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Wright und van Gerwen sind sicher im Halbfinale

Champions League of Darts, Gruppenspiele, Teil 2. Am Samstagabend trafen die Gewinner und die Verlierer der Nachmittagspartien direkt aufeinander. Während Erstgenannte (Peter Wright und Gerwyn Price in Gruppe B sowie Michael van Gerwen und Michael Smith in Gruppe A) eine großen Schritt in Richtung Halbfinale machen konnten, standen Letztere (Rob Cross und Daryl Gurney in Gruppe B sowie Gary Anderson und James Wade in Gruppe A) naturgemäß bereits unter hohem Druck.

Cross mit zweiter Pleite und vorzeitigem Aus

Den Start in die zweite Session in Leicester machten Rob Cross und Daryl Gurney mit dem Verlierer-Duell aus Gruppe B. Nachdem Gurney per 11-Darter sogleich zum Break kam und auch erfolgreich nachlegte, zeigte „Voltage“ ein 130er-Bullfinish für seinen ersten Leggewinn. Der Engländer warf in den nächsten beiden Durchgängen jedoch siebenmal am äußeren Ring vorbei und geriet folglich mit 1:4 in Rückstand. Auf der anderen Seite hatte sich Gurney im Vergleich zu seinem ersten Spiel massiv gesteigert, so glänzte er in den nächsten Minuten mit Highfinishes von 142 und 160 Punkten. „Superchin“ hatte mittlerweile fünf Legs in Folge gewonnen und sich selbst mit 7:1 in Führung gebracht. Cross konnte den Lauf seines Gegners erst danach unterbrechen, doch Gurney sprach das letzte Wort vor der Pause und nahm so eine 8:2-Führung mit in die Kabine. Im Anschluss daran zeigte Cross, dass er diese Partie noch nicht abgehakt hatte. Der frühere Weltmeister gewann seinerseits gleich vier Legs nacheinander und kam bis auf 6:8 aus seiner Sicht heran. Mehr ließ Gurney allerdings nicht zu, weil er einem wichtigen Break ein 116er-Highfinish nachlegen konnte. Mit diesem Checkout tütete er letztlich den 10:6-Erfolg ein.

In derselben Gruppe, aber mit anderen Voraussetzungen, ging es anschließend weiter, als Peter Wright und Gerwyn Price aufeinandertrafen. Da beide in ihrem Auftaktmatch siegreich waren, zeigten sie sich in diesem Match mit einer Menge Selbstvertrauen. Nachdem beide locker ihre ersten Anwurflegs eingefahren hatten, spielte Price ein 109er-Finish, welches von Wright schon kurz darauf als bisheriges Highlight abgelöst wurde: nachdem der Schotte eine 180 geworfen hatte, brachte er die verbliebenen 161 Restpunkte zum 2:2 auf Null. Wright hatte jetzt Oberwasser, holte sich per 12-Darter das erste Break der Partie und sicherte mit 13 und 17 Würfen zwei weitere Legs. Price lag nun mit 2:5 hinten, holte sich diesmal aber das sofortige Rebreak und glänzte dann mit einem 130er-Bullfinish. Mehr ließ Wright in dieser Situation aber nicht zu und schaffte es, mit einem 6:4-Vorsprung in die Unterbrechung zu gehen. Einige Minuten später konnte Price dann wiederum verkürzen. Wright stellte den alten Abstand wieder her, doch dann zeigte sich das vorherige Bild und der „Iceman“ kam wieder bis auf ein Leg heran. „Snakebite“ sorgte anschließend allerdings für einen Höhepunkt, als er 125 Zähler via Bullseye, 25 und Bullseye von der Scheibe nahm. Price ließ sich aber überhaupt nicht abschütteln, verkürzte erneut und schaffte es dann schließlich, per 11-Darter und per Break zum 8:8-Ausgleich zu kommen. Doch Wright zeigte eine richtig starke Schlussphase, spielte noch Legs von 13 und 14 Darts und erzielte so den 10:8-Sieg. Er selbst stand damit vorzeitig im Halbfinale und machte Cross das Erreichen dieser Runde unmöglich.

