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Charis
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Beitragvon Charis » 26.11.2007, 12:55

Kaum ist der Grand Slam vorbei steht schon das nächste Premier Turnier der PDC vor der Türe, diesesmal sogar bei uns in Halle.

Die Ziehung könnt Ihr jetzt hier finden:

http://www.planetdarts.tv/page/Latest/0,,10180,00.html

Es ist alles dabei, was Rang und Namen hat in der PDC, einschließlich Phil Taylor und Peter Manley und den starken Spielern Scholten, Painter, Lloyd, Klaasen und Part.
Kevin McDine habe ich auf den ersten Blick nicht gefunden.
Und natürlich sind auch die deutschen Top Spieler alle am Start.
Vielleicht gelingt Rosenauer doch noch Platz 1 im Ranking? Wer bekommt dann eigentlich die Wildcard? Suljovic?
Oder strengen sich die beiden gar nicht mehr an, weil ja doch schon alles für sie gelaufen ist?
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Beitragvon Charis » 26.11.2007, 13:13

Hab ich ganz vergessen: Das Turnier, na ja eher eine Zusammenfassung :wink: , wird am 16.12. um 15.30 im DSF übertragen
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Beitragvon Charis » 04.12.2007, 10:11

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Das erste Major Turnier der PDC, das jemals in Deutschland ausgetragen wurde. Was nicht überraschend ist, da ja erst durch die Gründung der GDC vor einem Jahr PDC Turniere nach Deutschland gekommen sind.
Ausgetragen wurde es in Halle, im Gery Weber Convention Center, einem Austragungsort, der in meinem Kopf irgendwie mit Handballspielen in Verbindung gebracht wurde.

Halle ist aus dem Süden Deutschland mit dem Zug recht gut zu erreichen und ist nicht zu verwechseln mit dem bekannteren Halle an der Saale.
Ich beschloss also hinzufahren und mir auch dieses Event, wie schon die Turniere in Bad Soden und in Kirchheim einmal näher anzusehen. Allerdings war vornherein klar, dass ich nicht bis zum Finale bleiben konnte, es fand am 1.Adventssonntag statt, und das musste ich irgendwann wieder zuhause auftauchen um den Familienfrieden nicht zu gefährden.
Am Freitagnachmittag kam ich an, es war schon sehr dunkel und sehr unfreundlich. Die Bahn hatte Verspätung gehabt, irgendwo war ein Notarzt Einsatz nötig geworden, der Zug wurde umgeleitet und der Anschlusszug war weg, so dass ich von Köln bis Bielefeld in einem total überfüllten ICE herum gestanden war. Aber ich war angekommen.
Das Hotel war schon sehr weihnachtlich geschmückt und es war noch gar nichts los.

Ich warf einen Blick auf den Veranstaltungsort, auch hier nichts los, ein paar wenige Dartspieler warfen sich ein, es sollte ja noch ein Warm-Up Turnier stattfinden, ich sah auch Mervyn King und Kevin McDine, aber die sehr große Halle wirkte doch noch sehr leer. Ein paar dartn.de Leute waren dabei ihre Geräte aufzubauen.
Ich kehrte erst einmal ins Hotel zurück um etwas zum Essen aufzutreiben. Das Restaurant machte einen vornehmen Eindruck, man konnte sich nicht einfach irgendwohin setzten, man bekam einen Tisch zugewiesen. Da ich wenig in Hotels und vornehmen Lokalen verkehre, war alles eher ungewohnt.
Noch während ich mit Essen beschäftigt war, füllte sich das Restaurant so langsam mit PDC Spielern. Auch Bob Anderson und Mark Dudbridge tauchten auf, zusammen mit einigen deutschen Unicorn Angestellten---endlich ein paar vertraute Gesichter und ich fühlte mich gleich besser. Da sie am Nachbartisch saßen, konnten wir uns auch unterhalten.
Beim Essen wurde auch das für mich einzige Manko dieses Austragungsortes deutlich: Das Personal war total überfordert. Selbst in einem vornehmen Restaurant dürfte es nicht üblich sein, dass man fast eine Stunde auf eine Vorspeise warten muss und dass zwischen Vorspeise und Hauptgericht noch mal eine halbe Stunde Wartezeit liegen. Die sehr freundliche Bedienung war einfach mit den, für meine Begriffe noch nicht einmal übertrieben zahlreichen, Gästen überfordert.
Ich verzog mich nach dem Essen gleich aufs Zimmer.

