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Fehlstart für Titelverteidiger Anderson

Bei der seit 2016 ausgetragenen Champions League of Darts treffen sich nur die Besten der Besten. Ausschließlich die Top 8 der Weltrangliste sind für das TV-Turnier qualifiziert, das erstmals in der Morningside Arena in Leicester stattfindet. Aufgeteilt wurden die acht Profis rund um Titelverteidiger Gary Anderson und Topfavorit Michael van Gerwen in zwei Gruppen: in Gruppe A waren neben Anderson und van Gerwen auch Michael Smith und James Wade vertreten, während sich Rob Cross, Daryl Gurney, Gerwyn Price und Peter Wright in der anderen Gruppe B befanden. Los ging es am Samstagnachmittag mit den ersten vier Gruppenspielen, die alle im Modus „best of 19 legs“ ausgetragen wurden.

Price zeigt sich in starker Verfassung

Los ging es dabei zunächst mit Gruppe B, wo Daryl Gurney und Peter Wright für die Eröffnung verantwortlich waren. Beide kamen nur äußerst schleppend in die Begegnung hinein und offenbarten gerade auf die Doppel Unsicherheiten. In der Anfangsphase wusste Gurney das jedoch besser für sich nutzten, sodass er eine 3:0-Führung herausspielte. Erst als der Nordire kurz darauf gleich fünffach auf Doppel patzte, gelang es Wright, auf der Doppel-1 sein erstes Erfolgserlebnis zu verbuchen. Nachdem die nächsten beiden Legs gerecht aufgeteilt wurden, vergab Wright im siebten Durchgang zwei bedeutende Breakmöglichkeiten. „Superchin“ war in dieser Situation eiskalt und löschte 104 Zähler zum 5:2. Weil beide Akteure immer wieder Möglichkeiten liegen ließen, gab es bis zur Pause keine weiteren Breaks zu verzeichnen, sodass Gurney mit einer 6:4-Führung im Rücken in die Unterbrechung gehen konnte. Nach der Pause stabilisierte sich „Snakebite“ merklich auf die Doppelfelder, profitierte auch von einigen Patzern seines Kontrahenten und gewann drei Legs nacheinander. Mit dem 7:6 lag der Schotte nun erstmals selbst in Front, doch Gurney konterte sofort und stellte Parität her. Der Ausgang der Partie schien zu diesem Zeitpunkt offen, ehe Wright zum entscheidenden Schlussspurt ausholte. Nach einem durchgebrachten Anwurfleg gelang ihm im 16. Leg der Partie das so wichtige Break. Gurney wusste darauf keine Antwort mehr, stattdessen zeigte Wright noch einen 14-Darter und entschied die Partie so mit 10:7 für sich. Mit Averages unterhalb der 90-Punkte-Marke zeigten beide eine schwache Leistung.

In die zweite Begegnung aus Gruppe B waren Rob Cross und Gerwyn Price involviert. Der „Iceman“ kam etwas besser rein und landete im zweiten Leg per 12-Darter gleich ein Break, doch Cross machte dies direkt wieder wett und stellte mithilfe von zwei 14-Dartern alles auf Anfang. Beide Spieler ließen bei den eigenen Anwürfen wenig anbrennen; erst einige Minuten später bot sich Price eine Breakchance, als er knapp an 138 Restpunkten scheiterte. „Voltage“ war Sekunden später hellwach und bestrafte dies mit einem 127er-Bullfinish. Das letzte Wort vor der Pause wurde allerdings vom Waliser gesprochen, der sich dank Legs von 13 und 12 Darts eine 6:4-Führung erarbeitete. Nach der Pause verpasste Price sechs Chancen auf Doppel und schenkte seinem Gegner so das Break, erholte sich aber blitzschnell davon und stellte den alten Abstand mit einem starken 11-Darter wieder her. Das Spiel kippte in dieser Phase immer mehr in Richtung Price; Cross hatte der Scoring-Power seines Gegners wenig entgegenzusetzen. So kam es, dass Price im 14. Leg mit einem 78er-Finish ein Break vollendete und so nur noch ein Leg zum Sieg benötigte. Ohne Schwierigkeiten konnte er sich auch dieses holen, sodass Price einen deutlichen und verdienten 10:5-Erfolg gegen Cross feierte.

