. Als Whitlock wenig später die Doppel-4 erwischen konnte, hatte er fünf Legs nacheinander gewonnen und bis auf 7:9 verkürzt. Doch nun hatte Gurney endgültig genug gesehen: er spielte noch einen starken 11-Darter und rettete sich so über die Ziellinie.

Smith kann nicht an seine Erstrundenleistung anknüpfen

Für die beste Leistung in Runde eins zeigte sich Jonny Clayton verantwortlich: mit einem 111er-Average und einem Whitewash nahm er Titelverteidiger James Wade auseinander. Nun ging es für ihn gegen Dave Chisnall, der gestern zwar nicht überzeugte, sich nichtsdestotrotz aber seit Wochen in starker Form befindet. „The Ferret“ knüpfte zu Beginn nahtlos an seine gestrige Performance an und checkte zweimal nacheinander 121 Punkte – einmal auf dem Bullseye, das zweite Mal auf der Doppel-14. Mit einem 80er-Finish konnte Chisnall anschließend sein erstes Erfolgserlebnis vermelden. Weil die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, nahm der Waliser einen 3:2-Vorsprung in die Kabine. Nach der Pause konnte „Chizzy“ zunächst Parität herstellen, ehe er wenig später Tops erwischte und so erstmals in Führung lag. Der Engländer spielte in dieser Phase überragend, bestätigte dieses Break zunächst und glänzte im neunten Leg mit einem 142er-Finish – Clayton hatte sich Sekunden vorher mit einer 177 bei 24 Rest positioniert. Im nächsten Durchgang kam der Waliser aber wieder zum Zuge und nahm 72 Zähler von der Scheibe; zur zweiten Unterbrechung lag er dennoch mit 4:6 hinten. Im Anschluss daran ließ Clayton aber zwei wichtige Darts auf Doppel aus und ermöglichte seinem Gegner ein weiteres Break. Chisnall ließ sich jetzt überhaupt nicht mehr aufhalten, löschte im 12. Leg 90 Punkte und gewann problemlos auch die beiden darauffolgenden Legs. Damit hatte er die Ziellinie überquert und mit 10:4 gewonnen. Dabei spielte Chisnall schlicht überragend: zu einem 110er-Average kamen noch eine 83-prozentige Doppelquote und elf 180er hinzu. Ebenfalls erwähnenswert: kein einziges Leg wurde in mehr als 15 Darts beendet.

An dieser Stelle hatte man eher mit dem Duell von Michael van Gerwen und Glen Durrant gerechnet. Doch die beiden Favoriten verloren ihre gestrigen Spiele im Entscheidungsleg, und so hatten sich Ross Smith und Ricky Evans in die zweite Runde vorgespielt. Der „Smudger“ sicherte sich zwar das Auftaktleg, ließ in jedem der drei folgenden Legs jedoch Chancen aus. Evans war in diesen Situationen Nutznießer und gewann drei Durchgänge in Serie. Doch Smith erwischte wenig später Tops, unterbrach diesen Lauf und verkürzte zur ersten Pause auf 2:3. Beide streuten immer wieder Unsicherheiten auf die Doppelfelder ein, so patzte „Rapid“ direkt nach der Unterbrechung dreimal auf die Doppel-14 und kassierte neben dem Break auch den Ausgleich. Schon wenige Minuten später war dann Smith für vier Fehlwürfe verantwortlich, Evans konnte das Break in dieser Situation erfolgreich bestätigen und zwei Legs zwischen sich und seinen Gegner zu bringen. Auch zwei Durchgänge später war dieser Vorsprung noch existent und Evans ging mit einem 6:4 im Rücken in die letzte Unterbrechung. Smith bekam seine Schwierigkeiten auf die Doppelfelder auch danach nicht in den Griff und vertändelte im elften Leg drei weitere Chancen. Evans nutzte das natürlich aus und benötigte ein 112er-Highfinish später nur noch zwei eingefahrene Legs. Wenig später patzte Smith dann zwei weitere Male auf dem äußeren Ring und wurde dann Zeuge davon, wie Evans 96 Zähler via 20 und zweimal Doppel-19 löschte. Die vorzeitige Entscheidung verpasste Evans jedoch, weil er drei Matchdarts ausließ und Smith so das 5:9 erleichterte. „Smudger“ bekam jetzt eine zweite Luft, verteidigte daran anschließend erst sein Anwurfleg und checkte danach 124 Punkte auf der Doppel-11. Wenige Minuten später war die Hoffnung auf eine noch größere Aufholjagd zunichte, Evans konnte den Sack endlich zumachen und die Partie mit 10:7 gewinnen.

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