Raymond van Barneveld
Raymond van Barneveld wurde am 20.4.1967 in den Haag / Niederlande geboren und lebt auch aktuell noch dort. Die ersten Darts warf van Barneveld im Alter von 14 Jahren.
Van Barneveld trägt die Spitznamen "Barney" und "The Man". Er spielt mit 25 Gramm schweren Darts der Marke Unicorn. Der Name der Darts lautet "World Champion van Barneveld". Als Einlaufmusik lässt er Eye Of The Tiger von Survivor spielen.
Aktiv begann der gelernte Postbote den Dartsport im Jahre 1990. Profi wurde er im Jahre 1998. Er war derjenige, der den Dartsport in Europa, ausgenommen von England, populär gemacht hatte. "Barneys" Karriere begann 1990 bei der British Dart Organisation. Er spielte bis zum Jahr 2006 bei der BDO, ehe er zur PDC wechselte.
Bei der BDO konnte er zahlreiche Erfolge verzeichnen.
| Erfolge in der British Darts Organisation | |||||||||||||
| World Championship Gewinner | 1998, 1999, 2003, 2005 | ||||||||||||
| World Darts Trophy Gewinner | 2001, 2005 | ||||||||||||
| World Masters Sieger | 2003, 2004 | ||||||||||||
| International Darts League Sieger | 2003, 2004, 2006 | ||||||||||||
Der Wechsel zur PDC war für ihn unabdingbar, da er den Anspruch hatte, sich immer mit den Besten messen zu können. Er war jedoch der Meinung, dass dies in der BDO leider nicht möglich sei, da z.B. John Part, Wayne Mardle, Phil Taylor oder Roland Scholten allesamt bei der PDC spielten. Außerdem war er der Meinung, dass er bei der PDC wesentlich bessere Bedingungen vorfinden wird. Somit bestätigte er den Wechsel zur PDC am 15. Februar 2006.
Im ersten Jahr in der PDC zeigte er, was in ihm steckt. "The Man" wurde unmittelbar für die Permier League Darts nominiert. Dort gewann er unter anderem gegen Ronnie Baxter (8:1), Wayne Mardle (4:8), Roland Scholten (8:3) und Peter Manley (8:3). Im Spiel gegen Peter Manley gelang ihm sogar der erste 9-Darter in der Geschichte der Premier League Darts. Er musste sich jedoch im Halbfinale Roland Scholten mit 3:11 geschlagen geben.
Nach der starken Vorstellung bei der Premier League Darts gelang ihm in der dritten Runde der UK Open 2006 gegen Simon Whatley ein 8:0. Danach besiegte er Jimmy Mann mit 11:4. In der Runde der letzten 16 ließ er Bob Anderson mit einem 11:3 nicht den Hauch einer Chance. Im Viertelfinale folgte das langerwartete Spiel gegen einen gewissen Phil Taylor. In einem unbeschreiblich ausgeglichenen Spiel setzte sich "Barney" mit 11:10 im letzten Leg durch. Spätestens jetzt wussten alle in der PDC, dass zu Beginn der Saison ein Ausnahmedarter zu Ihnen gestoßen war. Im Halbfinale schaltete er John MaGowan mit 11:7 aus, ehe er auch im Finale gegen Barrie Bates gewann. Der erste Turniersieg in der PDC war somit besiegelt.
Noch von den UK Open beflügelt, startete das Turnier der Las Vegas Desert Classic. Das Erstrundenmatch gewann er gegen Darin Young mit 6:2 und besiegte danach promt auch Steven Smith mit 3:0. In der Runde der letzten 8 gewann "The Man" auch gegen Andy Hamilton mit 3:1. Im Halbfinale war es erneut ein klasse Spiel gegen Phil Taylor, welches ihm zum 4:3 Sieg verhalf. Im Finale am 2. Juli 2006 war John Part eine Nummer zu groß, er unterlag mit 3:6.