Van Gerwen müht sich zum Erfolg

Anschließend war Gary Anderson als Titelverteidiger an der Reihe. Den beliebten Schotten hatte man nach längerer Pause kürzlich beim Grand Prix wieder vor Kameras sehen dürfen, dort scheiterte er aber früh in Runde zwei. Auch für seinen heutigen Gegner Michael Smith lief es in Dublin nicht gut, da auch er nach Runde zwei rausgeflogen war. Der „Bully Boy“ verschlief den Start ins Match, leistete sich unter anderem vier Patzer auf Tops und lag so nach kurzer Zeit mit 0:3 hinten. Erst als sein schottischer Kontrahent seinerseits einmal an der Doppel-20 vorbeiwarf, kam Smith zum ersten Leggewinn. Doch Anderson ließ sich davon keineswegs aus seinem Rhythmus bringen, checkte zunächst 100 Punkte über zweimal Tops aus und kam anschließend per 11-Darter zum 5:1. Im Anschluss daran konnte Smith zwei 15-Darter in Folge werfen, doch Anderson hielt dagegen und stellte den Abstand von drei Legs wieder her. Weil der zweifache Weltmeister dann aber eine ziemlich wichtige Breakchance auf dem Bullseye vergab, konnte Smith wiederum verkürzen – zur Pause lag er nur noch mit 4:6 in Rückstand. Nun hatte der diesjährige Vizeweltmeister Fahrt aufgenommen, wobei sieben perfekte Darts im zwölften Durchgang die Basis für den 6:6-Ausgleich waren. Smith legte erfolgreich nach und war erstmals selbst in Führung. Ganz aus dem Rennen war Anderson allerdings auch noch nicht, als er auf der Doppel-10 wiederum Parität herstellte. Das bessere Ende sollte dann allerdings Smith gehören. Mit 14, 17 und 13 Darts gewann der Engländer drei Legs in Serie und verbuchte so den wichtigen 10:7-Auftaktsieg.

Im zweiten Spiel aus Gruppe A standen sich dann noch der Grand Prix-Sieger Michael van Gerwen (die Champions League konnte er jedoch noch nie gewinnen) und James Wade gegenüber. Beide Spieler zeigten zu Beginn je einen 13-Darter, ehe van Gerwen einen drauflegte und nur zwölf Würfe benötigte. Wade antwortete allerdings ohne zu Zögern und stellte auf 2:2. Per 13-Darter gelang dem Engländer wenig später sogar ein Break, welches er bei eigenem Anwurf erfolgreich bestätigen konnte. „Mighty Mike“ ließ sich selbstredend nicht so leicht abschütteln und profitierte im achten Leg zudem davon, dass Wade sechsfach auf Doppel patzte – der 4:4-Ausgleich war so nur noch Formsache. Der Weltranglistenerste hatte jetzt Oberwasser, sicherte sich mit 15 und 11 Darts zwei weitere Legs in Folge und nahm so einen 6:4-Vorsprung in die Kabine. Nach der Unterbrechung machte van Gerwen unbeirrt weiter, erhöhte zunächst seinen Abstand und startete mit sieben perfekten Darts ins zwölfte Leg. Weil er sich jedoch drei Patzer auf der doppelten 16 leistete, konnte Wade seinen eigenen Anwurf doch noch retten und den Lauf seines Gegners unterbrechen. Urplötzlich war nun „The Machine“ im Aufwind, als er sich zwei weitere Legs nacheinander sicherte und so zum 7:7-Ausgleich kam. Weil die nächsten beiden Durchgänge wiederum gerecht aufgeteilt wurden, versprach das 8:8 eine hochspannende Schlussphase. Dass es zu so einer allerdings gar nicht erst kam, war in erste Linie dem Niederländer geschuldet: er löschte zunächst 100 Punkte über zweimal Doppel-20 und holte sich anschließend mit einem 14-Darter das alles entscheidende Leg. Van Gerwen gewann diese Partie also knapp mit 10:8 und hatte die ersten beiden Punkte auf der Habenseite.

Champions League of Darts


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