Wird die PDC mit der Zeit uninteressant für die Profis?

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Bullseye
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Wird die PDC mit der Zeit uninteressant für die Profis?

Beitragvon Bullseye » 24.10.2008, 07:16

Ich fand dass gestern das Leistungsniveau nicht ganz hoch war bei der PDC Championship League oder kommt das dass man mit der Zeit einfach dran gewöhnt ist gute Spiele zu sehen.

Kann es sein dass bei den Profis so langsam die Power weg ist oder dass sie jetzt sich voll auf die PDC Weltmeisterschaft konzentrieren und die anderen Turniere nicht mehr so wichtig sind?
Wie sieht es in ein paar Jahren aus? Es werden immer mehr Turniere gespielt und dieselben Spieler treffen immer wieder aufeinander, ist das auf Dauer noch interesaant für die Zuschauer und natürlich die Spieler selbst? War Peter Manley jetzt das erste Opfer der die Motivation verloren hatte?

Bei der PDC Championship League ist es für die Profis ohne Publikum vielleicht eher wie ein Trainingsspiel jedoch kann es auch sein dass wenn keine direkte Zuschauer da sind sich verschiedene Spieler nicht so konzentrieren um ein schönes Spiel zu zeigen wie mit Publikum.

Schon bei uns in der Liga merkt man dass weil man dauernd wieder gegen dieselben Leute spielt man mehr und mehr unkonzentrierter spielt und immer weniger motiviert ist da man schon jeden einmal geschlagen hat und man den Gegner genau einschätzen kann, gegen einen Gegner den man nicht kennt spielt man normalerweise besser und konzentrierter.
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Beitragvon Charis » 24.10.2008, 10:38

Ich weiß auch nicht, ob sich die PDC einen großen Gefallen damit tut, dass sie mehr und mehr Turniere auf die Beine stellt, es wird vielleicht auch immer öfter passieren, dass die sicher auf den Top-Plätzen sitzenden Spieler einfach an irgendwelchen Players Championships nicht mehr teilnehmen, wobei man natürlich sagen muss, ein normaler Arbeitnehmer muss ja auch jeden Tag antreten und so ein Profispieler hat eben Dartspielen als Beruf.
Aber es fehlt sicher manchmal die Motivation, das Besondere, was ein großes Turnier ausmacht, dafür unterscheiden sich auch die Turniere vom Format her zu wenig von einander, lediglich die Austragungsorte sind unterschiedlich.
Und dann kommt noch der übermächtige Taylor dazu, gewinnen kann man da ohnehin höchst selten.
Vielleicht ist einfach auch das Preisgeld inzwischen bei den großen Turnieren zu hoch, die Top-Spieler haben alle wahrscheinlich ausgesorgt, man muss sich also deshalb nicht mehr anstrengen. Da muss man schon so wie Taylor sein und gewinnen für das Wichtigste im Leben halten.

Und sicherlich ist es insgesamt nur eine kleine Gruppe von Spielern, die immer wieder aufeinander treffen, wobei es wahrscheinlich immer noch genügend Spieler gibt, die nie gegeneinander angetreten sind. Es kommen ja auch immer wieder Spieler nach.
Aber ich weiß auch nicht ob ich mich immer wieder motivieren könnte, gestern hätte ich noch Championship gespielt, am Samstag muss ich eine gute Leistung in Dinslaken erbringen, die Woche drauf in Frankfurt, dann in Irland, eine Woche später in Holland, dann spiele ich vielleicht im Grand Slam und dann wieder über den Kanal nach Halle. Anschließend habe ich 14 Tage Zeit um mich auf die WM vorzubreiten, es kann wohl gar nicht sein, dass man da jedes Mal eine Spitzenleistung erbringt.
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Re: Wird die PDC mit der Zeit uninteressant für die Profis?

Beitragvon 169check » 25.10.2008, 10:42

Ich glaube nicht, dass die PDC für die Profis uninteressant wird. Ein höheres Niveau als das in der PDC gibt es doch nicht. Es ist auch der Grund warum ehemalige Spitzenspieler der BDO / WDF eben in die PDC gewechselt sind, weil sie sich mit den besten der besten messen wollen.

Für die Zuschauer ist Spannung und Abwechslung natürlich wichtig. Aber wenn ich jetzt mal den DSF Zuschauer nehme, der ist mit den Übertragungen wahrlich nicht verwöhnt und freut sich sicher über jedes Turnier, das gezeigt wird.

Gegen Langeweile könnten ansonsten noch verschiedene Spielmodi, also Double In Double Out, warum nicht mal ein Turnier mit Doppelpartner, Cricket hätten die Amerikaner sicher mal gerne, helfen. Mir persönlich gefällt ein kurzer Modus sehr gut, da es am ehesten zu Überraschungen kommt und die Spannung dadurch steigt.

Bullseye hat geschrieben:Ich fand dass gestern das Leistungsniveau nicht ganz hoch war bei der PDC Championship League oder kommt das dass man mit der Zeit einfach dran gewöhnt ist gute Spiele zu sehen.


Ich würde nicht sagen, dass die Championship League auf niedrigem Niveau gespielt wurde, eher im Gegenteil. Wenn ich an die Halbfinale des letzten Tages Phil Taylor gegen Alan Tabern und Mervyn King gegen Mark Walsh sowie das Finale Phil Taylor gegen Mervyn King zurückdenke, so waren das doch Spiele auf allerhöchstem Niveau. Hat Alan Tabern das Halbfinale nicht mit einem 104er Average verloren? Ich glaube mich auch zu erinnern, dass fast in jedem Leg eine 180 geworfen wurde.

Durch die fast gleichbleibende Kameraeinstellung bei der Championship League konnte man sehr gut beobachten, wie knapp die Darts an den Triple- und Doppelfeldern landen, da geht es wirklich nur um Millimeter. Bei den anderen großen Turnieren ist mir das in dieser Deutlichkeit nicht so bewusst geworden, da dort ja sehr viele Kameraeinstellungen, mit Blick auf Zuschauer, Spieler usw. davon ablenken.

Bullseye hat geschrieben:Kann es sein dass bei den Profis so langsam die Power weg ist oder dass sie jetzt sich voll auf die PDC Weltmeisterschaft konzentrieren und die anderen Turniere nicht mehr so wichtig sind?
Wie sieht es in ein paar Jahren aus? Es werden immer mehr Turniere gespielt und dieselben Spieler treffen immer wieder aufeinander, ist das auf Dauer noch interesaant für die Zuschauer und natürlich die Spieler selbst? War Peter Manley jetzt das erste Opfer der die Motivation verloren hatte?


Bei der WM mit 70 Teilnehmern dürfte doch für genug Abwechslung gesorgt sein. Natürlich werden sich am Ende wahrscheinlich wieder die üblichen Verdächtigen durchsetzen, aber das ist ja in jeder Sportart so.

Bullseye hat geschrieben:Bei der PDC Championship League ist es für die Profis ohne Publikum vielleicht eher wie ein Trainingsspiel jedoch kann es auch sein dass wenn keine direkte Zuschauer da sind sich verschiedene Spieler nicht so konzentrieren um ein schönes Spiel zu zeigen wie mit Publikum.


Auch hier dürfte es Spieler geben, die besonders gut mit der Atmosphäre ohne Zuschauer zurecht kommen, andere wiederum mögen sie vermissen, wobei die wahrscheinlich in der Minderheit sein dürften.

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