Zum Schluss das ersten Spieljahres stand die PDC World Darts Championship an. Das Erstrundenmatch gewann "Barney" mit 3:0 gegen Mitchell Clegg. In der zweiten Runde traf er auf den damaligen Weltranglisten Ersten Colin Lloyd. Diesen konnte er in einem starken Spiel mit 4:3 bezwingen. In den nächsten beiden Runden hatte van Barneveld wenig Mühe. Er bezwang seinen Landsmann Rico Vonck mit 4:0 und auch Alan Tabern zu Null im Modus best of 9. Im Halbfinale stand ihm Andy Jenkins gegenüber. "The Man" gab erneut keinen Satz ab und gewann mit 6:0. Im Finale kam es zu einem Wiedersehen mit Phil Taylor. Wie immer, wenn diese beiden aufeinander trafen, war dies eine Garantie für ein hochklassiges Spiel. So sollte es auch diesmal sein. Van Barneveld lag schon mit 3:0 Sätzen fast aussichtslos zurück, wobei er in einem Herzschlagfinale das entscheidende Leg für sich entscheiden konnte. Außerdem gelang ihm zum Satzanschluss (3:1) ein 170er Checkout. Dieses Finale der PDC World Darts Championship 2007 geht als eines der besten und spektakulärsten Spiele aller Zeiten in die Gechichte des Dartsports ein.
Nach der gewonnenen Weltmeisterschaft am 1. Januar 2007 ging es für van Barneveld erst am 1.Februar 2007 weiter. Mit dem Titel im Gepäck zählte "Barney" zum engeren Favouritenkreis, obwohl er nur dank der erhaltenen Wildcard an der Premier League Darts teilnehmen durfte. Wie auch im Vorjahr verlor er im Halbfinale. Nach der Vorrunde stand er hinter Phil Taylor auf Platz zwei der Tabelle. Im Halbfinale verlor er jedoch gegen den Tabellendritten Terry Jenkins denkbar knapp mit 10:11.
Mitte Mai starteten die US Open. In den ersten beiden Runden und dem Viertelfinale kam van Barneveld fast ohne Satzverlust aus (1.Runde: 3:1 gegen Steve Hine, 2.Runde: 3:0 gegen Barrie Bates, Viertelfinale: 3:0 gegen Roland Scholten). Im Halbfinale schlug, der nun Weltranglisten Zweite Andy Hamilton mit 3:1 und stand gegen Phil Taylor im Finale der US Open. Dort blieb der Holländer jedoch ohne Chance und verlor mit 4:1.
Raymond stieg Mitte Juni 2007 in der vierten Runde in die UK Open ein. Dort gewann er problemlos mit 11:1 gegen John MaGowan. In der fünften Runde traf er auf den Kanadier John Part. Hier konnte er sich äußerst knapp mit 11:10 durchsetzen. Die nächsten Runden sollten etwas angenehmer werden. In der sechsten Runde gewann er mit 11:5 gegen Wayne Jones. Im Viertelfinale schlug er Phil Taylor, wie auch im Halbfinale Colin Lloyd, mit 11:4. Im Endspiel ließ er Vincent van der Voort keine Chance (16:8) und sicherte sich somit den zweiten Turniersieg in diesem Kalenderjahr, wobei auch dies nicht der letzte sein sollte.
Am 4. Juli 2007 starteten die Las Vegas Desert Classic. In den ersten beiden Runden servierte "Barney" Kevin Painter (6:1) und Wayne Mardle (8:1) förmlich ab. Im Viertelfinale traf er auf den Niederländer Roland Scholten. Auch dieses Match ging mit 10:4 deutlich an "The Man". Im Halbfinale stach er zudem John Part mit 11:7 aus, wonach er auch im Finale Terry Jenkins mit 13:6 schlug.
Anschließend stand das World Matchplay in Blackpool auf dem Programm. Dort musste sich van Barneveld jedoch im Viertelfinale Adrian Lewis mit 14:16 geschlagen geben, wobei er zuvor gegen Denis Ovens (10:7) und Barrie Bates (13:5) gewonnen hatte.
Im Oktober 2007 fand in Dublin / Irland der World Grand Prix statt. In der ersten Runde bezwang er erneut Vincent van der Voort mit 2:1. In der zweiten Runde gewann er fast mühelos gegen Mervyn King mit 3:0, ehe er in der Runde der letzten 8 extrem knapp gegen Adrian Lewis mit 4:3 gewann. Im Halbfinale verlor "Barney" jedoch deutlich gegen James Wade mit 1:5.
Bei dem nächsten Turnier, dem Grand Slam of Darts, schied van Barneveld in der zweiten Runde mit 7:10 gegen Terry Jenkins mit 7:10 aus.
Wie immer im Turnierplan vorgesehen, ist das letzte Turnier eines Jahres die PDC World Darts Championship. In den ersten beiden Runden siegte er 3:0 gegen Anthony Forde und 4:1 gegen Jason Clark. In der dritten Runde musste er gegen Kevin Painter ran. Zur Überraschung vieler, verlor er dieses Match mit 2:4 und schied somit frühzeitig aus dem Turnier aus.