Titelverteidiger Anderson nach knapper Niederlage draußen

Dann ging es mit Gruppe A weiter, auch hier waren mit Gary Anderson und James Wade zuerst die Verlierer an der Reihe. Wade schnappte sich das Auftaktleg, legte mit einem 13-Darter zum Break nach und hatte danach Glück, dass Anderson drei eigene Breakdarts ungenutzt ließ. Wade brachte Sekunden später ganz souverän 98 Restpunkte auf Null. Anderson konnte diesen Rückstand allerdings gut aufarbeiten, und schon wenige Minuten später hatte er den 3:3-Ausgleich erzielt. Nachdem sich Wade dann wiederum in Front brachte, spielte Anderson ein 105er-Highfinish. Da die nächsten beiden Legs gerecht geteilt wurden – Wade gewann seines mit einem 12-Darter – war mit dem 5:5 zur Pause noch alles offen. Anderson setzte nach der Unterbrechung zu einem kleinen Zwischenspurt an und brachte etwas Land zwischen sich und seinen Gegner. Doch Wade ließ sich natürlich kaum abschütteln und sorgte kurz darauf mit dem 7:7 erneut für Parität. Erst als Anderson mit 9:8 vorne lag und nur noch 50 Punkte übrig hatte, schien sich der Sieger herauskristallisiert zu haben. Doch Wade zeigte seine ganze Klasse, löschte unter maximalem Druck 121 Punkte auf dem Bullseye aus und führte deswegen das alles entscheidende 19. Leg herbei. Dort wusste Anderson nicht mit 97 Restpunkten umzugehen, stattdessen blieb Wade auf der Doppel-20 nervenstark und machte den 10:9-Erfolg perfekt.

Ein Match fehlte jetzt nur noch: mit dem Duell von Michael van Gerwen und Michael Smith gab es eine weitere Neuauflage des WM-Finales vom Januar zu sehen. Der Weltranglistenerste legte los wie die Feuerwehr, kam mithilfe eines 110er-Checkouts direkt zum Break und bestätigte dieses locker mit einem 80er-Finish. Van Gerwen machte unbeirrt weiter und legte ein 118er-Highfinish nach, zudem profitierte er kurz darauf von einem Fehlwurf seines Gegners und erhöhte auf 4:0. Smith hatte bis hierhin nur zweimal auf das Bullseye zielen können, im fünften Leg halfen ihm dann aber auch zwei Möglichkeiten auf Tops nicht weiter. Erst als Smith im sechsten Leg einen 12-Darter mit einem 127er-Bullfinish beendete, holte er sich sein erstes Erfolgserlebnis. Smith hielt jetzt viel besser dagegen und stellte zunächst auf 2:5 aus seiner Sicht, ehe er ein weiteres Break folgen lassen konnte. Jetzt war der „Bully Boy“ auf einmal tonangebend und holte sich ein viertes Leg in Serie. Kurz darauf ließ er jedoch zwei wichtige Möglichkeiten auf der Doppel-20 liegen. So rettete van Gerwen seinen Anwurf und ging mit einer 6:4-Führung in die Pause. Per 12-Darter legte „Mighty Mike“ wenig später ein Break nach, er kassierte aber das sofortige Rebreak und der Vorsprung verringerte sich wieder. Smith leistete sich wenig später zwei Fehler auf die Doppelfelder, van Gerwen war per 74er-Checkout eiskalt zur Stelle und führte zu diesem Zeitpunkt mit 8:5. Der Engländer gab sich allerdings längst nicht geschlagen und konterte per 87er-Finish, nachdem van Gerwen knapp an 164 Restpunkten vorbeigeschrammt war. In dieser Phase gab es ausschließlich Breaks zu beobachten, in diesem konkreten Fall brachte van Gerwen das gewonnene 15. Leg soweit, sodass ihm nur noch eines zum Sieg fehlte. Nachdem sich Smith dann bei 72 Restpunkten überwarf, war die Angelegenheit durch und van Gerwen beim Endstand von 10:6 der Sieger. Van Gerwen zieht somit sicher ins Halbfinale ein, Anderson ist durch diese Resultat eliminiert.

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