Am nächsten Morgen hatte ich eigentlich ein Interview mit Herrn von Moltke verabredet, der aber vor Turnierbeginn nirgends aufzufinden war. So schaute ich mich ein bisschen draußen um, unterhielt mich eine Weile in der Hotelhalle mit Gordon Shumway und seiner Frau und ging dann zur Halle, die aber erst mit Verspätung für Zuschauer geöffnet wurde.
Man konnte dann aber doch noch den Spielern beim Warm Up zusehen, natürlich waren Phil Taylor und Raymond van Barneveld am dichtesten umlagert. Ich sprach ein bisschen mit den Kollegen von der anderen Dart Seite und informierte mich, wo Bob Anderson, Mark Dudbridge und John Part spielen würden.

Hier stieß ich auf einen weiteren Mangel: Nicht alle Spiele fanden in der großen Halle statt, ein paar Boards waren im Gang zur Halle aufgestellt. Da sowohl Bob als auch John im Gang spielten, bekam ich überhaupt nicht mit, was in der großen Halle passierte, erst als es zu den Achtelfinalen auf der Bühne ging, fand ich heraus, wer eigentlich noch im Turnier war. Irgendwie funktioniert die Organisation an diesem Punkt noch nicht reibungslos, auch Patrick an seinem Liveticker hatte Mühe sich einen Überblick zu verschaffen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon einige recht gute Spiele gesehen, außer Bob Anderson und John Part spielten noch van Barneveld, Roland Scholten und James Wade im Gang. Bob Anderson war leider schon ausgeschieden, er war in seinem zweiten Spiel auf einen PDC Neuling aus London getroffen, der wirklich gut spielte und dieses Spiel hatte einfach zuviel Kraft gekostet, um gegen Roland Scholten bestehen zu können.

Die Halle war ziemlich gut gefüllt und die Stimmung war auch gut!
Zu den Achtelfinalspielen zogen die Spieler mit Auftrittsmusik und Nebel in die Halle ein, sogar die obligatorischen weiblichen Begleiterinnen waren dabei, von denen ich als Frau jetzt nicht so begeistert bin.
Überraschenderweise waren alle Achtelfinalspiele irgendwie einseitig, in jedem gab es einen deutlich überlegenen Spieler und viele der Verlierer schienen vor allem Probleme mit den Doppeln zu haben, weniger mit den Scores. Trotzdem wurde natürlich auf sehr hohem Niveau Dart gespielt und es war erfreulich auch einen GDC Spieler auf der Bühne zu sehen, nach dem ja leider Michael Rosenauer schon in seinem ersten Spiel gegen Dave Honey sang-und klanglos untergegangen war.
Nach dem Ende des Turniers, die restlichen Spiele waren für Sonntag angesetzt, fand auch endlich mein Interview mit Herrn von Moltke statt, ich hoffe, er schickt es bald genehmigt zurück, dann wird es hier auf der Seite zu lesen sein.
Nach dem Abendessen blieb ich noch eine Weile an der Bar hängen, auch hier war leider das Personal total überfordert. Eine sehr nette Geste des Hotels war aber, dass es die noch anwesenden Gäste nachdem das Restaurant gegen 10.30 geschlossen hatte, mit frischer Pizza auf Kosten des Hauses versorgte, viele der Spieler nahmen das begeistert an.
Es tat mir leid, dass ich am Sonntag nicht mehr dabei sein konnte, die Stimmung in der Halle muss ja fast noch besser gewesen sein.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Turnier in einer schönen Umgebung. Phil Taylor scheint seine Form wieder gefunden zu haben, vielleicht auch seinen Spaß am Dartspiel, während Raymond van Barneveld irgendwie unbeständig spielt. Auch andere Spieler nähern sich ihrer Bestform an, wobei mich eigentlich Denis Ovens am meisten überzeugt hat. Peter Manley läuft seiner Form weiter hinterher, Roland Scholten und John Part schwächeln beide etwas bei ihren Doppeln, hoffentlich können sie bis zur WM da noch aufholen.
Ich freu mich jetzt schon richtig auf die WM!

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