Nach der für ihn eher bescheidenen Weltmeisterschaft gelang es ihm trotzdem, zum 02. Januar 2008 die Führung im Order of Merit zu übernehmen. Es gab für "Barney" somit genügend Grund zur Freude.
Mitte Januar begann die neue Premier League Darts Serie. Zum Ende der Vorrunde lag "The Man" mit Siegen gegen u.A. John Part (8:6), Adrian Lewis (8:2) und James Wade (8:6) auf einem guten dritten Platz. Im direkten K.O. Spiel musste er somit gegen den Zweiten der Vorrunde ran, James Wade. Er konnte jedoch zu keinem Zeitpunkt des Spiels an seine Vorrundenleistung anknüpfen und verlor mit 8:11.
Am 16. Mai starteten die US Open im Mohegan Sun Casino in Connecticut / USA. In diesem groß angelegten Turnier gab es fünf Vorrunden. In den ersten drei Runden besiegte er Christopher Russano, Sean Smith und Jerry Hall mühelos. Wie auch bei der Weltmeisterschaft im Dezember, verlor er völlig überraschend die vierte Runde mit 2:3 gegen Gary Mawson.
Zurück über den Teich starteten am 5. Juni die UK Open in Bolton / England. Als gesetzter Spieler musste "The Man" erst in der dritten Runde an das Board. Dort gab er sich gegen Tony Ayres keine Blöße und gewann mit 9:0. Die zweite Runde bestritt er gegen Jacko Barry und gewann mit 9:7. In der dritten Runde bekam er es mit Andy Hamilton zu tun. Dieses Match konnte er mit 9:4 für sich entscheiden. Das Viertelfinale stand nun an. Dort spielte er gegen Phil Taylor, der mit einem 3-Dart-Average von 114.53 gegen Wes Newton gewonnen hatte. In diesem Spiel sollte der Niederländer erneut durch Höhen und Tiefen gehen müssen. Er besiegte jedoch Taylor im entscheidenden Leg mit 10:9. Im Halbfinale gab es ein Wiedersehen mit Gary Mawson. Wie auch in den US Open verlor "Barney" mit 8:10.
Knapp drei Wochen später starteteten die Las Vegas Desert Classic. In der ersten Runde stand ihm Matt Clark gegenüber. Dieses Spiel gewann er ohne Legverlust mit 6:0. In der zweiten Runde verlor er schlagartig die Spielkontrolle und somit auch das Spiel mit 4:8.
Am 20. Juli stand nun die erste Runde des World Matchplay auf dem Programm. "Barney" tat sich in der ersten Runde sehr schwer gegen Mark Frost, gewann aber schlussendlich mit 11:9. In der zweiten Runde gewann er deutlich gegen Tony Eccles mit 13:3. Im Viertelfinale kam es zu einem Duell zweier Top 10 Spieler namens "The Man" und Wayne Mardle. Dieses Spiel war bis zum Schluss sehr ausgeglichen, ging jedoch aus Sicht des Holländers mit 16:18 verloren.
Nach einigen Wochen Trainingspause ging es in "Barneys" Tourkalender am 6. Oktober in Dublin / Irland mit dem World Grand Prix weiter. Das Besondere an diesem Turnier ist, dass im Modus "double in & Double out" gespielt wird. In der ersten Runde musste er gegen Alan Tabern antreten und gewann 2:1. In der zweiten Runde und im Viertelfinale traf er jeweils auf einen Hochkaräter. In Runde Zwei gewann er gegen Adrian Lewis 3:2 und eine Runde später 4:1 gegen Colin Lloyd. Im Spiel um das Finale trat er gegen Mervyn King an und gewann 5:0. Im Endspiel traf der Weltranglisten Zweite "Barney" auf den Weltranglisten Ersten, "The Power". Taylor konnte das Finale mit 6:2 für sich entscheiden.
