Jyhan Artut

Alles über die besten der Besten Darter

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Chris
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Beitragvon Chris » 13.12.2011, 16:36

Hauptsache die Moderatorin wirft triple 19 und triple 20 :D verrückt^^
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Patrick.B
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Beitragvon Patrick.B » 21.12.2011, 14:35

Hallo Zusammen,

ja ich bin immer noch Artut Fan :D Aber hier mal ein schöner Bericht über ihn :

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s ... b2999.html

ich finde den Bricht sehr gut, und auch sehr informativ :wink:
Andi77
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Beitragvon Andi77 » 23.12.2011, 11:48

Hallo zusammen
gutes Interview. Zwar ein bischen kurz aber trotzdem gut gemacht.
Leider ist er ja gegenn Gary Anderson ausgeschieden. Aber wenn er diese Form beibehalten kann und eventuell kann er sie sogar noch steigern gerade die Treffer auf die Triplefelder, wird ihm bestimmt bald der große Wurf gelingen.
It´s Time to Play the Game
Gruß Andi
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Beitragvon 169check » 23.12.2011, 21:11

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Beitragvon 169check » 23.12.2011, 21:15

"Dart-Training bringt mehr als Alkohol"

Jyhan Artut, Deutschlands erfolgreichster Dart-Profi, spricht mit "Welt Online" über die WM im London, die Legende Phil Taylor und das Kneipenimage seines Sports.

Am liebsten würde Jyhan Artut nur kurz über Weihnachten nach Hause kommen und dann direkt wieder zurück nach London fliegen. Das würde nämlich bedeuten, dass der Hannoveraner die erste Runde, in der er auf den Weltranglistenvierten Gary Anderson trifft, überstanden hätte.

Darts - Ladbrokes.com World Darts Championship - Day Seven - Alexandra Palace
Foto: picture alliance / empics/PA Wire Jyhan Artut ist die Nummer 54 der Weltrangliste und startet in London zum dritten Mal bei einer WM

Artut ist professioneller Dartspieler und einer von zwei deutschen Startern bei der Weltmeisterschaft, die am Donnerstag in London beginnt. Als einziger Deutscher wirft er seit 2009 bei jedem PDC-Turnier Pfeile. Sein Traum, sagt er, sei der Sprung ins Halbfinale.

Welt Online: Herr Artut, wie ist Dart-Idol Phil Taylor zu bezwingen?

Jyhan Artut (35): Du musst bis zum Schluss so eng wie möglich an ihm dran bleiben. Wenn es dann am Ende knapp wird, macht auch Phil Taylor Fehler und wird nervös.

Welt Online: Pünktlich zur WM heißt es mal wieder, er sei in Topform und quasi unbesiegbar.

Artut: Niemand ist unbesiegbar.

Welt Online: Auch nicht ein Mann mit 15 Weltmeistertiteln?

Artut: Natürlich ist er besser als alle anderen Spieler auf der Welt. Sonst hätte er nicht diese unglaublichen Erfolge feiern können. Wenn er gegen uns spielt, macht er sich am Anfang gar keine Gedanken über seinen Gegner. Ihm geht es primär um seine Show und Eigenwerbung. Erst später, wenn es womöglich knapp wird, beschäftigt er sich konkret mit dem Spiel.

Welt Online: Was macht ihn soviel stärker als Sie und alle anderen?

Artut: Es ist wie in jedem Sport. Diejenigen, die mehr trainieren als der Rest, kommen ganz nach vorn. Bei ihm ist sicherlich auch eine Menge Talent dabei. Aber wissen Sie, was das Entscheidende ist?

Welt Online: Nein.

Artut: Er ist extrem von sich überzeugt. Er weiß einfach, wie gut er ist. Deswegen steht er seit Jahren an der Spitze und hat in der Zeit immer mehr Selbstbewusstsein generiert. Darts ist ein psychologisches Spiel.

Welt Online: Was meinen Sie damit?