Ende Oktober begann die European Darts Championship in Dinslaken / Deutschland. Der Holländer konnte sich in der ersten Runde gegen Andy Jenkins mit 5:2 durchsetzen. In der zweiten Runde war es Dennis Priestley, der sich "The Man" mit 4:9 geschlagen geben musste. Im Viertelfinale hingegen war Endstation. Dort duellierte er gegen einen stark aufspielenden Adrian Lewis und verlor deutlich mit 2:9. Nun stand das Grand Slam of Darts auf dem Programm. In diesem Turnier war die Vorrunde für "The Man" kein Problem. Er gewann alle seine Spiele. In der zweiten Runde war es Darin Young, ein US-Amerikaner, welcher ihm unterlag. In den Viertelfinalen traf er auf den Weltranglisten Siebten, Terry Jenkins. Im entscheidenden 19. Leg entschied der Engländer das Spiel für sich.
Alle Jahre wieder startete die PDC World Darts Championship kurz vor den Weihnachtstagen. In den ersten beiden Runden hatte "Barney" mit Mark Stephenson und Wes Newton keine Probleme. Er gab lediglich ein Leg gegen Wes Newton ab. In der dritten Runde traf er auf den dritten Engländer in diesem Turnier, Ronnie Baxter. Diese Partie war höchst umkämpft mit dem besseren Ende für den Niederländer (4:3). Im Viertelfinale traf er auf Jelle Klaasen. Mit ihm machte "Barney" im Eiltempo kurzen Prozess, er gewann 5:1. In diesem Spiel warf "The Man" auch einen 9-Darter und sicherte sich somit die Prämie von 20.000£. Das Halbfinale war damit perfekt. Er musste gegen, den direkt hinter ihm gesetzten, James Wade ran und gewann mit 6:4. Es war wieder einmal so weit, dass "Barney" im Endspiel auf Phil Taylor traf. Jedoch war der Holländer absolut chancenlos und verlor deutlich mit 1:7.
Trotz der Finalteilnahme bei der PCD European Darts Championship 2009, war das Jahr ein Dämpfer für "The Man" nach dem perfekten Einstand 2007.
Der nun in der Order of Merit an Platz 10 stehende Holländer begann seine Saison mit der Teilnahme an den Players Championships. In der ersten Runde gewann er mit 6:4 gegen Andy Jenkins. Eine Runde später ohne Legverlust 6:0 gegen Andy Smith. Im Viertelfinale musste er sich jedoch den an Zwei gesetzten James Wade mit 8:9 denkbar knapp geschlagen geben.
Die Premier League Darts startete wie immer Anfang Februar und ging bis Ende Mai. Nach den Gruppenspielen stand "The Man" mit fünf Siegen, drei Unentschieden und vier Niederlagen auf Platz drei und qualifizierte sich somit für die KO Spiele. Dort trat er gegen James Wade an. Wie auch vor einigen Wochen, zog er auch hier den Kürzeren und verlor mit 8:10.
Das nun folgende Turnier waren die UK Open. "Barney" stieg erst in der dritten Runde gegen Ken Dobson ein und gewann mit 9:4. Einen Tag und auch eine Runde später gewann er gegen Andy Hamilton, jedoch mit 9:7. In der fünften Runde spielte er gegen Colin Osborne und verlor gegen den späteren Finalisten deutlich mit 4:9.
Bei den Las Vegas Desert Classic spielte er ein tolles Turnier. Er schlug in Runde Eins den Qualifikanten Bill Davis mit 6:2, in Runde Zwei seinen Landsmann Co Stompè mit 8:2 und im Viertelfinale Mervyn King 10:1. Auch in diesem Turnier traf er auf seinen "Angstgegner" James Wade. Den Fluch der Niederlagen konnte er jedoch vertreiben. Er schlug ihn in einer sehr starken Vorstellung mit 11:6 unerwartet deutlich. Im Finale war es wieder einmal Phil Taylor der ihm den Turniersieg nicht gönnte. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Finale setzte sich Taylor mit 13:11 durch.
Beim World Matchplay war für "The Man" im Viertelfinale Schluss. Er gewann in Runde Eins gegen Michael van Gerwen 10:3 und in Runde Zwei gegen Mark Walsh, ehe er mit 12:16 gegen Terry Jenkins verlor.
Die European Championship startete mit einem knappen 6:5 Sieg gegen Dennis Priestly. In Runde Zwei bestätigte sich jedoch, dass "The Man" nicht in das Turnier fand. Er verlor gegen Mark Walsh mit 7:9 und schied somit frühzeitig aus.
Nach den Europameisterschaften steht, kurze Zeit später, der World Grand Prix auf dem Tourkalender. In Runde Eins gewann er gegn Alan Tabern 2:1 und in der zweiten Runde gegen Wes Newton 3:2. Er tat sich zu Beginn des Turniers sehr schwer. Im Spiel unter den letzten 8 platzte dann jedoch der Knoten. Er gewann 4:0 gegen Jacko Barry und auch im Halbfinale gegen Andy Hamilton mit 5:2. Im Finale stand einmal mehr Phil Taylor. Wer Taylor kennt weiß, er verliert nicht gerne, somit auch nicht dieses Endspiel. Der Engländer konnte das Turnier, wie auch im Vorjahr, gegen "Barney" im Finale für sich entscheiden.
Der nun stattfindende Grand Slam of Darts startete am 14. November, wo "Barney" in die Gruppe D gelost wurde. Nach der Vorrunde belegte er Platz Zwei und zog somit in die nächste Runde ein. In der zweiten Runde schlug er Mervyn King mit 10:6. Im Viertelfinale stand im der Gruppensieger seiner Gruppe in der Vorrunde gegenüber, Kevin Painter. Der Holländer ließ ihm jedoch keien Chance und gewann 16:6 und traf im Halbfinale erneut auf Phil Taylor. In diesem Spiel war er jedoch chancenlos und musste eine deutliche 6:16 Niederlage hinnehmen.
"The Man" begann mit überzeugenden Siegen (3:0) gegen Warren Parry und Brendan Dolan 4:0. In der dritten Runde besiegte er Kevin Painter mit 4:1. Nun stand das Viertelfinale gegen Ronnie Baxter bevor. Auch hier unterstrich der Holländer die Ambitionen zu gewinnen. Er siegte hochüberlegen mit 5:0 und war unter den besten Vier der Welt. Dort musste er sich jedoch Simon Whithlock denkbar knapp mit 6:5 geschlagen geben.
Das Jahr 2009 war nun beendet und "Barney" war wieder Weltranglisten Zweiter, hinter Phil Taylor.
In das Jahr 2010 startete van Barneveld erst mit der Premier League Darts und ließ zuvor die Players Championship Finals aus. Dieses Turnier endete jedoch mit einer größeren Enttäuchung! Er schied schon nach den Vorrundenspielen als Sechster chancenlos aus.
Aus diesem Grund sagte er auch die UK Open ab, um seine gute Form wiederzufinden. Er nahm den Touralltag erst im Juli mit dem World Matchplay auf. In der ersten Runde schlug er Denis Ovens mit 10:1 und warf sogar einen 9-Darter. In Runde Zwei schaltete er Alan Tabern souverän mit 13:5 aus. Im Viertelfinale spielte er gegen seinen Landsmann Co Stompè und gewann erneut mit 16:12. Im Halbfinale besiegte er nach einer ganz starken Vorstellung James Wade deutlich mit 17:8 und bestritt das Finale gegen Phil Taylor. Wie so oft war Taylor zu stark. "Barney" verlor 12:18.
Bei den European Darts Championship kam er nur ins Viertelfinale. Nach Siegen gegen Andy Hamilton und den Deutschen Bernd Roith, verlor er gegen Wayne Jones 8:10. Dieses Turnier war erneut eine Enttäuschung. Zumal "Barney" in diesem Spiel einen um fast fünf Punkte höheren Durchschnitt als sein Gegner hatte.
Beim World Grand Prix in Dublin / Irland, welcher am 4. Oktober startete, gehörte er zum erweiterten Favouritenkreis. Im Erstrundenmatch gegen den Iren John MaGowan, gewann er ohne Probleme mit 2:0. In Runde Zwei besiegte er Mark Walsh mit 3:1 und im Viertelfinale auch Barrie Bates. Im Halbfinale unterlag er jedoch James Wade mit 1:5. Diese Niederlage kam trotz eines 170er Checkouts überraschend deutlich zustande.
Der Grand Slam of Darts, welcher schon ein Indiz auf die Form für die PDC Worlds Darts Championship sein kann, stand nun an. Dort wurde "The Man" Zweiter in seiner Gruppe und zog somit in die zweite Runde ein. Dort unterlag er jedoch dem späteren Überraschungssieger Scott Waites mit 7:10.
Bei den PDC World Darts Championships 2011 war er als Weltranglisten Dritter gesetzt. Dort gewann er sein Match gegen Steve Hine 3:1. In Runde Zwei zerlegte er auch Kevin McDine 4:1. In der dritten Runde traf er auf Colin Osbourne. Dieses unglaublich spannende Match entschied der Holländer mit 4:3 für sich. Im Viertelfinale spielte er gegen Gary Anderson aus Schottland und verlor deutlich mit 1:5. Wie sich später herausstellte, verlor er gegen den Turniersieger. Das Jahr 2010 schloss er nun mit Platz Drei im Order of Merit ab. Vor ihm war nur, wie kaum anders zu erwarten, Phil Taylor und auch James Wade. Wade hatte sich still und heimlich beim Grand Slam of Darts an ihm vorbeigeschoben.