Artut: Darts ist wie Boxen. Wenn du Angst vor dem Gegner hast, hast du praktisch schon verloren. Du verkrampfst und triffst die Segmente nicht mehr. Es geht darum, im Training eingeübte Abläufe einzuhalten und sich nicht verrückt machen zu lassen.

Welt Online: Die WM findet im legendären „Ally Pally“ statt, vor Tausenden johlenden Engländern. Wie schaffen Sie es, in dieser Atmosphäre cool zu bleiben?

Artut: Ich mag das Publikum und die Bühne. Auch wenn es paradox klingt: Es hilft mir, mich wirklich auf mein Spiel zu konzentrieren.

Welt Online: Sie sagen immer, Darts ist zu 70 Prozent Kopfsache. Was sind die anderen 30 Prozent?

Artut: 25 Prozent sind Talent, und die übrigen fünf Prozent sind Training. Das soll jetzt aber nicht so klingen, als wäre es unwichtig zu trainieren. Du musst jeden Tag sehr viel tun, um bei Turnieren psychologisch auf der Höhe zu sein. Du musst dir dabei selbst immer wieder beweisen, wie gut du spielen kannst. Wer das verinnerlicht hat, bricht auch nachher auf der Bühne nicht mental zusammen, wenn es mal schlecht läuft. Außerdem hast du dann einen Rhythmus im Arm, der dir später hilft.

Welt Online: Sie trainieren vier Stunden täglich Wie können wir uns eine solche Einheit bei Ihnen vorstellen?

Artut: Ich mache ein bisschen was für meine körperliche Fitness. Der größte Teil dreht sich aber um das Pfeilewerfen. Ich habe zu Hause ein spezielles Computerprogramm, mit dem ich gegen einen virtuellen Gegner antreten kann. Dessen Spielstärke lässt sich variieren. Im Endeffekt spiele ich jeden Tag gegen meinen Rechner. Abends versuche ich dann, gute Gegner aus der Umgebung zu finden, gegen die ich in Kneipen antreten kann.

Welt Online: Es klingt, als wäre das ein mühseliges Unterfangen. Im Mutterland des Darts, in England, fiele das vermutlich wesentlich leichter. Warum ist der Sport dort so viel populärer als in Deutschland?

Artut: Die Engländer spielen seit über 100 Jahren. Darts hat dort den Status eines Volkssports. Aber es ist gar nicht so einfach, dort eine Dartkneipe zu finden. Das geht hierzulande deutlich einfacher. Überhaupt erkenne ich einen deutlichen Aufschwung des Dartsports in Deutschland.

Welt Online: Worauf führen Sie den zurück?

Artut: Das Fernsehen spielt eine wichtige Rolle. Sport1 hat sich die Rechte für die nächsten fünf Jahre gesichert, Darts gehört zu den fünf Sportarten mit den besten Einschaltquoten. Und das Potenzial ist riesig. Ich schätze, 95 Prozent der Bevölkerung hatte schon einmal einen Dartpfeil in der Hand. Der Sport und das gesamte Drumherum sind seriöser geworden.

Welt Online: Viele Dartprofis reagieren allergisch auf die Frage, ob sie während des Wettkampfs Alkohol trinken.

Artut: Das meine ich: Dieses Kneipenimage verschwindet immer mehr aus den Köpfen der Leute. Alkohol wird bei professionellen Turnieren überhaupt nicht mehr getrunken. Das Buch mit den Substanzen, die beim Darten verboten sind, ist dicker als bei vielen anderen Sportarten. Das führt soweit, dass ich vor Wettkämpfen aufpassen muss, welche Zahnpasta ich benutze.

Welt Online: Ganz ehrlich: Würde ein Bier vor dem WM-Finale einem Dartprofi wie Ihnen überhaupt helfen?

Artut: Wenn du nicht gut trainiert bist, können geringe Mengen durchaus für eine ruhige Hand sorgen. Aber auf unserem Niveau vertraue ich lieber dem Training. Das ist definitiv besser, effektiver und bringt mehr als Alkohol.

Quelle: http://www.welt.de/sport/article1376747 ... kohol.html

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