Im neuen Jahr ließ "Barney" die Players Championship Finals aus.
Bei der Turnierreihe der Premier League Darts beendete "The Man" die Vorrunde auf Rang Zwei hinter Phil Taylor. Im Halbfinale musste der Niederländer nun gegen Gary Anderson ran. Wie jedoch beim letzten Aufeinandertreffen bei der PDC World Darts Championship gewann erneut der Schotte. Diesmal jedoch deutlich knapper als zuvor mit 8:6. Beim Spiel um Platz Drei war es wieder einmal Taylor, welcher auch mit 8:6 gegen "Barney" gewann.
Bei den UK Open musste der Holländer, wie immer in den letzten Jahren, erst in der dritten Runde einsteigen. Dort gewann er 9:5 gegen Steve Brown. In Runde Vier gewann er gegen Michael Smith mit 9:4. Die Ergebnisse beider Spiele hätte "Barney" mit etwas mehr Konsequenz jedoch deutlicher gestalten können. In Runde Fünf musste van Barneveld eine brutale 1:9 Niederlage gegen Wes Newton hinnehmen. Somit schied er sogar noch vor den Viertelfinals aus.
Am 16. Juli, zu Beginn des World Matchplay, konnte er es jedoch wieder besser machen. In der ersten Runde war es Steve Brown, den er deutlich mit 10:3 schlug. In seinem Zweitrundenmatch gegen Paul Nicholson gewann er erneut. Diesmal jedoch mit 13:8. Im Viertelfinale war es wieder einmal James Wade, der ihn mit 16:11 aus dem Turnier warf.
Stark formverbessert erschien er im Düsseldorfer Maritim Hotel zu den European Darts Championship. Sein Erstrundenmatch holte er mit 6:4 gegen Andy Hamilton. Gegen Mark Walsh gewann er auch die zweite Runde. Das nun anstehende Viertelfinale ging gegen James Wade. In diesem Spiel ging es hin und her, ohne dass sich einer der beiden Spieler absetzen konnte. Am Ende gewann "The Man" nach großem Kampf mit 10:8. Im Halbfinale zeigte er gegen Adrian Lewis erneut diesen Kampf um den Sieg, diesmal jedoch vergeblich. Er verlor das entscheidende 21. Leg und unterlag somit mit 10:11.
Nun galt es, den Schwung der European Darts Championship mit ins neue Turnier zu transportieren. In Runde eins schlug er überlegen Mervyn King mit 2:0. Unerwartet gelang dem Niederländer in Runde Zwei nichts mehr, er verlor deutlich mit 1:3.
Der Grand Slam of Darts stand nun vor der Tür. Er spielte in Gruppe B mit Dean Winstanley, Ted Hankey und Ian White. Er verlor alle seine Spiele und schied somit als Gruppenletzter aus.
Nun steht ab dem 15. Dezember die PDC Weltmeisterschaft vor der Tür. Van Barneveld muss sich deutlich formverbessert zeigen, um dort eine Rolle zu spielen. Genug Erfahrung hat er zweifelsohne. Etwas Losglück wäre ihm jedoch zu wünschen. "The Man" sollte Taylor und Wade möglichst meiden. Statistisch gesehen verlor "Barney" gegen beide die meisten Spiele. Gegen Wade gewann er nur eins der letzten fünf Spiele und gegen Taylor sogar gar keins! Somit wäre ein Duell mit einem der Beiden zu einem möglichst späten Turnierzeitpunkt wünschenswert.
Raymond van Barneveld Portrait
Zusammengestellt durch Daniel Fellenberg
| Raymond van Barneveld Fakten | |||||||||||||
| Name | Raymond van Barneveld | Spitzname | "Barney" und "The Man" | ||||||||||
| Geburtsort | Den Haag | Größe | 1,93 m | ||||||||||
| Darts | 25g Unicorn | Lieblingsgetränk | Eistee, Bitter Lemon | ||||||||||
>> Raymond van Barneveld Interview 1
>> Raymond van Barneveld Interview 2






